Am liebsten würde ich es kurz und knackig zusammenfassen!
Abreisetage sind ja meist nie so schön und wirklich was Lesenswertes passiert da ja auch kaum noch.
Und wer hat schon Lust sich unser Gejammer anzuhören, wenn wir davon berichten, dass wir traurig auf die Fähre auffahren, nach Hause gondeln und das Wohnmobil in der heimischen Einfahrt abstellen?!
Aber leider gehört nunmal auch eine Abreise zu einer Reise, das kann man nicht weg diskutieren oder gar einfach auslassen!
Wenn wir schon wie Chronisten aus unserem Jahrzehnt berichten wollen, dann machen wir das auch richtig und vollumfassend. Also: Das Gejammer müsst ihr euch wohl oder übel durchlesen… 😉

Der Tag beginnt natürlich etwas früher als gewöhnlich, schon um kurz nach 9 steht Anja als erstes unter der Dusche.
Sie hat gestern Abend schon die einige Sachen im Wohnmobil eingeräumt und verstaut, ich hingegen muss noch Markise einholen, Räder verladen und um die Wassertanks des Wohnmobils müssen wir uns ja auch noch kümmern.
Erst danach werde ich dann duschen gehen, dann bin ich fit für die Fahrt.

Während Anja also duschen geht, rolle ich schonmal die Markise ein.
Dann möchte ich gerne die Luftmatratze verstauen und zerre diese unter dem Wohnmobil hervor. Wir hatten die nämlich extra aufgeblasen gelassen und so einsatzbereit unters Mobil geschoben, falls wir noch einmal im Meer baden würden.
Aber selbst wenn wir dies heute wollten, es würde mit dieser Luftmatratze nicht mehr funktionieren!
Denn die Matratze harkt kurz und dann kommt es, weil ich dran ziehe, zu einer „Spontanentlüftung“! 🙁
Für einen Moment habe ich einen Funken Hoffnung, dass ich vielleicht nur am Ventil hängen geblieben sein könnte und nur die Luft raus ist, obwohl die Matratze wirklich schlagartig an Druck verliert.
Kaum nach vorne bugsiert, zerschlägt sich mein Hoffnungsschimmer! Ein fetter Riss auf der Außenseite protokoliert stumm meine noch vor wenigen Sekunden angewandte rohe Gewalt. Tja, Pech, die Matratze ist hinüber.
Anja wird wenig begeistert sein, wenn ich ihr das gleich beichten muss. Oh- weia…

         
     der nächste Morgen: Das sieht nicht nach Abreise aus…     …Na toll! Ein fetter Riss in der Matratze, irreparabel 🙁

Etwas grummelig über das Missgeschick verstaue ich die übrigen Campingmöbel und decke flugs im Wohnmobil den Frühstückstisch.
Geht einfach schneller und auch das Wetter spielt nicht so recht mit, es ist trist und grau. Da bringt draußen frühstücken auch nix.
Schnell leert sich also der Campingbereich in und um unsere Parzelle, nur der Wäscheständer bleibt übrig, wo Anja wenigstens ein paar Minuten die Duschhandtücher in unter einem gemixten Wolken- Sonne- Himmel aufhängt. Wirklich trocken werden die nicht werden, müssen dann aber auch nicht pitschnass im fahrzeugeigenen Badezimmer aufgehangen werden.

         
     Ich verstaue die Campingmöbel…                                …danach gibt es im Wohnmobil ein einfaches Frühstück.

Wir frühstücken etwa eine halbe Stunde, dann spült Anja die Sachen weg und ich bereite den Rest außen zur Abfahrt vor, bis wir um 11 soweit rollbar sind.
Noch schnell den Strom abstecken und den Kühlschrank auf Bordstrom umstellen, dann geht es los.
Ächzend setzt sich unser Wohnmobil nach einer Woche Dauercamping in Bewegung und man merkt fast, wie sehr es auch unserem getreuen Wohni schwer fällt, diesen schönen Platz zum Campen, Urlauben und Ausruhen zu verlassen.
Vielleicht aber liegt es auch daran, dass seit einer Woche der Abwassertank nicht entleert wurde und nun entsprechend gut gefüllt sein dürfte.  😉
Dies ändern wir natürlich sogleich und fahren in die Servicebox für Wohnmobile gleich neben dem Servicehaus B.
Hier lassen wir dann unser Grauwasser ab und ich kümmere mich um die Kassettentoilette, die wir doch (trotz gutem Servicehaus) das ein oder andere Mal auch in diesem Urlaub genutzt haben.

         
Wir stehen in der Wohnmobil- Servicebox am Haus B      Das Grauwasser von einer Woche Campen muss raus 😉

Die neugierigen Ziegen schauen uns natürlich bei den Arbeiten am Wohnmobil zu und meckern uns zum Abschied an.
Frechheit!
Aber eigentlich wollen die Ziegen ja nur gestreichelt werden, was Anja prompt erledigt, ich hingegen verziehe mich kurz unter die Dusche, um mich für die anstehende Fahrt noch kurz frisch zu machen, nachdem ich das Wohnmobil aus der Servicebox raus und auf der Wiese davor gepuffert habe.
Muss ja frei sein die Box, falls einer kommt…

         
     Anja streichelt die Meckerziege 🙂                                   Reiseklar! Wohni steht startbereit auf der Wiese

Gegen 12 ist es soweit.
Wir sind komplett startklar und so rollen schweren Herzens vor zur Rezeption, um uns abzumelden.
Wie erwartet müssen wir rein gar nichts mehr bezahlen, über unseren gewonnenen Gutschein sind tatsächlich alle Leistungen abgedeckt, die wir hier die letzte Woche genossen haben.
Einfach nur toll und nochmals ein herzliches Dankeschön an das Gewinnspiel und seine Organisatoren von „Visit Denmark“. Ich werde den Link dazu in unserem Fazit einstellen, denn Visit Denmark hat oft Gewinnspiele, bei denen man (wie man an uns sieht!) sogar auch tatsächlich mal was gewinnt!

Mit den besten Wünschen für unsere Rückreise verlassen wir den Campingplatz und rollen eher gemächlich (Wow! 55 km/h sind echt schnell, wenn man eine Woche lang nur Fahrrad gefahren ist!!! 😉 auf Nordby und auf den dortigen Hafen zu.
Kurz überlegen wir zwar doch, ob wir nicht doch nochmals an den Strand fahren sollen, aber das würde das Unausweichliche nur hinaus zögern.

         
     Nach einer Woche freiwilliger Zwangspause fahren wir wieder   Unterwegs auf Fanös Straßen: Wir erreichen Nordby

Wir rollen gegen kurz nach 12 auf den kleinen Fähranleger zu.
Wie schon bei allen anderen Überfahrten in diesem Urlaub steht auch heute die Fähre schon abfahrbereit am Kai.
Passt, ein schnelles schmerzloses Ende ist uns damit sicher! 😉
Wir rollen rauf auf das Autodeck, die Fähre ist auch heute recht gut ausgelastet.
Offenbar fahren heute viele nach Hause, obwohl doch eigentlich erst Samstag der klassische „Ferienhauswechseltag“ ist.
Naja, auch egal. Wir sind drauf und kommen mit rüber.

         
     Zufahrt auf den Fähranleger in Nordby.                     Gut was los! Die Schlange schlängelt sich aufs Autodeck

         
     Virtuose, Künstler und Dirigent, der Deckoffizier 😉   Wir sind drauf! Die Fähre ist gut voll geworden…

         
     Die große Weite des Meeres! Naja, eher „der kleine Tümpel“ im Hafenbecken rund um Esbjerg. Schon liegt Esbjerg voraus…

         
     Ankunft im Hafen, noch einmal um die Kurve 😉            Unsere „Nachbarn“ sind auch schon da, liegen am Kai.

Gegen 20 nach 12 legen wir in Esbjerg an und rollen sogleich runter von der Fähre.
Anja schlägt vor, dass wir ja mit dem Wohnmobil zum Einkaufszentrum von Esbjerg fahren könnten, welches wir bei unserem „Landgang“ gestern aufgrund der Entfernung ausgelassen haben, aber ich mag nicht mehr.
Da ist ja auch nichts, was wir wirklich brauchen und für den Einkauf von ein paar Lebensmitteln, die ich natürlich gerne aus Dänemark mit in unseren heimischen Alltag nehme, ist mir ein normaler (großer) Supermarkt deutlich lieber.
Wir nehmen also sofort Kurs auf die E 20, die wir allerdings nicht komplett durchfahren werden.
Die E 20 führt nämlich in Richtung Kolding und somit einmal quer von West nach Ost durch Dänemark, wo man erst kurz vor Erreichen der Ostsee auf die E 45 Verbindungsautobahn Richtung Flensburg und Norddeutschland auffahren kann. Ein Dreieck sozusagen.
Wir hingegen haben es lieber gemütlich und werden, weil wir den Umweg nicht fahren müssen, auch mit der Landstraße 24 und 11 vorbei an Ribe und Römö etwa zeitgleich in Norddeutschland eintreffen.
Auch passt das prima, weil wir unterwegs dann wie gesagt noch an einem Supermarkt auf der Landstraße zum obligatorsichen Einkaufen anhalten können.

         
     Wir verlassen die Fähre und auch gleich den Hafen.       Direkter Kurs Süd! Tschüss Esbjerg, bis irgendwann mal

Was uns gleich als erstes hier auf dem Festland auffällt ist doch, dass es so wuselig zugeht!
Der Verkehr auf Fanö war da doch wirklich beschaulich und wenn man dann noch eine Woche lang gar kein Auto bzw. Wohnmobil bewegt hat, ist das Fahren im Verkehr schon ein wenig ungewohnt.
Fast noch schlimmer ist aber das Klima und die drückende Wärme, die uns hier auf dem Festland empfängt!
Schon komisch, dass wir nur 2 Kilometer weg vom Festland auf der Insel es als zwar warm, aber auch angenehm empfunden haben.
Hier aber, auf der Straße des Festlandes, ist es nun eher heiß und drückend und das sogar, obwohl wir doch noch immer dicht am Meer entlang fahren!
Aber es hilft ja nichts, wir müssen da jetzt durch.

         
     Wir folgen der Landstraße 24 in Richtung Ribe                 Überlandfahrt durch Dänemark, die warme Luft drückt :-/

Das erste Teilstück durch Dänemark dauert nicht lang und nur 30 Minuten, nachdem wir in Esbjerg auf die 24 und die 11 aufgefahren sind, erreichen wir auch schon Ribe. Die älteste Stadt Dänemarks!
Im letzten Jahr haben wir uns diesen historischen Ort ja im Rahmen unserer Dänemark- Wohnmobilreise ausgiebig angeschaut, sodass wir heute auf eine Besichtigung verzichten können.
Aber den großen føtex Einkaufsmarkt gleich am Ortseingang (Koordinaten: N 55.33312° E 8.76942°, Mo-Fr 9-20 Uhr, Sa 8-18 Uhr) steuern wir nun an, um ein letztes Mal dänisch einzukaufen und um besonders den leckeren „Den Go´e“ Havarti- Käse bis an die Grenze der Haltbarkeit einzubunkern, der mir so lecker schmeckt!
Aber auch die vielen Pfandflaschen, die wir in Dänemark angesammelt haben, wollen wir natürlich noch wegbringen.
Ich glaube nämlich kaum, dass ich Deutschland das gleiche Glück mit den dänischen Flaschen habe, als noch vor wenigen Tagen mit den norwegischen Flaschen hier in Dänemark. 😉
Wir trinken schnell die letzten Flaschen leer und spazieren dann über einen unglaublich heißen Parkplatz (es müssen locker weit über 30°C sein!) rein in den schön kühl klimatisierten Fötex Supermarkt.
Puh!
Übrigens: Gleich hier um die Ecke (man sieht ihn vom Parkplatz aus) findet sich auch ein großer Wohnmobilstellplatz! Zwar eigentlich schon am Rand von Ribe liegt dieser aber noch immer nah genug am Zentrum, um von hier aus zu einer Besichtigung von Ribe zu starten!
Wer dann noch was einkaufen muss, hat den Fötex gleich gegenüber…

         
     Wir erreichen Ribe, die älteste Stadt Dänemarks.            Einkaufsstopp am Fötex- Supermarkt. Das muss sein! 🙂

         
     Beim Fötex gleich gegenüber: Wohnmobilstellplatz von Ribe   Wohni sonnt sich allein auf dem Supermarktparkplatz

Wir lassen uns Zeit mit dem Einkauf.
Neben der Rückgabe der Pfandflaschen und dem Anhäufen einiger Havarti- Käse Rundblöcke kaufen wir noch ein paar Brötchen und Frikadellen für die Rückfahrt sowie ein leckeres Lakritzeis für mich, dessen Geschmack ich mit Sicherheit besonders vermissen werde!
Zu schade, dass wir nur so ein Mini- Gefrierfach im Wohnmobil- Kühlschrank haben und darüber hinaus bei den Temperaturen das Kühlen sowieso nicht ausreichen würde, sonst würde ich mir auch davon ein paar Eiskisten mehr mitnehmen!
Sooo lecker!
Besonders nicht nur, wenn man gerne (so wie ich) Lakritze mag, sondern weil es dieses Eis trotz aller Globalisierung noch immer nicht in Deutschland zu kaufen gibt! Zumindest habe ich noch nirgendwo gesehen, dass man Lakritzeis in Deutschland kaufen könnte.
Das macht es irgendwie zu etwas ganz Besonderem…
Nur aufpassen müssen wir, dass uns das Eis nicht gleich in der dänischen Sonne dahin schmilzt, bevor wir es probiert haben. 😉

          
     Dänemarks Produktvielfalt: GEKAUFT! Den Goe Havarti…     …NICHT gekauft! (weil uargh 😉 Spinatbrötchen !?

         
     Gekauft! Weil soooo lecker! Lakritzeis! Das fehlt bei uns     Besonders unter der dänischen Sonne schmeckt das Eis

Tja und dann ist es soweit, wir rollen die letzten Meter im Urlaubsland Dänemark auf Deutschland zu.
Ein letztes Mal genießen wir bei offenem Fenster die schönen Landschaften, das Grün und die Erinnerungen an einen schönen Urlaub.
Wir passieren den kleinen SPAR- Supermarkt, wo wir uns auf der ersten Wohnmobilreise 2007 das erste dänische Eis gekauft haben, wir durchfahren den Kreisverkehr, wo es links (oder rechts, je nachdem, woher man kommt 😉 nach Römö abgeht und wir tanken kurz vor der Grenze ein letztes Mal, um unsere letzten dänischen Kronen auszugeben.
Das alles deutet natürlich nur auf eine Sache hin: Der Abschied ist nah!
Da wird man nunmal schnell melancholisch…
Wer weiß denn schon, wann wir wieder nach Dänemark kommen und bis dahin hat die Inflation das Geld längst entwertet!
Also kippen wir es lieber in den Tank, auch wenn es hier sicherlich ein paar Cent teurer ist, als bei uns.
Eine letzte Krone behalten wir dann aber doch als Andenken an die Reise. Gleichzeitig dient uns die Münze natürlich auch als Startkapital für die nächste Dänemarkreise.
So hat man gleich was, woran man sich festklammern kann. 😉

         
     Nostalgische Gefühle auf den letzten Meter Fahrt.         Hier zum Beispiel! Da gab es 2007 das erste dänische Eis!

         
     Oder hier! Letztes Jahr sind wir hier nach Römö abgebogen. Die letzten dänischen Kronen werden vertankt, es bleibt nur…

         
  …die Abschiedsmünze und Startkapital für die nächste Reise 😉   Das Schild zeigt das Ende an! Husum (D) liegt voraus 🙁

Um genau 14:30 Uhr hat uns Deutschland wieder.
Nach 3 laaaangen Ferienwochen sind wir wieder zuhause.
Wow!
So lange waren wir schon seit Ewigkeiten nicht mehr aus dem Heimatland weg und wenn das Ende des Urlaubs nicht so traurig wäre, wir könnten uns fast schon wieder auf Zuhause freuen!
Wie wird es sein, wenn wir wieder jeder sein eigenes Badezimmer haben?
Oder fließend Wasser immer und jederzeit ohne die Tanks nachzufüllen?
Oder der große Fernseher?
Oder allein der Raum unserer großen 100qm- Wohnung?
Und unsere beiden Stubentiger Minki und Dori werden uns sicherlich auch ganz furchtbar vermisst, mittlerweile aber vielleicht auch völlig vergessen haben.
*Hihi*, na die kriegen bestimmt einen Schock, wenn wir in Kürze zuhause die Türe aufschlagen!

         
     Die Fahnen links und das alte Grenzhaus rechts deuten es an     Wir erreichen die Grenze! Wieder in Deutschland…

Aber dort ankommen lautet erst einmal die Devise und damit dies auch klappt, legen wir auch 2 auf 3 Kohlen auf und rauschen die B 8 in Richtung Husum runter.
Wir stoppen eigentlich nur ein einziges Mal an einem Netto- Supermarkt, um ein paar Dosen Labskaus einzukaufen.
Eine nordische Spezialität (so eine Art Reste- Schiffseintopf auf hoher See 😉 welche besonders Anja sehr gut schmeckt.
Danach aber geht es gleich weiter durch das norddeutsche Hochland, vorbei an Kuhweisen, alten Bauernhäusern und viel Grün.

        
     Ab jetzt geht es in Deutschland und Schleswig-Holstein weiter    Auch in Deutschland: sonnig, blauer Himmel und WARM!

         
     Deutsche Kühe begrüßen uns mit einem dt. „Muuuh“! 🙂      Auch Deutschland! Schmale Alleen, norddeutscher Charme

Wir passieren Husum und lassen Heide (Holst.) vorbeifliegen, dann rauschen wir auf die A23 in Richtung Hamburg.
Kürzer wäre es vielleicht gewesen, wenn wir einen Querschwenk in Richtung A 7 gemacht und dann direkt auf der Autobahn entlang gefahren wären.
Aber wir haben uns überlegt, dass wir noch einen weiteren kleinen Zwischenstopp einlegen können, wenn wir doch eh schon hier oben im Norden unterwegs sind.
Hier ganz in der Nähe von Itzehoe findet sich nämlich einer der großen „Wohnmobildiscounter“ in Deutschland, die über ein (wenn man den mehrseitigen Anzeigen in den Fachmedien glauben darf) passables Angebot an Neu- aber auch an Gebrauchtwagen verfügen.
Schon bei unserer Wohnmobilsuche im Frühjahr 2007 waren wir über den Händler Wohnmobil Centrum Nord bzw. Wohnmobil Galerie gestolpert, haben aber aufgrund der großen Entfernung hier noch nie nach möglichen Fahrzeugen geschaut.
Und da wir ja grundsätzlich immer mal gerne schauen, was der Markt so im Angebot hat, schauen wir heute eben mal in Hohenaspe vorbei.
Und wer weiß, vielleicht brauchen wir ja mit unserem alten Wohnmobil schon gar nicht mehr die ganze Strecke bis nach Hause zu fahren, sondern fahren gleich in einem schnittigen 230er Ducato mit einem TDI- Motor nach Hause 😉

         
     Nicht, dass wir sie vermisst hätten! Deutsche Autobahn 😉        Wir passieren den Nord- Ostsee- Kanal

Gegen kurz vor 5 erreichen wir die Ausfahrt Schenefeld / Neumünster und stehen nur wenige Minuten später in einem Industriegebiet, wo die Händler der „Wohnmobil Galerie“ und vom „Wohnmobilcentrum Nord“ angesiedelt sind.
Das Angebot an Fahrzeugen erscheint auf den ersten Blick schon beim Vorbeifahren tatsächlich recht umfangreich, sodass wir schon mit einer gewissen Neugierde unser Wohnmobil abstellen und mal gemeinsam auf Entdeckungstour gehen.
Und das, obwohl es noch immer unendlich drückend heiß ist und ich nur für sehr wenig Dinge nun aussteigen und mich der Sonne direkt aussetzen würde.
Das will schon was heißen! 😉

         
     Wir erreichen die Wohnmobil- Galerie in Neumünster         Das Angebot an Fahrzeugen sieht schonmal gut aus

Schnell kristallisiert sich heraus, dass die „Wohnmobil Galerie“ die etwas höherwertigen Fahrzeuge im Angebot hat. Fahrzeuge „für den Export und für Großhändler“ stehen hingegen im Wohnmobilcentrum Nord gleich nebenan.
Nichts desto trotz sind die Fahrzeuge im Wohnmobilcentrum Nord auch mit Preisschildern versehen und man kann sie als Privatmann ganz normal besichtigen, sodass ich denke, dass man uns mit Sicherheit auch von denen eins verkaufen würde, wenn wir was Schönes finden.
Unserem theoretischen Budget entsprechend beginnen wir also unseren Rundgang beim Wohnmobilcentrum Nord!
Wir werden auch gleich freundlich begrüsst, als wir den Platz betreten.
Das ist doch schonmal nett!
Die Frage nach Hilfe schlagen wir höflich mit „Wir schauen uns nur mal um, danke“ aus und gehen auf eigene Faust auf Entdeckung, was uns auch problemlos mit einem „Fragen Sie ruhig, wenn Sie Fragen haben “gewährt wird.
Und dann geht es los, auf Abenteuer!
Ein bisschen wie im „Großstadtdschungel“. Wer findet das beste Fahrzeug aus dem reichhaltigen Angebot? 😉

         
     Wir betreten den Ausstellungsplatz des „Wohnmobilzentrum Nord“. Zahlreiche Fahrzeuge aller Coleur stehen zur Schau bereit

Tatsächlich entdecken wir auch gleich den ersten möglichen Kandidaten, einen Riviera Alkoven auf meinem favorisierten Wunschfahrzeug Ducato 230.
Knapp 9.000 € soll das Fahrzeug kosten, von den Daten her (Baujahr und Laufleistung) kommt der Wagen sogar fast in Frage.
Von innen allerdings gefällt uns das Wohnmobil gar nicht!
Weißes Holz, Schränke und graue Polster (sieht klinikmäßig aus!) sind einfach nicht unser Geschmack, zumal der Grundriss mit einem Bad mittig im Fahrzeug auch nicht wirklich unsere Vorstellungen trifft, das wirkt eher sehr beengt im Wohn- und Lebensraum, darüber täuscht auch die Rundsitzgrupe nicht hinweg.

         
     Der erste mögliche Kandidat. Ein Riviera auf Ducato        Geschmackssache: Die helle Inneneinrichtung ist nicht unser Ding

Viel mehr gefällt uns da schon eher der Dethleffs, den wir eine Reihe weiter entdecken.
Schöner Grundriss, helles Naturholz und auch sonst optisch gut erhalten.
Aber der Preis mit knapp 14.000 Euro liegt deutlich außerhalb unserer Wunschvorstellung und selbst, wenn wir den hier jetzt auf die Knochen runter verhandeln, werden wir den Dethleffs wohl kaum für 10 Mille mitnehmen können.
Aber schauen wir mal weiter…

         
     Der Dethleffs hier gefällt uns sehr gut! 🙂                       von innen wirkt er sehr gut erhalten, das lädt zum fahren ein

         
     Der Innenraum (wie hier im Alkoven) besticht durch helles Holz und für die Matratze gibt es sogar einen Lattenrost!

Natürlich finden sich auch einige Fahrzeuge wie unseres wieder.
OK, gut, keines davon ist Baujahr 1984!
Aber die, die sich mit einem Basisfahrzeug Fiat Ducato 290 um die 90er Jahre hier tummeln, sehen allesamt auch nicht wirklich viieeelll besser aus, als unser Mobil von 1984 es tut.
Und wenn wir uns dann die Preise anschauen, die für die „alten Möhren“ noch ausgerufen werden, dann verwundert uns das schon ein wenig!
Sind die Preise denn noch immer so dermaßen stabil? Fast sieht es so aus, als seien die letzten drei Jahre (seit denen wir ein Wohnmobil besitzen), völlig ohne Spuren am Gebrauchtwagenmarkt für Wohnmobile vorbei gegangen. Ob 2007 oder 2010, das Wohnmobil Baujahr 1991 kostet noch immer dieselben Tausender.
Das ist mal „wertbeständig“…

Den Vogel aber schießen ganz klar das gute halbe Dutzend der vollintegrierten Hymers ab, die wie in einer Parade aufgereiht in einem Bereich des Ausstellungsplatzes Tür an Tür Spalier stehen. Richtig putzig.
Alle weiß, alle die gleiche Front, alle auf Basis des 290er Ducato (also um 1990 gebaut), alle also somit in gewisser Weise miteinander vergleichbar.

         
     Zwischen den bunt gewürfelten Wohnmobilen…             entdecken wir eine homogene Reihe nur mit VI- Hymers!

Als wir dann auf die Preise schauen, stehen uns die Münder offen.
WAS?
Die wollen 8, 9 Mille und sogar 5- stellige Werte für die Fahrzeuge haben?!
OK, ich wusste ja, dass Hymer ein sehr wertbeständiger Hersteller von Freizeitfahrzeugen ist und möglicherweise ist der Preis für das Fahrzeug auch gerechtfertigt, wenn es gut erhalten ist.
Aber die Optik ist ein Graus!
Und damit meinen wir jetzt nicht den Erhaltungszustand, sondern dieses altbackene Image!
Von außen sehen diese Hymer wie umgefallene Milchkartons aus und von innen wirkt es so, als würden wir bei Konrad Adenauer im Wohnzimmer sitzen!
Gruselig!
Zum Glück ist Geschmack individuell und ich bin sicher, mein Großvater hätte hieran rein gar nichts auszusetzen. 😉
Aber für uns? Buargh! Und schüttelt es heute noch an den Gedanken, in einem Wohnmobil mit braunem Lampenschirm und Fransen dran zu sitzen, oder in hellbraun gesteppten und mit Muster verzierten Polstern zu lümmeln.
Da ist wirklich Style und Typ der 70er Jahre verbaut, auch wenn die Fahrzeuge eigentlich aus den 90er Jahren stammen.
Schon komisch.

         
     Lenkrad und Konsole sind altbacken wie bei uns.         Hier hat Konrad Adenauer das Grundgesetz unterschrieben! ;o)

Wir schauen uns weiter um und spazieren natürlich auch mal rüber zur Wohnmobil Galerie.
Hier gefallen uns die Fahrzeuge natürlich noch besser, aber hier wird auch deutlich, dass wir uns nun völlig außerhalb unserer eventuellen Preisspanne bewegen, wenn wir nicht co- finanzieren wollten.
Und da das nicht zu erwarten ist, schauen wir uns auch nur mal ein wenig um.

         
     Passt nicht ganz aufs Foto! Die „Wohnmobil- Galerie“       Hier stehen die höherwertigeren Fahrzeuge zur Beschau

         
     Niesmann+Bischoff, Concorde und Co, die Edelmarken…    Eine Fahrzeughalle gibt es natürlich auch.

         
     Hier stehen dann auch die moderneren Hymer zur Ansicht  Und von innen? Schick! Keine Spuren vom „Altkanzler“ 😉

Besonders erschreckt hat uns hierbei Angebot für einen ausgebauten VW- Bus T 5 Typ „California Coach“ mit Campingeinrichtung. Baujahr 2001, 120.000km auf der Uhr und von innen recht gut erhalten.
Der wäre ideal und könnte ein Auto PLUS ein Wohnmobil ersetzen!
Man würde auch bei einfachen Tagesreisen mit dem Wagen immer erweiterten Luxus wie Kühlschrank und fließend Wasser dabei haben, könnte damit noch in die ein oder andere Tiefgarage wie Parklücke und auch Wochenendtouren und Städtetrips mit Stellplatzübernachtung wären auch mal möglich. Und für die schönen großen Urlaube kaufen oder mieten wir uns dann einen geräumigen Wohnwagen (bei Kauf mit sehr kleinen Fixkosten), den wir dann an ein gutes Zugfahrzeug hängen können.
Schon malen wir uns aus, wie toll Urlaube mit einem solchen VW Bus sein könnten, da platzt die Idee beim Blick auf das Preisschild.
20 TAUSEND EURO!
Das war klar.
Die Dinger sind nunmal beliebt und der Coach hier ist wirklich gut erhalten und hervorragend ausgerüstet.
Nur eben nicht für uns…

         
     Alternative zum PKW+Wohnmobil: ein ausgebauter Bus    Der hier wäre auch schick, hat aber schon viele km…

Wir schauen uns noch ein wenig um und entdecken noch einen weißen Campingbus auf dem Vorgängermodell T 4 (der mit 15.000 Euro auch zu teuer ist…), einen schicken Dethleffs auf 230er Ducato (wo aber nur der kleine 1,9TD Motor mit einer Laufleistung von 190 TKM verbaut ist und wir dafür keine 10 Mille ausgeben…), einen optisch schicken blauen VW LT 28 CS mit auch recht vielen Kilometern, oder einen vergleichsweise frischen Bürstner Baujahr 98 und sogar großer Maschine (2,8 JTd), der aber leider mit 200.000km und einen Preis von 14 Mille zu viel für den Preis gelaufen ist, sodass er für uns interessant wäre.
Der „richtig große Wurf“ ist für uns hier und heute nicht dabei und so lassen wir es auch, an einem Fahrzeug näheres Interesse zu bekunden und einen Berater hinzu zu ziehen.

Ganz klar, das Angebot hier in der Wohnmobilgalerie / im Wohnmobilcentrum Nord ist sehr groß und es macht Spaß, bei einem Händler wie diesem die Möglichkeiten einfach mal auszuloten.
Wer also ein Wohnmobil sucht, kann sich hier wirklich mal umschauen!
Die Fahrzeuge sind zugänglich, scheinen gut gepflegt bzw. umfangreich aufgebarbeitet und auch die Verkäufer rund um das Gelände wirkten sehr nett, auch wenn sie uns heute nichts verkauft haben.

Wir aber sind ganz froh, als wir den Verkaufsplatz wieder verlassen und unser getreues Wohnmobil am Straßenrand vorfinden.
Und wenn wir mal so mit dem neugierigen Blick eines möglichen Käufers so unser Wohnmobil betrachten und uns dann noch vorstellen, wie unser Kaufpreis hier im Fenster aushängen würde, also da würden wir mit Sicherheit einen näheren Blick rein werfen!
So „scheiße“ sieht unser Wohnmobil ja nun auch gar nicht aus, dass wir unbedingt was neues bräuchten.
Fahren tut es, im Moment funktioniert auch alles, eigentlich könnten wir doch ganz zufrieden sein!
Sind wir auch!

         
     „Schau mal, da hinten der links sieht ganz gut aus!“        „Ja, du hast Recht! Der ist wirklich toll! DEN nehmen wir!“ 😉

Zufrieden über unsere „Wahl“ nehmen wir wieder auf unseren bequemen Pilotensitzen Platz und reihen uns ein in den Großstadtverkehr kurz vor Hamburg auf der Autobahn ein.
Anja schnappt sich aus dem Kühlschrank die Frikadellen, die wir vorhin zum Mittagessen im Fötex gekauft haben, packt diese mit einem ordentlichen Schlacks Senf zwischen die ebenfalls gekauften Brötchen und reicht mir einen solchen herrlichen Bremsklotzburger.
Mjam, das schmeckt!
Zufrieden mit uns, unserem Wohnmobil und der Welt rollen wir gegen viertel vor 7 auf den Elbtunnel zu, stellen uns kurz in den Stau davor (wann geht es denn jemals ohne…) und kehren dann endgültig ab vom Meer, der frischen Nordseeluft und der großen Freiheit.
Adieu Küste, Adieu Sand und Strand, wer weiß schon, wann wir uns wiedersehen…  😉

         
     Wieder auf der Autobahn unterwegs, Kurs Hamburg                  Anja baut uns ein paar „Bremsklotzburger“, *mjam*  😉

         
     Wir erreichen Hamburg und es dauert nicht lange…        …da stehen wir auch schon im Stau! Willkommen zuhause 🙁

         
     Der Grund ist natürlich klar, auch ohne Stauradio…        Vor dem imposanten Elbtunnel staut es sich eigentlich immer

Der zwar kleine aber dennoch ärgerliche Stau vor dem Elbtunnel hat uns eine Sache recht eindrucksvoll vor Augen geführt!
Eigentlich hatten wir ja überlegt, dass wir uns hier oben irgendwo im Beritt um Hamburg einen Platz für die Übernachtung suchen.
Vielleicht in Heidenau, wo wir im letzten Jahr ein paar geruhsame Tage in idyllischer Naturkulisse verbracht haben?
Andererseits wäre es schade, dort nur für eine Übernachtung rein zu schneien und dann gleich morgen früh wieder auf die Autobahn zu hechten.
Besser wäre für eine Zwischenübernachtung ja eigentlich ein kostengünstiger (oder sogar kostenloser?) offizieller Wohnmobil- Stellplatz irgendwo nah neben der Autobahn.
Aber noch bevor Anja einen näheren Blick in unsere Bordbücher wirft, entscheiden wir uns nicht zuletzt auch aufgrund des Staus ganz anders.
Schon vorhin beim Supermarktbesuch im Fötex in Dänemark war es ja uns aufgefallen und spätestens bei unserer Besichtigung der Wohnmobile war es fast schon nicht mehr auszuhalten. Es ist noch immer unglaublich warm!
30°C und mehr, dazu diese drückenden Luftmassen, die einen sofort schwitzen lassen.
Man kann es eigentlich nur aushalten, wenn ein wenig Luft geht und diese kühlt dann noch am besten, wenn man sich dafür natürlich nicht selbst bewegen muss und z.B. das Wohnmobil die Arbeit macht.
Einfach die kleinen Dreiecksfenster in der Fahrerkabine auf, das ist nicht zu laut und trotzdem geht gut Luft durch die Pilotenkanzel.
Steht man hingegen im Stau, wird es ohne Klimaanlage doch recht drückend!
Und würden wir uns jetzt bzw. in 2 auf 3 Stunden zur Ruhe betten, würden wir uns aufgrund der Wärme eh nur hin und her wälzen, bis wir irgendwann in einen bleiernen Schlaf fallen würden.
Morgen wären wir dann wie gerädert und würden uns bei noch heißeren Temperaturen (über 30°C sind zumindest für morgen vorhergesagt!) tagsüber in der Mittagshitze auf der A 1 in die Baustellenstaus stellen.
Warum sollen wir uns DAS antun?

Wir entscheiden uns daher, die letzte Übernachtung ausfallen zu lassen und gleich den Durchbruch nach Hause anzugehen.
Die Maschine läuft, der Diesel nagelt, warum also abstellen?
Und es geht doch nichts über die angenehmen Freuden einer Nachtfahrt! Streichhölzer in den Äuglein, Lulli- Musik aus dem Radio, ein schnarchender Beifahrer und das monotone Vorbeisausen des Mittelstrichs: Hell, dunkel, hell, dunkel und so weiter.
Was soll´s?
Fast schon euphorisch gebe ich eine Kohle zu und lasse mir zum Nachtisch auf das Frikadellenbrötchen noch einen Joghurt schmecken, der zu meiner Freude äußerst kühl aus unserem wohl arbeitenden 12V- Kühlschrank kommt.
So muss das sein.

         
     Nach dem Tunnel: Wieder freie Fahrt.                   Da hab ich mir einen Nachtisch verdient 🙂

Gegen kurz nach 7 haben wir Hamburg passiert und fahren auf der Zubringerautobahn A 261 in Richtung A 1.
Kurz darauf passieren wir die Grenze nach Niedersachsen und stellen uns kurz darauf in den nächsten Stau.
Baustelle, pöh!
Na gut, schlängeln wir uns auch hier durch.
Lieber jetzt am Abend, als morgen in der Mittagshitze…

         
Wieder Stau, hier wegen Baustelle, wieder stehen wir…      Stop&Go, es geht wieder ein bisschen weiter. Bäh. :-/

Gegen 8 geht es besser vorwärts, wir legen einen kurzen Tankstop in Oyten bei Bremen ein, dann geht es ohne Pause weiter Richtung Heimat.
Kaum wieder auf der Autobahn rauschen wir gleich in den nächsten Stau rein, diesen umfahren wir auf der Landstraße und unter Zuhilfenahme der Landstraße B 75 und A 28.
So haben wir doch tatsächlich ungeplant was von Bremen gesehen, was unsere Urlaubstour eigentlich nur abrunden kann. 😉

         
     Tankstopp im Abendrot bei Oyten…                                 Darf nicht wahr sein! Schon wieder ein Stau! 🙁

         
     Aber nicht mit uns! Wir kurven durch Bremen…               …und umfahren den Stau auf der Landstraße. Geht auch

Gegen viertel vor 9 geht es etwa in Höhe Bremen- Arsten wieder rauf auf die Autobahn, den Stau haben wir recht passabel umfahren.
Das Navi zeigt uns an, dass wir gerade die Restentfernung von 300km unterschritten haben und mit etwas Glück gegen halb 1 in der Nacht zuhause ankommen werden.
Also arbeiten wir dran.

Wir passieren Oldenburg und Cloppenburg, gegen halb 10 fliegt Lohne vorbei.
Läuft prima eigentlich und allmählich, nachdem sich die Sonne verzogen und den Tag in ein feuriges Abendrot getaucht hat, wird es endlich auch etwas kühler draußen.
Und als es gegen halb 11 komplett dunkel geworden ist, habe ich sogar das Fahrerfenster komplett offen, um die frische kühle Nachtluft ins Fahrzeug strömen zu lassen.
Naja gut, „kühl“ ist anders, aber die Luft bewegt sich immerhin, sodass man es jetzt eigentlich gut aushalten kann.
War schon richtig unser Plan mit dem Durchbruch, morgen wäre das bei stechender Mittagssonne garantiert zur Qual geworden.

         
     Der Abend im Zeitraffer! Zuerst gehen die Lichter an…       …dann geht die Sonne weg…

         
     dann wird der Himmel hellblau…                                        …und dann wird es schwarz wie die Nacht.

Gegen halb 12 wird unser Vorwärtstrieb ein weiteres Mal jäh gestoppt.
Stau!
Wie aus dem Nichts fahren wir auf ein rotes Bremslichtermeer zu und fragen uns, was um alles in der Welt um diese Zeit die ganzen Menschen hier auf der Autobahn machen?!
Haben die denn kein Zuhause?
In der Hoffnung auf Gratis- McMenüs beim Landgasthof zum goldenen M stellen wir uns in der Schlange an und ja, Nachtfahrten machen mich gleich immer hungrig 😉

         
     Stau! Schon wieder und mitten aus dem Nichts! 🙁           Baustelle! Die rechte Spur wird gesperrt, das ist alles :-/

Zum Glück ist passieren wir die Ursache (eine Baustelle mit Sperrung der rechten Fahrspur und Problemen beim Einreihen der LKW) nur etwa 10 Minuten, nachdem wir uns hinten angestellt haben.
Gratis Mc-Menüs haben wir zwar keins bekommen, aber wenigstens fahren wir weiter.
Kaum haben sich die „Neben- uns- Steher“ auf der freien Autobahn wieder verteilt, fahren wir mehr oder weniger völlig einsam durch die Nacht.
Hoffentlich war es das jetzt…

Gegen kurz nach 12 passieren wir den Kölner Autobahnring und wissen beim „Rheinduft“ gleich: Wir sind wieder zuhause! 🙂

         
     Nachtfahrt auf dem Kölner Autobahnring. Monoton, aber hell.   Kreuz Kerpen! Nach 3 Wochen sind wir fast zuhause

Wie vom Navi berechnet, erreichen wir gegen halb eins das Autobahnkreuz Kerpen und stellen um exakt 00:42 Uhr unseren getreuen Wohni auf dem heimischen Parkplatz ab.
Ungewohnt unsere Umgebung und es ist erstaunlich, wie sich in drei Wochen alles verändert und doch nichts geändert hat.
Komisch wird es auf jeden Fall sein, im Bettchen gleich den Arm ausstrecken zu können, ohne damit mit den Händen die Decke des Alkovens zu berühren.

         
     Die letzten Meter auf heimischem Boden…                   Geschafft! Wohni steht wieder zuhause, wir sind daheim 🙂

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