Natürlich ist Thomas jetzt sehr daran interessiert, seine Solaranlage im Wohnmobil nun auch unter Realbedingungen zu testen! Gelegenheit hierzu bietet sein erster Erfahrungsbericht von einer Wohnmobiltour nach Zeeland ans Meer, wo er unter guten Bedingungen (weniger für eine schöne Reise, aber dank widrigem Wetter mit wenig Sonnenschein ideal für den Test der Solaranlage!) die Anlage auf Herz und Nieren prüfen kann. Mit diesem ersten Eindruck und Erfahrungsbericht starten wir für euch das Kapitel 3!

Im weiteren Verlauf der Saison 2017 und auch darüber hinaus werden wir diesen Erfahrungsbericht immer weiter zu einem Langzeittest ausbauen und davon berichten, wie sich die Leistung über das ganze Jahr entwickeln wird und ob die Anlage stets reibungslos läuft.
Wir werden hierbei mögliche Probleme und Störungen natürlich ansprechen aber auch erwähnen, falls eben keine Probleme aufgetreten sind und die Solaranlage auf dem Dach von Thomas Wohnmobil ordenungsgemäß seine Arbeit verrichtet hat.

Inhaltsverzeichnis:

  1. Der erste Testlauf: Widriges Wetter und trübe Aussichten zu Karneval in Holland am Meer
  2. Der zweite Praxistest: Wechselrichter und Batterie bedürfen viel Strom! Viel zu tun für die Solaranlage!

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So, jetzt aber hier Thomas erste Einschätzung der Solaranlage im Echtzeitbetrieb, ein verlängertes Wochenende zu Karneval in Zeeland am Meer:

Ein Wochenende in Zeeland am Meer über Karneval – Stresstest für meine Solaranlage!
von Co- Autor Thomas

Meine erste Tour mit dem Wohnmobil in diesem Jahr führt mich nach Holland. Ich bin schon sehr gespannt auf den ersten Einsatz meiner neuen Solaranlage im Wohnmobil und darauf, ob auch alles reibungslos funktioniert. Die Testbedingungen könnten nicht idealer sein! Die Sonne läuft im Februar ja noch im Winterbetrieb und stellt damit durch späteres Aufgehen und früheres Untergehen nur eine verkürzte Lichtausbeute am Tage zur Verfügung.
Darüber hinaus soll das Wetter auch gar nicht so gut werden! Immer wieder Regen und fast durchgängig bedeckter Himmel!
Normalerweise würde mich das schrecken, aber ich setze auf einen besonderen Joker. Denn in einem meiner Lieblingsziele in Zeeland am Meer, ist das Wetter eigentlich immer ein bisschen besser, als der Wetterbericht es vorhersagt.
Außerdem hat das nicht so schöne Wetter noch einen Vorteil. Bei Regen und gemeldeten 8-9 Grad, sowie eiskaltem Starkwind werde ich die Heizung viel, wenn nicht sogar durchgängig laufen lassen müssen! Gleichzeitig reduziert sich die Leistung der Solaranlage nicht nur durch den eingangs bereits erwähnten Sonnenlauf, sondern auch durch den vorhergesagten durchgängig bedecktem Himmel! Die Anlage kann also richtig zeigen, was sie kann – oder eben auch nicht…

Da Freistehen in Holland nicht nur verboten ist, sondern auch kontrolliert und mit teuren Knöllchen geahndet wird, habe ich mir zum Übernachten den Drive-In-Camperpark in Ouddorp ausgesucht. Auf diesem Wohnmobilstellplatz war ich schon einige Male und kenne ihn sehr gut.
Gut 50 top gepflegte Plätze, mit Spielplatz, Sanitärgebäude und vor allem: 365 Tage im Jahr geöffnet! Ein Automat ermöglicht jederzeit den Zugang.
Außer mir stehen noch gut 20 andere Wohnmobile auf dem Platz. Vom Kastenwagen bis zum vollintegrierten Luxuswohnmobil.

Normalerweise achte ich bei meinen Mitcampern nicht so sehr darauf, wie sie campen. Aber besonders heute fällt es mir natürlich auf. Alle außer mir haben Strom hinzu gebucht und das Kabel eingesteckt! Das erstaunt mich schon ein wenig, denn einige von meinen Mitcampern haben ebenfalls eine Solaranlage auf dem Dach.
Ich selbst spare mir schon deshalb die 4,-€ (!!!) Stromkosten, damit ich die Solaranlage auch wirklich ausgiebig testen kann. Sonst hätte der ganze Aufwand ja keinen Sinn gemacht.
Ich bin gespannt! Wird die Solaranlage wirklich ausreichen, um meinen Strombedarf zu decken? Oder muss ich am Ende doch noch Strom dazu buchen und teuer bezahlen?
Aus anderen Quellen, außer von meiner Solaranlage, soll eigentlich kein Watt in die Batterie kommen!
Ich werde an diesem Wochenende zwar auch den Wohnmobilstellplatz kurz verlassen und ein wenig am Meer stehen und die Aussicht genießen, aber die paar Kilometer, die ich hier tagsüber zwischen Stellplatz und Strand hin und her pendele, reichen ja schon kaum aus, die Fahrzeugbatterie nennenswert durch den laufenden Motor nachzuladen. Geschweige denn die Aufbaubatterie!

Das Wochenende wird übrigens phantastisch! Natürlich wird kein sonnig warmes Wochenende daraus, aber ich werde bei meinen Spaziergängen am Meer nur ein einziges Mal nass! Da kann man bei zweieinhalb Tagen Aufenthalt bei einer durchweg negativen Wettervorhersage wirklich nicht meckern.

Die Fahrten zwischen dem Stellplatz und meinem Lieblingsplatz an der Nordsee sind übrigens gerade mal 5 Kilometer hin- und 5 km zurück. Der Weg bis nach Den Osse am Grevelinger Meer keine 10 Kilometer, spielt also ladungstechnisch tatsächlich keine Rolle.
Dennoch verfüge ich an allen Tagen immer über ausreichend Strom! Und dies, obwohl das Gebläse der Heizung wirklich, wie vorhergesagt, tagsüber nahezu durchgängig in Betrieb ist und vor allem aber die ganze Nacht ohne Pause durchläuft!
Neben dem Heizgebläse laufen natürlich auch wie immer Licht und mein Radio, an einem Abend schaue ich sogar noch eine DVD im TV- Gerät. Alles aus der Batterie, 12V, ohne externen Strom!

Darüber hinaus ist es, wie ebenfalls erwartet, tagsüber ausschließlich bedeckt, was dafür sorgt, dass die Solaranlage tatsächlich eher schlechteren Bedingungen ausgesetzt ist!
Dennoch stellt sich nach dem Wochenende heraus, dass meine Solaranlage die gewünschte Leistung bringt!
Mein Wohnmobil verfügt zu jeder Zeit über ausreichend Stromreserven für alle gewünschten Verbraucher zu jeder Zeit!
Mir geht es dabei auch ganz bewusst wie gesagt nicht darum, stets zu wissen, wie viel die Anlage lädt und ich möchte auch nicht abschätzen müssen, ob der Batteriestrom jetzt noch eine DVD am Abend erlaubt, oder ich nach dem halben Film plötzlich im Dunkeln sitze!
Ich habe mein Nutzungsverhalten nicht anders ausgelegt, als wenn ich am Strom gestanden hätte und ich habe auch ganz bewusst keine Rücksicht darauf genommen und irgendwie „sparsam“ gelebt. Denn das ist nicht mein Ziel!

Ich möchte sicherstellen, dass ich mir über das Thema Strom im Wohnmobil im Regelbetrieb idealerweise keine Gedanken mehr machen muss. Daher auch mein Wunsch, die Anlage eine Nummer größer zu nehmen, als es vielleicht rein anhand des Verbrauchs erforderlich war.
Wenn die Solaranlage diese Leistung beibehält und ich einfach sorgenfrei meinen Strom habe, wenn ich ihn brauche, wenn ich die Existenz der Solaranlage sogar ausblenden kann, weil sie wie eine treue Seele einfach tagaus, tagein für Strom sorgt, dann bin ich zufrieden und habe alles richtig gemacht!
Im Moment sieht es genau danach aus! Ich werde euch aber auf dem Laufenden halten.

Euer
Thomas

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Update! Sommer 2017! – Extrembelastungstest für die Solaranlage!

Wir haben einen schönen Sommertag im Juli 2017 genutzt, um einen ebenfalls neu eingebauten Wechselrichter im Wohnmobil ausgiebig zu testen! Bei diesem Test war auch die Solaranlage das erste Mal so richtig gefordert und konnte zeigen, was in ihr steckt! Nicht nur ein Fön und ein Backofen wollten mit Energie versorgt werden, sondern auch gleich 4 Kaffeemaschinen haben wir ausgiebig gestestet vor dem Hintergrund, ob ein handelsüblicher normaler Wechselrichter mit 1200 A und eine üblicherweise in Wohnmobilen eingebaute Standard- 100 Ah Batterie in der Lage ist, eine Kaffeemaschine bzw. eine von den modernen Pad-, bzw. Kapselmaschinen auch ohne Landstrom mit Strom zu versorgen, oder ob die Versorgung zusammen bricht.
Ein Extremtest auch für die Solaranlage, die zeitweise zwischen dem Kaffeekochen bis zu 170 Watt in die Batterie gepumpt hat!

Und wir zeigen euch, wie ihr mit dem Wechselrichter als ideale Ergänzung zur Solaranlage eure Freiheit im Wohnmobil maximieren könnt! Z.B. dadurch, dass die hier eingebaute Solaranlage in der Lage ist, einen Akku für ein E- Bike bzw. ein Pedelec mit 230 V zu laden!

Das alles in unserem großen Sommer- Update 2017: Die Solaranlage im Härtetest

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Sowohl mit dem Einsatz bei widrigem Wetter im Frühjahr 2017 wie auch bei unserem Extrem- Belastungstest durch maximalen Energiebedarf im Sommer 2017 hat Thomas seine Solaranlage eindrucksvoll auf den Zahn gefühlt. Bis jetzt hat sie alle Schwierigkeiten gemeistert und Thomas ist sehr zufrieden! Aber bleibt es dabei? Bleibt auch hier weiter dran, denn Thomas hat versprochen auch zum Ende des Jahres noch einmal Resümee zu ziehen und auch danach uns immer wieder ein Update zu seiner Solaranlage zu liefern.

Team transitfrei im Juli 2017

to be continued… / wird fortgesetzt!

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Dachdurchbruch, Kabelverlegen, Module montieren
und die Solaranlage in die Bordelektrik einbinden.
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Weiterlesen und im Thema bleiben:
Strom wie zuhause, zumindest fast!
Ein Wechselrichter fürs Wohnmobil
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