Heute wird ein großer Tag!
Denn wir verlassen unser „bodenständiges“ Freizeitfahrzeug, um buchstäblich „in die Luft“ zu gehen! Schon für 10 Uhr sind wir eingeteilt, um an der von Konrad und Wiebke organisierten Rundflugtour über Herzogenaurach und die Umgebung teilnehmen zu können.
Entsprechend früh stehen wir auf, für einen Flug darf man ja nicht zu spät kommen.

         
Der nächste Morgen, 08:30 Uhr…                            Die meisten Mobilisten schlafen noch!

Schon um kurz nach 8 sitze ich daher allein auf dem Rad, um noch ganz fix vor unserem Flug in das angrenzende Städtchen Herzogenaurach zu radeln. Denn mit Erschrecken habe ich schon gestern Abend festgestellt, dass ich gar nicht genügend Bargeld eingesteckt habe!
Oh- weia! Zum Glück sind es zum nächsten Genossenschaftsbank- Geldautomaten nur 1,3 km Wegstrecke (laut Navi), die ich nun natürlich in Windeseile absolviere. Und da ich alleine schneller unterwegs bin und Anja derweil schon mal den Frühstückstisch für ein schnelles Fliegerfrühstück decken kann, radele ich eben alleine los.

         
Mit dem Radl gehts rüber ins Städtchen…                 …Blick auf die Campingwiese vom Radweg aus

         
hier mal rückseitig aufgenommen                              Das ging schnell! Schon bin ich in Herzogenaurach!

Den Geldautomaten hätte ich ohne Navi übrigens nie gefunden. Die Bank liegt derart gut versteckt in einer Seitengasse, dass man diese dort nicht vermutet hätte. Erst wenige Meter vor der Bank habe ich diese überhaupt erst als Bank erkannt. Sachen gibt’s… Ist bestimmt blöde für Bankräuber 😉
Wo ich schonmal fast im Ortskern bin, drehe ich noch schnell eine kleine Runde einmal auf dem unmittelbar angrenzenden historischen Altstadtkern. Nur, um mal zu schauen, was uns hier erwartet und ob sich eine kleine Tour für den späteren Nachmittag mit dem Rad hierhin für Anja und mich lohnt.
Und ich muss sagen: Das lohnt sich wirklich! Fast komme ich mir vor, als wäre ich wieder in Schiltach im Schwarzwald gelandet. Kleine Gassen, urige Fachwerkhäuser, Türmchen, ein kleiner Markt und ein wenig Gewusel von Touristen und/oder Einheimischen, die hier ihren täglichen Besorgungen nachgehen. Wirklich hübsch anzusehen und sehr idyllisch. Da werden wir später aber auf jeden Fall mal eine kleine Radtour in den Ortskern unternehmen!

         
Die ersten Eindrücke von Herzogenaurach                   Hier sieht es nett und beschaulich aus

         
Fachwerkhäuser wie im Schwarzwald                         Der Brunnen am Marktplatz ist österlich geschmückt

Der Rückweg zum Flugplatz von Herzogenaurach gestaltet sich übrigens als äußerst schwierig. Der historische Ortskern liegt nämlich im Tal, während hingegen der Flugplatz oberhalb auf einer Anhöhe liegt. Zuerst trete ich noch in die Pedale, was das Zeug hält, stehe am Ende sogar auf. Kurz vor Erreichen der Anhöhe verlässt mich dann aber doch die Kraft und ich muss absteigen und die letzten Meter den Berg hinauf schieben. Puh! Da weiß man, was man getan hat!
Die letzten Meter zum Flugplatz kann ich dann aber doch wieder radeln und habe einen schönen Ausblick auf die kleine Flughafenwiese, die uns Wohnmobilfahrern für das Osterfest einen wirklich schönen Platz zum Treffen bietet. Sehr schön!

Gegen kurz nach 9 bin ich wieder zurück am Wohnmobil, Anja hat den Frühstückstisch bereits sehr österlich gedeckt und sofort beginnt ein schnelles Frühstück. Wir wollen für unseren kleinen Rundflug ja nicht zu spät kommen!
Das Frühstück schmeckt natürlich lecker und die mittelfränkischen Kaiserbrötchen sind eine Wucht! Besonders mit Käse schmecken diese sehr gut und auch ein Osterei mundet mir natürlich hervorragend.

     
So lecker frühstücken wir! Sogar der Osterhase war schon da… 😉

Oh-je! Denn ehe ich mich versehe, habe ich mir den ganzen Bauch vollgeschlagen und schaue nur wenig später mit einer kleinen Sorgenfalte auf der Stirn auf das kleine Flugzeug, was für unseren heutigen Rundflug reserviert ist. Konrad zeigt uns auf einer Karte im Flughafengebäude noch den ungefähren Flugverlauf, dann geht es auch schon raus auf die Startbahn!
Pilot Jörg hat unser Flugzeug mit der Kennung D-ENCF, eine Robin R3000, bereits vor uns auf dem Tankplatz abgestellt.
Das kleine Flugzeug wirkt keck, bietet Platz für 4 Personen, hat ein Gewicht von ca. 700 Kilo, eine Spannweite von knapp 10 Meter, kann knapp unter 300 km/h schnell fliegen und verfügt über ein optisch interessantes T- Leitwerk.
Soweit, so gut!

         
So, jetzt wird es ernst! Es geht rüber zum Flugplatz!     Hui, da kommt unser Flugzeug schon angerollt!

         
Zuerst muss getankt werden…                                 während unser Pilot Jörg dies übernimmt…

         
gibt Konrad uns eine kleine Einweisung                       So, damit sind wir startklar! 🙂

Nach dem Tanken erklärt uns unser Pilot Jörg die wichtigsten Funktionen für die Passagiere und lässt uns über die grauen Flächen an den Tragflächen einsteigen. Anja steigt zuerst ein, nimmt hinten in der zweiten Reihe Platz. Sie ist so lieb! Denn so kann ich natürlich vorne beim Piloten sitzen, was mir ein besonders großes Vergnügen bereitet.
Tja und dann geht es auch schon los! Wir bekommen Kopfhörer für den Bordfunk (und als Lärmschutz), müssen uns natürlich anschnallen und erhalten unsere Fallschirme!
Nee, Spass! 😉
Fallschirme bekommen wir natürlich nicht, obwohl ich einem solchen nicht abgeneigt wäre.
Meine große Klappe ist mir nämlich schon ein ganz klein wenig in die Hose gerutscht, denn als wir holpernd zur Startbahn begeben, wird mir schon ein wenig flau im Magen. :-/
DAS kleine Ding soll mit mir vollgefuttertem Passagier starten? So wie das hier schon schaukelt, wird es später in der Luft bestimmt noch richtig „achterbahnig“. Oh-weia!
Aber Jörg lässt sich nicht aus der Ruhe bringen und startet unser kleines einmotoriges Flugzeug souverän auf der langgezogenen Startbahn.

         
Ein Blick auf die Instrumente im Cockpit. Alles klar?!    Pilot Jörg wagt den Startversuch! Adieu du schöne Welt 😉

Tja, das ist schon was anderes, als mit dem Billigflieger von Köln nach London rüber zu jetten! Das hier, das ist wirklich richtiges Fliegen!
Gebannt schaue ich abwechselnd aus dem Fenster und immer wieder zu den Instrumenten. Höhe, Airspeed, künstlicher Horizont, Steigrate, alles sieht ganz gut aus. Und der Ausblick ist hervorragend! Das Wetter meint es heute wirklich gut mit uns und spendet uns eine grandiose Fernsicht in alle Richtungen. Nur einige Wolken sind am Himmel unterwegs, die ein wenig wie Wattetupfer ausschauen. Grandios!
Unser Pilot Jörg fliegt einige Kurven und bringt das Flugzeug sogar in Schräglage, damit wir einen besseren Ausblick auf die Landschaft unter uns genießen können. Besser, als der Ausblick, ist aber das Fliegen selber! Allein die Schaukelei hin und her ist herrlich schön! Sowas würde zum Beispiel nie in einem kommerziellen Verkehrsflieger funktionieren, die Leute würden wohl reihenweise das Kotzen anfangen… 😉

         
Gleich nach dem Start: Der Blick zur Seite                Nur wenige Höhenmeter später: Der Blick nach vorn!

         
Links schräg unter uns: Schloss Weissenstein              Solche Schräglagen sorgen für die schönen Ausblicke 😉

         
Auf Augenhöhe mit den Wolken                                    an einigen fliegen wir ganz dicht vorbei

Jörg dreht mit uns eine Runde über die grünen Wiesen, Äcker und Felder und Wälder. Er erklärt uns, was wir dort sehen und hier entdecken können und ich frage mich, wie er das macht! Ich hab schon kurz nach dem Start die Orientierung verloren und würde unseren Flugplatz sowohl hinter uns wie vor uns vermuten. Und wenn man sich dann noch vor Augen ruft, dass wir nach VFR fliegen (VFR = Visual Flight Rules = Flug auf Sicht ohne Instrumentenunterstützung wie beim Jet), ist die Orientierung in der Luft anhand einiger markanter Gebäude oder Wegpunkten unter uns auf der Erde schon eine stattliche Leistung!
Natürlich hat Jörg aber auch ein kleines Hilfsmittel dabei. Ein Fliegernavi zeigt ihm ebenfalls die Positionen an, was mich dann schon ein wenig beruhigt.

Anja und ich genießen nun, nachdem wir ein paar Minuten in der Luft auf gleicher Höhe sind, mehr und mehr den Rundflug. Beide machen wir mit den beiden Kameras sehr viele Bilder und gemeinsam freuen wir uns mit unserem Piloten über die wirklich sehr guten Sichtverhältnisse an diesem Tag!

         
Die Fernsicht ist phantastisch                                  Die Häuser unter uns sehen aus wie eine Spielzeugwelt

         
wieder an ein paar Wolken vorbei                              erneute Schräglage

         
Wo wir sind? keine Ahnung!                                       Aber hier waren wir schonmal! unter uns die Autobahn

Viel zu schnell geht unsere kleine Platzrunde zu Ende und wir schwenken wieder auf unseren Heimatflughafen Herzogenaurach mit der Kennung EDQH ein.
Zur Landung wird es dann noch einmal spannend.
Besonders der Sinkflug und der Abbau von Geschwindigkeit geht ein wenig in den Magen und als wir kurz vor der Landebahn die Bundesstraße überqueren, hab ich fast den Eindruck, als würden wir dem Radfahrer auf dem Radweg unter uns fast das Fahrwerk an den Kopf hauen.
Ist natürlich Käse, da ist mehr als genug Platz, wie das spätere Beobachten der Rundflüge weiterer Flugteilnehmer zeigen wird. Aber wenn man zum ersten Mal so knapp über dem Boden und dennoch in der Luft unterwegs ist, dann wird der geschätzte Höhenunterschied zum tatsächlichen Höhenunterschied schonmal „ausgetrickst“.

         
Es geht wieder runter, wir setzen zur Landung an       Links am Flugplatz stehen die Wohnmobile des Treffens

Von der Landung haben wir übrigens auch ein kleines Video gedreht! Ihr könnt es euch gerne hier anschauen:

Nach der sanften Landung rollen wir über den parallelen Taxiway wieder zum Flughafengebäude, wo sich bereits die nächsten beiden Fluggäste fertig machen.
Die Pause am Boden für unseren Piloten Jörg währt somit nur kurz, denn Robbes fliegen gleich als nächstes und drehen ebenfalls eine Runde über das Gebiet.

         
Wieder unten! Vorbei am Flugzeughangar…                …geht es wieder vor zum Flugfeld am Tower

         
Jetzt sind die nächsten dran! Robbe´s machen sich bereit     Haube zu und los!

Mit einigen anderen Usern stelle ich mich nun an die Startbahn wie ein echter „Planespotter“ und tausche mit Konrad (der früher einmal selber von hier als Pilot geflogen ist und sich somit gut auskennt) gegenseitige Bewertungen zu den Flugmanövern der Flugschüler aus.
Neben uns ist hier nämlich ein geschäftiges Treiben im Gange, was die Flugzeugreihenfolge auf der Landebahn vom Flughafen Frankfurt auch nicht besser könnte.
Gut, es sind nur kleine Flugzeuge, aber dafür landen diese ebenso dicht nacheinander, wie die großen am FFM.

Nachdem Robbes (Theo & Angela) ebenso fasziniert wie wir etwa eine halbe Stunde später wieder aus dem Flugzeug steigen, fliegen Boerman (Frank) und JPS (Peter) die letzte Runde für den heutigen Tag.
Und hinterher gehören wir 6 in den erlauchten Kreis der fliegenden Wohnmobilisten!
Für dieses bestandene Abenteuer müsste es eigentlich einen Pokal geben 😉

         
So langsam wird es voll auf dem Vorfeld                   Robbe´s sind wieder da, jetzt fliegen Boerman und JPS

Nach dem Fliegen wollen Anja und ich dann eine kleine Radtour unternehmen.
Für den heutigen Grillabend brauchen wir noch ein wenig Fleisch und auch den Spaziergang durch das idyllische Herzogenaurach hab ich Anja schmackhaft gemacht.
So besteigen wir gegen kurz vor 1 die Räder und radeln als erstes einmal die Hauptstraße entlang. Kurz darauf sausen wir schon den steilen Berg runter und sind nur wenige Minuten nach unserer Abreise schon im historischen Ortskern von Herzogenaurach.
Hier schließen wir die Räder an einen Radträger und spazieren nun einmal die Fußgängerzone rauf und wieder runter.

         
Weiter geht es auf dem Boden: Per Rad in die Stadt       vorbei an unserer Campingwiese

         
Flugs sind wir wieder in Herzogenaurach                    wir durchfahren die urigen Gassen

         
Unterwegs in der historischen Altstadt: Turm 1…          …und Turm 2 auf der gegenüberliegenden Seite

         
Auch Herzogenaurach bietet viel Fachwerk- Architektur     in jeder Ecke und jeder Gasse

         
Das Angebot ist reichhaltig                                         Shoppen, Stöbern, Souvenirs…

         
reichhaltige Schmiedearbeiten…                                …und Verzierungen finden sich an den Häusern

Im Café Römmelt lassen wir uns kurz darauf nieder, um uns dort was Süsses zum Nachmittag schmecken zu lassen. Anja probiert den leckeren Erdbeerkuchen (auf der Werbetafel stand, dass man den probieren muss ;-), während ich mir ein leckeres Banana- Split- Eis schmecken lasse. Kurz darauf stoßen noch „sigi-wolfgang“´s zu uns, die wie wir ebenso einen kleinen Stadtspaziergang unternehmen und mit dem Fahrrad hier sind.
Und wieder vergeht die Zeit wie im Flug, während wir uns zum Thema Norwegen, Wohnmobil und den besten Reiserouten austauschen.
Ach, ist ja schon schön!

         
Auf dem weitläufigen Marktplatz lassen wir uns nieder   Mit Blick auf den schönen Osterbrunnen genießen wir…

         
…ein leckeres Banana- Split und…                             …ein Stück Erdbeerkuchen mit Sahne! Lecker!

Nach dem opulenten Nachmittagskaffee schnappen wir uns unsere Räder und trainieren Eis wie Kuchen gleichermaßen direkt wieder ab! Denn genau, wie ich als Solofahrer heute Morgen, müssen wir nun natürlich den steilen Berg wieder hinauf.
Puh! Und das ist mit vollem Bauch natürlich ungleich schwieriger! Am Ende müssen wir die Steigung schieben, bis wir wieder oben auf der Höhe angekommen sind.
Von hier aus geht es für uns aber nicht sofort zurück zum Flugplatz, sondern erst einmal kaufen wir die wichtigsten Lebensmittel ein.
Zuerst probieren wir es beim Aldi, da haben aber wohl schon andere Wohnmobilfahrer zugeschlagen. Wir kommen gerade rechtzeitig um zuzuschauen, wie uns „Boermann“ und „Chris_62“ doch tatsächlich das letzte Paket Hühnerspießchen wegschnappen. Hey! 😉
Na gut, macht nichts, ich wollte eh mal in den benachbarten Handelshof schauen und so radeln wir dort als nächstes vorbei.
Hier ist die Auswahl nun natürlich deutlich umfangreicher und wir kaufen 2 Pakete leckere Steaks und einige Grillfackeln. Mjam!

         
Mit unseren Fahrradtaschen am Einkaufswagen…       …geht es durch den Handelshof

Voll bepackt erreichen wir kurz darauf gegen 15 Uhr wieder den Flugplatz von Herzogenaurach, wo wir als erstes unsere Einkäufe verstauen.
Danach ist ein wenig Ausruhen, Zeitung lesen und Faulenzen angesagt.

Gegen 17 Uhr kommt dann langsam wieder Leben in die Bude und es wird Zeit den Grill anzuwärmen!
Bevor ich aber dies mache, muss ich mich zuerst um eine andere Herausforderung kümmern!
Deutschland sucht den Superstar!
Natürlich bin damit nicht ich gemeint, sondern das heutige TV- Programm 😉
Anja mag diese Sendung heute Abend gerne schauen und ich habe hierfür extra vorab bei Wiebke Strom aus der Steckdose bestellt, damit es mit dem Fernseh- Empfang auch garantiert funktioniert. Unsere kleine Aufbaubatterie wäre wohl sonst leer gelutscht, noch bevor der erste Werbeblock über den Bildschirm flimmert…
Also flugs den Strom angesteckt und dann rauf aufs Dach, um unsere Antenne auszurichten. Dies geht, so denke ich mir, sicherlich ganz leicht. Denn neben uns stehen ja schon einige andere Wohnmobile, die ihre Antenne ausgerichtet haben.
Besonders bei Peter (JPS) schaue ich mir die Stellung an, denn er hat fast die gleiche ovale Hohlschüssel, wie wir.
Aber so sehr ich mich auch bemühe, es will sich einfach kein Satellitenempfang einstellen! Anja schaut drinnen gebannt auf die Anzeige, sagt mir die Prozente vom Receiver- internen Satfinder an. 68, 69, 70, 71, dann wieder 68. Nanu!
Geht doch sonst immer ganz leicht! Also neu ausrichten und beim neuerlichen Versuch kommen wir immerhin auf bis zu 78% Signalstärke! Aber der Empfangsbalken will einfach nicht ausschlagen und so vermute ich mal, dass wir zwar einen Satelliten angepeilt haben, es sich hierbei aber um den falschen Satelliten handelt. So ein Mist!
Wir suchen und drehen also weiter, bis natürlich, wie sollte es auch anders sein, unsere Versuche nicht unentdeckt bleiben.
Schnell sammelt sich eine kleine Scharr „Freiwilliger“ vor unserem Mobil, die nun wie bei einer „Dreieckspeilung“ mir die Richtungen und Winkel der anderen Schüsseln ansagen.
Oh-weia! Doch trotz aller Mühe will es uns einfach nicht gelingen!

         
wieder auf unserer Wohnmobilwiese…                     Der Rest des Tagesprogramms deutet es an

         
Während die ersten schon ihren Grill startklar machen     und ein zweites Zelt aufbauen…

         
hänge ich auf dem Dach (© by Robbe) für die TV- Antenne.. und kann mir die Vorbereitungen von oben ansehen… :-/

Konrad schlägt als erstes vor, es mit einem alternativen Sat- Finder zu probieren, aber dies lehnt schon mein Ehrgeiz ab! 😉
Ich kann mich doch nicht blamieren!
Also suchen wir weiter und weiter und weiter…
Nach geschlagenen 10 Minuten will ich es dann schon aufgeben, als mir „Robbe“´s Theo erneut seine Hilfe anbietet. Er hat ebenfalls so einen kleinen Sat- Finder, der direkt oben an der SAT-Schüssel angesteckt wird und mit dem ich dann auch ohne Ansage von Anja aus dem Wohnraum den Satelliten anpeilen kann. Einfach und effizient! Hätte ich mir schon viel eher mal selber kaufen sollen!
Dankbar nehme ich, nunmehr um meinen Ehrgeiz beraubt, sein Angebot an.
Und weil er nun eine automatische Anlage hat und den manuellen Sat- Finder nicht mehr braucht, schenkt er ihn uns sogar!
Wow, das ist aber wirklich nett! Vielen Dank!
Mit dem Sat- Finder peile ich nun den Astra erneut an und als ich der Meinung bin, dass wir den Satelliten korrekt angepeilt haben, bitte ich Anja den Receiver vom Sat- Finder- Modus auf den TV- Modus umzuschalten.
Und obwohl unser Sat- Receiver der Meinung ist, dass wir den Astra nicht korrekt angepeilt haben, flimmert plötzlich RTL über den Bildschirm!
Juchu!
Vielen Dank Theo! Du hast mir, aber besonders Anja, den Wunsch- TV- Abend gerettet!

So, nun muss es aber schnell gehen!
Schon während meines „unfreiwillig langen Aufenthaltes“ auf dem Dach sind mir die leckersten Gerüche vom Grillfest am Pavillon in die Nase gestiegen. Würstchen, Steak, Gemüse, all diese Gerüche kommen bei mir an und sammeln sich in der Luft, dass einem wirklich das Wasser im Mund zusammen läuft.

         
Uh, da grillen aber schon viele!                                   Macht aber nix, mit unserem Grill setze ich mich dazu

         
ein paar sitzen draußen…                                         …und ein paar im Zelt. Jeder, wie er mag!

Schnell die Kohle geschnappt und dann rüber zur Grillwiese, wo ich unsere neueste Errungenschaft in Betrieb nehme.
Es handelt sich um unseren neuen Kohlegrill, einem Produkt „Made with proud in America for your best Barbecue“, es handelt sich um einen „ Son of Hibachi “!
Dieser knapp 80 Euro teure Grill ist ein Meisterwerk technischer Raffinesse und sorgt selbst für ungeübte Grillmeister für die besten Grillergebnisse.
Einmal haben wir ihn zuhause auf dem heimischen Balkon ausprobiert und waren sowas von begeistert!
Der Grill vereint mehrere Pluspunkte auf einmal:

  1. sehr schnelle Anglühzeit
  2. sehr heißer Grillrost (ideal, um die Poren des Fleisches zu verschließen)
  3. kompakte Maße
  4. selbstreinigender Effekt

Besonders das letzte Argument mit dem selbstreinigenden Effekt war für uns kaufentscheidend!
Denn wer kennt das nicht auf dem Grillplatz, wenn man am Abend, nach dem Genuß der leckeren Steaks und Grillwürstchen, sich noch mit schwerem Bauch zum Servicehaus schleppen muss, um den Grill zu spülen. Dies ist nun Vergangenheit!
Der Grill verfügt nämlich über die kecke Funktion des Zusammenklappens. Dieser Effekt wird hierbei sowohl für das Anheizen des Grills auf schnelle Temperatur, sowie für das anschließende regelrechte „Freibrennen“ der massiven Grillroste genutzt.
Einmal zusammengeklappt entsteht nämlich der sogenannte Kamineffekt, der die Hitze vom Feuer auf die Kohlen und die Grillroste überträgt.
So, nun aber genug der Lobhuddelei, es geht darum den Bauch zu füllen!
Den Grillvorsprung meiner Mitgriller habe ich dank unseres Grills ganz schnell eingeholt. Nur 10 Minuten, nachdem ich unseren Grill an den Start gebracht habe, liegen schon die ersten Steaks auf dem Rost. Die Kohle hat ideale Weißglut bekommen und kaum liegen die Steaks auf dem Grill, verschließen die super- heißen Grillroste sofort die Poren des Fleisches. Und auch dieses Mal gelingt es mir, ohne dass ich was dafür getan habe, dass das Fleisch somit von außen kross und von innen schön saftig bleibt!
Dazu noch schnell ein paar Grillwürstchen und ein paar Grillfakeln dazu, fertig ist der Grillteller á la transitfrei! 😉

    
Unser Son of Hibachi im Einsatz, das geht jetzt „ratz-fatz“!

Nur mit den Würstchen hätte ich vielleicht besser die Grillroste eine Stufe weiter oben eingeschoben. Denn genau so schnell, wie der Grill das Fleisch anbrutzelt, verbrennt er auch die dünne Haut des Würstchens. Uh, die ersten Würstchen sehen optisch eher einem langgezogenen Kohlestückchen ähnlich, als dass man sie für eine Grillwurst halten kann.
Naja, Verschnitt, wir lernen ja noch… 😉

Passend zum Essen schaut auch Anja um die Ecke und bringt unser Geschirr und Besteck mit. Und wie „Tipsel“ es recht passend beschrieben hat, speisen wir aus „logistischen Gründen“ gleich hier vor Ort am Grill. 😉
Geht ja auch gar nicht anders! Bei der großen Hitze musst du ständig auf der Hut sein, dass das Grillgut nicht verbrennt!

Nach dem Essen aber kommt natürlich das Beste! Einfach den Grill zuklappen und das wars!
Abspülen und die alte halb verbrannte Kohle auskratzen? Nee! Durch den komprimierten Kamineffekt brennt die Kohle vollständig runter, als einziges bleibt ein kleiner Rest Asche in der Asche- Schublade zurück, was sich hinterher kinderleicht entsorgen lässt.
Prima!

Der Abend klingt dann ein weiteres Mal am Feuertopf auf, den Konrad und Wiebke wieder mit besonders trockenem Holz bestücken.
Erneut sitzen wir erhaben um das Feuer herum und erzählen uns Geschichten, Fachsimpeln und Traschen.
Ein wenig kommt „Lagerfeeling“ auf. Fast so, als würde sich eine Armee am Vorabend einer Schlacht an den Lagerfeuern auf den morgigen Tag vorbereiten und den gefallenen Helden er letzten Schlachten ihre Ehre erweisen.
Dumm nur, dass ich mit meinem Eindruck irgendwie alleine bleibe, außer mir mag nämlich keiner meiner Mitwohnmobilisten in die Schlacht ziehen! 😉

Anja bekommt von dem übrigens kaum etwas mit. Sie sitzt bei vertrauten Klängen vor ihrem Abendprogramm. Ein Glück, dass das geklappt hat!

Ein kleines Abenteuer (ganz ohne Schlachtgetümmel) kann ich dann aber doch noch berichten! Einer der Forenkollegen hat sich nämlich eher unfreiwillig aus seinem Mobil ausgesperrt! Die Türe war zugeschlagen und der Riegel ist hierbei hochgeschnappt. Sowas blödes!
Aber zum Glück ist das Badezimmer offen und so komme ich in die seltenen Genuss, einmal selber derjenige zu sein, der in ein Wohnmobil einbrechen muss!
Mit unserer Alkovenleiter an der Außenwand klettere ich geschmeidig wie eine Gazelle durch das Badezimmer in den teuren Weinsberg. Fast kopfüber falle ich hierbei in die Duschtasse, kann mich aber mit den Händen gerade noch rechtzeitig abstützen. Oh. Mann! Als Einbrecher tauge ich wirklich nichts! Hätte hier jemand geschlafen, wäre er spätestens jetzt durch den Plumps wach geworden! Sichtlich erleichtert für den Besitzer kann ich aber so die Aufbautüre wieder öffnen und das Mobil freigeben.
Das Thema sorgt am Abend noch für einigen Gesprächsstoff am Lagerfeuer…

     
Der Abend klingt gemütlich aus! Dank des Feuertopfes ist es auch schön warm!

Zitat des Tages: (Anja völlig cool zum Piloten Jörg nach dem Einsteigen): Anschnallen braucht man sich nicht, oder? Wenn wir abstürzen, ist dies doch eh egal, ja?

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