Einleitung und rechtlicher Hinweis:

Gestandene Leser unserer Reise- und Infoseite rund um das Thema Wohnmobil und Wohnwagen kennen schon unsere seit Jahren immer wieder aktualisierte Ausrüstungsliste für Wohnmobile (die man natürlich auch im Wohnwagen verwenden kann…).
In mehreren Teilen geben wir dort besonders Anfängern Tipps und Tricks rund um die richtige Campingausrüstung, Tipps zur richtigen Beladung und einige Sicherheitshinweise, ein Download unserer Ausrüstungsliste als Einkaufszettel für die Erstanschaffung einer Campingausrüstung findet ihr dort natürlich auch.
Auch Reiseberichte finden sich natürlich einige auf transitfrei! Keine Frage.
Was aber über all die Jahre gefehlt hat, war der Anfang eines erfolgreichen Campinglebens! Genauer meinen wir natürlich den Kauf eines gebrauchten Wohnwagens oder eines gebrauchten Wohnmobils!
Kenner unserer Seite werden jetzt sagen: „Das habt ihr doch!“ und verweisen auf unsere Erfahrungsberichte zum Kauf eines Wohnmobils in 2007 oder eben unseren Wechsel zum Wohnwagen 2011.
Aber diese Berichte waren ehrlich gesagt wirklich nur „reine Erfahrungsberichte“! Also eben das, was WIR persönlich erlebt haben. Als Kapitel einer Campinggeschichte quasi, wie sie das Leben sie so schreibt. Nett zu lesen, keine Frage, aber eben nur mit rudimentären Informationen, wie man selbst am besten an die Sache Wohnmobil- oder Wohnwagenkauf als Käufer heran gehen sollte.
Diese Lücke unserer Seite möchten wir nun endlich schließen und machen das kostenlose Angebot auf transitfrei rund! Mit unserer nun druckfrischen Kaufberatung für Wohnmobile und Wohnwagen!
Diese richtet sich natürlich besonders an den Erstkäufer eines Wohnmobils oder Wohnwagens und soll diesem insbesondere im „Low-Cost“- Bereich, also im Bereich so um 2.000,- bis 5.000,- Euro zeigen worauf man beim Kauf achten muss und worauf es ankommt, wenn man lange Freude an seinem Freizeitfahrzeug haben möchte.

Wie immer wurde diese Liste übrigens, als wir sie anfingen zu verfassen, länger und länger! Liegt aber auch daran, dass wir diese Liste schon vor einigen Jahren angefangen haben zu schreiben. Über die Jahre und während zahlreicher Fahrzeugbesichtigungen (für uns selbst und auch mit uns für andere) haben wir aber immer wieder was gefunden, womit wir unseren Artikel verbessern konnten. Andererseits haben wir uns dieser letzten Hürde „Kaufberatung“ aber auch nicht so recht nähern wollen. Warum das so ist? Nun, wir gehen ja auch nicht los und posaunen laut im Internet umher, wie ein Bäcker so seine Brötchen zu backen hat! Tipps zum Wohnwagen- und Wohnmobilkauf, dafür gibt es doch Profis! Allen voran natürlich die zahlreichen Fachmagazine, die dieses Thema mal mehr oder weniger zu Saisonbeginn aufgreifen. Und trotzdem kann es nicht schaden, wenn auch wir uns diesem Thema widmen. Aus zwei Gründen:

Erstens, weil der Markt wirklich von Grotten, Ruinen und rollenden Feuchtbiotopen stark überflutet ist.
Und daran hat sich, egal ob Wohnmobil oder Wohnwagen, seit 2007 (da haben wir das allererste Mal geschaut) auch rein gar nichts geändert! Ich erinnere mich noch gut daran, es war das zweite oder dritte Wohnmobil, welches wir uns völlig unbedarft angeschaut haben. Sergej, der Verkäufer und vielleicht auch Inhaber eines kleinen Schrottplatzes im Bergischen hinter Köln, wollte uns ein Wohnmobil verkaufen. „gud, guud!“ hat er immer wieder gesagt. Das diverse Anbauteile fehlten und im Schrank ein waschechter gut 20cm hoher Baumpilz aus einem Feuchtigkeitsnest wuchs, hat seine durchaus positive Lebenseinstellung zum Verkauf dieses Wracks nicht beeinträchtigt. Im Gegenteil (die ganze Geschichte übrigens hier: Erfahrungen beim Wohnmobilkauf)!

Der zweite Grund, warum wir uns aber nun endlich „trauen“ diesen Artikel zu schreiben, liegt an den selbsternannten „Profis“ selbst! Immer mal wieder finden sich ja in den diversen Fachzeitschriften zum Thema Gebrauchtkauf beim Wohnmobil und Wohnwagen Tipps und einigermaßen brauchbare Checklisten zum Kauf. Allerdings finden sich auch mal grobe Schnitzer darunter! Da war zum Beispiel ein Magazin, welches es heute nicht mehr auf dem Markt gibt. Es bot eine Kaufberatung zu einem bestimmten Wohnmobiltyp. Bei diesem Typ waren Schwachstellen zum Thema Wassereintritt in diversen Internetforen vorhanden. Mit einfachsten Mitteln und minimalstem Zeitaufwand hätte man diese recherchieren können. Dann war es so, dass im Heft auf den Bildern zum Artikel sogar schon ein Fleck an genau der Stelle zu sehen war, welche als Problemstelle bekannt war! Das Dekor blättere an dieser Stelle ab und darunter „leuchtete“ es schwarz!! Ein eindeutiges Indiz, der Wasserschaden sprang einen quasi schon aus dem Foto direkt an! Und was schreiben die Autoren drunter? „Diese Stelle muss man im Auge behalten und ggf. genauer untersuchen.“ Ich war irritiert. Einerseits war sich sicher, dass das Fahrzeug komplett rott war. Andererseits wie kann das sein, wenn doch der Profi das Fahrzeug selbst besichtigt hat? Es dauerte einige Jahre und verlangte weitere Fahrzeugbesichtigungen, bis ich mir sicher war. Der Autor hatte in diesem Fall entweder selbst keine Ahnung, oder er hat für diesen Bericht bewusst die Wahrheit verschwiegen!
Beides ist gefährlich, denn neben dem herlich nichtssagenden Hinweis, dass man dies genauer beobachten müsse (nichtssagend, weil nicht erklärt wird, die man das machen soll…), kauft der ahnungslose Käufer am Ende einen Wohnwagen oder ein Wohnmobil, welches im Aufbau einen Feuchtigkeitsschaden beheimatet.
Stattdessen folgt auf der Folgeseite eine Anzeige für einen professionellen Dienstleister, der Wohnmobile bewertet. Was für ein Zufall! Aber lassen wir das.
Ebenfalls bemerkenswert fanden wir allerdings einen Artikel eines anderen noch relativ neuen Magazins, welche eine weitaus besser recherchierte Gebrauchtkaufberatung anbot. Zumindest dachten wir dies, bis wir den Hinweis im Artikel fanden, dass Feuchtigkeitsmessgeräte nur allein den Profis vorbehalten wären. Hallo? Totaler Unsinn!
Ich wollte es nicht glauben und habe das Magazin daher angeschrieben. Als Antwort erhielten wir zurück (Immerhin haben sie geantwortet, das möchte ich hiermit ausdrücklich würdigen), dass das Verwenden eines Messgerätes nunmal gewisse Hürden und auch Gefahren von Fehlmessungen beinhaltet und man sich damit schon auskennen sollte.
OK, das stimmt in soweit, dass man mit dem Gerät tatsächlich umgehen können sollte. Aber das ist nichts, was man nicht lernen kann! Es ist wirklich nichts Kompliziertes oder Schweres dabei! Es ist sogar so leicht, dass wir uns nun überlegt haben, diese Lücke zu schließen.
WIR zeigen nämlich nun euch daher im Kapitel 2, wie man sicher einen Wohnwagen durchmessen kann und auf welche Tricks und Kniffe ihr bei so mancher Hürde einer Feuchtigkeitsmessung zurückgreifen könnt!

In den folgenden 3 Kapiteln findet ihr daher alles, was ihr zum Kauf eines Wohnwagens (natürlich auch anwendbar für den Wohnwaufbau eines Wohnmobils) wissen müsst, wie ein guter Wohnwagen aussehen sollte, aber auch, woran ihr einen schlechten Wohnwagen erkennen könnt! Denn hierzu haben wir viele Bilder aus vielen Feuchtbiotopbesichtigungen beifügen können.
Ihr könnt euch ferner eigene Checklisten im Excel- oder PDF- Format im Kapitel 3 herunter laden und versierte Laien im Umgang mit einem Feuchtigkeitsmessgerät werden.

Bevor wir aber anfangen, müssen wir noch ein paar rechtliche Hinweise als Kleingedrucktes loswerden. Sorry, geht leider nicht anders:
Wie bei all unseren technischen Anleitungen, Beiträgen und Themen ist auch diese Anleitung eine „Auskunft als Gefälligkeit“ ohne Rechtsbindung. Wir sind ausdrücklich Laien und beschreiben im Rahmen unserer Meinungsäußerung lediglich, wie wir ein Problem sehen und wie wir dieses zu unserer Zufriedenheit am besten gelöst haben. Keinesfalls lässt sich hieraus ein Rechtsanspruch oder gar eine Haftung für falsch oder auch für richtig angewandte Anleitungen unsererseits ableiten! Wir bitten hierfür um Verständnis, vielen Dank.

 

So, nun geht es aber los, unsere virtuelle Hilfe beim Kauf eines Wohnwagens oder eines Wohnmobils:


Kapitel 1:
Von unten, obenund innen:
Wie ein Wohnwagen
aussehen sollte (und wie nicht)

Kapitel 2:
Noch kein Profi, aber
versierter Laie! Messt
selbst euren Wohnwagen
oder euer Wohnmobil!

Kapitel 3:
Kaufberatung zum
mitnehmen! Download
von Checklisten und
Messprotokollen

Wie immer freuen wir uns natürlich über Anregungen, Lob und/oder Kritik zu unserer Kaufberatung und stehen natürlich auch gern für die ein oder andere Rückfrage zur Verfügung.
Wer mag, trägt auch gerne einen Kommentar, oder kann per email mit uns in Kontakt treten.
Wir würden uns freuen! 🙂

Euer Team Transitfrei – Nils, Anja & Björn

2 Kommentare

  1. Hallo, sind total begeistert von eurer Seite. Danke für die tollen Tipps. Wir sind Camper mit Zelt und wollen uns jetzt ein WW zulegen, klein aber fein und haben so unsere Ängste, sind zwei Allergiker an Board-Schimmel, Tierhaare…
    Na, wir werden erichten!
    Lg aus Brandenburg
    Ines und Männer

    • Hallo ihr zwei!
      Nun, eure Bedenken können wir absolut nachvollziehen. Wenn irgendmöglich hilft dann natürlich der Neukauf statt eines gebrauchten Wohnwagens. Die Preise für Gebrauchte sind aktuell derzeit stabil, dass man fast lieber die Wartezeit in Kauf nimmt, oder eben ein nicht perfekt konfektioniertes Fahrzeug aus Lagerbestand neu nimmt, als eben den Gebrauchten. Aber selbst, wenn das Budget hierfür nicht reichen sollte, kann man nach dem Kauf viel machen, um dem persönlichen Anspruch zu genügen. Auch wir haben eigentlich bei jedem Kauf erstmal alle Stoffe (wie Gardinen und Polsterbezüge) rausgeholt und mit Hygienewaschmittel gewaschen. Polster aus Schaumstoff kann man sogar vorsichtig auskärchern! Auch die Oberflächen im Fahrzeug kann man sehr gut mit Chlorreiniger oder antibakteriellen Mitteln gut auswaschen. Nur bitte das Lüften dabei nicht vergessen. 😉
      Schwieriger wird es mit Matratzen. Hierzu geben wir gerne den Tipp, vom Budget für das Fahrzeug auch ein wenig Geld in der Hinterhand für komplett neue Matratzen zu halten. Das tut nach dem Kauf zwar weh, ist aber auf lange Sicht gut angelegtes Geld für ein sicheres Gefühl, wenn man das erste Mal sein müdes Haupt auf das komplett frische Bett legt. 😉
      Beste Grüße und alles Gute für eure Suche wünschen
      Tim, Nils, Anja und Björn

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