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Frühlingscamping am See:
Ausruhtag und Radtour entlang des Lago Maggiore

Dienstag, 25. März 2008

Es war frisch die letzte Nacht.
Wie es schon gestern Abend zu erwarten war, scheint über Nacht durch den wolkenlosen Himmel die ganze Kälte aus dem Weltraum zu uns herab gefallen zu sein.
Aber das macht nichts.
Denn dank Schlafhemd, Jogginghose, Socken und Katzenheizung an den Füßen war es kuschelig warm im Alkoven.
Gegen 8 rolle ich mich dann aber doch wie ein US Marine aus dem Alkoven und schalte die Heizung an.
Ich warte ja mittlerweile beinahe minütlich darauf, das die 11er leer wird, damit ich zuhause endlich eine neue kaufen kann.
So wirklich richtig brauchen wir die Gasflasche mit Ausnahme für die Heizung ja auch nicht mehr.
Dies hier ist definitiv unser letzter Reiseort und von hier aus geht es wohl wahrscheinlich ohne nennenswerte Pause nach Hause, der Urlaub neigt sich nun mal dem Ende zu. :-(
Der Kühlschrank läuft sowieso auf Strom und unterwegs auf 12V.
Warmes Wasser gibt es auf dem Campingplatz gratis und fürs Kochen von Wasser haben wir den elektrischen Wasserkocher.
Wenn wir uns Essen bereiten, dann bräuchten wir vielleicht noch Gas, aber heute Abend gehen wir vielleicht auch wieder im Restaurant Essen, dann brauchen wir Gas wirklich nur noch für die Heizung...

Ich rolle mich in der gleichen Lage wieder in den Alkoven, wie ich ihn gerade verlassen habe.
Meine Kuscheldecke ist noch kuschelig warm und auch die Nase und das Gesicht werden von der mittlerweile wärmenden Truma umhüllt.
Kein Wunder, dass ich wieder einlullere...

Gegen 9 werden wir dann ganz ohne Wecker wach und stehen eine halbe Stunde später auf.
Anja packt die Duschbeutelchen und wir machen uns auf die Serviceräume quasi für unsere Leser am eigenen Leib zu erproben.
„Kein Wasser zu kalt, keine Dusche zu schäbig, kein Servicehaus zu zugig, als das wir es nicht für das Interesse unserer Leser erproben!“ rufe ich beim Spaziergang über die Wiesen Anja zu, die sich nur ein weiteres Mal verständnislos an den Stirn tippt.
Natürlich bleibt die eigene Körperhygiene hierbei trotzdem die treibende Kraft...

Die Duschen sind dann eine Überraschung, allerdings im positiven Sinn!
Auch hier ist natürlich der Hauptbetrieb mit Zwangsbelüftung und Schattenseite ganz klar auf die heißen Sommermonate eingestellt, aber das Wasser ist sofort angenehm warm und stufenlos regelbar.
Eine Zeitbeschränkung gibt es nicht und so duschen wir lange und ausgiebig.

    
     Sauber, anständig und ohne Limit. Gute Dusche!

Gegen 10 Uhr bin ich fertig und stehe wieder am Wohnmobil.
Unsere Position, die wir gestern Abend bei Dunkelheit und in aller Eile gewählt hatten, gefällt mir heute nicht wirklich.
Um uns herum stehen die Plätze voll und auch der Fernsehempfang hier ist nicht der beste.
Dazu kommt, dass der Bereich vor unserer Wohnungstür im Schatten liegt, was wir gestern bei stockfinsterer Dunkelheit nicht mehr wirklich abschätzen konnten.
In der Sonne wäre es vielleicht möglich draußen zu frühstücken, im Schatten und bei dem aktuell aufkommenden Wind ist dies jedoch undenkbar!

Wir haben uns gestern schon überlegt, dass wir heute im Hellen umparken könnten.
Ich schaue mir daher den Campingplatz mal bei Tageslicht etwas genauer an.
Besonders schön gefällt mir die letzte Reihe ganz links vom Servicehaus aus gesehen.
Es sind hier sogar noch viele Plätze in unmittelbarer Nähe zum See frei.
Ganz an den See dürfen wir zwar, wie gestern beim Einchecken erwähnt, nicht, aber 2 oder 3 Plätze dahinter wäre ohne Probleme möglich.

         
     Fahrerseite = Sonnenseite, das Handtuch wird schon trocken     Nur die "Wohnseite" liegt im Schatten, das ist natürlich blöd

          
     Also drehe ich mal eine Runde über den Platz: Rezeption,         ein kleiner Spielplatz,

         
     Eine Reihe mit Dauercampern                                                 Blick zu dern Vorzelt-Dauercampern ;-)

         
     Parzellenreihe mit Blick auf den See: Sehr schön gelegen!         Könnte uns auch gefallen! Vielleicht hier vorne rechts?

         
     In der letzten Reihe ist es schön ruhig!                                   Sogar freie Sicht auf den See ist rechts noch möglich, Perfekt!!

Ich zeige einer frisch geduschten Anja meinen Wunschplatz in der letzten Campingreihe und sie ist ebenfalls sofort begeistert.
Wir richten im Wohnmobil also alles provisorisch rollfertig ein und wechseln dann den Standplatz.
In der allgemeinen Aufbruchstimmung fällt dies gar nicht auf.

Unser neuer Stellplatz liegt wirklich super!
Wir parken nun rückwärts ein und haben so quasi vor der Haustür die Sonne und den See.
Als ich aussteige bin ich stolz auf diesen tollen Platz.

          
      Unser neuer Standplatz in der letzten Reihe: Nah am See...       ...und endlich auch auf der "Sonnenseite". Juchu!

Ich gehe einmal ums Wohnmobil und will den Strom wieder einstecken, da höre ich es unter dem Mobil plätschern... Was ist denn jetzt schon wieder???
Das Problem ist schnell lokalisiert: Die Plätze hier sind vom Versorgungsweg nach oben hin abgestuft, man steht also ein wenig höher, als auf dem normalen Weg.
Ich hatte rückwärts eingeparkt und dabei einen entscheidenden Fehler gemacht.
Wäre der Versorgungsweg breit genug gewesen, dann wäre die rückwärtige Hochfahrt natürlich kein Problem gewesen.
Da der Weg aber sehr schmal ist und ich möglichst gerade rückwärts einparken wollte, bin ich zuerst vorwärts auf den gegenüberliegenden Stellplatz gefahren.
Beim Zurücksetzen war dann die Vorderachse noch auf dem erhöhten Stellplatz, während die Hinterachse ja noch auf dem Versorgungsweg steht. Das Heck des Womos bekam so beim Rückwärtsfahren Bodenkontakt an unserer Wunschparzelle und damit ist das Abwasserrohr an der Erhöhung unseres Zielstellplatzes tatsächlich ein wenig hängen geblieben.

Das Abwasserrohr ist nun verbogen und es tropft an der Verschraubung vom Tank zur Leitung.
So ein Mist!!
Ärgern darüber hilft natürlich nicht, es war ja vorher schon nicht ganz dicht und verlor schon mal einen Tropfen.
Ich hatte das Problem kurz vor unserer Schottlandreise provisorisch mit Panzertape gelöst. Das Panzertape hat sogar länger als erwartet gehalten, nämlich genau bis jetzt.
Ich stelle sofort eine Schale unter um das tropfende Wasser abzufangen.
Dann lasse ich den Abwassertank kontrolliert in eine zweite Schale ab und bringe unser altes Brauchwasser in kontrollierten Portionen zur Entsorgungsstelle.
Nachdem alles Wasser abgelassen ist, probiere ich das Rohr wieder gerade zu biegen und provisorisch zu richten.
Es gelingt mir mit Biegen und neuem Panzertape soweit, dass es immerhin nicht mehr tropft
Zuhause werde ich mich dann wohl um die Rohrleitung des Abwassertanks kümmern müssen.

Ein weiteres Unglück müssen wir ebenfalls anmelden.
Ein Scharnier des Spiegelschrankes im Badezimmer ist gebrochen. :-(
So kann man den Spiegelschrank bzw. die Tür in der Mitte nicht mehr problemlos öffnen.
Auch hier muss ich mich zuhause drum kümmern. (Anmerkung von Anja vom 24.10.2009: Das hat er immer noch nicht gemacht !!)
Der Spiegel selber ist OK, nur das Plastikscharnier darunter ist gebrochen.
Zwar nur ein kleines Teil, aber mit großer Wirkung.

Aber jetzt ist nicht die Zeit, sich mit Schaden und Schäden herum zu schlagen oder zu ärgern, diese Zeiten sind, nach diesem tollen und grandiosen Wohnmobilurlaub, endgültig vorbei!
Es wird viel mehr wirklich Zeit, sich um das Frühstück zu kümmern.
Hierzu spaziere ich zum kleinen Shop des Campingplatzes, während Anja im Wohnmobil klar Schiff macht.
Zu meinem Glück gibt es sogar noch Brötchen.
Genau 7 Stück. Ich brauche nur 6, dazu kaufe ich das letzte verfügbare Croissant.
Für Morgen nehme ich mir daher vor, ganz früh zum Mini- Markt zu gehen, damit wir alles bekommen, was wir uns wünschen.
Heute war es knapp, aber es ist gerade nochmals gut gegangen.

         
     Pech gehabt: Das Abwasserrohr ist nun krumm :-(                    Nicht ärgern, freuen! Die letzten Frühstücksbrötchen :-)

Nun, wo wir diesen wunderschönen Sonnenplatz haben, decken wir selbstverständlich draußen den Tisch.
Es ist wirklich herrlich draußen zu sitzen, kleine Wellen des Sees rauschen im Hintergrund, die Sonne scheint auf uns herab und wir stehen auf einer schönen großzügigen Parzelle im Norden Italiens!
So lässt es sich wirklich aushalten, so kann man wirklich den Frühling und die neue Saison des Jahres 2008 begrüßen. :-)

         
     Ein Platz an der Sonne: Draußen wird der Tisch gedeckt            "Schatzi, komm schnell, Frühstück ist fertig!"  :-))

         
     Das lässt sich "Schatzi" Anja nicht zwei Mal sagen ;-)                Traumhaft! Sogar das Frühstücksei hat Blick auf den See!

Nach dem Frühstück mache ich die Fahrräder startklar.
Kann ja nicht sein, dass wir die Fahrräder nun schon über 2.000 Kilometer mitschleppen und wir diese nun unverrichteter Dinge wieder mit nach Hause nehmen!
Aber so sehr wir auch Ausschau gehalten hatten, mit Ausnahme des Campingplatzes in Barberino (dort haben wir zum ersten Mal Radwege neben der Hauptstraße gesehen) hatten wir nirgendwo eine Möglichkeit gefunden, die Fahrräder vernünftig zum Einsatz zu bringen.

         
     Luft aufpumpen und Frühstück abtrainieren :-)                         Fertig, nun könnte es los gehen...   :-)

Hier um den See herum lässt es sich aber hoffentlich gut mit dem Fahrrad fahren, ohne dass man mit dem Fahrrad Berge und Täler erklimmen muss.
Während Anja noch im Wohnmobil aufräumt, drehe ich bereits die erste Proberunde mit dem Rad und fülle noch schnell den Luftvorrat in den Fahrradreifen ein wenig auf.
Für eine erste Tour sind wir somit startklar.
Bliebe nur noch das Problem, dass wir uns aufraffen müssen. Aber das machen wir später, wenn wir das Frühstück verdaut haben.
Jetzt wird erstmal ein wenig ausgeruht und die Sonne genossen.

         
     Mit dem Fahrrad bis ans See- Ufer                                           Herrlicher Ausblick: Klarer Himmel, Berge und blaues Wasser

Die Tür vom Wohnmobil ist übrigens die ganze Zeit geöffnet, wir wollen den Katzen auch mal die Möglichkeit geben, etwas anderes zu sehen, als nur die geschätzten 12qm des Wohnmobilinnenraumes.
Dori lässt sich allerdings nicht blicken, das war fast zu erwarten.
Auch Minki lässt sich lange Zeit nicht blicken, dann aber locken die frechen Spatzen die Katzennase zumindest schon mal in Richtung offener Tür.
Die Spatzen hier holen sich ihr zweites Frühstück von den Camperwiesen, auf denen die Camper ihre Brötchenkrümel vom Frühstück übrig gelassen haben.
Natürlich würden wir es nicht zulassen, dass Minki hier Spatzen erlegt und zum zweiten Frühstück verspeist!...

         
     Ein paar Vögel schauen vorbei, picken Krümel aus dem Gras     Ui, da wird die Minki aber neugierig!


Ich habe es mir in der Sonne auf dem Campingstuhl bequem gemacht, da fliegen ein paar größere Vögel über unser Wohnmobil hinweg.
Minki ist davon natürlich auch angetan und schaut denen aus der Tür hinterher.
Plötzlich ein Geräusch: „Pftscht“
„Nanu, was war das?“
Einen kurzen Moment später wird es kalt am Bein, ich schaue an mir herab und muss frische Vogelscheiße auf meiner nackten Haut erkennen! Aaahhh!
Na lecker, Drecksviecher!
„Minki, Miiinnnkkiiiiii!!!, komm raus aus dem Wohnmobil, na los, schnapp dir den Drecksvogel!!!“
Sie versteht leider nicht, was ich von ihr will, sie sitzt lieber weiter auf der Kopfstütze des Beifahrersitzes und schaut dumdreist nach draußen. Blöde Katze, als Racheengel für angeschissene Camperbeine definitiv nicht zu gebrauchen!
Was mir bleibt ist das Vogelverdauungsendprodukt abzuwaschen und meinen Groll ziellos in den Himmel zu werfen. Eine drohende Faust kommt mir in den Sinn, aber wer soll das sehen?
Der Vogel? Der ist längst weg.
Ich würde mich nur lächerlich machen.
Am schlimmsten ist aber das eckelige glitschige kalte Gefühl am Bein. Vogelscheiße ist wirklich schlimmer, als jede Algen- Schlammpackung im Wellness- Center...

         
     Nah dran: Nur noch einen Sprung und sie ist draußen                Iiiihhhhh! Angesch*** vom Vogel  :-((

Gegen halb eins ist die Sonne so richtig schön warm und wir machen uns auf das Umland unseres Campingplatzes mit dem Fahrrad zu erkunden.
Wir suchen aber nicht nur die Freuden einer Radtour, wir suchen auch einen Supermarkt, denn unsere Vorräte sind fast vollständig erschöpft.
Keine Milch, keine Wurst, nur noch ein Rest Marmelade und kaum noch Brot.
Wir wollten gestern auf dem Weg zum Campingplatz irgendwo anhalten, da aber dann die Zeit so knapp wurde, hat es dafür nicht mehr gereicht. Nun müssen wir die Einkaufstour eben mit dem Rad nachholen.

Als erstes wollen wir unseren Ferienort näher erkunden und biegen, nachdem wir den Weg zur höher liegenden Hauptstraße hinauf gestrampelt sind, links ab in Richtung Feriolo.
Zu unserer großen Freude gibt es hier tatsächlich sogar einen Radweg, auf dem wir in das knapp einen Kilometer entfernte Innenstädtchen entlang radeln können.

         
     Das Wetter schön zu Mittagszeit,                                             Drum satteln wir, schnell wie der Blitz,
     die Sonne lacht uns weit und breit :-)                                      uns're Räder, das geht ganz fix :-)

Wir biegen noch ein paar Mal ab und stehen dann ein weiteres Mal am Ufer des Lago Maggiore und an einer kleinen aber wunderschönen Promenade mit kleinen Cafes, Bars und Restaurants. Wir finden auch einen Schiffsanleger, wo eines der Ausflugsschiffe anlegt und man mitfahren kann.
Für Feriengäste ohne Wohnmobil und Camping sind darüber hinaus massig Fremdenzimmer, Ferienzimmer und Pensionen verfügbar. Fast jedes zweite Haus hat einen kleinen Infoständer an der Zufahrt mit der Info, ob das Ferienzimmer gerade „frei“ oder „belegt“ sei.
Dies übrigens in Deutsch!
Ebenfalls findet man etwas oberhalb der Promenade sogar einen kleinen Supermarkt, leider ist dieser noch bis 15:30 Uhr geschlossen.

         
     Unterwegs auf dem Fahrradweg neben der Hauptstraße            Das Dörfchen Feriolo liegt im Schatten der Berge

         
     Auch hier gibt es kleine Gassen zu entdecken                           Wir probieren einen Schleichweg runter zum See

          
     Auf der Promenade von Feriolo angekommen                         Kleine Pause am See, auch das Rad darf die Aussicht genießen

         
    Anja sitzt auf der Uferbefestigung und lässt die Füße baumeln    Hoffentlich fällt sie nicht ins Wasser, das sieht kalt aus!  :-o

Feriolo ist eigentlich recht überschaubar. Kaum haben wir die Promenade betreten, sind wir am anderen Ende auch schon fast wieder draußen aus dem Ort.
Und da der Supermarkt eh noch bis halb 4 geschlossen hat, beschließen wir unsere Radreise einfach fortzusetzen. Wir wollen ja was sehen vom See und seinen Dörfchen!

Wir haben uns auch schon das nächste Ziel ausgesucht, es soll nun deutlich größer werden, damit wir auch was zum entdecken haben und uns vielleicht durch Souvenirs und Postkarten stöbern können. Gerade noch in Reichweite liegt dafür perfekt: Verbania!

Wir drehen also in Feriolo um und fahren den Weg zurück zur Hauptstraße hinauf. Diese liegt etwas über der Wasserlinie, sodass man mit dem Rad jedes Mal strampeln muss. Das ist blöd.
Oben angekommen können wir uns dann aber ein Stück rollen lassen und passieren so leichten Schrittes oder Tretens wieder die Einfahrt zu unserem Campingplatz und den benachbarten Platz Holiday.

         
     Ein letzter Eindruck von Feriolos Promenade                             Dann geht es wieder rauf zur Hauptstraße

         
     oben angekommen sausen wir die Hauptstraße herab...            ...und passieren wieder unseren Campingplatz Orchidea

Kurz hinter dem Campingplatz werden dann aber enttäuscht, denn der Radweg endet an einer Kreuzung. Um nun nach Verbania zu gelangen, müssen wir den meisten Teil auf der stark befahrenen Straße zurück legen.
Das ist aber echt blöd gemacht und gefährlich ist es, wenn die LKW ganz dicht an einem vorbei fahren.
Hier sollten sich die Stadtväter wirklich mal überlegen, dass ein kleiner Radweg wirklich für Entspannung sorgen könnte.
Und ohne diesen wird wohl auch nie ein Holländer den Weg hierher finden ;-)

         
     Schöne Landschaft rund um den See                                        Nur das Radfahren auf der Hauptstraße ist bedenklich!  :-(

Auch hier findet sich, wie in Siena, an der Einfahrt der Stadt ein Schild, auf dem für Dieselfahrzeuge Euro 2 vorgeschrieben ist. Allerdings steht auch ein nicht unerheblicher Zusatztext dazu.
Zu blöd, ich kann es mangels ausreichender Sprachkenntnisse somit nicht zweifelsfrei zuordnen, ob wir hier nun mit dem Wohnmobil durchfahren dürften, oder nicht.
Aber mit dem Rad haben wir damit eh keine Probleme und so radeln wir mit fast schon sommerlichen 21°C (!!!!  :-) gegen halb 2 in den ersten Vorort von Verbania hinein.
Hier verlassen wir dann auch die durchgehende Hauptstraße SS 34 und können nun endlich wieder direkt am See-Ufer entlang radeln, was uns natürlich viel besser in den Kram passt.
Das Fahren auf der Hauptstraße ist wirklich nicht sehr schön!

         
     Unterwegs nach Verbania                                                     Quizfrage: Darf ich nun mit dem Womo, oder darf ich nicht ?:-/

         
     Ach egal, mit dem Rad dürfen wir überall hin :-)                       Was für ein toller Ausblick! Auf den Bergen liegt noch Schnee!

         
     Tolle Bude                                                                             Wir erreichen Suna, ein Vorort von Verbania

In Suna angekommen machen wir gleich die erste Pause und kaufen 1 Flasche Wasser und 2 Eis für insgesamt 4,40 €.
Schleckend setzen wir uns dann erstmal auf eine Bank gleich am Ufer des Sees und lassen die mittlerweile 24°C warme Sonne auf uns herab scheinen!
Das haben wir uns genau so gewünscht! Ein traumhafter Frühling am See mit sommerlichen Temperaturen. Schade nur, dass die Natur um uns herum noch nicht so weit ist und hier, im Norden Italiens, wieder das Braun des letzten Winters noch die dominierende Farbe darstellt.
Dafür aber haben wir vom See- Ufer aus einen tollen Blick auf das tiefblaue Wasser mit umher dümpelnden Booten, der Ufer- Szenerie und den umliegenden Bergen mit ihren noch immer schneebedeckten Gipfeln.
Sieht total traumhaft aus!
Hier unten im Tal am See scheint die Sonne und auf den Bergen liegt noch Schnee. Cool!

         
     Ah, der See! Rechts Schwenk Marsch und ab ans Ufer               Bei diesem tollen Ausblick machen wir erstmal Pause!

         
     und genießen den Ausblick auf Ufer, See und Boote                   Dies ist vielleicht ein Fischerboot?

         
     Der Beweis: 24°C mit Super- Sonne!                                        Da darf ein Eis vor schneebedecktem Gipfel nicht fehlen :-)

         
     Gar nicht so weit weg: Schneebedreckte Gipfel                         Dort oben scheint sogar gerade ein Schneesturm zu wüten?

Nach einer längeren Ausruhpause geht es weiter nach Verbania ins Zentrum.
Wir fahren, mittlerweile unter leichten Druckschmerzen aus der Bürzel- Gegend, vorbei an Häusern, Parks, einem Schwimmbad, und einigen Parkmöglichkeiten, die nach erster vorsichtiger Schätzung durchaus auch für Wohnmobile geeignet zu seien scheinen.
Schilder oder Teppichstangen haben wir jedenfalls nicht gesehen.
Einige stehen sogar hier, die Besatzungen haben sich ein wenig häuslich eingerichtet und haben sogar Campingmöbel draußen vor dem Womo stehen.

         
     Weiter geht's, immer dicht am Ufer entlang                              Die Boote warten bestimmt auf den Sommer...

        
     Die ersten Frühlingsblumen im Park                                         Kleine Gassen und alte Kirchen? Gibt's auch hier

         
     Mit dem Wohnmobil kann man wohl gut stehen wie hier links      oder hier unten direkt am See

         
     Ich mache ein Bild von Anja vor mediterraner Kulisse...           ...Anja mach ein Bild von mir vor der Schneeberg- Kulisse :-)

Gegen viertel nach zwei passieren wir das Zentrum von Verbania, welches sich durch deutlich gefülltere Parkplätze ankündigt. Auch wird die Bebauung dichter und wir müssen auf der Uferpromenade so einigen Fußgängern ausweichen.

Wir parken daher unsere Räder und erkunden Verbania ein wenig zu Fuß, um uns das Örtchen etwas näher anzusehen.
Wir sind keine 100 Meter gelaufen, da finden wir auch schon gleich den ersten Zeitschriftenstand, wo wir neben einigen Postkarten und Briefmarken auch eine Bild- Zeitung kaufen. Sie kostet 0,90 €
Eigentlich eine geniale Idee von Axel Springer, die Bild ist extra für Italien aufgelegt.
Bestimmt wird die hier auch gedruckt und nicht von Deutschland aus importiert.
Vorstellbar wäre es zumindest.

         
     Wir erreichen das Zentrum von Verbania                                 Hier ist schon deutlich mehr los

         
     Die Kirche von Verbania                                                          mit einem tollen Kirchturm

         
     Eine Flaniermeile gibt es natürlich auch                                    Man kann schön draußen in der Sonne sitzen

Das nächste, was wir in den Gassen Verbanias studieren, sind die Preisansagen an den zahlreichen Pizzerien, Restaurants und Trattorien am Wegesrand.
Die Preise sind entgegen unserer Erwartung günstig. Allein der zum Vergleichen hervorragend geeignete Pizza- Margherita- Index bietet schon an 2 Restaurants die besagte Margherita für nur 4,- € anbieten!
Wir vermuten zwar zunächst eine Mogelpackung, aber die Größe der Pizza scheint auf den Tellern der Gäste, die draußen in der Sonne sitzen, durchaus akzeptabel.
Da könnten wir glatt schwach werden, entscheiden uns aber zunächst einmal weiter zu schauen, was noch kommt.
Satt vom Frühstück sind wir sowieso allemal, es wäre nur „Appetit“.

         
     Pizza- Margherita- Index: Hier für 4,- € zu bekommen...           ...hier aber auch. Fazit: Verbania ist nicht zu teuer :-)

Ein wenig schlendern wir noch durch die Gassen, bis wir gegen viertel vor 3 wieder auf die Räder steigen.
Zum Abendessen ist es eigentlich noch zu früh, zum Mittag essen zu spät. Gesehen haben wir auch alles, da können wir auch erstmal wieder zurück zum Wohnmobil fahren.

     Palmen und Häuser am Ufer des Lago Maggiore
     Mediterranes Wohnen unter Palmen: Auch das geht wunderbar am Ufer des Lago Maggiore   :-)

Die Rückfahrt ist dann natürlich eine Tortur!
Der Bürzel tut weh vom vielen Radfahren. Wir sind ja gänzlich ungeübt und aus dem Stehgreif mal eben 10 Kilometer auf dem Rad abzureißen ist gar nicht so einfach.
Aber da muss man einfach „in den Schmerz“ gehen ;-)
Viel schlimmer ist aber: Der Weg ist weit, laut und gefährlich. Erneut müssen wir uns gegen eng vorbeirauschende LKW behaupten, was auf der schmalen Hauptstraße zwischen Bebauung und See- Ufer mitunter gar nicht so einfach ist. Selbst, wenn man einen Radweg bauen wollte, müsste man sicherlich entweder Land auf Grundstücksseite kaufen, oder das Ufer des Sees ein Stück zurück drängen. Aber einfach so mal einen Radweg hinmachen, das geht nicht ohne weiteres.
Zum Glück haben wir auf dem Rückweg mehr Gefälle, als Steigungen und so kommen wir recht schnell vorwärts.
Groß anhalten tun wir auch nicht mehr, sodass wir um kurz nach 3 wieder am Wohnmobil eintreffen.

Zurück am Wohnmobil erleben wir dann gleich 2 Überraschungen!
Die erste ist hocherfreulich. Wie schon geschrieben dürfen wir ja als „Billigcamper“ nicht auf den Premium- Plätzen am Wasser stehen. Daher stehen wir ja 3 Parzellen vom Wasser weg.
Heute früh waren 2 der 3 Parzellen leer, nur direkt am See stand noch ein Wohnwagen.
Der ist aber nun auch weg und so haben wir, obwohl wir in der vierten Reihe stehen, den freien Blick auf den See. Ist das nicht super?

     Blick auf den Lago Maggiore vom Wohnmobil aus
     Premium- Platz für Economy- Geld: Wir stehen als einzige in unserer Reihe und genießen den freien Blick auf den See! :-)

Die zweite Überraschung ist unsere Katze Dori, die offenbar genug von ihrem Katzengeschirr hatte.
Denn als wir das Wohnmobil betreten, finden wir das Geschirr leer aber eingeklemmt am Gurtfänger des Beifahrersitzes vor.
Gut, kann Zufall sein, dass Dori da vielleicht hängen geblieben ist. Aber ganz ehrlich: Die hat die ganze Reise schon darüber nachgedacht, wie sie sich aus dem Ding befreien kann, da sind wir absolut sicher!
Und ich glaub, sie hat sich mit Absicht am Geschirr verharkt, um sich dann daraus zu winden. ;-)
Zum Glück fangen wir unsere Katze recht schnell wieder ein und legen ihr das Geschirr wieder um, was natürlich nicht ohne Gefauche geht. Aber da bleiben wir hart.
Bevor die uns hier auf Nimmer- Wiedersehen abhauen, muss auch eine Katze mal an der Leine leben lernen.

Nachdem wir die Katze wieder eingefangen haben, genießen wir unseren neuen freien Blick auf den See mit einer längeren Kaffee- /Minikuchenpause vor unserem Wohnmobil.
Traumhaft! Schon heute sind wir sicher, dass wir bestimmt ein weiteres Mal an diesen tollen See zurückkommen werden. Idealerweise im Spätsommer oder im Herbst, wenn das Wasser schön warm ist und man im See baden kann. Das wäre was!

Während wir noch darüber nachdenken, wie schön baden im See sein muss, steckt plötzlich unsere Minki die kleine Fellnase aus der Tür.
Sollte jetzt, wo unsere Reise nahezu zu Ende ist, unsere Minki nun doch Gefallen am Leben außerhalb des Wohnmobils finden?
Wir können es kaum glauben! Die ganzen Tage (mit Ausnahme im Freiburg auf dem Stellplatz) verstecken sich die beiden im Mobil. Und nun wagt Minki doch tatsächlich einen Schritt auf die warme Wiese. Dann noch einen zweiten und schon ist sie draußen. Zuerst blickt sie sich noch unsicher um, geht dann aber einen Schritt von der Tür fort und schnuppert aufgeregt im Gras.

         
     Wieder angeleint: Dori ist böse auf uns und hat sich versteckt    Nur unsere Minki schaut ganz interessiert zur Tür heraus

Lange währt die Freude über ihren Besuch im Freien allerdings nicht, denn entweder sie wird durch irgendwas erschreckt, oder sie bekommt plötzlich Angst vor der eigenen Courage, denn auf einmal setzt sie zu einem großen Satz an und versucht mit voller Geschwindigkeit wieder ins Wohnmobil zu gelangen.
Dabei hat sie aber scheinbar vergessen, dass man eine Stufe benutzen muss und so irrt sie unter statt in das Mobil und versteckt sich, laut miauend, etwa in Höhe des Handbremsseiles.
Na toll! Jetzt hat sich tatsächlich unsere Katze unter dem Wohnmobil verheddert!

Mit gutem Zureden und der Anwendung von sanfter Gewalt gelingt es uns sie unter dem Mobil hervor zu bugsieren.
Kaum haben wir sie dann zurück ins Wohnmobil getragen, springt sie augenblicklich in den Alkoven und versteckt sich so weit hinten unten, wie es nur geht.
Na lassen wir sie mal in Ruhe, die fängt sich auch wieder…

Nach diesem Abenteuer satteln wir, unter Arschprotest, erneut die Fahrräder, um doch noch schnell im Supermarkt unseres Ferienortes Feriolo einkaufen zu gehen. Mittlerweile sollte der ja wieder auf und die Mittagspause beendet haben.

         
     Wieder unterwegs: Ab nach Feriolo...                                       ...und den lokalen Supermarkt stürmen :-)

Im Supermarkt dann die dritte Überraschung des Tages, hier ist alles sehr teuer!
Allein der Milchindex! So kostet der Liter einfache Milch tatsächlich 1,49 €.
Eine einfache eingeschweißte Aufschnittplatte ist „schon“ für 3,50 € zu bekommen und eine Dose Sheba kostet lockere 0,97 € !!
Oha!
Daher kaufen wir wirklich nur das nötigste für das heutige Abendessen und für ein Frühstück morgen früh.
Dazu noch ein paar Getränke.
Wir haben einen Fahrradkorb grad mal voll, den zweiten nur am Boden bedeckt, trotzdem werden über 20,- € fällig.
Wahnsinn!
Irgendwie ist der Supermarkt vom Typ „Margherita“ (also wie die Pizza, nur mit Blume als Symbol) eher der Typ „Tante Emma Laden“ und für Tante Emma, die hier wahrscheinlich Onkel Giovanni heißt, muss natürlich auch was hängen bleiben. *grummel*

         
     Die Auswahl ist für einen kl. Dorfsupermarkt nicht schlecht        Es gibt alles, von der Nudel bis zum Backpapier

         
     Nur die Preise lassen uns schlucken: Kaztenfutter? 97 cent!       1 Liter Milch? Ab 1,49 aufwärts...  :-(

         
     Da kaufen wir aber nur das Nötigste!                                      Und radeln trotzdem "total verarmt" zurück zum Campingplatz

Gegen halb 5 sind wir zurück am Campingplatz und verstauen unsere wenigen Einkäufe im Wohnmobil, dann ist wieder faulenzen und vor dem Wohnmobil mit Blick auf den See sitzen angesagt.
Und es ist schon interessant, wie sehr man mit dem einfachen „vor-dem-See-sitzen“ den Nachmittag verbringen kann.
Wir schauen zu, wie der Tag sich allmählich dem Ende neigt. Besonders interessannt, weil es hier ja recht früh dunkel wird, ist der kurze Moment der Abenddämmerung mit hellem Rot am Horizont.
Es ist ein traumhafter Abend, mit fast klarem Himmel und viel frischer Luft, es dürfte kalt werden diese Nacht...
Fast schon sind wir ein wenig traurig, dass es morgen nach Hause gehen wird.
Aber irgendwann ist jeder Urlaub nun mal zu Ende, da beißt die Maus keinen Faden ab.
Bei uns würde eh keine Maus auch nur irgendwas abbeißen, denn Minki und Dori sind rappelig wie eh und je.
Wir sind sicher, dass sie nun, nach 2 Wochen Rundreise, das Wohnmobil als ihr Zuhause ansehen. Das wird ein Spaß, wenn wir wieder zuhause sind.

         
     Faulenzen vor'm Wohnmobil und See                                       Was mir da gerade schmeckt? Grissini und Cola!

         
     Faulenzen im Alkoven: Unsere Minki in MEINEM Bett                 Und geputzt wird sich natürlich auch noch   :-/

Aber auch mit anderen Katzen haben wir Spass.
So ist mir zum Beispiel vorhin im Servicehaus eine kleine Katze oder Kater begegnet, der sofort vertrauensvoll auf mich zugetapselt kam und sich ausgiebig hat kraulen lassen.
Na hoffentlich hat der keine Flöhe!
Aber er sieht gepflegt aus, das Fell ist nicht struwelig und einen wohl genährten gesunden Eindruck macht er auch.
Er scheint Gefallen am Servicehaus gefunden zu haben, denn als ich die Einrichtung verlasse, sitzt er auf dem Mauersims des Spülbereichs und schaut mir nach.
So ein liebes Tier!
Ich hole gleich mal Anja dazu, die sich ebenfalls sogleich mit dem Kätzchen anfreundet.
Obwohl natürlich das mitgebrachte Katzenwürstchen hier auch nicht unbedingt hinderlich gewesen sein wird ;-)

         
     An der Spülstation finde ich...                                                  Ein kleines Katerchen. Zuerst ist er noch ängstlich...

         
     Aber als Anja ihn mit Katzenwürstchen füttert...                       ..wird er richtig zutraulich und ist aufgeweckt

Gegen halb 7 machen wir uns unser letztes toskanisches Abendessen.
Stilecht gibt es leckeren Tomaten- Mozzarella- Salat, dazu ein herrliches Brot und ein paar Bratwürstchen.
Zugegeben, die Bratwürstchen passen jetzt nicht in den „toskanischen Abend“, aber ich mag mich nun mal nicht nur von Salat ernähren ;-)
Zur Belustigung sorgt dann besonders eine Tomate mit einem regelrechten Horn auf der Spitze.
Dies sieht so urig aus, dass mir dazu sogleich eine kleine Bildergeschichte einfällt, die ich natürlich niemandem vorenthalten will.

         
     Abendessenzeit! Doch beim Zubereiten folgt eine Überraschung, denn dieses Ding finden wir in der Tüte mit unseren Tomaten!

Transitfrei.de präsentiert (frei in Anlehnung an die Mausgeschichten von Pinky und Brain…) voller Stolz:

Die Tomatennase
und ihr Griff nach der Weltherrschaft! ;-)

In den Hauptrollen:
Tomatennase – Toscani Pommodoro
Treudoofe Tomaten – als sie selbst
Wütender Tomatenmob – Statisten vom letzten Tomatenfest aus Bunol, Spanien
Und in der zweiten Hauptrolle als „gefräßige Anja“ – Anja ;-)

         
     Es war einmal... ...eine Tomatennase!                                     Diese war in eine andere Tomate verliebt!

         
     Die beiden kamen sich näher...                                               doch das Glück war ihnen nicht bestimmt!
                                                                                                "Nein, Nein! Ich kann dich nicht lieben! Dein Horn ist zu groß!"

         
     und so blieb Tomatennase allein zurück, traurig und einsam      Aus Traurigkeit wurde Bitterkeit und so erwachte das Böse!

         
     Tomatennase scharrte treudoofe Vasallen um sich herum!      "Passt auf Männer! Heute Nacht erobern wir die Weltherrschaft!"

         
     Doch was war das? Ein böses Messer kam immer näher! *Splatter, Hack, Slack* und die getreuen Vasallen waren Geschichte
                                                                         Nur das Horn, das komprimierte Böse, retttete sich auf einen Mozarella- Berg

         
     Doch die Flucht half nichts! Am Ende blieb nur das Horn übrig    "Nein, NEIN! AAARRRGGGGHHHHH!"

         
     Es kam, wie es kommen musste.                                            Das war das Ende von Tomatennase :-)

     ***  Ende  ***

Nach dem Abendessen schnappe ich mir dann die letzten Reste des Gemetzels um Tomatennase’s Weltherrschaft und gehe spülen.
Ganz entspannt.

Ganz entspannt deshalb, weil wir es gar nicht nötig haben unsere Sachen schon zu packen und uns auf die morgige Heimreise vorzubereiten.
Bringt nichts!
Wir haben es beim Faulenzen schon in der Nachmittagssonne in der Zeitung gelesen und es geahnt... Vorhin zu den Abendnachrichten, haben wir es dann auch im Fernsehen gesehen.
Eisregen in Köln, Schneechaos in Österreich, Schnee und Eis legen die Autobahn im Sauerland lahm und in Belgien und den Niederlanden kommt der Verkehr wegen Schnee- und Eisfahrbahnen teilweise komplett zum erliegen.
Was für ein Glück, dass wir uns derzeit südlich der Alpen befinden.
Aber was ist morgen? Wird es dann wieder zu derartigen Wetterkapriolen kommen?
Zeitnot nach Hause zu kommen haben wir nicht gerade, den Rest dieser Woche haben wir noch frei. Also warum sich ins kalte Deutschland zurück ziehen und sich unterwegs noch der Gefahr von witterungsbedingtem Stau oder Schlimmeren aussetzen?

Dann doch lieber hier am Fuße der Alpen auf der sonnigen Südseite das schlechte Wetter in Deutschland weitere 24 Stunden abwarten und noch einen Tag am sonnigen See dran hängen.
Wir stehen perfekt, das Gas aus der 11er ist noch immer nicht leer und weitere 14,- € für eine zusätzliche Übernachtung werden uns auch nicht ärmer machen, als wir eh schon sind.
Dann kommen wir eben erst irgendwann in der Nacht von Donnerstag auf Freitag nach Hause.
Auf Wetterbesserung im „Stand-By“ sozusagen, fast wie am Flughafen...
Das Fernsehprogramm sagt, wie zu unserer Bestätigung, dann auch noch eine leichte Besserung für Donnerstag vorher, dank ZDF- Dokukanal gibt es sogar eine umfassende Vorhersage für die Schweiz. Fein fein, da lohnt sich doch endlich mal die GEZ- Gebühr ;-)
+9°C sollen es am Donnerstag nördlich der Alpen werden.
Das sollte genügen, um Matsch- und Schneefrei vorwärts zu kommen.

Als wir dann abends im Bett liegen, spüre ich noch den süßen Geschmack der Ironie.
Zuhause regnet es, zuhause schneit es.
Und wir sitzen im sonnigen Süden und kämpfen mit den Folgen der Sonne!
Ich hab mir tatsächlich bei der heutigen Tour einen Sonnebrand geholt!
Ganz leicht auf dem linken Arm und auf der Stirn, ok es ist kein wirklicher Sonnebrand, es ist „nur“ eine leichte Hautrötung, aber makaber ist es schon.
Mitten im März habe ich ein „Sommerproblem“…

Gefahrene Kilometer (allerdings mit dem Fahrrad): Stramme 19,2km !!

 

 

 
         
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