Persönliches Fazit zu Trier:

Trier ist wirklich die Stadt der Superlative!
Älteste Stadt Deutschlands
Älteste Bischofskirche Deutschlands
Oder auch: Älteste Apotheke Deutschlands
Kein Wunder, dass Trier so viel Geschichtsträchtiges zu bieten hat und in Deutschland wie in der Welt einen guten Ruf genießt!

Und Trier wird diesem Ruf gerecht!
Denn das kleine Städtchen an der Mosel ist wirklich wie geschaffen für einen Wochenend- Trip und vereint viele Möglichkeiten in sich.
Shoppen gehen? Kein Problem! Die Fußgängerzone verfügt über ein breites Spektrum an Geschäften und Angeboten.
Kultur und Historie? Auch möglich! Porta Nigra, Dom und Basilika sind nur einige wenige der vielen historischen Bauwerke, die es in Trier zu entdecken gilt.
Natur und Wasser? An der Mosel möglich.
Gastronomie und lukullische Genüsse? Kartoffelkiste, historischer Keller, Wildbratwurst oder leckeres Eis mit frisch gebackener Waffel sowie viele weitere Restaurants, Bars und Cafés erfüllen wohl alle leiblichen Wünsche.

Noch etwas ist uns aufgefallen und wollen wir erwähnen: Natürlich haben wir viele deutsche Touristen in Trier gesehen.
Aber auffallend war auch, dass unheimlich viele ausländische Touristen von Trier angezogen werden. Es ist ja kein Geheimnis, dass auch unser Land bei unseren Nachbarn und weiter entfernten Welttouristen so sehr beliebt ist. Aber dass auch Trier als Reiseziel dazu gehört, das hat uns dann doch überrascht.
Asiaten stellen sicherlich die Hauptgruppe, sie fallen allerdings auch auf, wie bunte Hunde, wenn sie schwer kamerabehangen meist in kleinen Gruppen (oder Rudeln 😉 in die Gassen und Sehenswürdigkeiten einfallen.
Bei den übrigen europäischen Touristen muss man schon genauer hinhören, welche Volksgruppen Trier bevorzugen, ein guter Indikator ist aber auch, welche Reiseführer in welcher Sprache an den Souvenirverkäufen bereit liegen.
So hörten wir sehr häufig die französische (auch belgische, luxemburgische) Sprache heraus, aber auch italienisch und englisch war dabei. Auch Spanier haben wir einige gesehen, die mehrheitlich am und um den Dom, vielleicht aufgrund ihres Glaubens und der Nähe zur heiligen Tunika zu finden waren.
Uns hat es gefreut, denn auch in Deutschland bekommt man so den „Wind der großen weiten Welt“ um die Nase geweht und wenn ausländische Touristen extra hier herkommen und dann ausgerechnet Trier besuchen, hat das schon einen gewissen Stellenwert. Also kann die Stadt auch für uns als Deutsche kein schlechtes Reiseziel sein.

Ach ja, noch ein ganz wichtiger Tipp für Trier- Besucher: Wer vorhat, gleich mehrere Sehenswürdigkeiten zu besichtigen, sollte sich auf jeden Fall den Kauf der Trier- Card überlegen!
Diese Kombikarte vereint viele Ermäßigungen und zahlreiche freie Eintritte in die wichtigsten Anlagen von Trier. Auch das Fahren mit dem Bus ist bereits enthalten.

Neben der Trier- Card gibt es aber auch noch weitere Kombinationsmöglichkeiten von Eintrittskarten! So hätten wir zum Beispiel durchaus die kaiserlichen Thermen angeschaut, wenn wir an der Porta Nigra statt des einfachen Eintritts von 3,- € p.P. gleich die Kombikarte für die römischen Einrichtungen geholt hätten.
Für nur 8,- € erlaubt diese nämlich den Eintritt für die Porta Nigra, die Kaiserthermen, das Amphitheater, die Viehmarktthermen, die Klause Kastel (bei Kastel-Staadt) und für die Römische Villa Otrang.
Wer also mit dem festen Vorsatz nach Trier kommt mehrere Bauwerke zu bestaunen, ist mit dieser Karte dann gut dabei!

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Besuchte Stellplätze:

Wohnmobilstellplatz Treviris in Trier
Adresse:
In den Moselauen / Ecke Luxemburger Straße – Messe
D-54294 Trier
GPS- Koordinaten: N 49.74066° / E 6.62501°
Webseite: Camping Treviris
Kosten: Je Nacht (18-10 Uhr) pauschal 6,- €, tagsüber je Std. (10-18 Uhr) 0,10 €, Strom und Wasser extra (alles via CampCard- System, siehe Bewertung)
Übernachtet: ja, 2 Nächte
Stellplatzbewertung:
Zunächst mal müssen wir sagen, dass wir das System des Wohnmobilstellplatzes Treviris von Trier richtig genial finden! An der Einfahrt zieht man eine Karte, dann öffnet sich die Schranke und man kann auf den Stellplatz auffahren.
Nachdem man sich dann einen Platz gesucht hat, nimmt man sein Geld und lädt am Automaten das gewünschte Guthaben auf die Karte.
Von der Karte kann man nun Guthaben auf seine Stromsäule laden, die Toilette aufschließen oder eben die Dusche in Betrieb nehmen.
Die Stromsäule kann indes bedenkenlos mit mehreren Euro aufgeladen werden, denn wenn man abreisen möchte und es befindet sich noch Guthaben auf der Säule, kann man dieses ganz einfach wieder als Guthaben zurück auf seine Karte laden.
Darüber hinaus läuft für die Dauer des Aufenthalts der Ticker weiter: Tagsüber werden 0,10 € je Stunde fällig, die Nacht wird zwischen 18 und 10 Uhr mit 6,- € pauschal gebucht.
Und wenn man dann abreist, steckt man seine Karte wieder in den Schlitz und bekommt die Abrechnung auf dem Bildschirm angezeigt. Eventuelles Guthaben auf der Karte wird dann mit der Übernachtungsgebühr verrechnet, den Rest kann man einfach per Kleingeld oder Scheinen bezahlen.
Total easy und vor allem fair! Denn ich muss so wirklich nur das bezahlen, was ich auch wirklich verbrauche!

Auch die übrigen Voraussetzungen des Stellplatzes sind gut.
Die Stellflächen sind schön großzügig und eben, Auffahrkeile haben wir nicht gebraucht.
Unmittelbar am Stellplatz führt der Rad- und Wanderweg an den Moselauen vorbei und mit dem Rad ist man innerhalb von 15 Minuten im Stadtkern.
Extern speisen kann man beim benachbarten McDonalds am Messegelände, oder bei der am Campingplatz befindlichen Grillstube.

Auch müssten wir das Vorhandensein der Badkabinen positiv hervorheben!
2 Kabinen finden sich am anderen Ende des Stellplatzes in unmittelbarer Nähe zum Campingplatz.
Nicht viele Stellplätze verfügen über campingplatzähnliche Annehmlichkeiten wie Toiletten oder gar Duschen. Leider liegt genau hier aber auch die Crux!
Denn das Vorhandensein dieser Einrichtungen bedeutet ja auch gleichzeitig, dass ich Toilette und Bad auch nuten möchte und dies ist gar nicht so einfach!
Allein für das Öffnen der Türe werden gleich mal pauschal 40 cent von der Guthabenkarte abgezogen!
Um Missbrauch zu vermeiden (wahrscheinlich, damit die ganzen „Wildparker“ vor der Stellplatzschranke nicht hier kostenlos duschen gehen), muss man nach dem Eintreten die Karte an einem speziellen Halter abgelegen.
Durch das Ablegen der Karte wird Strom und Licht in der Badkabine aktiviert und auch die Tür ist somit gegen ungewolltes Öffnen von außen gesichert.
In der Theorie eine genial einfache Konstruktion, die kommen hier wirklich absolut ohne Personal aus.
Nun steht man aber in der Badkabine und möchte duschen:
Wow! Dazu muss man sich wirklich überwinden! Hätten wir eine eigene Dusche an Bord gehabt, wir hätten diese zweifelsohne genutzt.
Vielleicht lag es daran, dass wir beide Male spät am Abend duschen gegangen sind.
Wird hier zum Beispiel morgens sauber gemacht, ist klar, dass es am Abend wieder dreckig ist.
Ohne Badeschuhe geht hier also gar nichts!

Ebenfalls negativ aufgefallen ist uns die Sache mit der schwer einzustellenden Duschtemperatur (Geld wird weiter von der Karte abgebucht, während man noch die Temperatur umständlich einstellen muss) und natürlich der Umstand, dass ich am Freitagabend kein Toilettenpapier vorgefunden habe (Spender war leer, von außen leider nicht zu erkennen) und die 40cent für die Türöffnung somit rausgeworfenes Geld waren.
Am Freitagabend habe ich mich darüber sogar richtig geärgert, warum man hier nicht nach dem Toilettenpapier schauen kann!
Jede Sanifair- Toilette an der Autobahn kostet Geld, dafür gibt es dort aber auch Toilettenpapier.
Und hier? 40 cent für den Zugang bezahlt, der Innenraum dringend reinigungsbedürftig und dann noch als Krönung kein Toilettenpapier.
Schade!

VE:
Dazu haben wir noch gar nichts geschrieben.
Positiv aufgefallen ist uns der großzügige Abfluss, um das Grauwasser aus dem Wohnmobil abzulassen. Was allerdings nicht so gut gelöst ist, ist der Trichter für das Ausgießen des Chemietanks. Steht nämlich gerade ein Wohnmobil auf der VE, können Spritzer aus dem Chemietank leicht die Seitenwand des Wohnmobils verschmutzen.
Das hätte man vielleicht ein wenig besser platzieren können.
Ach ja: Die VE- Station bzw. die Wasserversorgung an der VE schaltet sich ebenfalls nur mit der Karte frei. Die Entnahme von Frischwasser wird ebenfalls von der Guthabenkarte abgebucht.
Auch schade: Man kann sich hinterher nicht die Hände waschen! Dies ginge nur, wenn man die Badkabine betritt und hierfür eben wieder 40 cent bezahlt.
Also bleibt einem wieder nur das eigene Badezimmer.
Nicht schlimm, dafür haben wir es ja, aber sich wenigstens mal eben die Hände waschen sollte nach dem Entleeren des Chemietanks doch mit drin sein, OHNE dass ich dafür extra bezahlen muss. Ein einfaches kleines Waschbecken an der Außenwand des Badhäuschens würde es doch hierfür schon tun…

Fazit zum Stellplatz: Die Voraussetzungen für ein schönes erlebnisreiches Wochenende in Trier sind mit diesem Stellplatz gegeben, allerdings würden wir uns wünschen, dass man es wenigstens mit der Hygiene etwas genauer nimmt.
Die geniale Idee der vollen Kostenkontrolle reißt es aber raus, 7 von 10 Transitsternen

Wir haben hier für euch nochmals das Video:

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Hilfreiche Links zu dieser Reise:

Wie immer haben wir auch zu dieser Reise ein paar Links zusammen gestellt, die für einen eigenen Besuch interessant sind oder Bedarf an weiterführenden Informationen decken.
(Alle folgenden Links sind externe Links, ich bitte daher den Disclaimer / Haftungsausschluss zu beachten)

– Offizielle Infoseite der Stadt Trier, Herausgeber Stadt Trier: Stadt Trier
– Infos bei Wikipedia zum Thema Trier (mit Unterseiten zu allen Sehenswürdigkeiten): Wikipedia / Trier
– Dom von Trier, offizielle Informationsseite: Dominformation, bei Wikipedia: Trierer Dom

weitere Reiseberichte zum Thema Trier mit dem Wohnmobil:

2009 waren Christel und Peter von „guck-da.de“ in Trier unterwegs, auch sie haben ein paar schöne Eindrücke von Trier und der Moselregion veröffentlicht:
Trier auf „guck-da.de“

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Obituary – Nachruf!

Ich hoffe, dass mir unsere Leser auch den ein- oder anderen Ausflug in die Welt der römischen und lateinischen Sprichwörter verzeihen.
Ich fand es einfach lustig, dies ein wenig wie einen „roten Faden“ durch unseren Reisebericht zu ziehen, wie es eben auch die römische Geschichte am Tag unserer Besichtigung von Trier getan hat.
So manch einer wird sich oder vielleicht sogar mich nun fragen, ob wir das „Latinum“ haben und / oder Latein sprechen.
Ganz klares NÖ!
Latein ist (wenn man nicht gerade in eine Zeit-Raum-Spalte fällt und im antiken Rom landet 😉 eine nach meiner Meinung unbrauchbare tote Sprache.
Allenfalls Ärzte und Rechtsanwälte (oder verkappte Gralssucher 😉 können damit noch ein bisserl punkten, aber das war es dann auch schon.
Gefunden habe ich all diese Sprichwörter, Phrasen und Ausdrücke antiker Zeit ganz einfach im Terrae Totius Tela, was übersetzt so viel bedeuten würde wie „World Wide Web“, also dem Internet… 😉

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Litterae sunt divitae! – Literatur ist Reichtum!

Frei nach diesem Motto freuen wir uns über jedes nette Wort, Kritik, Fragen oder Anregungen!
Wer also mag, trägt gern einen Kommentar ein, oder kann per email mit uns in Kontakt treten. Auch über ein Like oder einen Kommentar auf Facebook oder Twitter freuen wir uns und wer mag, kann uns dort natürlich auch für die neuesten Inhalte abonnieren!

            

Euer Team transitfrei.de – Anja & Björn

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