Was haben wir gut geschlafen! Obwohl wir Anfangs Sorgen hatten, dass ein 140er Bett für uns vielleicht doch zu klein sein könnte (zuhause haben wir ja auch ein 2- Meter Bett) oder wir uns an der halben Leiter zum Aufstieg ins Bett vielleicht in der Nacht stoßen könnten. Alles nicht passiert, sogar Nils hat in seinem Bettchen durchgeschlafen und wacht mit uns zusammen putzmunter und voller Tatendrang auf.
Bevor wir aber aufstehen, drehe ich die Heizung, die in der Nacht nur auf kleiner Stufe ohne Gebläse lief, nun richtig auf und lasse sie unseren Wohnwagen mit Wohnraum und Badezimmer direkt aufheizen. So macht der Morgen auf dem Campingplatz in unserem neuen Wohnwagen Spaß!

Mit 7 Uhr ist es zwar noch reichlich früh, aber in Anbetracht der Tatsache, dass Nils fast 10 Stunden durchgeschlafen hat, sind wir ebenfalls fit und ausgeruht.
Kaum hat die Heizung ihre Pflicht erfüllt (keine 10 Minuten, da ist es mollig warm im Wohnbereich und richtig mummelig im Badezimmer!), stehen wir auch schon auf.
Herrlich dieser erste frühe Campingmorgen in diesem Jahr, der Urlaub könnte von nun an locker die nächsten 3 Wochen so weitergehen.
Fast wäre der Morgen perfekt, wenn nun auch noch das Wasser laufen würde. Aber darum kümmere ich mich nun als erstes.
Obwohl, das heißt fast. Denn als allererstes will der Bub raus an die frische Luft! Klar, der hat eindeutig das Camper-Gen! Flugs ziehen wir ihn warm an und geben ihm ein weiches Brötchen in die Hand, damit er ein erstes kleines Frühstück hat. Dann geht es raus in den frischen Morgen die ersten Sonnenstrahlen auf einer Campingwiese dieses Jahr genießen!
Und was ist das für ein herrlicher Morgen! Die Luft ist zwar noch recht frisch und ohne lange Sachen geht gar nicht, aber die Sonne kämpft sich minütlich immer stärker durch den letzten Rest Bodenfeuchte, der erhaben aufsteigt.
Die Szenerie besonders mit dem grünen Gras hinter sonniger Kulisse erinnert mich sehr stark an unseren Schottland- Urlaub mit dem Wohnmobil 2007. Da war das Gras am kalten aber frischen Morgen im englischen Norden ähnlich überstark grün und kräftig. Dazu der frische Morgentau auf den Halmen und die Spuren im fast noch jungfräulichen Gras, die Nils und ich beim ersten Spaziergang über die Wiese hinterlassen. Herrlich!
So sieht Urlaub aus! Auch, wenn es nur für dieses Wochenende ist.
Das wird auf jeden Fall ein ganz tolles Reise- und Campingjahr 2014, soviel steht schonmal fest!

         
     Der nächste Morgen auf dem Campingplatz. Die Sonne lacht          Die Nachbarn schlafen noch, das Gras ist noch jungfräulich

Während Anja sich mehr schlecht als recht der Morgentoilette hingibt (wascht euch mal ohne Wasser 😉 versuche ich gleich das Problem mit der nicht laufenden Wasserpumpe zu lösen. Zunächst vermute ich eine losgerüttelte Kabelverbindung unter einigen Lagen Isolierband am Verbindungsstecker. Beim rausziehen und reindrücken des Wassertanks wird das Kabel nicht selten unfreiwillig gequetscht, das ist wenig schön gelöst und könnte schon die Ursache sein.

         
     So, jetzt nehmen wir uns mal dem nicht funktionieren Wasser an.   Erster Anhaltspunkt: Die Verkabelung an der Pumpe

Ich entzwirbele also das Isolierband und muss dann aber erkennen, dass die Kabel ordnungsgemäß fest sind. Naja.
Die beiden Kabel werden fix gelöst und dann kommt das Messgerät zum Einsatz. Erstmal gucken, ob an der Pumpe überhaupt Strom ankommt! Kann ja auch eine Sicherung im Wohnwagen sein oder hier ein Problem mit den Kontaktsteckern der beiden Wasserhähne!
Ich bitte also Anja, dass sie abwechselnd die beiden Hähne öffnet und siehe da: Kaum ist der Wasserhahn geöffnet und der Stromkontakt hergestellt, kommen auch 13 Volt hier auf dem Kabel an. Beide Wasserhähne geben also den elektrischen Impuls an die Pumpe ordnungsgemäß weiter was mich beruhigt! Denn einen Fehler in der Leitung des Wohnwagens zu suchen kann echt zur Fummelsarbeit werden! Ich erinnere mich noch gut! Seinerzeit war ich in Dänemark wie Johann das Gespenst in wirklich jedem Winkel des Wohnmobils unterwegs, um den Fehler in der Pumpe bzw. in den Kabelsträngen zu finden. Stunden hat es gedauert! Und als ich den Fehler endlich hatte, war der Tag zu Ende!
Hier aber kann der Fehler nur noch auf dem schmalen Kabelstück des Verbinders bis zur Wasserpumpe oder bei der Wasserpumpe selber liegen. Das grenzt den Fehler enorm ein.

         
     Die Verkabelung der Pumpe wird gelöst und dann gemessen:        Strom kommt definitiv an! An den Leitungen liegt es nicht.

Mit der losen Wasserpumpe in der Hand mache ich den ultimativen Vergleichstest. Flugs die Motorhaube vom Rezzo auf und die beiden Enden mal an die Pole der Autobatterie gehalten.
Und siehe da: TOT!
Mausetot, kein Mucks, kein Rucken gar nichts.
Die Pumpe dürfte kaputt sein was eine Sichtprüfung des Pumpengehäuses bestätigt. Ein rostiger mehrere Zentimeter langer Riss ziert das Gehäuse. Ich versuche zwar noch mit einem spitzen Gegenstand das Förderrad der Pumpe manuell zu drehen, aber da dreht sich gar nichts mehr. Der Motor ist definitiv festgebacken.

         
     Gegencheck direkt an der Autobatterie: Pumpe tot. :-/                  Da findet sich auch optisch was: Die ist durchgerostet

OK, ein Glück dass wir uns genau für diesen Fall den Campingplatz hier ganz nahe am Obelink herausgesucht haben. Denn so werden wir gleich da rüberfahren und kurzerhand eine neue Pumpe kaufen. Um 10 Euro wird sie wohl kosten, was allemal in Anbetracht der Tatsache, dass dies bislang der einzige wirkliche Fehler ist, durchaus zu verschmerzen ist.
Bevor wir aber zum Obelink abdüsen, wird erstmal lecker gefrühstückt.
Drinnen.
Draußen ist es noch immer recht frisch, auch wenn sich die Sonne nunmehr merklich Mühe gibt, hieran etwas zu ändern.
Und ja, ein ganz klein wenig WOLLEN wir jetzt auch drinnen frühstücken. Ganz einfach, weil das nun geht! Früher im Adria hätten wir nun erst das Bett zurück bauen müssen. Dabei hätten wir in einem komplizierten Verfahren die Überwurfmatratze gefaltet und im Sitzkasten verstauen müssen. Dann hätte die Bettwäsche in den anderen Kasten reingemusst, erst danach hätten wir die ganz zu Anfang weggeräumten Sitzpolster wieder auslegen müssen. Nicht unmöglich und für 2 Personen noch problemlos machbar, aber spätestens, wenn du diese Umbauerei gleich mehrfach am Tag machen musst (Nils muss ja noch Mittagsschlaf machen!), ist das mit der Zeit einfach nur lästig.
So aber decken wir einfach den Tisch. Ende, aus, fertig, lecker Frühstücken!
Nur Kaffee fehlt! Den hat Anja ausgerechnet in dem Land, wo Kaffee mal richtig günstig ist, gestern vergessen einzukaufen. Und da Anja ohne Kaffee zum Frühstück für den Rest des Tages recht muffig sein kann, schnappe ich mir unseren kleinen Campingnachwuchs und spaziere mit ihm gut gelaunt rüber zum zentralen Rezeptionsgebäude, wo sich auch der Supermarkt befindet.
Unterwegs fangen wir aber natürlich erstmal ein paar Eindrücke und Impressionen vom Campingplatz de twee Bruggen ein, der ein oder andere Leser von euch ist vielleicht genau hieran interessiert:

         
     Nils muss ich auf unserem Spielplatz vor der Tür einsammeln…     …und dann spazieren wir mal eine Runde über den Platz.

         
     Eines der vielen Servicehäuser. Etwas älter, aber sauber!             Die Wiesen sind überall großzügig, wenn auch noch leer.

         
Teilweise gibt es Plätze mit Privat- Sanitär. Sehr schön.                 Die V+E für Wohnmobile. Sehr groß, gut zu rangieren

Unterwegs treffen wir sogar auf Klara die Kuh! Zwar nur aus Plastik, aber immerhin wird sie von echten Schafen flankiert, die Nils am liebsten gleich füttern würde! Die Kuh steht hier übrigens, weil sie Ansprechpartnerin des Campingplatzes ist! Ehrlich! Zwar nicht die aus Plastik, wohl aber die echte Kuh! Denn die Geschichte des Campingplatzes „de twee Bruggen“ besagt, dass der Bauer des damals hier angesiedelten Bauernhofs den ein oder anderen Gast als Camper hier beherbergen durfte. Da aber Bauernhof und Campingplatz zuviel für den armen alleinstehenden Bauern war, half ihm Klara die Kuh spontan bei der Verwaltung des Campingplatzes. Gäbe in Deutschland sicherlich Probleme mit den Tierschutzgesetzen und du müsstest wohl eine ergonomisch zugelassene Tastatur für die Rezeption in Klauen- bzw. Hufform besorgen, aber immerhin! Holland macht es möglich!
Und die Geschichte ist ja wirklich nett, besonders weil Klara auch Teil des Animationsteams des Campinplatzes für die Kinder ist. Das ist besser, als irgend so ein bunter Drache ohne Hintergrund auf einem Verbandscampingplatz!

Zurück zum Supermarkt: Die Auswahl ist, wie wir gestern schon bei einem verschmähten Blick erkennen konnten, für einen Campingplatz- Supermarkt recht ordentlich. Deutlich mehr als die Standard- Ausführungen, aber eben kein Großmarkt. Keine Frage, muss ja auch nicht. Für Instant- Kaffee zum Aufbrühen reicht es aber allemal, ich kann sogar aus einer kleinen Auswahl verschiedenster Kaffeesorten wählen.
Dazu gibt es noch ein Paket Salzstangen (die knabbern wir halt gern) und dann geht es ab zur Kasse.
Kurz bin ich auch versucht, hier ein paar Brötchen zu kaufen. Obwohl wir uns gestern eigentlich fürs Frühstück mit dem holländischen Quetschbrot schon eingedeckt haben. Riecht halt gut nach frischem Backwerk! Aber die Schlange ist zum einen recht lang und zum anderen sind die als „deutsch“ angepriesenen Brötchen auch nur aufgebackene Rohlinge im „Backwerk“- Format. Einfachsten Ansprüchen mögen sie zweifelsohne genügen, aber da wir wie gesagt schon Brot haben und ich die Fabrikbrötchen nicht so gerne mag, gehen wir nur mit Kaffee und Salzstangen zurück zur gedeckten Frühstückstafel im Wohnwagen.

         
     Der Supermarkt befindet sich im zentralen Rezeptionsgebäude      Die Einkäufe? Die erledigt Nils heute. Alles kein Problem. 😉

Mit dem besten aus den holländischen Backregalen und Kühltheken lassen wir uns gegen 9 ein leckeres Frühstück in unserer Sitzgruppe im Wohnwagen schmecken. Sogar Nils beißt mehr wie zweimal von seinem Frühstücksbrot ab, was wir schon als überdurchschnittlichen Frühstückshunger bei unserem Campingnachwuchs verzeichnen dürfen. Geht doch!
Nach dem Frühstück räumen Anja und ich soweit die wichtigsten Sachen weg, Nils spielt derweil eine weitere Runde mit Puky oder seinem Laufrad abwechselnd auf der Wiese oder mit Förmchen und Schäufelchen im Sandkasten.
Die Idylle könnte kaum perfekter sein.

         
    Luxus pur! Frühstück in der Wohnwagen- Sitzgruppe! 🙂                 Und danach? Fährt Nils mit seinem Laufrad. 😉

Um 10 sind wir mit allem fertig. Die Frühstücksutensilien sind verstaut, die Klamotten von Nils entsandet und wir sind startklar. Wir fahren die 2 auf 3km rüber zum Obelink, wo sich für 10 Uhr an diesem Samstag schon ordentlich was eingefunden hat. Vor dem Haupteingang bekommen wir jedenfalls schon jetzt keinen Parkplatz mehr (das war letzten Monat noch ganz anders!) und müssen in der ersten Nebenreihe parken. Lohnt sich aber, denn just in diesem Moment fahren die Nachbarn mit ihrem Auto weg und lassen ihren Einkaufswagen mitsamt 50cent- Münze einfach stehen.
„Na wer so viel beim Obelink gespart hat, kann sich das Zurücklassen seiner Pfandmünze sicherlich leisten“ denk ich mir und bedanke mich im Stillen beim Campingallmächtigen für diese milde Spende für unsere Reisekasse. Denn wir können es brauchen!
War ja klar, dass wir uns beim Obelink, obwohl wir doch erst vor einigen Wochen für den obligatorischen Jahreseinkauf 2014 hier waren und eine größere dreistellige Summe hier ließen (u.a. für die Truma- Warmwassertherme oder auch für neue Dachluken!), kaufen wir weit mehr, als nur die kleine Wasserpumpe. Die fällt nämlich nur (und auch nur, weil ich mich für ein Luxusmodell von Reich mit automatischer Entlüftung entscheide!) mit 12,50 Euro ins Gewicht was demnach die Summe an der Kasse eine knappe Stunde später mit über 40 Euro kaum gepuscht hat. Die vielen kleinen Dinge halt wieder! Das ist das Problem beim Obelink! Typ „Ikea“ mit unglaublich viel Ramsch für die Damen, aber eben auch Typ „Baumarkt“ für die bastelnden Herren (jeder Camper ist Bastler, ist so! 😉 gleichzeitig beide Lager bedient. Und schon hast du den Wagen voll, je hälftig mit genug Angriffspotential einer kleinen Ehediskussion warum jetzt das oder dieses oder jenes unbedingt gekauft werden muss. Naja, so ist es halt.

         
     Der Obelink: 65.000qm Verkaufsfläche fürs Camping!                  Eine von einem halben Dutzend Hallen mit Campingzubehör!

         
     Es ist Samstag und ein bisschen voll ist es auch schon.                 Ah, da sind sie ja! Wasserpumpen in allen Leistungsklassen 🙂

Eine gute Stunde nach unserer Abfahrt sind wir schon zurück am Campingplatz, wo ich sogleich die Pumpe einbauen kann und diese zu meiner großen Freude nach dem Anklemmen auch sofort funktioniert.
Problem Wasser in Küche und Bad im Wohnwagen? Erledigt!
Ha!

         
      So, zurück am Wohnwagen schrauben wir gleich die Pumpe an      Und 2min später: Wasser marsch? Wasser marsch! 🙂

Übrigens: Eine unerwartet nette Bekanntschaft haben wir auch gleich gemacht. Kaum bogen wir auf unsere Campingwiese ein, kommt ein freundlicher Herr nebst Gattin des Weges. Hab die beiden eben schon auf dem Serviceweg gesehen und musste mit dem Auto etwas um sie herum kurven, weil sie etwas unglücklich an der Einfahrt standen und uns anschauten anstelle uns reinfahren zu lassen. Nicht schlimm, aber gerade so dass ich noch denk (als der Mann auf mich zukommt), dass der jetzt vielleicht mit mir irgendwas diskutieren will.
Aber weit gefehlt! Denn er hatte uns erkannt und wollte uns nun auch mal persönlich begrüßen und die Hand schütteln! Tja, sowas kommt tatsächlich immer mal wieder vor, dass uns die Leute nur aufgrund unserer Webseite auf einem Campingplatz erkennen. Finden wir immer total super, weil uns das ja auch mal die Menschen auf der anderen Seite des Bildschirms zeigt. Sicherlich nicht alle und auch nicht wenige, aber Einzelne. Und wenn die uns dann persönlich positives Feedback geben, freut uns das immer ganz besonders! Nochmals auch an dieser Stelle alles Gute für euch und viele schöne Touren mit eurem LMC- Wohnmobil!

Nach der Reparatur der Wasserpumpe stehe ich ein wenig unschlüssig herum und frage mich, was ich nun als nächstes reparieren soll! Ehrlich! Früher hab ich ja immer was zum basteln gehabt aber nun ist irgendwie alles erledigt und genießen ist angesagt. Tja, ich probiere es mal und es klappt. Ganz ausgezeichnet sogar.
Liegt aber auch daran, dass wir Besuch bekommen!
Dieses Mal aber geplant und nicht überraschend.
Nils`Spielkamerad Felix auf Babykrabbelzeiten schaut mit seinem Papa vorbei und wird den Tag mit uns verbringen. Kein Wunder, so wohnen die beiden doch keine 40km von hier in Wesel. Da bietet sich ein Freundestreffen mit Wiedersehen ja geradezu an.
Gemeinsam ziehen die beiden gleich los und machen den Spielplatz unsicher, von unserer Position aus unter der Markise können wir dem Treiben der Kinder bei kühlen Getränken prima zuschauen.
Herrlich! Erwähnte ich das eigentlich bereits wie toll Campingurlaub sein kann? Egal! Es ist wirklich herrlich!

         
     So, jetzt aber. NILS fährt mit seinem Laufrad Puky. Geht doch       Und dann? Kommt Nils` Spielkamerad. Spass zu zweit.

Gegen Mittag wird es aber dann doch ein wenig eintönig, sodass wir uns zu einem Spaziergang über den Campingplatz entscheiden. Nicht nur für die Kids, die dann mal den ganz großen Spielplatz in Höhe der Rezeption und des Schwimmbades ausprobieren können, sondern weil uns auch der Hunger nach einem Mittagssnack treibt. Denn mit der Anmeldung haben wir auch einen 10%- Rabattgutschein für das campingplatzeigene Restaurant bekommen, den wir vielleicht einlösen werden, wenn uns das Angebot zusagt. Schauen wir mal.
Zunächst aber geht es auf den Spielplatz und in weiser Voraussicht gleich auf die verschiedensten Spielgeräte, damit wir in Erwartung eines leckeren Mittagessens auch gleich die nötigen Kalorien vorher abbauen.
Besonders viel Spass haben Nils und Felix auf dem Trampolin. Gibt 2 Stück, ein sehr großes oranges für große Kinder und Erwachsene und das kleine hier in einem nochmals mit Zaun und nur einem Eingang gesicherten Bereich speziell für kleine Kinder. Die haben hier wirklich an ALLES gedacht! So kannst du selbst auf der Sonnenterrasse des Campingplatzes sitzen und ein Eis oder auch einen großen Pfannkuchen verspeisen (was wir auch bestellen, Pfannkuchen für alle!) und hast gleichzeitig deine Kinder noch im Blick.

         
     Die Jungs spazieren gemeinsam zum großen Spielplatz.                  Und dort erstmal rauf aufs Hüpfkissen. *boing-boing*! 🙂

         
    Wie der Sohn so der Papa. Der kleine Nils auf dem kleinen Kissen… …und der große Papa auf dem GROSSEN Luftkissen. BOING!

Kinders, der Platz hier ist wirklich schön! Und er ist nicht weit entfernt von unserem Zuhause! Noch während wir hier sitzen beschließen wir, uns mal die Preisliste fürs Dauercampen mitzunehmen!
Ja, richtig gelesen: D-A-U-E-R-C-A-M-P-E-N!
Spätestens jetzt schreien wahrscheinlich auch die letzten Hiergebliebenen, die sich weitere Wohnmobil- Reiseberichte von uns erhofft haben, qualvoll auf. Aber was sollen wir machen?!
Es ist SO schön hier und wir könnten uns vorstellen, demnächst mehr wie einmal hierhin wiederzukommen. Einzig ein richtig guter See oder eben das obligatorische Meer für Wassersport wie Windsurfen oder Schlauchboot fahren fehlt, aber das wäre in Anbetracht der Tatsache, dass es immerhin Frei- und Hallenbad gibt (wenn auch klein) zu verschmerzen!
OK, ganz zur Ehrenrettung unseres rastlosen Treibens müssen wir dazu sagen, dass ich fast ebenso schnell die Kosten hierfür noch am späteren Abend hochgerechnet hab. Anja hatte eine Preisliste besorgt und wir haben weit über 1.000 Euro für einen Ganzjahresplatz ausgemacht. Das geht vom Preis her eigentlich, am Meer ist man selten unter 2.000 Euro dabei, wenn der Platz einigermaßen ordentlich sein soll.
Dem rechnen wir unsere Urlaube mal gegen: 30 Urlaubstage á 16 Euro pauschal mit der ACSI, das macht 480 Euro.
Dazu kommen mal grob gerechnet weitere 10 Wochenenden, die wir hier verbringen. Macht nochmals 320 Euro. Zusammen also 800 Euro. Nichtmal die Hälfte von dem, was der Jahresplatz kostet. Warum also mehr bezahlen, wenn wir doch eh nicht mehr Zeit hier verbringen können?!
Aber die Rechnung hat natürlich auch einen Knackpunkt, die Ferien! Denn in den großen Ferien gilt die ACSI Camping Card leider nicht und wenn Nils in spätestens 4 Jahren in die Schule muss, sind wir gezwungen in den Ferien zu fahren! Und dann wird ein solcher Dauerplatz auch plötzlich wieder ungemein attraktiv! Nun, ein paar Jahre haben wir ja noch Zeit für diese Überlegungen. Wir nehmen uns aber vor, bei den kommenden Urlauben einmal mehr einen Campingplatz auch auf seine Dauercampingmöglichkeiten hin zu untersuchen. Besonders bei Wochenendtouren, wo die Entfernung Freitags und Sonntags ja eine nicht unerhebliche Rolle spielt.
Schauen wir mal.

Zurück zu unserem Urlaub: Neben dem großen Spielplatz im Freien entdecken wir auch eine recht große Spielhalle, wo für die Kinder mit übergroßen Legosteinen ein Haus aufgebaut ist. Auch hier wird natürlich lautstark gespielt und unsere beiden Tester geben uns zufrieden ihr Urteil über den Praxiseinsatz ab. Passt.
Dazu erspähen wir im Nachbarraum noch einige Bowlingbahnen, was die Eltern dann mit Lust auf etwas Betätigung trotz Geselligkeit sicherlich erfreuen dürfte. Der Platz hat wirklich alles hier!
Hammer.

Wohl gestärkt geht es gegen 14 Uhr zurück zum Wohnwagen. Hier setzen wir uns dann zunächst ein wenig in die Sonne, bis wir uns Gedanken über den weiteren Tagesverlauf machen. Einerseits haben wir das im Preis enthaltene Schwimmbad noch nicht ausprobiert, andererseits bietet sich gerade ein solch herrlicher Samstag für einen schönen Grillabend an! Den Grill nebst Gas haben wir natürlich dabei, aber Grillgut müssten wir noch besorgen. Um alles unter einen Hut zu bringen, teilen wir uns an dieser Stelle. Ich gehe mit Nils und Felix sowie Felix´ Papa nun eine Runde schwimmen (die Kids machen wir jetzt so richtig müde, dann schlafen die heute Abend gut! 😉 und Anja fährt mit dem Auto nochmals einkaufen. Nicht nur für Grillfleisch, sondern weil sie auch im holländischen „Action“- Markt einkaufen will. Das ist so eine Einzelhandelskette, die sich im weitesten Sinne auf günstige Haushaltswaren spezialisiert hat.
In etwa so, als würde Kodi mit einem 99cent- Laden kollidieren und man würde das Ergebnis des Haufens an Zeug vermarkten. 😉
Wir besorgen noch flugs eine Schwimmkarte für Felix, dann spazieren wir zu viert ein weiteres Mal rüber in Richtung zentraler Platz, Rezeption und eben auch Schwimmbad.
Schon beim Gang rüber merkt man den Kindern an, dass wir sie heute schon richtig fordern.
Aber sie wollen ja auch, Nils hat sogar auf seinen Mittagsschlaf verzichtet! Immer öfter übrigens in letzter Zeit, so langsam kommt er aus dem Alter raus und hinlegen, wenn er hibbelig ist und lieber spielen möchte, endet doch meist damit, dass er nach einer Stunde sinnlosen Liegens doch wieder aufsteht, ohne eine Minute geschlafen zu haben. Schläft er dann doch mal ein, pennt er recht lang und ist dafür dann am Abend nicht ins Bett zu bekommen mit dem Ergebnis, dass er vor 21 Uhr selten einschläft. Die Elternfreuden eben, Adieu schöner Abendspielfilm! 😉

     Schwimmbad auf dem Campingplatz twee bruggen
     Wir gehen schwimmen. Bilder von drinnen haben wir keine. Sonst wird die Kamera nass 😉

Im Schwimmbad angekommen mobilisieren die Kids nochmals alle Energien! Sie tollen herum, springen ins Wasser, planschen umher. Dabei wird immer wieder zwischen dem großen Schwimmerbecken, dem kleinen Babybecken und dem Whirlpool gewechselt.
Kann sich also durchaus sehen lassen das Angebot und rundet wieder einmal unsere gute Meinung des Campingplatzes ab. Hier kann man es wirklich aushalten!
OK, das Bad ist nicht neu und hier und da entdeckt man schon die Gebrauchsspuren einiger Jahre! Aber wir beschweren uns sicherlich nicht, immerhin ist der Eintritt im Übernachtungspreis enthalten! Und wenn wir die Wahl haben zwischen altem Schwimmbad oder gar keinem Schwimmbad, da nehmen wir doch lieber das alte Schwimmbad!

Gegen 16 Uhr sind die Kids endgültig leer. Wir ziehen uns an und spazieren zurück zum Wohnwagen, wo wir den Kurzen ein kleines Abendessen bestehend aus Hähnchenstreifen, Frikadellchen und ein paar Brötchen zubereiten. Anja ist nämlich noch nicht zurück und nur der Himmel weiß, wann sie zurückkommen wird. Den Auftrag Grillfleisch zu besorgen wird sie sicherlich noch ausgeführt haben. Da sie aber ohne festen Vorsatz und vor allem ohne festes Budget zum Action- Markt gefahren ist, werde ich bestenfalls nachher einen Anruf bekommen, dass ich mit dem Wohnwagen vorbei kommen soll, weil nicht alles Gekaufte ins Auto passt. Und schlimmstenfalls? Das will ich mir gar nicht ausmalen 😉

So also warten wir ein bisschen und lassen die Jungs vorab was essen, bis Anja gegen 17 Uhr endlich kommt. Vollbepackt, aber immerhin hat noch alles ins Auto gepasst. Nun ist Eile geboten! Denn wir wollen gerne draußen essen und da es, wenn die Sonne nachher weg ist, auch schnell wieder empfindlich kühl wird (ist halt noch immer März, bitte nicht vergessen!), muss bis dahin das Grillgut mindestens fertig sein und wir idealerweise dasselbe auch schon gleich gegessen haben.
Ich gebe dem Gasgrill also Feuer und lasse ihn gleich Hähnchen, Steak und Bratwurst brutzeln.
Die Kinder spielen derweil ein weiteres Mal im Sandkasten und Anja deckt mit Felix´ Papa den Tisch unter der Markise.
Es wird ein herrlicher Abend! Das Grillen fürs erste Mal ist zwar nur so „lala“ (ein bisschen was ist angebrannt), aber dafür schmecken Salat und Brötchen dazu auch ganz passabel.
Dazu die letzten Sonnenstrahlen, die noch immer spielenden Kinder und sehr zufriedene Eltern weil die Kinder zufrieden sind.
Herrlich! Das sagte bzw. schrieb ich bereits, oder? Egal, es ist so! Herrlich!

         
     Herrlich leckerer Grillabend in der Abendsonne Hollands. 🙂          Nur in Holland: 100 Euro- Scheine als stilechte Serviette.

Gegen 19 Uhr verabschieden wir unsere Freunde und wünschen Ihnen einen guten Heimweg. Felix ist kaputt vom Tag, auch Nils kann sich kaum noch auf den Beinen halten. Während ich spülen gehe, besorgt Anja eine kleine Wäsche am Kind um die gröbsten Spuren zu beseitigen (das geht jetzt übrigens super, weil wir fließendes Wasser haben und das auch noch warm ist!) und steckt den Bub danach gleich ins Bett. Sie wird mir später, wenn ich vom Spülen zurückkomme berichten, dass der Junge in weniger als 5 Minuten regelrecht ins Traumland hineingeplumpst ist.
Perfekt und herrlich! Herrlich? Ja, hatten wir. Ich weiß. Ist aber so. 😉

Den Abend verbringen wir dann mit abwechselnd duschen gehen und Zeitschriften lesen. Sowohl in der Rezeption des Campingplatzes wie auch von einigen Infoständen des Obelink hatten wir uns eingedeckt und schauen uns nun die Beute an. Ist alles dabei, von Frankreich über Luxemburg und den Westerwald bis Bayern. Blöd nur, dass wir nicht immer auf die Sprache beim Einstecken der Prospekte geachtet haben und so natürlich auch den ein oder anderen holländischen Prospekt in den Händen halten. Keine Frage, dass dies nun natürlich für ein bisschen Heiterkeit sorgt! So ein lebensechter Bayer mit kracherner Kleidung, Gamsbart am grünen Jägerhut und Lederhosen, dazu ein holländischer Kommentar unter dem Bild was im bayerischen Dialekt gesprochen auch noch enorm lustig klingt, das sorgt nunmal für Humor! 😉
Ein absolutes Unikum muss ich euch aber auch noch berichten!
Wer unsere Reiseberichte aufmerksam verfolgt (und damit meine ich richtig aufmerksam verfolgt!) wird feststellen, dass wir besonders bei den Reiseberichten zu Anfang eines jeden Jahres immer mal wieder das Thema DSDS (Deutschland sucht den Superstar) behandeln. Meist so, dass ich mich belustigend über die Kandidaten äußere, dennoch aber gezwungen bin, diese Sendung quasi „mit“ anzuschauen, wenn ich nicht draußen unter der Markise sitzen will. Anja guckt es halt so gern.
Heute aber passiert etwas Unglaubliches! Obwohl heute Abend Superstar kommt, verzichtet Anja auf den Aufbau der Sat- Anlage! Ehrlich! Hammer, oder? Ich messe zwar kurz mit der Hand ob sie Fieber hat, aber nix! Es ist einfach so schön, dass wir gar keinen Fernseher brauchen.
Wenn der Trend anhält, verkaufe ich ihn! 😉

Gegen halb 10 gehen wir auch ins Bett. Nicht weil wir wollen, sondern weil wir müssen. Um 12 Uhr müssen wir morgen hier leider schon abreisen und weil diese Nacht auch noch die Uhren umgestellt werden, fehlt uns sowieso schon eine Stunde Schlaf!!! So ein Käse!
Bringt ja aber auch alles nichts! Anja würde gerne hierbleiben und ich zugegeben auch. Aber wir haben ja nur das Wochenende, so kurzfristig gibt uns ja auch kein Chef frei. Verständlich. Also beschließen wir einfach so zu tun, als hätten wir gerade 3 Wochen Ferien hinter uns. Gemessen an dem, was wir heute an nur einem Tag erlebt haben, ist das rein gefühlt übrigens auch gar nicht so abwegig! 😉

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