Unser Wechsel vom Wohnmobil zum Wohnwagen, Teil 3, Wir haben ihn!
„Unser neues Familienmitglied ist ein Holländer!“
😉

Wichtiger Hinweis vorab in eigener Sache: Dieser Artikel beschreibt unsere Erlebnisse, die wir bei der Suche nach unserem ersten Wohnwagen gemacht haben. Er ist somit ein reiner Erfahrungsbericht im Rahmen einer persönlichen Geschichte. Wenn ihr aber auf der Suche nach Tipps und Tricks zum Kauf eines Wohnwagens oder Wohnmobils seid, dann schaut bitte hier hein: Hilfe beim Wohnwagenkauf
Ansonsten seid ihr natürlich gerne eingeladen, hier mit uns zu schmunzeln:

Kaum zurück von unserem Trip ins deutsch- holländische Grenzgebiet habe ich begonnen, die holländischen Websites nach möglichen Angeboten zu durchforschen.
Zu eindeutig waren bei unserer Besichtigung nunmal die Spuren einer niederländischen Vergangenheit der einzelnen Fahrzeuge.
Sei dies nun der „NL“- Aufkleber am Heck, die Anleitungen und Wagenpapiere auf Niederländisch oder andere Anzeichen eines früheren Einsatzes im gelb beschilderten Campingland Nummer 1.
Irgendwo müssen die hier im attraktiven Preissegment angebotenen Wohnwagen ja herkommen und wenn sich die Händler die Mühe machen, die Wagen so zahlreich zum Weiterverkauf nach Deutschland zu bringen, muss sich der finanzielle Aufwand hierfür ja scheinbar trotzdem noch lohnen!
Aber wo finde ich diese Angebote vom holländischen Händler oder vielleicht direkt von privat?
Das Internet muss hierauf einfach die Antwort finden!

Große Ernüchterung macht sich allerdings kurz darauf breit, als ich versuche die in Deutschland „ausgetretenen“ online- Wege auch in Holland zu gehen.
Denn das geht gar nicht!
So scheinen in Deutschland absolut bekannte Seiten mit bequemer Menüführung und einfacher Handhabung zur Fahrzeugsuche in Holland praktisch nicht zu existieren!
Mobile.de zum Beispiel gibt es unter der gleichnamigen NL- Adresse gar nicht, bzw. mit einem komplett anderen Angebot!
Oder ebay! Bei uns unglaublich beliebt, führt diese Seite in den Niederlanden offenbar nur ein Schattendasein und hat kaum Angebote vorrätig.

Also habe ich tiefer und tiefer die holländische online- Welt durchforstet und unter Mithilfe einiger Internetforen doch immerhin ein paar Seiten gefunden, die ein ganz brauchbares Angebot zu Tage gefördert haben.
Und ich habe Recht behalten, was meine Vermutung mit der Marge angeht!
Im Schnitt sind gleiche Fahrzeuge mit gleichen Daten und Ausrüstung in den Niederlanden etwa 25-35 % billiger, als bei uns!
In unserer Preisklasse um die 3000 Euro bedeutet dies also, dass ein Wohnwagen 800 – 1000 Euro günstiger mit gelbem Nummernschild zu bekommen ist, als mit einem weißem!
Boah ey!
Wir könnten ja sogar beim Kauf in NL richtig Geld sparen!
Aber Moment Mal! Warum sollen wir denn nun das Budget einkürzen?
Wenn wir doch 3 Mille oder auch ein bisschen mehr ausgeben können, warum tun wir das dann nicht?
Und plötzlich gerieten Fahrzeuge mit Baujahr um 1997-2000 mit unserer Wunschausstattung in unser Visier!
Wir würden also für das gleiche Geld mit gleicher Ausstattung ein deutlich jüngeres Fahrzeug erwarten können.
Wow!
Auch habe ich mich sofort schlau gemacht, wie man einen holländischen Wohnwagen nach Deutschland importiert und hierbei nur das Problem gefunden, dass Wohnwagen unter 750kg in NL nicht gesondert angemeldet, sondern über das Zugfahrzeug mit abgedeckt sind.
Man braucht also in Holland im Prinzip noch nicht einmal Papiere für einen solchen leichten Anhänger, was ggf. natürlich beim Anmelden in Deutschland ein Problem darstellen kann.
Für alle anderen Wagen aber (und dazu gehören Wohnwagen in der Gewichtsklasse um 1000-1200kg wohl ohne Frage!), werden die holländischen Papiere beim deutschen TÜV vorgelegt (sofern keine COC- Bescheinigung vorliegt), die nach einer bestandenden Vollabnahme nach § 21 STVZO beim Straßenverkehrsamt angemeldet werden können.
Klingt eigentlich einfach!

Einen ganzen Sonntag habe ich also das Internet durchforstet und dabei schöne Fahrzeuge rausgesucht.
Und das war mal eine richtige Freude!
5 Fahrzeuge blieben am Ende des Tages übrig, die wir uns nun eigentlich anschauen fahren müssten. Dann aber wurde uns klar, was das eigentlich bedeutet.
Denn Holland, so klein es auch ist, kann auf einmal riesengroß werden!
Denn die Wunschfahrzeuge standen plötzlich quer über das Land verteilt! Arnheim und Nimwegen kann man dabei vielleicht noch verbinden, aber spätestens  bei Amersfoort, Vlaardingen und Alkmaar wird eine recht imposante Hollandrundreise daraus, die eigentlich ein ganzes Wochenende vor Ort bedingt.
Mal ganz abgesehen von den Spritkosten für die fast schon 1000km, die dann zu fahren wären!
Und müsste man sich nicht wenigstens drei absolute Favoriten wenigstens mal angeschaut haben, bevor man sich für einen entscheidet?
Und was ist, wenn wir nach Alkmaar rauschen und vor Ort merken, dass da eine „Möhre“ steht.
Dann war die ganze Fahrerei für die Katz!

Aber selbst, wenn wir einen tollen Wohnwagen ohne wenig Fahrerei z.B. in Arnheim oder Emmerich finden, haben wir noch immer das Problem der Überstellung nach Deutschland, was sich im Detail doch nochmals als Herausforderung erweist!
Wir müssten ja mit den holländischen Papieren fahren, oder schon ein Überführungskennzeichen mitbringen.
In jedem Fall aber muss (das haben wir gelernt) der Wohnwagen in Holland beim Straßenverkehrsamt offiziell abgemeldet werden, um ihn dann später in Deutschland anmelden zu können.
Das Anmelden in Deutschland geht nämlich nur mit den entsprechenden Bescheinigungen der holländischen Behörden!
Also wieder nach NL und mit Deutscher Sprache einen holländischen Verwaltungsakt durchführen?
Klingt kompliziert!
Und dann käme natürlich das Einzelgutachten des TÜV hinzu der dem Straßenverkehrsamt gegenüber bestätigen und erklären muss, wie das Fahrzeug mit deutschen Papieren ausgerüstet werden muss.
Eine europäisch genormte COC- Bescheinigung vom Hersteller, die bei neueren Fahrzeugen ggf. vorgelegt werden kann, dürfte in unserer Preis- und Baujahrklasse um 1995-2000 noch nicht anzutreffen sein.
Also mehr Aufwand!
Nicht nur von der Zeit her, sondern auch rein finanziell!

Zum Schluss haben wir also das Projekt „kaufen in NL“ dann doch ins holländische Kornfeld geworfen, nachdem wir nur einen einzigen Tag intensiv gesucht haben.
Zu weit stehen die möglichen Fahrzeuge einfach auseinander.
Zu kompliziert sind die Schritte für uns als Privatperson, um einen wirklichen finanziellen Vorteil aus einem Kauf in den Niederlanden zu gewinnen.

Zwischenupdate 01/2017! Für alle, die sich für einen Import eines Wohnwagens aus Holland interessieren:
Einige Jahre, nachdem wir unseren ersten und auch unseren zweiten Wohnwagen gekauft hatten, haben wir für eine gute Sache unsere Expertise, Zeit und Mühe ins Rennen geworfen, um einen Wohnwagen nun doch noch in Holland zu kaufen, nach Deutschland zu importieren und hier anzumelden!
Auch davon gibt es einen Erfahrungsbericht, den ihr bei Interesse hier finden könnt: Wohnwagen in Holland kaufen, exportieren und in Deutschland importieren

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Tja, und somit stehen wir wieder am Anfang!
Ein Wohnwagen muss her!

Es ist Montag, der 16.05.2011, seit 16 Tagen suchen wir einen Wohnwagen…
Und das tun wir wieder mal auf den gleichen ausgetreten online- Pfaden, die wir auch schon für unsere erste Suche bemüht haben.
Nur ein wenig Differenzierter!
Keine Beyerlands mehr, keine Kips und auch keine Chateaus.
Denn die gefallen uns einfach nicht.
Und wir suchen natürlich nach Fahrzeugen, die in den letzten Tagen neu in den einschlägigen online- Portalen hinzu gekommen sind.
Denn auch die alten Wohnwagen von letzter Woche interessieren uns jetzt bereits nicht mehr. 😉

Und tatsächlich, ich werde zu meiner Überraschung fündig!
Brandneu reingekommen, ein Adria Unica B 360 UH von 1996!
3.490 Euro soll das gute Stück kosten und wirkt auf den Bildern gar nicht mal schlecht!
Schöne Rundsitzgruppe vorne, helle Holztöne im Innenraum, ordentliche Heckküche mit 3- Flammenkocher, großer Kühlschrank und sogar mit Vorzelt!
Dazu ein geräumiges Bad, wo sogar das Waschbecken zur Benutzung der Toilette nicht weg geklappt werden muss.
Und sogar ein paar Fächer, Klappen und Stauraum hat das Bad auch zu bieten, was beileibe nicht jedes am Samstag angeschaute Bad von sich behaupten kann.
OK, ich selbst käme ja mit Duschgel, Shampoo und meiner Zahnbürste nebst Zahnpasta aus, aber die Dame des rollenden Hauses schleppt irgendwie ein paar Badezimmerutensilien mehr mit sich herum.
Die brauchen nunmal Platz! 😉

Das zulässige Gewicht mit 1.000kg, die Länge von 5,20 Metern und die Breite von 2,10 Metern passt auch mehr als dicke und auch die übrigen Details wie „TÜV und Gasprüfung neu“ lassen mich sehr interessiert durch die Anzeige klicken.
Weit weg steht der Wohnwagen übrigens auch nicht!
Ausgerechnet ein Händler auf der „Caravanmeile B1“ in Mülheim bietet das Fahrzeug an.
Die Caravanmeile ist uns nicht unbekannt!
So haben wir z.B. zum Saisonstart 2010 zum „nur mal gucken“ nach der langen Winterpause hier schonmal nach Wohnwagen und Wohnmobilen geschaut, damals aber allesamt alle Fahrzeuge als nicht nur zu teuer und sondern auch als zu überteuert abgestempelt.
Ich erinnere mich noch gut.
Ausgerechnet dort könnte jetzt unser Wohnwagen stehen?

Ich rufe spontan den Händler an und bekomme ihn sogar nach 2, 3 Versuchen ans Telefon.
Der Adria ist noch da, wäre neu reingekommen und wenn wir wollten, könnten wir uns den auch gerne gleich heute Nachmittag anschauen kommen.
Ich telefoniere kurz mit Anja und habe Glück, wir können uns beide heute den Nachmittag freimachen.
Supi!

Für eine Fahrzeugbesichtigung haben wir uns übrigens nicht den allerbesten Tag ausgesucht!
Mieses Wetter, zugiger Wind und Nieselregen, da vergeht einem schon die Lust aufs Campen, geschweige denn überhaupt ein Campingfahrzeug anzuschauen.
Trotzdem wollen wir dem Wohnwagen hier nun natürlich eine faire Chance geben und machen uns gleich nach Feierabend auf den Weg zum Händler.

     Fahrt im Regen     Caravanmeile Mülheim
     Kein wirklich schöner Tag, um sich einen Wowa anzuschauen     Ankunft auf der Caravanmeile B 1 in Mülheim

Etwas versteckt liegt er, der Caravanhandel auf der sonst so offenen Caravanmeile B 1, Kölner Straße in Mülheim.
Ein Glück, dass ein Schild an der Straße auf den Händler hinweist, wir wären dort sonst nicht abgebogen…
Zuerst bin ich natürlich (durch die Erlebnisse in Holland sensibilisiert!) etwas skeptisch, als wir auf einen Hinterhof einbiegen.
Dann aber entdecken wir einen kleinen aber feinen gepflegten Platz, der einige schöne Wohnwagen in unserem Suchmuster im Angebot hat.
Der Adria steht schon wie auf dem Präsentierteller gleich vorne an.
Bestimmt für uns.  😉

Wir schauen zunächst mal ganz allgemein durch die Reihen, bis uns der Verkäufer anspricht.
Zugegeben wollten wir eigentlich gleich den Adria stürmen, aber man muss ja wenigstens mal schauen, was sonst noch am Hof steht. Vielleicht ist ja zufällig noch was anderes dabei.
2 auf 3 Wohnwagen wären sogar denkbar, aber der Adria- Wohnwagen führt unangefochten unsere Wunschliste an.
Nur anmerken lassen dürfen wir uns das jetzt nicht. 😉

Wir geben uns als die Interessenten vom heutigen Telefongespräch zu erkennen und dürfen sogleich den Wohnwagen betreten.
Und der erste Eindruck ist noch BESSER, als auf den Bildern!
Der wirkt ja fast wie neu!
Lediglich einige kleine Schrammen am Tisch und am Holz in der Küche können wir auf den ersten Blick entdecken, auch riecht der Caravan mal gar nicht nach „alt und verbraucht“, sondern eher vollkommen neutral.
Also auch keine chemischen Zerstäuber oder sowas, die vielleicht eine Raumnote bedenklichen Ursprungs überdecken würden.
Nix!
OK, das sind mal ganz ehrlich beste Voraussetzungen!
Wir beginnen das Fahrzeug von oben nach unten zu inspizieren.
Wir klappen die Staukästen in der Sitzgruppe hoch, öffnen alle Schränke, fühlen und riechen in den Ecken und am Unterboden, untersuchen das Bad mit Kassettenklo und Badezimmerschrank.
Auch die Küche nehmen wir auseinander und probieren sogar „Kurts Fenstertrick“, den er uns bei der Wohnmobilbesichtigung in Nürnberg gezeigt hat.
Na sowas! Keine Mängel!
Ich packe das Messgerät aus und frage, ob ich die Wände mit unserem Feuchtemessgerät abmessen dürfen.
Ich erwarte (warum, weiß ich nicht!) ehrlich gesagt eine eher skeptische Reaktion, aber der Verkäufer lächelt nur freundlich und meint „Ja, machen Sie nur, Sie werden keinen Schaden finden“.
Das spornt an!
Und so krabbeln wir ein weiteres Mal durch alle Ecken und an allen Kanten und Wänden vorbei, messen die Batterien vom Gerät dabei beinahe leer. 😉
Auch der Unterboden muss natürlich dran glauben, wobei mir der Verkäufer sogar anbietet, den Wagen in seiner Halle auf die Grube / Bühne zu nehmen, damit wir besser schauen können und nicht auf dem nassen Boden rumtuschen müssten.
Echt nett!
Aber ich will das jetzt sofort wissen und mache mir lieber die Hose schmutzig, sodass Anja schon ein wenig verächtlich guckt.
Naja, SIE muss ja nicht waschen, sondern die Waschmaschine! 😉
Tja, was soll ich sagen?!
Auch der Unterboden sieht fast so aus, als wäre der kleine Adria vor vielleicht 3 oder 4 Jahren in Slowenien (da werden die Adrias gebaut) vom Band gerollt. Keinesfalls sieht man dem Unterboden eine 15 jährige Vergangenheit an!
Entweder stand der immer brav in der Halle, oder wurde eben nur sehr sehr selten im Campingeinsatz genutzt.
Hierfür spricht übrigens auch der bereits erwähnte wirklich gute Erhaltungszustand im Wohnbereich.

Ich messe, was das Zeug hält. Aber an keiner Stelle will das Messgerät ausschlagen, bietet mir sowohl in der Fahrzeugmitte wie an den Ecken, Rändern und Seiten immer nur Werte zwischen 6 und 8%.
Das ist mal super!
Auch optisch kann ich keine Schäden und Mängel erkennen, das Holz ist überall fest, hart und klopfbeständig.
Wow!
Noch bevor ich unter dem Fahrzeug hervor krieche bin ich mir fast sicher: „DER IST ES!“

Ich berate mich kurz mit Anja –und dann geht uns die Muffe!
Wir haben doch noch gar nicht richtig geschaut!
Und was ist, wenn wir mangels Fachwissen hier vielleicht doch einen schlechten Wohnwagen kaufen?!
Und noch was! Wenn wir hier und jetzt diesen Wohnwagen wirklich kaufen, dann muss ja unser getreues Wohnmobil verkauft werden!!!
Oh- Nein!
Darüber hab ich noch gar nicht so richtig nachgedacht!
Ob wir denn auch wirklich alles richtig machen?

Also zunächst mal wägen wir den eigentlich super- guten Wohnwagen mit aller Skepsis ab!
Immerhin fehlt der Radträger!
Am Heck ist keiner dran, was nicht so schlimm ist. Will ich eigentlich nicht.
Wäre er dran, OK, aber einen neuen hinten dran machen würde ich kaum.
Es fehlt aber auch der Radträger auf der Deichsel!
Dazu fehlt die Anhängerkupplung und ich weiß, dass sich Anja niemals in ein Auto mit Wohnwagen OHNE Antischlingerkupplung hinten dran rein setzt.
Und 2 Mängel hat der Wagen ja auch!
Eine Steckdosenklappe hat eine ausgeleierte Feder und der Fliegengitterrahmen der einzigen Dachluke hat einen gebrochenen Nippel, sodass dieser nicht mehr aus eigener Kraft hochgesteckt bleibt. Aktuell sichern 2 Büroklammern den Rahmen vor dem Runterfallen. Ein Allerwelts- Plastikteil, aber trotzdem ein Mangel.
Und die 100er Zulassung!
Die fehlt ja eigentlich auch, denn ein „100“ Aufkleber ist am Heck nicht zu erkennen.
Dafür aber ein schöner stattlicher NL- Aufkleber!
Aha! Auch dieser schicke Adria kommt also auch aus Holland.

Unschlüssig wie kleine Kinder stehen wir rum, ich wippe nervös auf einem Bein.
Was nun?
Kaufen wir den jetzt?

Der Verkäufer kommt hinzu und ich konfrontiere ihn mit unseren Begehrlichkeiten und unserer Skepsis.
Dann beginnt eigentlich schon fast das Verkaufsgespräch.
Und wir schlagen uns gut!
Der Händler verspricht, uns eine AntiSchlingerkupplung an das Fahrzeug zu montieren.
Das war das erste, was Anja „in den Topf“ geworfen hat.
Auch eine komplett fertige 100er Zulassung sagt uns der Verkäufer zu, was mir besonders wichtig ist!
Denn so müssen wir beim Anmelden nur noch den Aufkleber dazu besorgen. Um Papiere und Zulassung kümmert er sich aber.
Auch 2 komplett neue Reifen bekommen wir zugesichert, die alten sind immerhin schon ein paar Jahre alt, wenn auch vom Profil her noch in Ordnung.
Und das Reserverad fehlt! Was macht man denn bitte bei einer Panne?
Kein Problem! Auch das bekommen wir zugesagt.

Jetzt wird es aber wirklich schwierig „Nein“ zu sagen!
Also sagen wir „JA!“
Ja, ehrlich!
Wir kaufen den kleinen schuckeligen Adria, der keck und reiseklar hier auf dem Hof steht.
Das einzige, was uns dann jetzt noch fehlt wäre eben ein Fahrradträger, aber da schaue ich selber mal, was der Obelink im Angebot hat. So ein Teil für die Deichsel kann ja nicht die Welt kosten.
Aber die wirklich wichtigen Dinge wie neue Reifen, 100er Zulassung und Anti- Schlingerkupplung sind zusammen mit dem Reservereifen und der einjährigen Gewährleistungsfrist im Kaufvertrag vereinbart.
Super!
Auch eine Anzahlung leisten wir, sodass der Händler Sicherheit hat.
Der Händler wiederrum verspricht, in der kommenden Woche alles fertig zu machen und sich um den TÜV- Gang zu kümmern, damit wir TÜV wie vereinbart neu haben und auch gleich die 100er Zulassung haben, um das Fahrzeug mit nur einem Behördengang komplett fix und fertig auf unseren Namen anmelden zu können.

In der kommenden Woche können wir ihn dann abholen.
Wow!
Jetzt ist es echt passiert, wir sind ab sofort Wohnwagenfahrer!
Naja, ab kommender Woche dann 😉

     Adria Wohnwagen von vorn     Adria Wohnwagen Heckansicht
     Das wird er also! Unser neuer Wohnwagen!                             Ein Adria Unica B 360 UH mit NL- Aufkleber 😉

     Bugsitzegruppe im Wohnwagen     Wohnwagenmöbel gut erhalten
     Ein Bild unserer geräumigen Bugsitzgruppe                              Und die Möbel? Helles Holz, fast ohne Gebrauchsspuren!

     Mehr Bilder demnächst, wenn wir unseren Wohnwagen noch ausführlich vorstellen!!

Auf dem Weg nach Hause malen wir uns natürlich aus, wie schön die Urlaube künftig im Wohnwagen werden.
Naja, vorausgesetzt, das Fahren mit einem Wohnwagen am Haken unseres Hyundais ist nicht zu kompliziert!
Denn ehrlich gesagt haben wir genau das noch nicht ausprobiert!
Ob das gut gehen wird?
Wird sich besonders Anja, wo sie doch jetzt auch schwanger ist, auf Reisen mit dem Gespann einstellen können?
Andererseits ist „schwanger sein“ ja keine Krankheit und wenn sich die werdende Mami wohl fühlt, dann kann dies für das Kind nicht schlecht sein!
Es bleibt dabei! Das moderne Auto erscheint uns durch Airbags und ABS vom Sicherheitsempfinden her einfach besser für die Wirrungen und Irrungen des Straßenverkehrs geeignet, als unser 1984er Wohnmobil!
Auch wenn das aber jetzt leider bedeutet, dass wir unser Wohnmobil verkaufen müssen.
Anja startet zwar noch einen Versuch und bietet mir an, doch eine Halle zu mieten und das Wohnmobil für die 3 Jahre bis zum H- Kennzeichen einfach unterzustellen und in der Zwischenzeit vielleicht auch ein wenig zu modernisieren.
So als Bastelobjekt.
Aber ich lehne ab!
Ich will mir das einfach nicht ans Bein binden und selbst, wenn man das Herumbasteln an einem stillgelegten Wohnmobil als Hobby betrachten würde, stände da am Ende ja doch wieder ein Wohnmobil mit nur 2 Gurten, welches somit familienuntauglich bleibt.
Und viel Geld investieren mag ich auch nicht.
Es bleibt also dabei: Wohni muss ab demnächst neue Wege gehen!

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Wir holen unseren Wohnwagen ab!
Und das hätte fast nicht geklappt, denn es ist offenbar deutlich schwerer, aus einem Holländer einen Deutschen zu machen, als ich zunächst angenommen hatte…

Der umgekehrte Weg ist übrigens denkbar einfach!
Du bist Deutscher und willst Holländer werden?
Kein Problem!
Setz dich ins Auto, fahr über die Grenze, hol die eine Pommes mit Majo, eine Frikandel Spezial, dazu 2 auf 3 (pfandfreie!) Dosen Heineken und du bist ein Holländer!
😀
Anders herum ist dies aber deutlich schwerer!
Doch der Reihe nach!

Vor der Anmeldung steht natürlich erst einmal die Versicherung für den Wohnwagen!
Und da gibt es scheinbar große Unterschiede!
Dennoch denke ich, eine gute Versicherung hierfür natürlich auch gefunden zu haben.
Naja, ob sie „gut“ ist, wird sich im Schadensfall zeigen, im Moment aber zählt mal nur, dass sie günstig ist!  😉
Hab ehrlich gesagt gestaunt, als ich das Angebot unseres Hausversicherers gelesen habe, wo bislang unser Wohnmobil versichert war!
85 Euro im Jahr für Haftpflicht und Teilkasko (mit 150,- € SB)!!
OK, im Vergleich zum Wohnmobil noch günstig, aber ich hab eigentlich deutlich weniger erwartet!
Immerhin sind wir mit dem Wohnmobil schadenfrei unterwegs gewesen, sodass wir doch einige Prozente mitnehmen können sollten, oder?
Denkste!
Bei Anhängern und Wohnwagen zahlst du jedes Jahr den gleichen Betrag, unabhängig eines Schadenfreiheitsrabattes vom Vor- oder Vor-Vorjahr!
Unglaublich!
Und was steht dem gegenüber? Doch nur die Ruheversicherung in der Zeit, wo der Wohnwagen steht.
Denn mit Ausnahme, dass er sich während der Fahrt vom Auto losreißt, sollte vom Wohnwagen im Straßenverkehr doch wohl die geringste Gefahr ausgehen!
Aber na gut, wenn unsere alte Versicherung keinen Schadenfreiheitsrabatt anerkennen will, kann ich mich ja völlig frei auf dem Markt umschauen.
Doch die 85 Euro, so entdecke ich kurz darauf, waren nicht das schlechteste Angebot.
OK, es geht hier und da bei den großen Versicherungen ein paar Euro günstiger, aber unter 73,- € pro Jahr hab ich das Angebot einfach nicht gedrückt bekommen.
Bis ich dann aber die Jungs von „VerMak“ camper-versicherungen.de im Internet gefunden habe!
Hier kostet die gleiche Versicherung mit den gleichen Leistungen fast die Hälfte!
40 Euro für ein Jahr mit Teilkasko (150,- € SB) inkl. versichertem Vorzelt und kompletter Hagelschadenabdeckung.
Da kann man nicht meckern!
Hab sogleich den Vertrag abgeschlossen (bevor es teurer wird 😉 und die Versicherungsbestätigung erhalten.
Grund für die günstigen Tarife ist übrigens nach Aussage der Jungs von Vermak der Umstand, dass sie nicht nach (Neu-)Preis, sondern nach Gewicht versichern.
Und bei nur 1000kg maximalem Lebendgewicht unseres kleinen Adria haben wir hier natürlich einen Super- Tarif!

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Einen Wohnwagen ausrüsten und reisefertig machen…
…ist gar nicht so einfach, wenn der Wohnwagen noch nicht einmal da ist!
Aber der kommt ja bald!
Und bis dahin können wir uns ja schonmal umschauen, was wir so alles für unseren Wohnwagen brauchen.
Viel ist es ohne Zweifel nicht!
Denn die allermeiste Ausrüstung fürs Campingleben übernehmen wir einfach von unserem Wohnmobil!
Hierfür haben wir ja unsere eigene Ausrüstungsliste fürs Wohnmobil zusammen gestellt und können uns quasi hieraus bedienen.
Ein paar Dinge sind dann aber doch beim Wohnwagen anders, als beim Wohnmobil!
Da wäre zum Beispiel der Abwassertank, der beim Wohnwagen in der Regel nicht fest unterflur montiert ist. Den brauchen wir!
Und vielleicht eine Gießkanne, damit wir den Frischwassertank und den separaten Brauchwassertank unserer neuen Kassettentoilette auch im Stand befüllen können.
Aufsetzspiegel für das Auto dürfen natürlich auch nicht fehlen!
Dazu vielleicht endlich mal ein ordentliches Dreibein für die SAT- Schüssel, damit wir (also ich 😉 nicht immer aufs Dach klettern und den Saugfuß abschlabbern müssen.
Dann wäre da vielleicht noch eine Stützlastwaage oder auch ein Schloss für die Anhängerkupplung eine Idee, damit keiner einfach unseren schönen Wohnwagen klaut.

Bekommen haben wir fast alle diese Sachen wieder mal im Campingland Nummer 1, in Holland!
Genauer waren wir wieder mal in Winterswijk beim Obelink, der bislang noch immer die besten, günstigsten und attraktivsten Preise für alles rund ums Campen im Angebot hat.

     Fahrt nach Holland     voller Einkaufswagen
     Wieder mal geht es nach Holland zum Campingshoppen!           Und wieder haben wir ratz-fatz den Wagen voll 😉

Da wäre zum Beispiel der Fahrradträger für die Deichsel!
Unabdingbar für uns, fehlt aber leider an unserem neuen Wohnwagen.
69 Euro kostet der günstigste, der uns aber zugegeben vor Ort nicht so gut gefallen hat.
Wirkt etwas „billig“.
Schon deutlich besser gefiel uns dann das Markenprodukt von Fiamma, der Carry Bike XL für 2 Räder.
Das passt und das Teil kostet sogar nur 6 Euro mehr, als das Billigprodukt!
Sauber, den nehmen wir!

     Fahrradträger für die Wohnwagendeichsel     Fahrradträger von Fiamma
Der billige „No- Name“ kostet 69,95 €. Naja.                            Dann lieber 6 Euro mehr und den guten von Fiamma gekauft

Ob sich die Fahrt für Radträger und Ausrüstung extra nach Holland lohnt wollt ihr wissen?
Nun, in Deutschland im Fachhandel hätte allein dieser Radträger 129,- € Euro gekostet!
Noch Fragen? 😉

Alles haben wir aber doch nicht im Obelink bekommen, bzw. konnten uns zum Kauf einfach nicht durchringen.
So fehlt uns zum Beispiel noch immer ein Dreibein für die SAT- Antenne.
Aber die ist zum Glück nicht elementar, sodass wir für unseren ersten Wohnwagenurlaub eigentlich recht gut gerüstet sein sollten.
Bliebe nur die Montage des Fahrradträgers, was wir im Rahmen eines ersten Testurlaubs ausprobieren wollen.
Kann ja nicht so schwer ein!
Und einmal testweise ancampen müssen wir ja sowieso! Schon allein um zu wissen, ob wir ein Vorzelt aufbauen können, den erst dann sind wir wahre Wohnwagencamper  😉
Hey, das wird sicher ein Spass! 😀

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Tja und sonst?
So ganz ehrlich muss ich gestehen, dass Campen mit dem Wohnwagen gegenüber dem Wohnmobil doch ein wenig abweicht!
Gerne würde ich mich daher einfach mal ein wenig weiterführend einlesen, WIE GENAU Urlaub mit dem Wohnwagen eigentlich funktioniert!
Fürs Wohnmobil hab ich für Neulinge seinerzeit mal das „Wohnmobilhandbuch von Reinhard Schulz“ empfohlen!
Gibt kein besseres auf dem Markt!

Aber für den Wohnwagen sieht es mit einer solchen Pflichtlektüre scheinbar eher mau aus, zumindest lassen die Bewertungen einiger themenbezogenen Bücher bei den einschlägigen online- Buchhändlern keine besondere Detailtiefe erwarten. Schade!
Trotzdem bestelle ich mir mal ein kleines (und im Gegensatz zum Wohnmobil ein viel dünneres!) Handbuch.
Genauer den „Ratgeber Wohnwagen Handbuch“ aus dem Reise-Know-How Verlag.
Dieses hatte noch mit die besten Bewertungen.

     Wohnwagen Handbuch
Habs mal gekauft und finde es für Anfänger ganz brauchbar: Das Wohnwagen- Handbuch

Das kleine 160 Seiten starke Büchlein verrät mir allerdings nur wenig Neues und geht meiner Meinung nach nicht genügend in die Tiefe zur Verwendung eines Wohnwagens ein!
Für Anfänger jedoch, die sich ohne vorhandenes Hintergrundwissen mal nur informieren wollen, findet sich hier ein ganz passabler Ratgeber.
So werden die Vor- und Nachteile vom Wohnwagen gegen das Wohnmobil gestellt, es folgt ein Rundumblick über Für und Wider einzelner Grundschnitte und auch Fahren, Ausrüstung und ein paar gute Tipps rund ums Wohnwagencamping für Saison- oder Dauercamper lassen sich aus dem Büchlein heraus lesen.
Was mir aber ein wenig fehlt, sind besonders Hinweise zur Fahrzeugelektrik, welche Steckdosen (7polig, 13 polig) es gibt, wie diese angeschlossen werden, ob diese genormt sind und in diesem Zusammenhang auch, welche Anhängerkupplungstypen es gibt.
Auch fehlt die Info, wie genau z.B. eine Anti- Schlingerkupplung funktioniert und so weiter und so weiter.
Einfach technisch nicht tief genug!
Das ich Strom für den Aufbau brauche, oder eben Wasser zum Waschen, das man bei Kälte die Heizung anmacht und der Kühlschrank im Wohnwagen fast wie der zuhause funktioniert (beide machen kalt…) weiß ich natürlich alles schon.
Aber wie gesagt: Für absolute Anfänger, die einen Wohnwagen (noch 😉 nicht von einem Wohnmobil unterscheiden können, vielleicht sinnvoll investierte 10 Euro…

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Und dann wäre da noch die Geschichte mit Adria selbst, von der ich gerne kurz berichten würde!
Also ganz ehrlich: Da hätte ich mehr erwartet!
Eher zufällig kauften wir ja seinerzeit im Frühjahr 2007 unser Wohnmobil, was ein Mobil aus dem Hause Dethleffs war.
Ohne Aussicht auf Erfolg hab ich seinerzeit mal Dethleffs angeschrieben, ob ich noch alte Unterlagen zum 1984er Wohnmobil haben kann. Ich brauche damals die alten Kaufpreise für die Versicherung.
Gerechnet hab ich nicht damit, dann aber hatte ich kurz darauf eine tolle CD mit allen wichtigen Daten im Briefkasten!
Ich war so begeistert, dass ich Dethleffs bat diese Infos auch für andere Camper auf unserer Webseite veröffentlichen zu dürfen. Und auch das hat Dethleffs uns zugestanden.
Wer schauen mag, hier sind die alten Listen: Dethleffs Wohnmobile 1983-1985
Vielleicht ist es deswegen nicht besonders verwunderlich, dass wir bei unserer Wohnwagensuche immer wieder die Wohnwagen von Dethleffs ganz oben auf unserer Wunschliste hatten.
Am Ende ist es dann aber ganz einfach ein Adria geworden, macht ja nichts. Denn so schlecht kann auch diese Marke nicht sein. Würde ja sonst keiner kaufen und es gäbe Adria nicht mehr. 😉

Nun trug es sich aber zu, dass wir zu unserem schicken Wohnwagen zwar eine Anleitung dazu bekommen haben, diese aber verständlicherweise aufgrund der Herkunft unseres Wagens auf Niederländisch gehalten ist!
Selbst nach 2 Frikandel, 2 Grolsch, einem Grimbergen und einer Dose Heineken kannst du das einfach nicht lesen!
Also hab ich den Kundendienst von Adria (den Generalimporteur für Deutschland: Reimo) per mail angeschrieben und nachgefragt, ob es vielleicht auch bei Adria die Möglichkeit gibt, an die Unterlagen älterer Fahrzeuge heran zu kommen.
Dazu habe ich unsere Daten mit aufgebeben und mich dann auf eine Rückinfo gefreut.
Vorfreude ist ja bekanntlich die schönste Freude 😉
Das Ergebnis war eher ernüchternd: Ich hab noch nicht einmal eine Antwort bekommen!!
Aber so schnell gebe ich nicht auf!
Ein paar Tage später hab ich eine zweite Email hinterher geschrieben, zu der ich aber leider auch bis heute (Stand 07-2011, also seit 2 Monaten!) auf eine Antwort warte. Nix!
Also hab ich´s mal mit den neuen Medien versucht!
Facebook! Immer mehr Firmen, Unternehmen und Unternehmer entdecken ja heute die Möglichkeit von Facebook, dort öffentlich und medienwirksam direkt mit ihren Kunden in Kontakt zu treten.
Sei dies nun zum Beispiel Sixt, oder auch Airberlin, um mal zwei große kompetente und renomierte Unternehmen zu nennen.
Übrigens: Sogar transitfrei ist auf Facebook vertreten! Wer mag, darf gerne mal reinschauen 😉

Nun, auch Adria unterhält eine eigene Seite auf Facebook. Damit sind sie sogar fortschrittlicher, als so mancher traditionelle deutsche Wohnwagenhersteller.
Geholfen hat auch dies allerdings am Ende auch nichts!
Keiner der Offiziellen von Adria hat meine dortige öffentliche Anfrage auch nur beachtet! Stattdessen posten die Marketing- Mitarbeiter von Adria lieber weiter die neuesten Modelle und rühren kräftig die Werbetrommel für ihre Produktlinie.
Verdenken tue ich es ihnen nicht.
Es ist nur schade, dass man mit einem 1996er Adria offenbar gar nicht mehr vom Hersteller beachtet werden braucht.
Schade, für den Kundendienst von Adria und schade für eine ganz leichte Trübung, die nun auf unseren neuen Adria fällt.
:-/

Nun, es bleibt mir also nichts anderes übrig, als die holländische Anleitung zu verstehen, mich im oben genannten Wohnwagenhandbuch einzulesen und die verbleibenden offenen Fragen z.B. im Wohnwagenforum zu stellen.

Richtig vorbereitet fühle ich mich damit ehrlich gesagt aber trotzdem nicht!
Also müssen wir doch wieder einmal mehr Pionierarbeit leisten und selber herausfinden, wie man mit dem Wohnwagen fährt und campt.
Und wir haben Lust drauf! So langsam könnte unser Wohnwagen wirklich kommen…  😉

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Es ist soweit!
Wir holen voller Freude unseren neuen Wohnwagen ab!

Von unserem Händler gibt es bis jetzt übrigens auch nur positives zu berichten!
Zunächst mal hat der Händler absolut Wort gehalten und unseren neuen Wohnwagen innerhalb der vereinbarten Woche mit einer Anti- Schlingerkuppulung ausgerüstet und den Wagen zum TÜV vorgeführt.
Das Ergebnis ist ein HU- Bericht OHNE Mängel sowie ein Gutachten der Vollabnahme nach § 21 STVZO.
Damit und mit den an Anja (die extra zum Bezahlen und Abholen nach der Arbeit in Mülheim vorbei gefahren ist) ausgehändigten Original- Abmeldepapieren des holländischen Straßenverkehrsamtes versuche ich nun kühn, aus unserem „lekker Holländer“ einen zünftigen ordentlichen deutschen Wohnwagen zu machen 😉

Mein erster Versuch im Straßenverkehrsamt Bergheim endet kläglich!
Warum?
Nun, an den wirklich kundenfreundlichen Öffnungszeiten des Bergheimers Straßenverkehrsamts (an diesem Donnerstagnachmittag ist immerhin bis 18 Uhr auf) kann es nicht gelegen haben!
Respekt!
Und mehr noch! Damit man nicht so lange warten muss, kann man sich einen online- Termin geben lassen und online bereits einige wichtige Daten (wie Versicherungsnummer, persönliche Daten, Fahrgestellnummer, usw) in die Formulare eintragen.
Und trotzdem war der erste Besuch „für´n Arsch“.
Leicht aus der Puste erreiche ich gerade noch pünktlich um 17:30 zu meinem Termin den Schalter 14 des Straßenverkehrsamtes, welcher für online- Anmeldungen zuständig ist.
Soll ich mal frech sein und nach dem Passierschein A 38 fragen?
Das wäre sicher ein Spass! 😀
Aber auch ohne die Frage nach dem Passierschein kommt Freude auf!
Denn als ich meinen bunten Strauß hochamtlicher Dokumente bestehend aus §21-STVZO- Vollabnahme, Versicherungsbestätigung, Personalausweis, holländischem Kentenkenbewijs, Overschrijvingsbewijs und Bedrijsfsvoorraad Deel I B vorlege, macht die Dame ein ernstes Gesicht.

„Also das geht heute nicht mehr!“
„Warum denn nicht?“
„Weil der Wagen aus dem Ausland importiert ist und wir nur zwischen 8 und 16 Uhr anhand der Fahrgestellnummer eine Abfrage machen können, ob das Fahrzeug gestohlen ist!“

Nein oder?
Das ist doch jetzt nicht wahr?!
Wir diskutieren ein wenig hin und her, obwohl das mit Beamten manchmal schwierig ist. „Wegen der Vorschriften“. Ich verstehe schon.

Als quasi letztes Aufbäumen werfe ich den Kaufvertrag des Händlers auf den Tisch, aber auch dieses Dokument wird ebenso wenig anerkannt, wie meine Argumentation, dass die holländischen Behörden wohl kaum eine Bescheinigung zur Abmeldung ausstellen würden, wenn der Wagen gestohlen wäre.
Doch was die holländischen Behörden da höchstamtlich bescheinigen ist in Deutschland offenbar so viel Wert, wie eine holländische Frikandel im Weißwurstland Bayern.
Nämlich nix!
Naja, ein bisschen kann ich es ja verstehen. Ist ja ein holländisches…, … Ach, vergesst es. 😉
Dennoch bleibt es ärgerlich!
Und auf ein am Ende von mir eingebrachtes „Und was macht die Polizei, wenn sie nach 16 Uhr ein Auto mit dem Verdacht auf Diebstahl überprüfen möchte?“ Statement bekomme ich eine richtig schnippische Antwort zurück, die ich mir vorbehalte, mal beim Amtsleiter einzureichen.
So ja nun bitte nicht!
Ein bisschen Hilfestellung wäre nett gewesen. Aber nein, da geht nix!
Und nicht nur, dass nix geht, die Dame hier hat auch kein Verständnis! Hallo?! Ich bin ein Mensch und würde gern ein wenig mehr Wertigkeit erwarten, als man einem reinen Verwaltungsakt angedeihen lässt!
Aber so oder so, mit der Dame hier ist heute wohl sowieso nicht mehr zu meinen Gunsten zu diskutieren und da der Amtsleiter für heute auch schon nach Hause gegangen ist (so habe ich es an der Informationen auf Nachfrage erfahren) geht´s also ab für mich ab nach Hause.
Straßenverkehrsamt: 1, Team Transitfrei: 0.
Aber Morgen…

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Am darauffolgenden Freitag, den 27.05.2011, versuche ich mein Glück erneut.
Dieses Mal sogar innerhalb der Öffnungszeiten der Diebstahlabfrage, Punkt 8 Uhr stehe ich auf der Matte.
Und einer der gestern zur Diskussion hinzugekommenen Beamten erkennt mich wieder.
Ob er weiß, dass ich gestern noch den Amtsleiter sprechen wollte? Ob es ihm die Kollegin am Empfang gesagt hat?
Jedenfalls gibt es heute zur Anmeldung absolut gar keine Probleme und nach einem kleinen Hürdenlauf halte ich unser neues gestempeltes und gesiegeltes Kennzeichen in den Händen.
Wieder SC für Seifert-Club und wieder eine Zahl, die zu uns passt.
Denn im März 76 ist Anja geboren.
Eine Idee wäre auch SC und dann „1211“ gewesen.
Also 12 für den Monat und 11 für das Geburtsjahr, wenn unser Baby wie errechnet im Dezember auf die Welt kommt.
Aber das heben wir uns mal lieber für das erste eigene Auto des Nachwuchses auf. 😉

Tja, bliebe nur noch das Abholen unseres Wohnwagens!
Bezahlt ist er ja schon, angemeldet ist er jetzt auch, dann kann er eigentlich an den Haken!
Noch am gleichen Nachmittag stelle ich mich inkognito in den Stau auf der A 3 zu unseren Fans, die offenbar den ganzen Weg nach Mülheim zurücklegen wollen, um uns zu unserer Neuerwerbung zu gratulieren.
Echt nett! Aber doch bitte nicht alle auf einmal 😉

Nun, am Ende wollten die anderen wohl doch nicht gratulieren und so komme ich ohne Fans im Schlepptau, aber dafür mit Anja an Bord (die ich unterwegs eingesammelt habe) gegen 14 Uhr in Mülheim an.
Fix und fertig steht er da, unser kleiner Adria!
Das reimt sich sogar!

     Das Auto ist bereit     Der Wohnwagen auch
     Mit unserem frisch geputzten Hyundai fahren wir vor…        Anja mit neuem Nummernschild vor unserem Wohnwagen, juchu!

Stolz wie Bolle rangieren wir unser Auto vor den Wohnwagen und bringen unter fachmännischer Hilfe vom Händler für „Ersttäter“ (<– das sind wir 😉 beim Wohnwagen den kleinen Adria an den Hyundai.
Wir bekommen noch eine kleine Einweisung für die Bedienung der Alko- AKS 1300 Anti- Schlingerkupplung und auch die Funktion des Stroms über die Steckdose wird erklärt.
Dann noch das Sicherungsseil dran, die Handbremse lösen, die Stützen einfahren und natürlich das Kennzeichen nicht vergessen, welches wir zunächst aber mal am hinteren Fenster positionieren.
Richtig gerade anbringen werde ich das später zuhause, wenn wir einen schönen und werbefreien Nummernschildhalter haben.
Zum Schluss kommen dann noch verbreiterte Außenspiegel an den Hyundai, die sich als etwas störrisch heraus stellen. Tja was will man machen, ein holländisches „Low- End“- Produkt eben. 😉

Beim letzten Rundgang fällt Anja dann noch auf, dass das im Kaufvertrag vereinbarte Reserverad des Wohnwagens fehlt. Oh- weia!
Aber auch hier hilft der Händler schnell, holt kurzerhand ein flammneues Ersatzrad aus seinem Lager.
Wir quatschen noch ein bisschen mit dem Händler und einem hinzugekommenen anderen Kunden über Wohnwagen, Wohnmobile, Reisen und Camping, bis wir es nicht mehr aushalten können.
Jetzt wollen wir aber auch endlich los und schauen, wir das Fahren mit Wohnwagen ist.
Startklar sind wir zumindest:

     Mit dem Adria am Haken: Unser neuer Wohnwagen
     den Adria Unica B 360 UH fest am Haken! Unser Gespann fix und fertig, reiseklar! Auf geht´s zu neuen Abenteuern! 😉

Tja, und dann geht es los: Unsere allererste Fahrt über die Autobahn mit dem Wohnwagen!
Schon an der Ausfahrt vom Händlerhof hab ich mich gewundert, dass ich ganz normal anfahren konnte.
Fast so, als sei gar kein Wohnwagen hinten dran!
Und tatsächlich scheint unser Hyundai mit seinen 136PS, seinem 2Liter Benzinmotor und 1400kg Zugkraft leichtes Spiel mit dem nur 1000kg schweren Adria zu haben.
Zumal der Adria im Moment ja auch noch komplett leer ist und somit gar keine 1000kg wiegt.
Allenfalls 800 oder 850, wenn ich das im leeren Wohnwagen befindliche Vorzelt und den Kanister Wasser sowie das Reserverad im Deichselkasten hinzu rechne.
Gleich mehrfach muss ich auf der Landstraße und auf der Autobahn immer mal wieder in die verbreiterten Rückspiegel schauen, ob unser Wohnwagen auch wirklich noch hinten dran hängt.
Tut er natürlich!
Und er läuft hinter uns absolut brav mit.

Auf der Autobahn dann staunen wir selber darüber, wie ruhig und gelassen es doch vorwärts geht!
Ich meine OK, wir kennen das Fahren im Auto mit 90 km/h (die erlaubten 100 laut Zulassung darf ich noch nicht ausprobieren meint Anja 😉 und wissen, dass dies sehr ruhig in Bezug auf Geräuschentwicklung ist.
Fährt man mit unserem alten Wohnmobil 90, dröhnt es im Innern wie bei einer startenden Antonov!
Jetzt aber fahren wir genauso schnell UND haben unser Freizeitfahrzeug hinten dran.
Das Ergebnis ist aber, obwohl wir im Auto natürlich schlechter sitzen (es fehlen zum einen die Pilotensitze des Wohnmobils, aber auch der verbesserte Rundumblick aus der erhöhten Fahrposition), rundherum mehr als zufriedenstellend!
Es ist leise, wir müssen uns nicht anschreien, oder das Radio auf „volle Pulle“ drehen, wenn wir etwas verstehen wollen.
Was uns aber ganz besonders freut: Das befürchtete Schaukeln, von dem wir im Vorfeld zum Thema Auto und Wohnwagen immer mal wieder gelesen haben, bleibt vollständig aus!
Sehr zufrieden über unsere Entscheidung gleiten wir unserer Heimat entgegen und sind absolut sicher, das Richtige getan zu haben.
Ein solches Komfortplus allein schon durch die geringere Geräuschemission sowie der Tatsache, dass ich ja sogar noch 10 km/h schneller fahren kann, macht das Wohnwagenfahren sogar richtig attraktiv!
Beim Wohnmobil war ja nicht nur wegen des Lärms bei 90-95 Schluss, auch der Spritverbrauch fühlte sich im Wohnmobil ab 100km/h ebenfalls schnell dreistellig an.
Was der Hyundai verbraucht können wir natürlich noch nicht genau sagen, aber rein vom geschätzten Gasfuß am Pedal her kann es nicht viel mehr sein, als ohne Wohnwagen.
Immerhin habe ich noch zu meiner großen Überraschung satt Luft und kann gar nicht verstehen, warum mir das im Teil 1 unserer großen Wohnwagenwechselgeschichte noch so hoch gelobtes online- Zugwagenvergleichstool von Zugwagen.info eine schlechte Verwendbarkeit des 5ten Gangs bescheinigt hat.
Davon ist mal gar nix da!
Schon bei 80 konnte ich in den 5ten gehen, und muss selbst auf den kleinen Anhöhen kein einziges Mal runter schalten.
Wenn sich dieser Umstand dann auch noch auf unseren späteren Touren bestätigt und wir den Wohnwagen als vollwertigen Ersatz für unser Wohnmobil vom Wohn- und Wohlfühlfaktor her anerkennen, haben wir auf jeden Fall alles richtig gemacht!
Ich kann es kaum glauben!
Ja, ich freue mich sogar!
Ehrlich! Zum ersten Mal freue ich mich regelrecht darüber, dass wir mit einem Wohnwagen unterwegs sind.
Das wird super werden!
Und auch Anja stimmt mir natürlich zu!
Ihr war und ist es besonders wichtig, dass das Gespann besonders auf der Autobahn zwischen den LKW sicher fährt und nicht wild hinter dem Auto umher schaukelt, wenn uns z.B. ein LKW überholt, oder wir einen LKW überholen.
Natürlich merkt man (besonders bei Bodenwellen und Fahrbahnunebenheiten), dass wir noch einen Hänger hinten dran haben. Aber es fühlt sich weit weniger schlimm an, als sie es angenommen hat.
Gleichermaßen sind wir erleichtert und zufrieden zugleich.
Das passt!

Sicher und souverän bewegen wir unseren neuen noch namenlosen Wohnwagen nach Hause, müssen nur zum Einparken den Wohnwagen abkuppeln und mit der Hand auf den Parkplatz schieben.
Rückwärts fahren habe ich einfach noch nicht so richtig drauf. *schäm*
Aber selbst das erledigen wir mit einer gewissen Portion Stolz.
Immerhin steht hier ein stattlicher Wohnwagen neben einem passenden Zugfahrzeug und das nur 28 Tage, nachdem wir uns entschlossen haben, einen Wohnwagen zu kaufen!

Nur einer guckt traurig!
Unser Wohni!
„Was habt ihr da?“ schauen uns die dicken Kullerscheinwerfer fragend an und ich mag gar nicht mit ansehen, wie sich der Kühlergrill analog zu einem traurigen Mundwinkel nach unten zieht.
Oh- weia!
Vielleicht hätten wir den Wohnwagen nicht so nah an Wohni parken sollen, sodass dieser uns bei unserer Ankunft gleich im neuen Freizeitfahrzeug erkennt…
😉

     Wohni schaut traurig, der Wohnwagen ist da
     „Heh! Moment mal! Was ihr denn da weiter rechts geparkt??? Ist da etwa… …euer… …Neuer?“     Oh- weia 🙁

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Vorbereitungen für die erste Urlaubsfahrt mit unserem Wohnwagen, das Umladen beginnt:

Wenn man so wie wir quasi „aus den Vollen“ schöpfen kann, hat man ggf. recht schnell ein Problem.
Und dies sieht so aus, dass wir nicht sicher sind, ob wir wirklich alle Einrichtungsgegenstände, Vorräte und Sachen aus unserem Wohnmobil auch wirklich in unserem Wohnwagen verstaut bekommen!
Immerhin hatten wir gefühlt ohne Ende Stauraum im Wohnmobil und hier steht uns nur die kleine u- förmige Schrankreihe über der Sitzgruppe, die Truhen der Sitzgruppe selber, sowie der Küchenschrank zur Verfügung.
Und natürlich die zahlreichen Ablage- und Schrankfächer im Bad.
Und ach ja! Der Deichselkasten ist ja auch noch da!
Naja, es wird schon reichen. Hoffen wir mal! 😉
Ach ja! Bevor es natürlich ans Einräumen geht, wird der neue Wohnwagen natürlich erst einmal komplett von innen gereinigt, alle Polster abgezogen und die Stoffe gewaschen!
Optisch ist unser Adria zwar sauber, aber wir hätten es nunmal gerne „klinisch rein“.
Ein kompletter Sonntagnachmittag geht dafür drauf, aber das muss so sein!
Und am Ende des Tages sind wir sogar noch um ein paar „vergessene Dinge“ des Vorbesitzers reicher, die er beim Ausräumen offenbar im Wohnwagen vergessen oder uns bewusst überlassen hat.
Gefunden haben wir die Sachen (ein kleines Nähset und eine oranje- Fliegenklatsche!) übrigens nur, weil wir wirklich jeden Winkel, jedes Scharnier und jeden Schrankboden wirklich akribisch ausgewischt haben…

         
     von außen ist er ja sauber, aber von innen…                            …da müssen wir noch! Putzeimer voll und dann ran! 🙂

         
     Ausbeute beim Saubermachen: Eine oranje- Fliegenpatsche       und ein kleines Reise- Nähset für unterwegs. Nett 😉

         
     Alle Polster werden abgezogen, die Stoffe gewaschen…            …dann räumen wir alle Staukästen leer, wischen alles durch

Nachdem der Wagen von innen sauber und startklar ist, tragen wir nach und nach alles vom Wohnmobil zum Wohnwagen rüber, verstauen dann unsere Anziehsachen, die Dinge fürs Bad und unsere Vorräte aus der Küche in die Küche.
Auch beim Wohnwagen gilt hierbei natürlich das gleiche Prinzip, was wir schon im Rahmen unserer „Tipps zum Wohnmobil – die richtige Beladung“ vorgestellt haben.
Schweres immer möglichst nach unten und dann auch bitte nah zu den Achsen, bzw. nah zur Achse, wenn es ein Wohnwagen ist.
Nur muss man dann noch beim Wohnwagen aufpassen, dass das Gewichtsverhältnis passt!
Nah zur Achse ich immer gut und richtig, geht aber schon rein bauartbedingt auch nicht immer!
Und wenn man dann so wie wir eine Heckküche hat und Töpfe, Pfannen oder die Suppeneintöpfe schon aus Gewohnheit eben in der Küche verstaut werden, wird der Wohnwagen recht schnell sehr hecklastig!
Also muss man für Ausgleich sorgen, indem man den auf der anderen Seite befindlichen Deichselkasten ebenfalls entsprechend belädt.
Zum Glück findet dort der mobile Frischwassertank, die beiden Gasflaschen, der kleine Werkzeugkasten, das Stromkabel, das bereits befindliche Reserverad und noch einige andere Dinge seinen Platz, sodass das Gewichtsverhältnis eigentlich nahezu ausgeglichen sein sollte.
Dennoch bin ich natürlich gespannt, ob unser Ladekonzept aufgeht und wir bei unserer ersten richtigen Urlaubstour keine wesentlichen Verschlechterungen gegenüber der ersten Leerfahrt anzumerken haben.

So ein komplettes Aus- und Einräumen hat darüber natürlich auch den Vorteil, dass mal wirklich alles auf den Prüfstand gestellt werden kann.
Da wäre zum Beispiel das Mini- Bügelbrett, welches wir im Frühjahr 2007 zu unserer Wohnmobil- Erstausrüstung gekauft haben. Weil wir ja im Urlaub so oft bügeln ist es sogar noch original- verpackt!
Dann die Wäscheleine! Einmal benutzt, vielleicht 2x zweckentfremdet. Naja, kommt mal mit rüber in den Wohnwagen.
Oder der Fischbräter! So ein Gitterding, wo man einen Fisch reinmachen kann, nachdem man ihn geangelt hat.
Derart „hinter Gittern“ kann der Fisch dann prima auf den Grill.
Auch dieses Teil haben wir verdammt oft in der Hand gehabt! Ehrlicherweise aber nur, um es im Wohnmobilschrank immer weiter nach hinten durchzuschieben… Brauchen wir nicht, fliegt auch raus.
Die Krönung aber stellt Anjas „Schuhlager“ dar! Große, kleine, dicke, dünne, offene, geschlossene, welche zum schnüren und welche nur zum Reinschlüpfen. Wow!
Vorsichtig versuche ich ein: „Brauchst du denn alle diese Schuhe wirklich?“ „Naja, ich schaue mal durch.“
Das ist doch was! Und immerhin 3 paar Schuhe wandern in den benachbarten Schuhcontainer…

         
     Dann neu laden! Leichtes wie Wäsche nach oben                      Schweres wie Flaschen, Dosen, usw immer nach unten

          
     Die Schränke im Wohnwagen füllen sich langsam…                   …während die im Wohnmobil immer leerer werden.

Lassen wir uns überraschen, denn schon morgen wollen wir los und für ein paar Tage nach Luxemburg zum Probecampen fahren.
Mehr dazu gleich in unserem ersten Wohnwagen- Reisebericht!

Komplett fix und fertig eingerichtet sieht unser Wohnwagen jedenfalls so aus, als könnten wir Spaß damit haben.
Tatsächlich haben wir sogar alles so einigermaßen unterbekommen, mussten uns nur wenig umstellen.
Selbst die Campingmöbel haben wir mit Ausnahme unseres Campingtisches verstaut und wenn der Tisch das einzige bleibt, was wir später im ansonsten fast leeren Kofferraum mitnehmen müssen, haben wir echt gute Voraussetzungen!

Mal sehen, wie es nun unterwegs sein wird.
Mit unserem kleinen holländischen Wohnwagen!
Ja, den schicken NL- Aufkleber, der auch die Herkunft unseres Wohnwagens verrät, werden wir übrigens dran lassen.
Ist irgendwie kultig und unterstreicht meine „Hassliebe“ für das Camperland Nummer 1.

Ehrlicherweise muss ich der Vollständigkeit halber so beim Betrachten des stolzen NL- Aufklebers am Heck erwähnen, dass unser Adria ja ursprünglich aus Slowenien kommt, denn da werden die Adrias nämlich gebaut.
Und beim Durchblättern des kleinen auf Holländisch gehaltenen Servicehefts zum Wohnwagen entdecke ich dann sogar noch auf der ersten Seite den Händlerstempel, der den Wohnwagen zum allerersten Mal im 06-1996 ausgeliefert hat.
Das war doch tatsächlich ein Händler aus Nürnberg!
Schau mal an!
Aus Slowenien nach Deutschland, dann nach Holland verkauft und jetzt wieder eingedeutscht.
Mit DER Reisevergangenheit unseres Wohnwagens passt dieser doch mal richtig gut zu uns , oder? 😉

     Wohnwagengespann von hinten
     Unser Gespann „von achteren“! Am Heck klebt, neben der 100er Zulassung, stolz der „NL“- Aufkleber. 🙂

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Ihr wollt wissen, wie es jetzt weiter geht?
Dann lest hier weiter. Folgt uns in chronologischer Reihenfolge, wie wir unsere erste Tour mit unserem neuen Wohnwagen erleben:

oder:

Im Thema bleiben: Wohnwagen aus Holland!
Ihr interessiert euch konkret für den Import eines Wohnwagens aus Holland? Wie man es macht und was es kostet? Nur wenige Jahre, nachdem wir unseren ersten holländischen Wohnwagen von einem deutschen Händler gekauft haben, sind wir selber nach Holland gefahren, um nun dort direkt einen holländischen Wohnwagen zu kaufen und nach Deutschland zu importieren! Lest den ganzen Erfahrungsbericht hierzu hier:

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