Heute schlafen wir mal richtig lange, bis es gegen 10 Uhr so heiß und stickig im Alkoven wird, dass man es nicht mehr aushalten kann. Und dies, obwohl die Dachluke geöffnet ist!
Die Lösung finden wir, als wir die Türe zum Wohnmobil aufschlagen und uns wie Vampire bei Anblick der hellen und hoch am Himmel stehenden Sonne beinahe in Staub auflösen!
Ja, die Sonne scheint und das so richtig kräftig!
Endlich bekommen wir das Wetter, was wir uns seit Tagen gewünscht haben und es kommt wie bestellt auf der selbsternannten Sonneninsel Fehmarn an. Wow!

 

         
Wow! warme Sonne von oben in unserer Campingreihe      Auch unsere Nachbarn können sich nicht beklagen…

Als erstes packen wir nun gut gelaunt das Duschbeutelchen und gehen zum Servicehaus 2, um dort den Tag mit einer erfrischenden Dusche zu starten.
Die Duschen hier im Servicehaus 2 sind in gutem Zustand, die Wassertemperatur ist stufenlos regelbar und auch die eingestellte Temperatur wird zu meiner Freude auf recht konstantem Niveau gehalten.
Warten auf eine Dusche muss ich hier übrigens nicht.
Nicht nur, dass es genügend Servicehäuser auf dem Platz gibt, sie sind auch noch überdurchschnittlich dimensioniert, sodass man davon ausgehen kann jederzeit eine freie Dusche vorzufinden.
Einzig die Fliesenfugen könnten, wenn man Kritik äußern möchte, vielleicht mal wieder überstrichen werden. Aber ansonsten gibt es keinen Grund zur Klage, das Servicehaus 2 ist schon mal uneingeschränkt empfehlenswert.

         
Über Schleichwege geht es zum Servicehaus 2              Das mag ich: Wasser zum Selber regeln und unbegrenzt! 🙂

Wie immer bin ich als erstes mit dem Duschen fertig und hänge meine Handtücher in die Sonne zum trocknen.
Dann spaziere ich in den kleinen Lebensmittelladen, um dort ein paar Frühstücksbrötchen aufzutreiben.
Bei dem hohen Durchsatz an Campern kann ich mir einfach nicht vorstellen, dass man hier Brötchen vorbestellen muss, zumal ich dann auch gestern beim Einchecken diese Information erhalten hätte.
Tatsächlich gibt es im gut sortierten Lädchen auch einen kleinen SB- Backbereich, der verschiedene Brötchen im Angebot hat.
Allerdings bin ich mit kurz nach halb 11 natürlich ein wenig spät, um noch aus der vollen Angebotspalette schöpfen zu können.
Es reicht aber immerhin noch für 2 normale, ein dunkles und 2 Roggenbrötchen.
An der gleich nebenan liegenden Rezeption besorge ich dann noch 2 Waschmarken zu je 3,- € (günstig!) und tigere dann zurück zum Wohnmobil.

         
Spaziergang über den Campingplatz                                  Da sind grad die neuen angekommen

         
Der kleine Supermarkt auf dem Campingplatz Ostsee        Die Auswahl ist für einen CP sehr gut! Es ist alles da!

Zu meiner und auch zu Anjas Freude zeigt sich der nur ganz leicht bewölkte Himmel in einem tollen Blau und die Sonne strahlt mit aller Kraft beinahe schon hochsommerlich von oben auf uns herab.
Logisch, dass wir bei dem tollen Wetter zum ersten Mal seit dieser Reise unseren Tisch draußen decken und im Freien frühstücken werden. Supi!

Mit den Vorbereitungen lasse ich mir dann jedoch viel Zeit, da Anja noch immer nicht vom Duschen zurück ist. Aber auch nach dem Aufbau des Frühstückstisches ist Anja noch nicht wieder zurück und ich überlege, was ich denn jetzt noch machen kann, um die Zeit bis zum Frühstück zu überbrücken.
Und so schnappe ich mir unsere Hängematte, die auch hier auf diesem Campingplatz die Aufmerksamkeit unserer wohnmobilen Nachbarn erregt.
Aber da bleibe ich eisern, die Hängematte gehört uns allein 😉

Gegen 11 schaut dann auch Anja frisch geduscht und mit geföhnten Haaren um die Ecke.
Naja, Frauen eben…

Bis wir dann den Tisch komplett fertig gedeckt, die Freiland- Eier gekocht und den Kaffee zubereitet haben (letztere Punkte natürlich wieder mit unserem Camping- Wasserkocher, wir wollen ja möglichst viel Gas sparen…), zeigt die Uhr bereits kurz vor halb 12. Ein Umstand, der uns aber auch nicht daran hindert lang und ausgiebig zu frühstücken.
Wir haben es ja nicht eilig.

         
Endlich können wir wieder draußen frühstücken                Der Tisch ist wohl gedeckt 🙂

Nach dem Frühstück räumen wir kurz die Sachen weg. Danach schnappt sich Anja eine der beiden Waschmünzen und den Berg schmutziger Wäsche, damit ich nicht mehr mit Fleckenzwergenshirts rumlaufen muss. 😉

Nach dem Laden der Waschmaschine nimmt Anja dann auch schon die Hängematte in Betrieb, um sich verdauungsfördernd leicht vom Wind schaukeln zu lassen und dabei ihr Buch weiter zu lesen.
Ich verkrümele mich hingegen lieber ein wenig ins Wohnmobil. Das ist mir nun, in der Mittagszeit, sogar fast zu warm in der Sonne…

So lassen wir den Tag ein wenig vorbei plätschern und unterbrechen das süße Nichtstun nur für das Aufhängen der feuchten Wäsche.
Ach ja, die 3,- € für die Waschmünze waren wirklich ihr Geld wert.
Nach der einhelligen Expertenmeinung wäscht die große Maschine sehr sauber und schleudert mit 1400 Umdrehungen die Wäsche auch schon gut trocken, sodass nur eine kurze Trockenzeit zu erwarten ist und die Wäsche nicht heute Abend im Grillgeruch unserer Nachbarn draußen hängen muss.

         
Erst die Arbeit! (Wäsche aufhängen)                                Dann das Vergnügen! (Faulenzen in der Hängematte)

„Produktiv“ nutzen wir den heutigen Urlaubstag dann erst gegen 15 Uhr, als die starke Mittagssonne sich allmählich verzieht und die noch immer wärmende aber dafür etwas freundlichere Nachmittagssonne das Ruder übernimmt.
Wir satteln also die Räder, um meinem Lieblingsörtchen auf dieser Insel, Burg auf Fehmarn, mal einen kleinen Besuch abzustatten.
Ich liebe es einfach im Burg auf der Hauptstraße entlang zu flanieren, die vielen verschiedenen gastronomischen Angebote zu studieren, die Souvenirs uns Freizeitequipments wie Drachen, Segler oder Strandspielzeug zu bestaunen, ein Eis zu schnabulieren oder in meinem Lieblingskaufhaus, dem Kaufhaus Stolz, die aktuelle See- und Meerabteilung zu bewundern und mich dort im Angebot an allerlei tollen Sachen zu verlieren.
Kurzum: Mich stört der Toruistenstrom in Burg nicht, im Gegenteil! Er gehört hier einfach dazu, zumal aufgrund des guten aber auch vielfältigen Angebotes für jeden Geschmack etwas dabei ist und es so eigentlich nicht ZU voll wirkt.
OK, man muss schon sagen, dass es gestern, bei unserer kurzen Durchfahrt durch Burg, schon recht voll auf den Straßen und besonders auf den Parkplätzen gewesen ist.
Aber an einem Samstag eines Feiertagswochenendes mit Kurzurlaubsoption ist dies wohl auch nicht unbedingt anders zu erwarten, oder?
Wir haben es mit den heutigen Tag nun natürlich etwas besser. Heute ist Sonntag und dies bedeutet, dass für die meisten Kurzurlauber heute der Tag der Abreise gekommen ist.
Wir haben es hier über den Tag verteilt auf dem Campingplatz beobachten können.
Zu unserer Verwunderung weniger bei den Wohnmobilen, aber viele Gäste mit Zelt, Wohnwagen oder die dauercampenden Gäste sind nach und nach über den Tag verteilt abgereist.
Nun, am Nachmittag, haben sich die meisten Parzellen geleert und wir denken mal, dass es sich in Burg nicht viel anders verhalten dürfte, zumal auch die meisten Tagestouristen oder auch die letzten Abreiseunwilligen jetzt wohl mit der Stadtbesichtigung fertig sein dürften und wir das Städtchen ein wenig für uns haben.

         
Anja ruft: „Aufstehen fauler Mann!! Ich mag jetzt…              …nach Burg fahren!“   Los geht´s ! 🙂

         
Am Campingplatz beginnt gleich der Radweg                     Es geht vorbei an der Boots- Slipanlage

         
Immer wieder hat man einen schönen Blick auf die Ostsee    Nur der Radweg wird ein wenig schmal…   :-/

Mit dem Fahrrad nach Burg auf Fehmarn, oder „tektonische Kontinentalplattenverschiebungen auf Fehmarn???“ 😉
Und so machen wir uns gegen halb 4 auf den Weg in Richtung Burg, welches wir etwa 6-7 Kilometer von hier entfernt vermuten.
Wir müssen übrigens auch nicht den gleichen Weg über die enge Straße nach Burg fahren, den wir gestern mit dem Wohnmobil gekommen sind.
Schon die Informationen zum Campingplatz empfehlen viel mehr über den geteerten  landwirtschaftlichen Versorgungsweg via Gahlendorf nach Burg zu fahren.
Also biegen wir an der Schranke links ab und fahren ein kurzes Stück recht dicht an der Ostsee entlang. Kurze Zeit später folgt dann auf der rechten Seite eine Slipanlage, wo man sein Boot auf einem Anhänger ins Meer zu Wasser lassen kann. Wir folgen dem Weg und biegen wenig später dann links ab und folgen nun immer dem grünen Fahrradwegweiser in Richtung Burg bzw. in Richtung Gahlendorf.

Schon kurze Zeit, nachdem wir auf den Hauptweg eingebogen sind, folgt auch gleich der nächste Wegweiser, der in Richtung Burg nur noch eine Entfernung von 3,5 Kilometern ausweist.
Und schon an dieser Stelle werden wir stutzig.
Das kann eigentlich nicht sein!
Schon anhand der wirklich super tollen Übersichtskarte von Fehmarn, die wir gestern kostenlos in der Rezeption bekommen haben, haben wir eine Entfernung von ca. 6,5 Kilometern bis nach Burg ausgemacht. Und aktuell haben wir gerade mal vielleicht 1 Kilometer zurück gelegt, wenn es hoch kommt!

          
Ah, ja! Der erste Wegweiser! Was? Burg nur 3,5 km???    Das ist nicht weit! Also los, fahren wir weiter!  🙂

Dennoch wollen wir uns nicht beklagen, denn wenn in Deutschland ein Schild eine Entfernung von 3,5 Kilometern bis zum Ziel ausweist, dann hinterfragt man dieses Schild gefälligst nicht und akzeptiert diese Entfernungsangabe ohne den geringsten Anflug von Zweifeln, klar?!
Es sind natürlich auch dann keine Zweifel zulässig, wenn man dann nach weiteren knappen 2 Kilometern in Gahlendorf angekommen ist und dort einen weiteren Wegweiser findet, der nun eine Entfernung von 4,8 Kilometern nach Burg ausweist, welches uns zugegeben ein ganz klein wenig realistischer erscheint.
Dennoch: Deutsche Schilder irren sich nicht!
Und so kann es nur so sein (Verfahren haben wir uns nicht, dazu gab es keine Gelegenheit), dass irgendwo zwischen dem Campingplatz Katharinenhof und der Bushaltestelle in Gahlendorf eine stetige Kontinentalplattenverschiebung stattfindet, die auch die Entfernungen nach Burg stark schwanken lässt.
Hoffentlich ist bei uns in Wohnmobil alles erdbebensicher… 😉

         
Wie jetzt? Wir fahren 2 km und sind WEITER weg???         Also schön, stampeln wir eben weiter… Puh!!

         
Bei knapp 24°C ist Radeln aber auch nicht so schlimm       So, jetzt stimmt es wieder! Burg nach links, 3,5 Kilometer

Nun aber genug geflachst und Witzchen gemacht.
Wir fahren weiter durch noch junge Kornfelder, leuchtend gelb blühende Rapsfelder, vorbei an Wiesen, Äckern und kleinen Gehöften und erfreuen uns dabei einem leicht auffrischenden Wind, der zu unserem Pech natürlich genau von vorne auf uns bläst.
Aber wie schon bei unserer Fahrradtour von Julianadorp nach Den Helder im Rahmen eines verlängerten Campingwochenendes von Anja treffend bemerkt, werden wir mit etwas Glück auch diesmal dafür auf der Rückreise Rückenwind haben.
Bedenkt man nun noch die Tatsache, dass wir gedenken uns in Burg leiblich zu stärken, könnte Rückenwind auf dem Rückweg sicherlich deutlich hilfreicher sein, als auf dem Hinweg.
Aber eigentlich bräuchten wir uns um unser Abendessen keine Sorgen mehr zu machen! Die Feldwege sind derart gut von allerlei fliegendem Getier besucht, sodass man während der Fahrt nur kurz den Mund aufmachen braucht und hat schon 30 Sekunden später eine vollwertige Mahlzeit in der Schnute. Noch kurz kauen und dann runterschlucken! *Würg*
Nee, das muss natürlich nicht sein. Und so fahren wir mit geschlossenem Mund und zu Sehschlitzen zusammen gekniffenen Augen weiter. Das ist ganz schön anstrengend!

Burg auf Fehmarn erreichen wir dann gegen kurz nach vier.
Wir binden unsere Räder gleich am Anfang der zulaufenden Hauptstraße an einen metallenen Fahrradständer und setzen unsere Erkundung des Örtchens zu Fuß fort.

         
Ankunft in Burg auf Fehmarn                                             Heute ist deutlich weniger los, als gestern. Sehr schön!

         
Zu Fuß geht es weiter, hier über den Marktplatz           So spaziert man etwas abseits des Trubels der Hauptstraße

Als erstes steuern wir dabei natürlich das Kaufhaus Stolz an, da wir nicht genau wissen, wie lange es an diesem Sonntag geöffnet haben wird, wir aber auch in jedem Fall dort stöbern wollen.
Zum Glück ist auch allgemein sonntags recht lange offen und wir können uns ungestört und ohne Zeitdruck im reichhaltigen und auf 3 Etagen verteilten Sortiment umsehen.
Auch dieses Jahr gefällt mir dabei die Abteilung mit dem Andenken und Souvenirs, die von und mit der See handeln, am besten.
Kleine Leuchttürme, Segelschiffe, authentisch gestaltete Fischkutter, Deichschafe aus Plüsch, Muscheln, Seemannsfiguren oder auch die tollen Ebbe / Flut- Trinktassen mit einem in der Tasse eingearbeiteten Fisch oder Leuchtturm sehen super aus und bieten richtig was zum gucken und stöbern. Und auch der Preis überzeugt! Gegenüber so manchem Souvenirladen bekommt man hier tolle Urlaubserinnerungen für kleines Geld.
Zum Beispiel diese wirklich tollen Fischkuttermodelle. Ca. 30 Zentimeter lang, recht detailreich modelliert und in vielen verschiedenen Farben und Ausführungen gibt es diese Boote im gewöhnlichen Souvenirladen für gewöhnlich für um die 50,- €.
Hier kostet das gleiche Boot nur knapp 30,- €.

         
Als erstes führt uns der Weg natürlich zum Kaufhaus Stolz     Der Grund? Die reichhaltige Auswahl an Souvenirs!

         
Besonders die „Meeresabteilung“ ist sehr umfangreich    Highlight 2009: Übergroße Keramiktassen als Blumentöpfe

Anja findet hier dann übrigens auch die bereits in Kappeln im Kaufhaus Stolz angetroffenen überdimensionalen Blumentöpfe wieder, die wie eine Kaffeetasse oder eben wie eine Teekanne geformt sind.
Und hier finden natürlich auch, wie wir erwartet haben, tatsächlich den richtigen Kaffepott und auch die Farbe passt. Super! Dieser ist nämlich als Geschenk für Anja bzw. für Anjas Tante vorgesehen und da sollte es schon die Wunschtasse sein.
Aber jetzt und hier ein Keramiktasse zu kaufen, die dann auf dem Heimweg am Lenker schlägt oder auf den Gepäckträger geklemmt ist, ist nicht gerade die beste Idee eines bruchsicheren Transportes…
Morgen oder übermorgen, wenn wir dann mal weiterreisen, werden wir mit dem Mobil gleich um die Ecke anhalten und dann das ein oder andere Mitbringsel mit nach Hause nehmen, wo der Kaffeetopf als Geschenk für Anjas Tante dabei sein wird. Mit der Bevorratung machen wir uns jedenfalls keine Gedanken, denn von der gewünschten Ausführung sind noch einige da und alle sind ohne Katscher oder Beschädigung. Wird schon klappen…

Nachdem wir uns fast eine Dreiviertelstunde im Kaufhaus Stolz aufgehalten haben, spazieren wir weiter durch Burg.
Gleich gegenüber auf dem großen Marktplatz findet sich dann die nächste „Sehenswürdigkeit“, die allerdings eher was für das leibliche Wohl darstellt.

Wir lassen uns nach dem anstrengenden Kaufhausabenteuer im Eiscafe Veneto nieder, welches wir ebenfalls schon von einer unserer früheren Reisen nach Burg auf Fehmarn kennen.
Schon damals hat es uns hier zu kleinen Preisen gut geschmeckt und auch heute sind wir vom Erdbeer- Bananenbecher, einem Nussbecher (mit Schokosoße statt Nusslikör 😉 und einem Milchshake Banane preislich wie geschmacklich zufrieden.
Und von hier aus hat man einen tollen Blick auf den Marktplatz und die Hauptstraße.

         
Wieder draußen                                                                  Jetzt gibt es erstmal ein leckeres Eis zur Stärkung

Gegen halb 6 haben wir unser Eis verdrückt, den Milchshake ausgetrunken und unsere Rechnung beglichen, sodass wir wieder ein wenig durch den Ort spazieren können.
Wir schlendern nun die Hauptstraße einmal in ihrer Länge nach durch, lassen das Rathaus und das Kaufhaus Stolz sowie das Filmtheater rechts liegen. Wir drehen erst am anderen Ende der Hauptstraße um und wechseln dann auch in Höhe der Bahnhof- Straße die Straßenseite, um auf der „Fressmeile“ nun zurück zu spazieren.
Denn hier, auf der anderen Seite der Hauptstraße findet sich nun eine große Auswahl an gastronomischen Betrieben. Vom Italiener über deutsche Küche, Fischlokale, Bäckereien und Cafes ist bis hin zum griechischen Restaurant alles vertreten und verfügbar.
Da wir eh hier in Burg zu Abend essen wollen, passt dies natürlich ganz gut… 😉

         
Jetzt wechseln wir die Straßenseite                                     Weiter geht es hier auf der Fress- *äh* Flaniermeile 😉

         
Das wäre schonmal eine gute Auswahl                               Wir spazieren aber erstmal weiter

         
Dafür könnte ich mich auch begeistern! 🙂                         Auch „zum Haifisch“ lädt lecker ein

Vorher eile ich aber noch rüber zu einem kleinen Fahrradgeschäft, welches zum Glück aufgrund des dort ebenfalls verfügbaren Fahrradverleihs auch am heutigen Sonntag geöffnet hat.
Hier hole ich dann eine kleine Tube Schmierfett, da mir das Klackern der Tachowelle in unserem Wohnmobil schwer auf den Zeiger geht.
Letztes Jahr habe ich die Tachoeinheit einmal ausbauen und die Kontakte reinigen müssen, da die Anzeige für Kühlwasser und für den Tankinhalt nicht mehr korrekt funktioniert hat.
Damals musste ich dafür natürlich auch die Tachowelle von der Tachoeinheit abnehmen.
Beim Rumfummeln habe ich dabei eine Menge Fett an den Fingern kleben gehabt und mangels Bordausrüstung musste ich die Welle wieder so aufstecken, wie sie war.
Lange Zeit ging dies auch gut, aber schon seit unserer Abreise zuhause und eigentlich schon seit unserer Rückweise von Ungarn wurde ein klackerndes Geräusch im Tachogehäuse immer lauter und auch die Tachonadel wippt gehörig im Takt mit.
Ich denke da werde ich morgen mal erneut die Tachoeinheit ausbauen und die Welle ein wenig neu einfetten, wenn zwischen Faulenzen und Ausruhen irgendwo noch Zeit dafür ist. 😉
Hoffentlich bringt das dann den gewünschten Erfolg.

Ausgerüstet mit einer kleinen Tube Fett für Wellen und Naben eile ich zurück zu Anja, die bereits im Restaurant „Doppeleiche“ die ausgehängten Angebote und die Speisenkarte studiert.
Und auch mir könnte das Angebot schon zusagen, aber wir wollen natürlich auch noch weiter schauen, was wir sonst als kulinarische Köstlichkeit vorfinden.
So spazieren wir den von der Hauptstraße deutlich höher liegenden Fußgängerweg entlang und studieren bei jedem Lokal das jeweilige Angebot.
Was darf´s denn sein? Fisch? Pizza? Oder doch lieber ein Schnitzel mit Pommes?
Mjam, mjam, alles klingt lecker und ist darüber hinaus auch für die Geldbörse „leicht verdaulich“.
Wir freuen uns, dass der „nordische Schrecken“ wie in Dänemark z.B. mit einem „Wiener Schnitzel mit Pommes“ für umgerechnet ca. 20,- € hier seinen Biss verloren hat und wir wieder Schnitzelgerichte ab 8,50 € erspähen können.
Puh! Es geht uns echt gut in Deutschland und jeder, der jammert, oder etwas anderes behauptet, dem beweise ich mindestens das Gegenteil!
Auch Anja ist natürlich meiner Meinung und bekräftigt uns beide eigentlich in der Sichtweise, dass man noch viel mehr Urlaub im eigenen Land machen sollte.
Die Preise sind gut, die Campingplätze oder die Stellplätze sind preislich wie ausstattungstechnisch befriedigend bis gut und auch das allgemeine touristische Angebot in unserem Land, von den nördlichen Küsten bis zu den südlichsten Bergen, ist doch wirklich mehr wie hervorragend, oder?

         
Dort vorn sieht es auch nett aus!                                       Und die Speisekarte kann sich auch sehen lassen

Apropos Stellplätze: Gleich hier hinter der Promenade findet sich der „Parkplatz Ost“, der auch für Wohnmobile als Übernachtungsplatz genutzt werden kann.
Und da wir grad schon mal hier sind, spazieren wir kurz einmal durch die Seitenzugangsgasse, um mal den aktuellen Stand dieses Stellplatzes genauer zu erkunden.
Und hier hat sich einiges getan. Parken ist tagsüber leider nicht mehr kostenlos. Wow, das ist aber ärgerlich! 2006 und 2007 haben wir noch etwas anderes berichtet).
Allerdings hält sich die Gebühr mit 1,- € für 2 Stunden oder 3,- € für die Tagespauschale (egal, ob PKW oder Wohnmobil) sowie der Übernachtungspauschale für Reisemobile in Höhe von 6,- € noch in Grenzen.
Und eine weitere Neuerung gibt es hier: Denn nun sind die einzelnen Reihen mit Schildern ausgewiesen und die Wohnmobile haben in der letzten Reihe den Platz exklusiv für sich.

         
Der Anlaufpunkt für Gäste von Burg auf Fehmarn:           Parkplatz Ost! In den hinteren Reihen stehen die Camper

         
Alles neu! Für Gespanne gibt es eine eigene Reihe        Auch für Wohnmobile ist eine exklusive Reihe eingerichtet

         
An der Einfahrt gibt es auch ein Klo- Häusschen               Auch neu (leider): Parken kostet ab sofort Geld  🙁

Wieder zurück auf der Hauptstraße studieren wir weiter das umfangreiche Angebot an kulinarischen Köstlichkeiten, denn gegessen haben wir natürlich nach wie vor nichts.
Und da wir im Wohnmobil definitiv nicht mehr kochen möchten, werden wir auf jeden Fall hier lecker zu Abend essen und das gemeinsame Abendessen im einem Restaurant nachholen, welches wir uns in Dänemark viel zu lange verkniffen haben.

Den Zuschlag uns heute Abend dann rundum zu versorgen erhält übrigens das griechische Restaurant „Korfu“.
Just im Moment, als wir die dortige Aussichtsterrasse mit erhöhtem Blick auf die Hauptstraße passieren, wird ein Tisch ganz vorn am Eck frei.
Den schnappen wir uns!

Kaum haben wir uns dort niedergelassen, steht uns sofort ein Kellner zur Verfügung, der uns die Karten überreicht und schon kurze Zeit später unsere Bestellung in Form von 2x Cola Light, einer Schnitzelplatte und einer Mykonosplatte entgegen nimmt.
Und obwohl hier alle Plätze komplett belegt sind, müssen wir auf die Getränke nicht lange warten. Zu unserer Überraschung kredenzt man uns neben der bestellten Cola aber auch noch je einen kleinen Ouzo, der ein bisschen nach Lakritze riecht.
Mein Geschmack ist das nicht…. Ich nippe zwar kurz dran (man soll ja nicht alles gleich im Vorfeld ablehnen und auch mal offen für Neues sein…), reiche dann aber doch meiner lieben Frau den Schnappes, den sie unter Protest dann auch runter kippt.
Hihi, wenn das so weiter geht ist sie betrunken, bevor wir gegessen haben…

         
Mit schönem Blick über die Hauptstraße sitzen wir super    Zur Cola gibt es einen (nicht bestellten) Gratis- Ouzo

Die Jungs hier sind auf Zack, das muss man schon sagen! Denn kaum haben wir unsere Getränke erhalten, schaut auch schon der nächste Kellner vorbei, um uns den zu unserer Speise zugehörigen Salatteller zu servieren.

Kaum haben wir diesen dann verspeist, erscheint auch schon ein weiterer Kellner, der uns schon den Hauptgang serviert.
Das ging aber mal richtig flott!
Die Küche hier muss einen verdammt hohen Durchsatz haben, denn nicht nur wir bekommen unser Essen, auch andere Gäste, die hier ein- und ausgehen, werden prompt und ohne nennenswerte Wartezeit bedient.
Verständlich bei der guten Lage gleich am „Strip“ und der Tatsache, dass die Terrasse natürlich in ihrer Aufnahmekapazität begrenzt ist.
Da muss man eine schnelle Gastfluktuaktion haben, wenn man ein wenig was an Gewinnen einfahren will…
Hat man dann auch noch vorrangig kurzgebratene Speisen auf der Menükarte, dann geht der Plan natürlich auch auf.
Wenigstens werden die Leute nicht von den Plätzen komplimentiert, nachdem man die Leute „abgefertigt“ hat. Aber man erkennt schon, dass die Kellner bei satten Gästen etwas öfter nachfragen, ob sie denn noch etwas benötigen.
Hier und dort wird dann noch ein Bier oder ein Kaffee bestellt, um sich wieder ein paar Minuten an Zeit zu erkaufen, denn man sitzt hier wirklich toll!

         
Zuerst gibt es einen leckeren Salat…                            nur kurze Zeit später: Lecker gegrilltes Schnitzel mit Pommes

Zurück zu unserem Abendessen, was uns sehr lecker schmeckt.
Meine Schnitzel sind geschmackvoll und die Pommes lecker.
Besonders gut gelungen ist dem Koch allerdings Anjas kleines gegrilltes Lammkotelett und auch das Tzatziki ist sehr geschmacksintensiv. Schmecker-lecker!
Ich darf natürlich probieren und schnappe mir hier und da sogar ganz frech noch mehr von Anjas Teller, was man ja eigentlich nicht macht.
Meistens komme ich damit aber auch durch, obwohl Anja natürlich gern mal „schmipft“ und versucht, mich beim „Stibitzen“ mit ihrer Gabel zu treffen. Für gewöhnlich bin ich dabei mit meiner Hand aber schneller, als sie mit der Gabel. Zumindest bis heute…
Ausgerechnet jetzt sticht sie mir (mehr aus Versehen!) mit dem wirklich sehr spitzen Messer in den Ringfinger.
Aua!
Es bildet sich ein kleiner Blutstropfen (ich muss dafür aber ein wenig quetschen…) und sofort ich weiß natürlich geschickt die Situation für mich zu nutzen! Denn so eine schwere Verletzung, durch den eigenen Partner zugefügt, sorgt bei diesem qausi sofort für ein schlechtes Gewissen und garantiert mir so den Rest vom Lammkotelett.
😉

    
Autschi! Das hat weh getan, da bekomm ich aber das Lammkotelett 😉

Kaum haben wir die Teller leer kommt auch schon der nächste Kellner, der sofort den Tisch abräumt.
Da ich grundsätzlich damit einverstanden bin, wenn es etwas zügiger geht, bestelle ich auch sogleich die Rechnung.
Es dauert nur wenige Minuten, dann steht auch schon der Kellner zum kassieren bei uns.
Als kleines Zückerle gibt es wieder einen kleinen Absacker, diesmal in Form eines nach Kirschen schmeckenden Schnäps-chens oder so ähnlich, was ich schon nach der Geruchsprobe Anja überlasse.
Zusätzlich positioniert der Kellner ein kleines „Reserviert“- Schildchen auf unserem Tisch.
Aha, ich denke da freut man sich auch mal auf der Gastgeberseite über einen schnellen Gast 😉

Und so sind wir nur 29 Minuten, vom Zeitpunkt unseres Eintreffens bis zum Moment unsers Abschieds aus dem Restaurant Korfu, mit Wartezeit und Essensaufnahme beschäftigt gewesen.
Ein Traum für jede büroalltägliche Mittagspause 😉
Das ging selbst mir jetzt fast ein wenig zu schnell!

Zurück bei den Fahrrädern müssen wir feststellen, dass das Essen in Kombination mit dem vorher verdrückten Eis schwer im Magen liegt.
Und obwohl wir nun auf der Rückfahrt, wie von Anja schon auf der Hinfahrt vermutet, tatsächlich Rückenwind haben, kommen wir auch bei der Heimfahrt zum Campingplatz nicht so richtig vorwärts.
Wir schleppen uns dennoch tapfer über die nunmehr durch die tiefer stehende Sonne in goldgelbe Farben getauchte Felder zurück zum Campingplatz, den wir ohne besondere Vorkommnisse um kurz nach 19 Uhr erreichen.

         
Wir radeln wieder los über die Insel Fehmarn                    Die Feldwege sind zum Radfahren wirklich super

         
Mit vollem Bauch ist Treten eher mühsam                      Dafür entschädigt die gute Luft und der Blick auf die Ostsee

         
Die letzten Kurven schaffen wir auch noch…                       …und schon sind wir wieder am Wohnmobil  🙂

Den restlichen Abend verbringen wir dann mit der weiteren Reiseplanung.
Was sollen wir machen und wo sollen wir nur hin?
Sollen wir schon morgen weiter fahren, oder noch einen Tag hier bleiben?
Der Wetterbericht sagt für Morgen nochmals schönes Wetter vorher und informiert gleichzeitig darüber, dass man am morgigen Tag in Süddeutschland den heißesten Tag dieses Jahres mit gut 35°C erwarte!
Oh- weia!
Allerdings wird es nur ein kurzer heißer Tag, ab Dienstag soll dann wieder schlechteres Wetter aufkommen.
Die Entscheidung ist damit klar, wir nutzen morgen nochmals das schöne Wetter für einen weiteren Ausruh- und Sonnenliegetag. Wenn es wirklich am Dienstag regnet, können wir noch immer weiter fahren.
Hierfür stehen uns dann verschiedene Ziele zur Auswahl.
Zum einen können wir weiter an der Ostseeküste entlang fahren.
Es findet sich zum Beispiel bei Rerik ein laut Campingführer relativ neuer Campingplatz, der auch die CampingCard akzeptiert.
Von dort aus könnten wir dann ein weiteres Mal nach Kühlungsborn fahren oder auch Warnemünde besuchen, welches uns bei unserer Sommertour 2007 ebenfalls sehr gut gefallen hat.
Andererseits zieht das schlechte Wetter mit uns gen Osten, bewegen wir uns nun darunter ebenfalls nach Osten, dürften wir länger was von den Regenwolken haben, als uns eigentlich lieb ist.
Die Alternative wäre dann in die Gegenrichtung zu fahren.
Zur Auswahl stehen hier St. Peter-Ording oder auch ein Besuch in erneuter Besuch von Neumünster und dem dortigen Stellplatz nebst Schwimmbad, wo es uns auch gut gefallen hat.
Einziges Manko: Nur Campingplätze mit Akzeptanz der CampingCard finden sich in dieser Region leider nicht.
Erst in Dorum bei Cuxhaven wäre der nächste, dort waren wir aber gerade erst vor ein paar Wochen, das wäre ja irgendwie blöd da schon wieder vorbei zu fahren.
Auch ein neuer Abstecher nach Dänemark mit Fanö steht zur Debatte. Wenn da nur nicht die verdammt teure Fähre wäre…
Wir entscheiden uns, die Entscheidung einfach zu vertagen.
Erstmal ist klar, dass wir das morgige schöne Wetter ausnutzen und nicht den sonnigen Tag im Wohnmobil und auf der Bundesstraße verbringen wollen.
Alles andere werden wir dann sehen, wenn der morgige Tag vorbei ist und wir vielleicht etwas genauer wissen, wo es schön und wo es schlecht werden wird.

         
Am Abend planen wir noch die weitere Reise…                 Der Rest des Abens klingt dann eher gemütlich aus  😉

Statistik des Tages: Mit dem Fahrrad:
KM- Stand bei Fahrtbeginn: 0
KM- Stand bei Fahrtende: 16,1
Gefahrene Kilometer: 16,1   (Mir tun die Beine weh!! 😉

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