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Heimreise und Wohnmobilrückgabe

Mittwoch, 21 Juni 2006:

Heute geht es nach Hause, zurück in den Alltag. Wir müssen leider das schöne Womo abgeben, da beißt die Maus keinen Faden ab.
Mit den Einpacken will es aber nicht so richtig klappen. Es ist einfach schade, dass wir nach Hause müssen und das Wohnmobil nicht behalten können.

Der Vormittag vergeht damit, dass wir das Wohnmobil komplett auf Vordermann bringen. Immerhin möchten wir die Endreinigung selber durchführen und so putzen und wienern wir das Wohnmobil von innen so sehr, als wäre es unser eigenes.
Von außen müssen wir übrigens nicht sauber machen, das macht der Vermieter, dieser Dienst ist inklusive.
Ich denke mal das hat ganz praktische Gründe, da man ja mit so einem großen Wohnmobil nicht einfach so in eine Waschanlage fahren kann. Und wo sollte man unterwegs das Womo sonst sauber machen?

Für die Innenreinigung haben wir u.a. extra einen großen Staubsauger von zuhause mitgenommen, damit wir das Wohnmobil auch ordentlich durchsaugen können. Zwischendurch hatte Anja zwar immer mal wieder auf den Campingplätzen durchgesaugt, aber nun steht ja eine gründliche Endreinigung an.
Und so arbeiten wir uns putzend von hinten nach vorne durch.
Nicht gebrauchte Lebensmittel (am meisten die Konservendosen) wandern dabei wieder in unsere Klappkörbe, damit wir diese nachher problemlos in unser Auto verstauen können.
Auch eine umfangreiche Badezimmerreinigung sowie Ausleeren und reinigen des Toilettentanks gehören natürlich dazu.
Ist ein Bereich sauber schließen wir die Tür, ziehen den Vorhang zu oder schotten den sonst von den übrigen Räumen ab, damit nicht neuer Dreck anfallen kann.
Dabei arbeitet Anja innen im Wohnbereich, ich kümmere mich um die Außenteile wie die Garage und die Staufächer, sowie die Fahrerkabine.
So arbeiten wir uns von hinten nach vorn vor, zum Schluss ziehen wir den Stecker aus der Steckdose, räumen den Staubsauger auf Seite und schließen die Aufbautür von außen.
Perfekt, alles sauber. Ein schönes Stück Arbeit…

Ach ja, Frühstück fällt natürlich komplett aus. Erstens haben wir dafür keine Zeit und zweitens wollen wir ja nicht gleich wieder im gerade gesäuberten Wohnmobil alles dreckig machen.
Statt dessen haben wir uns überlegt in Burg a.F. noch einen kurzen Frühstücksstop einzulegen und dort etwas zu essen.

Allerdings hat die Reinigungsaktion länger gedauert, als wir eigentlich gedacht haben und so ist es bereits früher Mittag, als wir endlich mit allem fertig sind.
Es wird allmählich höchste Zeit abzufahren, denn um 18 Uhr müssen wir das Wohnmobil zurück geben.
Mit allen Reinigungsarbeiten sind wir ja nun fertig, wir könnten ja eigentlich los.
Das heißt fast, denn zuerst muss ich natürlich in die Rezeption...
Warum? Na unser Wohnmobil ist ja noch an das Stromkabel angebunden, dessen Anschlussstecker im Stromkasten abgeschlossen versenkt und damit für uns unerreichbar ist.

Der Platzmeister kommt nach unserer Bitte uns los zu binden ein paar Minuten später zu uns und befreit uns Wohnmobil aus der Gefangenschaft. Sehe ich da ein kleines Grinsen auf dem Kühlergrill?

Wir nutzen noch kurz die Gelegenheit und fahren mit dem Womo auf die Entsorgungsstation, denn neben der bereits sauberen Toilette haben wir ja noch den Abwassertank zu entleeren. Aber das dauert nur ein paar Minuten und so rollen wir gegen 12 Uhr winkend vom Platz.

In Burg haben wir Glück, gleich auf dem Parkplatz Ost finden wir einen kostenlosen Parkplatz vor, auf dem sogar Wohnmobile zugelassen sind. Wir parken hier und gehen ein weiteres Mal in den Ort. Ich habe noch immer das Verlangen mir eines dieser tollen Modellschiffe im Kaufhaus Stolz anzuschauen. Vielleicht sind diese ja heute günstiger oder ich habe einen stärkeren Drang so ein tolles Schiff mein eigen zu nennen.
Und etwas essen müssen wir ja auch noch.

Für´s Frühstück ist es allerdings zu spät, daher entscheiden wir uns für ein herzhaftes Mittagessen, genauer für eine Pizza in einer der Promenadenpizzerien auf der Hauptstraße.
Die Pizza ist lecker und wir lassen uns die letzten Minuten eines köstlichen Urlaubs schmecken.
Auf dem Rückweg machen wir noch einen Schlenker zum Postamt. An einem Automaten ziehen wir unsere Briefmarken und werfen diese (natürlich vorher per Super-Schleck mit den Postkarten verbunden...) dann auch gleich in den bereit gestellten Postkasten ein.

    
     ein weiterer Besuch in Burg a.F.

Auf der Fahrt zur Autobahn müssen wir wieder durch Burg, um dann dort wieder auf die B 207 / E 47 einzubiegen, die zurück auf dem Festland dann die A 1 wird.
Ist schon toll diese A 1. Sie startet bei uns um die Ecke in der Eifel und endet hier im Norden Deutschlands an einer schönsten Urlaubsinseln, die man sich vorstellen kann.
Wir müssten nur bei uns auf die A 1 auffahren und dann immer geradeaus.
Mal sehen, ob ich das im Kopf behalten kann, wenn ich wieder auf dem Weg zur Arbeit bin.
Denn durch die physische Verbindung einer Straße, die man jeden Tag befährt, die aber auch in den Urlaub führen kann, hat man eine tolle Eselsbrücke, um sich an den Urlaub zu erinnern.

Bevor wir aber nun zur Autobahn fahren können müssen wir noch tanken. Die Anzeige mahnt bereits drohend.
Auf dem Weg zur Autobahn finden sich zum Glück mehrere Tankstellen gleich an der Ortsausfahrt von Burg a.F. Richtiger Wettbewerb findet zwar trotz bunter Farben an den Tankstellen nicht statt, aber billiger als auf der Autobahn selbst sollte es allemal sein.
An der Esso am Landkirchener Weg packen wir uns 50 Liter zu 1,11 in den Tank, ein letztes Mal werden wir später in Bielefeld tanken, denn wir müssen das Wohnmobil mit gefülltem Tank zurück geben, so haben wir es ja auch übernommen.

         
     Blick auf den Fehmarnbelt                                                       und zurück auf die Insel Fehmarn, schade, wir müssen heim


Dann geht es los. Die Fahrt auf der Autobahn verläuft eintönig und ohne besondere Vorkommnisse. Es ist zwar voll, aber nicht zu voll und so kommen wir ganz gut durch.
Trotzdem wird es zum Ende der Reise wirklich knapp mit der Zeit.
Und jetzt passiert natürlich genau das, was nicht passieren durfte: Nachdem wir von der Autobahn in Bielefeld abgefahren waren, haben wir uns natürlich komplett verfranst. Mehrfach kurven wir durch die Orte, können aber den richtigen Ort nicht ausmachen.
Wenigstens kommen wir an einer Tankstelle vorbei, wo wir ebenfalls für 1,11 € den Diesel komplett voll machen, etwas mehr wie 65 Liter passen dabei in den Tank.
Nach dem Tanken (es ist bereits 1 Minute vor 6) rufe ich dann den Vermieter an und bitte ihn mir von hier aus eine Wegbeschreibung zu geben.
Das ist mir doch dann sogar gleich ein wenig peinlich…

Ausgerüstet mit einer neuen Wegbeschreibung machen wir uns dann auf den Weg und erreichen 15 Minuten später unser Auto.
Aus- und Umladen müssen wir ja auch noch...

Zum Glück haben wir bereits vorher alle Sachen in handliche Kisten und Körbe verpackt, den Rest in Tüten verstaut, nur unsere Bettwäsche und der Staubsauger ist noch lose.
Wir packen den Bravo so voll wie es nur geht, aber irgendwie scheinen die Dinge alle nicht so zu passen, wie es vorher mal gepasst hat. Und so müssen wir große Teile wieder ausladen und neu einladen, es ist ein einziges Drama.

Der Vermieter und sein Kollege sind derweil bei uns eingetroffen und können sich das Schmunzeln über unsere Umpackaktion nicht verkneifem... Während Anja noch umlädt gehen wir bereits das Rückgabeprotokoll durch.
Zuerst besichtigen wir natürlich zusammen die Spuren des Einbruchs der ersten Campingnacht. Wir diskutieren hierbei über Sicherungsmethoden und Möglichkeiten das passierte künftig zu verhindern. Das Schloss wird wohl ausgetauscht werden müssen und für die Türen will sich der Vermieter zum zusätzlichen Schutz auch etwas einfallen lassen.

Besser ist es auf jeden Fall, mal davon abgesehen kann er ja nichts dafür. Schaut man sich die Fahrzeuge auf denen ein Reisemobil steht, mal genauer an wird man feststellen, dass 80% aller Reisemobile auf dem gleichen Basisfahrzeug stehen.
Einem Fiat Ducato. Es wäre wohl völlig egal gewesen, mit welchem Wohnmobil wir gefahren wären, ein anderes Mobil hätte hier wohl keinen Unterschied gemacht.

Dann erfolgt natürlich die Besichtigung des Fensters in der Sitzgruppe.
Da haben wir aber auch richtig tief in den Eimer gegriffen, randvoll gefüllt mit Sch***. Oh-weh, ist mir das peinlich...
Ausgerechnet das größte (und teuerste…) Fenster des ganzen Wohnmobils musste uns kaputt gehen.
Selbstverständlich ersetzen wir dieses, der Betrag wird unserer Kaution abgezogen.
Lehrgeld…

Ansonsten verläuft die Rückgabe ebenso kompetent und sachgerecht wie die Anmietung.
Wir gehen gemeinsam in und um das Fahrzeug, haken alle Punkte ab und protokollieren den Zustand.
Zum Schluss erhalten wir ein unterschriebenes Übergabeprotokoll. Alles ist perfekt gelaufen.

Gegen 19 Uhr haben wir alle Formalitäten erledigt, verabschieden uns und machen uns auf den Weg die letzten geschätzten 200km nun mit dem PKW in Angriff zu nehmen.

Mit dem PKW ist das Fahren ungewohnt, kein Wunder, haben wir doch ein paar tausend Kilometer mit dem Wohnmobil zurück gelegt.
Und das in 2 Wochen, Wahnsinn. Eigentlich.
Aber schön wars.
Nun muss man sich ganz schön umstellen, denn nun sitzt man im tiefen ITALO- Sportler wieder mit dem Popo auf dem Asphalt. Die Spiegel sind klein, das Fenster steil gewinkelt, ich kann nur das Auto unmittelbar vor mir betrachten und nicht die Fahrzeuge, die noch davor fahren.
Auch sind wir überrascht, wie leise doch eigentlich die Fahrt im PKW verläuft. Das Wohnmobil war da doch etwas lauter.
Aber nach einer kurzen Eingewöhnungsphase ist das Fahren im PKW natürlich kein Problem und wir fahren ohne weitere Vorkommnisse nach Hause, dort treffen wir gegen halb 10 ein.

Morgen werden wir eine Menge zu tun haben, aber für heute machen wir nicht mehr viel, wir schnappen uns nur das Nötigste und gehen gleich rauf. Den Rest sehen wir dann.
Immer noch ganz schön unwirklich: Einmal Nordkap und zurück in 16 Tagen und dann sogar noch einen Tag (den gestrigen Faulenztag auf Fehmarn) raus gefahren …

 

 
         
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