Heute wird ebenso früh aufgestanden, als ob wir in der Woche zur Arbeit müssten. Passt mir eigentlich nicht so sehr. Noch immer steckt mir ein wenig die Zeitumstellung der letzten Woche in den Knochen und seit der Uhrumstellung habe ich noch kein Mal ausschlafen können. Fehlt mir jetzt.
Nichts desto trotz beginnen wir mit den letzten Arbeiten und räumen die letzten Dinge wie Lebensmittel oder den Reiseproviant ins Wohnmobil. Schuhe dürfen auch nicht fehlen und natürlich kommen die Fahrräder mit!
Zwar sieht der Wetterbericht eher verdeckten, wolkenverhangenen Himmel mit zweitweise Regen vor, aber mit ein wenig Glück kommt es ja auch anders und wir werden einen schönen Osterurlaub verbringen.

Mein erster Weg an diesem Morgen führt mich natürlich gleich zum Bäcker, denn für den heutigen gemeinsamen Suppenabend des Forentreffens habe ich die Verantwortung für das Baguette übernommen.
Im Vorfeld gab es hierzu bereits einigen Gesprächsbedarf, ob es nun 10 oder 20 Baguettes werden sollen. Da wir uns nicht einigen konnten, habe ich mich einfach für die goldene Mitte entschieden und 15 Baguettes gekauft. Wird schon reichen.
Und wenn doch nicht, bin ich nicht schuld 😉

         
Der nächste Morgen, die letzten Reisevorbereitungen      Erstmal fix rüber zum Bäcker…

         
…und die Baguettes für den Suppenabend abgeholt!    Dann geht es weiter mit Fahrräder verladen…

Wie immer brauchen wir natürlich für das gesamte Prozedere länger, als wir ursprünglich angedacht haben. Und obwohl wir heute Morgen um 7 aufgestanden sind und spätestens (aber wirklich allerspätestens!) um 10 losfahren wollten, ist es mal wieder 11 geworden, bevor wir endlich loskommen.
Kurz haben wir sogar noch überlegt, ob wir unsere Katzen Minki & Dori mitnehmen sollen, aber für nur eine Woche die beiden ins Wohnmobil zwängen wollen wir dann auch nicht, also macht mein Dad wieder den „Catsitter“. Das kann der richtig gut 😉

Für die Fahrt runter nach Herzogenaurach habe ich mir von Köln aus natürlich die A 3 ausgesucht. Bis Frankfurt fast überall dreispurig ausgebaut kommt man dort für gewöhnlich recht zügig voran.
Aber schon auf dem ersten Meter warnt uns unser Navi vor einem fetten Stau von 9 Kilometern und einem Fahrtzeitverlust von fast einer Stunde!
Gut, programmieren wir eine Alternative und landen prompt auf der A 61.
Die fahre ich eigentlich ungern, weil sie durchgehend fast nur 2- spurig ist, durch das bergige Land des Hunsrück führt (die A 3 mit ihren Anhöhen ist mir irgendwie sympathischer 😉 und man durchgehend nur 130 fahren darf. Aber da wir eh mit dem Wohnmobil unterwegs sind und 130 km/h somit eine nicht erreichbare Utopie darstellen, können wir auch ruhig auf der A 61 gen Süden fahren.

         
Die Reise geht los, der Weg ist das Ziel!                     Und rasch rauf auf die Autobahn! Ab dafür!

Dummerweise wird auch auf der A 61 Stau angezeigt, der mir natürlich ebenfalls nicht gefällt. Und aus früheren Touren weiß ich, dass Alternativrouten zur A 61 auf der Landstraße nur mit großen Umwegen möglich sind. Und diese mag ich mal gar nicht!
Also schwenken wir kurz darauf noch vor Bonn von der A 61 wieder rüber und fahren ein großes Stück Landstraße, um wieder in Richtung A 3 einzuschwenken.

         
War ja klar! Osterstau auf der A 61!  🙁                                  Aber nicht mit uns! Fahren wir eben über die Landstraße! 😉

Da dort der große Stau kurz hinter Bonn verzeichnet war, können wir diesen mit unserer Umwegsfahrt über die Dörfer zwischen Hürth und Bonn sogar noch umfahren und dann den Rest der A 3 bis Frankfurt, Würzburg und final bis Erlangen durchrauschen.
Tatsächlich verläuft der Rest der Fahrt angenehm, die A 3 ist schön leer (heute fahren ja keine LKW) und wir kommen hervorragend durch.

         
Juchu! Freie Fahrt auf der A 3…                                  Nur nicht übermütig werden! 😉 Fotospass am Elzer Berg

Gegen 14 Uhr legen wir auf der Raststätte Medenbach eine kleine Mittagspause ein und lassen uns ein paar Brötchen schmecken, die Anja heute früh noch in aller Eile für uns geschmiert hat. Pünktlich wie gerufen kommt zum Mittagssnack dann sogar die Sonne raus und wir lassen uns unser Salamibrötchen sowie ein Croissant in den ersten wärmenden Sonnenstrahlen des Frühlings 2010 draußen schmecken.
Mjam!

         
Mittagspause an der Raststätte Medenbach               Hier schmeckt uns unser Salamibrötchen 🙂

Wenig später fliegt Frankfurt durch.
Buchstäblich! Denn die A 3 passiert genau die Einflugschneise des Frankfurter Flughafens, was natürlich für einige schöne Bilder der anfliegenden Maschinen oberhalb der Autobahn sorgt. Hoffentlich verwechseln die Damen und Herren über uns nicht unsere Autobahn mit ihrer Landebahn 😉

         
Direkt über der Autobahn verläuft die Einflugschneise     Die Flieger landen hier im Minutentakt!

         
Heh! Komm mal nicht hier runter du! Das ist die Autobahn!   Na geht doch! Über unseren Köpfen hinweg gerauscht.

Auf dem weiteren Weg gebe ich dann sogar noch ein wenig mehr Gas, als sonst üblich. Die Uhrzeit sitzt uns ein wenig im Genick, denn wir haben bereits 16 Uhr durch und sind noch immer nicht da. Da für den heutigen Suppenabend die Brotverpflegung von uns kommt (wir haben ja die 15 Baguettes dabei) und die anderen bestimmt spätestens ab 17 Uhr auf uns warten, muss es jetzt etwas schneller gehen.
Das Wohni auch mal „schneller“ kann, weiß ich ja von unserer Oberhausen- Tour, also kraxeln wir auf die 100 rauf und rauschen so bis Herzogenaurach durch, wo wir um kurz vor 5 von der Autobahn abfahren.

         
Jetzt geben wir mal ein bissi mehr Gas!                     Und erreichen schwupp-di-wupp schon Erlangen!

Nach einer kurzen Fahrt über Land erreichen wir um kurz nach 5 das Flugplatzareal, wo man offenbar schon sehnsüchtig auf uns gewartet hat.
Zum Glück sind wir aber nicht wirklich zu spät. In meiner Horrorvision sitzen nämlich alle schon am fertig gedeckten Tisch, haben einen dampfenden Teller leckerer Suppe vor sich stehen und warten stumm auf unsere Ankunft. Das wäre schlimm!
Im Moment sind einige User aber zum Glück noch damit beschäftigt, einen größeren Zeltpavillon aufzustellen. Dieser wird wohl auch dringend gebraucht, denn es ist wirklich knackig kalt und frisch!
Nichts desto trotz sind fast alle User und Camper des Forentreffs draußen und begrüßen uns natürlich, was ich ganz toll finde!
Wir parken etwas abseits, damit wir es am Abend etwas ruhiger haben, wenn der Großteil der Meute draußen feiert, balancieren fix auf einen Auffahrkeil, switchen den Kühlschrank von 12 V auf Gasbetrieb und richten uns kurz häuslich ein.

         
Ankunft! Da rechts auf der Wiese stehen die Wohnmobile!    Da stellen wir uns einfach mal dazu! 😉

         
Die Wohnmobilreihe von Anfang an…                          …alle stehen brav nebeneinander.  😉

      
Die Reihe nach links…                                                                …und die Reihe nach rechts

    
Und in der Mitte entsteht mit großen Zelten ein Pavillon, das wird schön! 🙂

Dann bringe ich die Baguettes rüber ins mittlerweile aufgebaute Zelt und schneide die ersten Stücke vom Brot ab.
Viele flinke Hände wuseln um mich herum, draußen wie drinnen werden auf Gasheizern diverse Suppen aufgebaut, die allmählich richtig gut riechen!
Natürlich wollen wir diese nun auch probieren und schnappen uns unseren neuen Campingtisch, den wir gerade erst vor ein paar Tagen im Obelink extra für die lange Tafel des Forentreffs gekauft haben. Denn als Alternative haben wir ja nur einen Einstecktisch, der -mangels Tischbeinen- ja immer fest am Fahrzeug angebracht werden muss.

         
Nun werden alle Tische aneinander gereiht!               und im Pavillon stehen die Suppen bereit!

Und so sitzen wir zwischen Maxima, Maximus, Robbes, Oberstdorfers, Krabbe und Theo zusammen und lassen uns die verschiedensten Suppen schmecken, die uns hier aufgetischt wurden.
Ganz besonders lecker ist hierbei eine Suppe mit einer leckeren Art Mettwurst darin. Ich glaub grüne Bohnen und Graupen oder Reis sind auch dabei.
Ebenso lecker und unsere „Suppe des Abends“ ist aber die Suppe von „Rundefan´s“, die eine wirklich sehr leckere Käsesuppe mit Hackfleisch beigesteuert haben. Die schmeckt sowas von gut! Wow!

Nach dem Essen wird aufgeräumt und gespült. Zu meinem Glück übernimmt Anja diesen Part ganz alleine. Denn sie ist noch immer ein wenig erkältet und möchte ungern draußen an der zunehmend auffrischenden und sich abkühlenden Luft sitzen. Für mich beginnt dann der „lustige Teil“ des Abends, denn ich bleibe mit dicker Jacke draußen bei den anderen.
Einige Hartgesottene halten es noch weit bis nach 22 Uhr an den aufgereihten Tischen aus, mich und einige andere zieht es allerdings an den wärmenden Feuertopf, den Wiebke und Konrad inklusive Feuerholz für den Abend aufgetrieben haben.
Im Schein des mystischen flackernden Feuers, des Knisterns und Knacken von Holz sowie der wohligen warmen Wärme, die der Feuertopf ausstrahlt und uns auch bei größter Dunkelheit noch immer ein diffuses Licht spendet, lassen sich nun einmal am besten die schönsten Camping- und Reisethemen austauschen. Norwegen, Italien, Nordkap und Adria tauschen durch die Runde, dazu Technisches zum Wohnmobil oder der neueste Klatsch und Tratsch, von dem sogar ich ein wenig überrascht bin. 😉

         
Es wird Abend am Flugplatz…                                   Kerzenlichter spenden warmes Licht

    
„Star“ des Abends ist aber ganz klar der Feuertopf! Schöne Wärme aus einem knisternden Feuer! Super! 🙂

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