Schon mit dem ersten Augenaufschlag erwarte ich eigentlich das für heute angekündigte Gewitter über uns zu spüren. Aber nichts dergleichen kommt vom Himmel, im Gegenteil!
Durch die Schlitze der Dachluke scheint erneut die Sonne, die Vögel zwitschern und das wenige, was wir vom Alkoven aus vom Himmel sehen können, sieht eigentlich recht blau und zufrieden aus. Aha, Fehmarn wird somit nicht zu Unrecht die Sonneninsel genannt. 😉
Aber: In der Ferne auf der Landseite sind dann doch einige graue Schleier zu erkennen, ich bin gespannt, ob diese uns heute einholen werden, oder ob es uns gelingen wird, während unserer heutigen Fahrt mit dem Wohnmobil vor dem schlechten Wetter bleiben zu können.

Fürs lange im Bett fletzen bleibt sowieso keine Zeit (ob nun mit Sonne oder Wolken), denn heute wollen wir, nach 3 Ausruhtagen, endlich wieder weiter ziehen.
Aber ob es nun weiter nach Osten oder zurück nach Westen geht, dass wissen wir noch immer nicht so genau.

Zum Start des Tages packt Anja aber zunächst einmal unsere Waschbeutelchen, dann geht Anja schon mal duschen. Ich hingegen wasche mich erstmal nur gründlich.
Klar, dass ich daher schon gegen halb 10 recht früh zurück am Wohnmobil bin.

         
Der nächste Morgen: Der Himmel bedeckt…               …wir spazieren über einen fast leeren CP zum Servicehaus

Ich beginne sogleich mit den restlichen Vorbereitungsarbeiten für unsere Abreise.
An unserem parzelleneigenen Versorgungsanschluss füllen wir unseren Wassertank und die Kanister auf, danach entledigen wir uns mithilfe einer Schüssel des Grauwassers und auch den Toilettentank gehe ich an der Chemiekloentsorgungsstelle im Servicehaus entleeren.
Anschließend sammele ich unsere Auffahrkeile ein, die durch das lange Stehen auf einem Platz schon ziemlich in der Erde eingesunken sind und auf der Wiese deutliche Spuren hinterlassen haben.
Es war klug von mir, nicht vor den restlichen Arbeiten am und ums Wohnmobil duschen zu gehen, denn durch das anhaltend warme aber auch feuchte Klima komme ich dabei so richtig ins Schwitzen.
Für einen ganz kurzen Moment hatte es vorhin sogar geregnet (vielleicht 3-5 Minuten), aber diese kurze Regenguss von oben hat ausgereicht, um die warme Wiese durch den plötzlichen Feuchtigkeitsschub in eine ziemliche Waschküche zu verwandeln. Fast wie im Regenwald…

Zwischenzeitlich ist Anja dann vom Duschen zurück und so kann ich nun final duschen gehen, bevor wir endgültig ab- und weiterreisen.
Zeit genug haben wir und länger wie eine halbe Stunde brauche ich nicht.
Ich schnappe mir fix das von Anja flugs gepackte Duschbeutelchen und eile rüber ins Servicehaus, wo ich mich im Schnellverfahren einmal gründlich abdusche.

Zurück am Wohnmobil ziehen wir dann nur noch den Strom ein und schon rollen wir gegen kurz vor 11 vom Platz.

In der Rezeption zahlen wir unsere Übernachtungskosten und beratschlagen uns noch kurz mit dem freundlichen Rezeptionisten, der uns wie bei einem Briefing (Piloten kennen das, man nennt dies: NOTAM´s 😉 über die aktuelle Wetterlage informiert.
Er schlägt vor, weiter nach Osten zu fahren, denn an der Nordseeküste soll das Wetter bereits schlecht und stürmisch sein, im Osten hingegen bleibt es vielleicht länger stabil.
Es wäre aber möglich, dass das Gewitter knapp unterhalb der Küstenregion vorbei zieht und wir ohne Kontakt zu weiteren Regen- oder Gewitterschauern aus der Nummer raus kommen.
Wenn dem aber so ist, dann auf jeden Fall an der Ostseeküste.
Echt nett, diese genaue Vorhersage, ein toller kundenfreundlicher Service!

         
Vorgefahren zur Rezeption…                                            In der Rezeption (links) bekommen wir gute Infos zum Wetter

Die uns gegebene Wetter- Info gibt dann den finalen Impuls, wir werden also weiter in Richtung Osten fahren.
Als erstes aber steuern wir ein weiteres Mal Burg auf Fehmarn an.
Wer aufmerksam unseren Tagesstart verfolgt hat wird gelesen haben, dass wir kein Frühstück eingenommen haben.
Nur einen Pulverdrink für Anja und einen Becher Milch für mich haben wir uns zum „flüssigen Frühstück“ reingezogen, da wir einerseits lieber etwas länger im Bett gekuschelt haben, aber andererseits, nach dem späten Abendessen gestern, auch nicht unbedingt hungrig in den Tag gestartet sind.
Auch müssen wir ein paar Geburtstagsgrüße auf die Reise bringen und noch ein Mitbringsel besorgen und wo ginge dies besser, als in Burg?

Wir steuern also den Parkplatz Ost an, auch wenn man dort nunmehr eine Gebühr entrichten muss.
Als Fehmarn- Fan sieht man sich so langsam echt harten Zeiten ausgesetzt.
Erst die Kurtaxe von 1,- € pro Person und Tag und nun muss man auch noch für das Parken in Burg bezahlen.
Echt schade!

         
Unterwegs auf Fehmarn, nun mit dem Wohnmobil        Der Himmel grau, hoffentlich bleibt es wenigstens trocken

         
Wir steuern die Wohnmobilreihe des Parkplatzes Ost an       Und parken stilecht bei den Kollegen 🙂

Wir entschließen uns, dass wir Burg nur kurz besuchen und uns nicht großartig irgendwo niederlassen werden, wie wir es 2007 für ein üppiges Frühstück im Stadtcafe getan haben.
Wenn es Geld kostet, damit wir die gastronomischen Angebote nutzen können und sich dies auf die Parkzeit auswirkt, dann muss die Gastronomie in Fehmarn an diesem Tag eben auf uns verzichten. Sie wird es wohl verkraften…

Wir löhnen die kleinste mögliche Einheit mit 1,- € für 2 Stunden und verschwinden dann schnellen Schrittes auf Burg.
Anja drückt es dabei treffend aus, denn eigentlich waren wir ja schon vorgestern hier und seit vorgestern hat sich ja auch nichts verändert.
Aber, wie Anja zurecht meint, kommt man von „lieb gewonnenen Urlaubsregionen“ einfach nicht los und so ist es wohl nicht verwunderlich, dass wir uns wieder und wieder von Fehmarn und Burg fast schon wie magisch angezogen fühlen, wenn wir auch nur in der Nähe sind.

         
Und wieder in Burg auf Fehmarn 🙂                                         Hier mal das Rathaus, gleich am Marktplatz

Als erstes spazieren wir zur Post in der Zufahrtsstraße von Burg, wo wir etwas überrascht feststellen müssen, dass die Postfiliale in Burg geschlossen hat und wohl durch einen Postshop ersetzt wurde.
Dieser Postshop wurde auf den Marktplatz 2 versetzt und wenn mich nicht alles täuscht, ist dies auch die Adresse des Kaufhauses Stolz.
Mit einigen Zwischenstopps in Souvenirläden und Stöbern im dortigen reichhaltigen Angebot spazieren wir also zurück ins Zentrum und finden im Kaufhaus Stolz dann tatsächlich im Untergeschoß neben der 1,- €- Abteilung auch einen kleinen Postschalter, wo wir unseren Luftpolsterumschlag mit einem kleinen Geburtstagsgruß für Anjas Großnichte aufgeben können.

Dann kaufen wir noch ein paar Süßigkeiten für mich und kaufen dann auch endlich einen dieser überdimensionalen Kaffeepötte, der als Blumentopf gedacht ist. In Kappeln haben wir sie ja auch schon gesehen, aber die gewünschte Farbe dort nicht bekommen. Bei unserer Radtour vorgestern war der Wunschtopf dann dabei, aber da wir mit dem Rad da waren, haben wir ihn nicht gekauft. Wäre sonst blöd gewesen mit einem schweren und vor allem zerbrechlichen Keramiktopf am Fahrrad zu balancieren.
Nun aber kaufen wir den natürlich.
„Prima“ meint Anja, „dann habe ich den ja auch schon!“
Und schön sind die ja die Töpfe, das muss man sogar als Mann sagen! 😉

         
Auf Souvenirjagd in Burg auf Fehmarn                                   Die Auswahl ist größer, als jemals zuvor

         
Überall kann man sich mit den schönsten Sachen eindecken      Schiffe, Tasse, Leuchttürme, Rettungsringe, alles da!

Wieder auf dem Marktplatz angekommen, rollt gerade der kleine Info- Inselbus an uns vorbei und kommt vor unserer Nase zum stehen.
„Entdecken Sie die Insel mit unserer Rundfahrt und vielen Insidertipps“ (so, oder so ähnlich 😉 lädt der Bus zu einer kleinen Rundfahrt über die Insel ein.
Und obgleich ich natürlich Interesse an dieser Rundfahrt hätte, müssen wir leider den Bus „fahren“ lassen. Zu knapp wäre wohl die Zeit mit unserem Parkticket und ein Knöllchen auf Fehmarn möchte ich nicht riskieren.
Echt schade mit der Parkzeitbegrenzung. 🙁

         
Wir spazieren weiter durch Burg                                             Überall locken kleine Terrassen zum Niederlassen

Grob schlagen wir nun die Richtung zurück zum Parkplatz Ost ein und queren etwa in Höhe des Restaurants „Doppel- Eiche“ die Straße.
Schräg gegenüber entdecken wir dann „Franky´s Imbiss“ und da besonders ich einen unbefriedigten Wunsch nach einer leckeren Portion Pommes vor mir her schiebe, kehren wir kurzerhand bei Franky ein und ordern 2 mal Riesencurrywurst mit Pommes und 2 Cola. Dafür wird die Zeit wohl gerade noch reichen…

Das Essen wird dann auch recht schnell zubereitet und schmeckt für ein Imbissgericht ganz gut. Ein kleiner Rest bleibt dennoch übrig, Franky hat es mit den Pommes fast schon zu gut gemeint, denn alles schaffen wir nicht aufzuessen.

         
Vorne an der Ecke ist „Frankys Imbiss“                                  Hier gibt es erstmal lecker Mittagessen  🙂

Satt und vollgefressen kugeln wir dann zurück zum Parkplatz Ost, wo wir wieder unser Wohnmobil boarden.
Wir switchen den Kühlschrank von Gas auf 12V für die nun kommende längere Fahrtetappe und sagen Burg kurz nach halb 1 auf Wiedersehen.
Höchstwahrscheinlich zum letzten Mal für dieses Jahr, denn ich denke nicht, dass wir es dieses Jahr nochmals in diese Region schaffen werden.
Macht aber auch nichts, die Insel wird, auch mit der neuen Brückenquerung über den Fehmarnbelt, wohl nicht im Meer versinken und bei dem tollen Campingplatz wären wir verrückt, wenn wir nicht ein weiteres Mal in diese Region fahren.
Wie gesagt, eine lieb gewonnene Urlaubsregion, wenn auch mit Kurtaxe und kostenpflichtigem Parkplatz Ost…

         
Wieder am Parkplatz Ost, Wohni wartet schon 🙂                  Weiter geht´s

Ohne besondere Vorkommnisse erreichen wir kurze Zeit später den Fehmarnsund. Und jetzt muss ich einfach mal hier vor der Brücke anhalten. Normalerweise geht das mit dem rauf- und runter fahren viel zu schnell und man hat gar keine Zeit, sich richtig von der Insel zu verabschieden.
So aber halten wir kurz an der Bushaltestelle und machen schnell noch ein paar Bilder, bevor unsere Wohnmobil- Rundreise an der Deutschen Ostseeküste wieder weiter geht.
Machs gut Fehmarn, bis zum nächsten Mal!

     Blick von der Fehmarnsundbrücke auf die Insel Fehmarn
Stopp an der Fehmarnsundbrücke: Blick auf die Sommersonneninsel Deutschlands, Fehmarn

         
Schon fahren wir über die Fehmarnsundbrücke                    Auf der anderen Seite: Deutsches Festland

Kurz darauf sind wir auch schon auf der Autobahn A 1, wo ich gemächlich rauf bis auf 100 km/h beschleunige.
Schon auf der Landstraße habe ich mit Wohlwollen festgestellt, dass die Reparatur bzw. das Einfetten der Tachowelle das unangenehme Knistern und Tackern der Welle beendet hat.
Ruhig zieht die Tachonadel ihre Bahnen und auch das nervöse Zittern der Nadel zwischen 80 und 90 km/h scheint fast weg zu sein. Nur noch ein leichtes Zucken ist im kritischen Bereich bei etwa 80 km/h zu vermelden, sonst läuft das Teil absolut rund. Sehr schön!
Echt super, wie man hier bei unserem alten Wohnmobil doch noch so einiges selber machen kann.
Hätten wir ein neues Wohnmobil und hätten wir mit diesem ein Tachopoblem, würde bestimmt nur eine Warnlampe, mit der Aufforderung eine Werkstatt aufzusuchen, entsprechend blinken.

Gut gelaunt und bei schönstem Sonnenschein verlassen wir kurze Zeit später schon wieder die Autobahn.
Wir wollen ein weiteres Mal eine Urlaubsregion zumindest für eine Kurzbesuch ansteuern, die wir aus einem früheren Urlaub her schon kennen.
Es ist schon merkwürdig, dass es einen immer wieder an alte und lieb gewonnene Orte und Regionen zurück zieht und wir dies zumeist immer genau dann machen, wenn wir gerade etwas neues entdeckt haben.
Vielleicht ist es der Wunsch nach etwas Vertrautem, nachdem wir so viele neue Dinge wie die gesamte Ostküstenregion Dänemarks bis rauf nach Skagen erkundet haben oder man hat einfach schöne Erinnerungen an einen Ort, die man gern wieder aufleben lassen möchte.

Wir jedenfalls fahren schon in Scharbeutz wieder von der Autobahn ab, um dort auf der uns aus der Frühjahrstour 2007 (damals noch ohne Wohnmobil) bekannten Landstraße zwischen Scharbeutz bis nach Timmendorfer Strand bzw. Niendorf zu fahren.
Besonders der kleine aber charmante Hafen von Niendorf lockt mich da ein wenig an und ich habe Lust dort ein wenig spazieren zu gehen und vielleicht noch ein Fischbrötchen zu verspeisen. Denn im Hafen Niendorf liegt immerhin einer der gut platzierten Bezugsquellen unseres Fischbrötchen- Duchemins aus 2007… 😉

         
In Scharbeutz fahren wir von der Autobahn ab                       Nun geht es über die Dörfer weiter

         
wir passieren den Wohnmobilstellplatz von Scharbeutz        und halten bei schönstem Sonnenschein Kurs auf Niendorf 🙂

Schon bei der Fahrt über die Landstraße fällt uns beiden auf, wie warm und fast schon drückend schwül es doch geworden ist.
Und das, obwohl wir uns hier noch an der Küste befinden, wie warm muss es dann erst in den letzten Tagen bei uns zuhause oder in Süddeutschland gewesen sein???
Uns kann es nur recht sein, obwohl mir das Wetter im Moment eigentlich schon fast zu warm ist. Ob ich mir eine kleine Abkühlung beim Universum bestellen sollte?
Besser nicht, sonst fängt es nachher noch an zu regnen…

Niendorf erreichen wir gegen kurz nach halb 2. Zu unserer Überraschung finden wir eine Beschilderung auf einen Wohnmobilstellplatz am Vogelpark / Hafen vor, der wir zunächst einmal folgen.
2007 bei unserem ersten Besuch von Niendorf haben wir ja noch kein Wohnmobil gehabt, daher sind uns diese Schilder damals vielleicht nicht aufgefallen.
Aber wenn es hier im Hafen einen Stellplatz gibt, warum dann nicht auch nutzen?

Wir finden den Stellplatz recht schnell bei N 53.99088° / E 10.81406° und müssen sagen: Hut ab!
Da hat man an alles gedacht. Es gibt eine große Versorgungsbox mit Frisch- und Abwasser, ein Toilettenhäuschen und natürlich auch einen Parkscheinautomaten.
Letzterer erfreut uns leider weniger, denn als einzige Möglichkeit gibt es nur einen Tagesparktarif für 7,50,- €
Zusätzlich kann man passenderweise auch gleich die Kurabgabe am Automaten lösen. Von 0 bis 15 Uhr beträgt diese 3,- €, ab 15 Uhr nur noch 1,50 €.
Erholt man sich denn nach 15 Uhr weniger gut, dass es dann nur noch die Hälfte kostet?
Naja, war ein Witz…
Die Kurtaxe erscheint mir eh recht hoch, wenn ich das eher gewusst hätte, wären wir nicht auf diesen Platz gefahren.
Und ich entscheide mich dann auch gegen diesen Platz, zumal wir eh nicht den ganzen Tag hier verbringen wollten, daher brauchen wir auch kein 24- Stunden Parkticket!

         
Ankunft am Wohnmobilstellplatz von Niendorf                       Erstmal parken und die Preise erkunden gehen

         
Der Platz ist voll ausgerüstet, u.a. eine Servicebox (links)     Blöd: Am Parkautomaten gibt es NUR 24 Std- Tickets 🙁

Ich sprinte mit meinen neuen Erkenntnissen zurück zum Wohnmobil, um der dort wartenden Anja von meiner Parkautomaterkundungsmission zu berichten.
Sie ist meiner Meinung, 7,50 € plus Kurtaxe zahlen wir nicht.
Wir starten unseren Wohni wieder und versuchen unser Glück lieber in einer Seitenstraße in Niendorf, wo wir vielleicht auch recht passabel parken können.
Lange suchen müssen wir zum Glück nicht. Bei N 53.99146° / E 10.80811° finden wir einen ausreichend großen Längsparkstreifen direkt an einem kleinen Park. Unser Wohni steht hier sogar ein wenig im Schatten und da zu unserem Glück hier auch kein „Parken / Halten verboten“- Schild aufgestellt ist und darüber hinaus auch kein Parkticket verlangt wird, parken wir hier einfach kostenlos. Supi!
Sorry Niendorf, wir hätten ja als nunmehr treue Gäste auch am Vogelpark geparkt, aber wenn es nur ein einziges Tagesticket und kein Stundentarif zu zahlen gibt, dann müsst ihr an dieser Stelle eben auf unser Geld verzichten.
Mal sehen, wie lange es dann die Parkmöglichkeit am Park noch gibt…

         
Kostenlos am Park geparkt. Schön schattig…                  recht zentral gelegen und groß genug ist die Parkreihe auch

Wir switchen den Kühlschrank wieder auf Gasversorgung um und machen uns fertig für einen kleinen Hafenspaziergang.
Schon beim Öffnen der Aufbautüre schlägt uns eine drückende Wärme entgegen.
Puh, ist das heiß!
Ganz langsam, um möglichst nicht gleich los zu transpirieren, spazieren wir gemächlich in Richtung Wasser, wo wir dann natürlich auch den Hafen vermuten.
Ganz unvermittelt stehen wir dann an einem Strangzugang.
Auch gut, gehen wir eben am Wasser entlang, der Hafen kann ja von hier aus nicht so weit sein.

„Haben Sie eine Kurkarte dabei und die Kurtaxe entrichtet?“ eine forsche Dame aus dem Strandkorbvermieterhäuschen schaut uns streng fragend an.
Jetzt nur nicht zögern!
„Ja klar“ entgegne ich mit ebenso fester und überzeugender Stimme, sowie mit strengem Blick: „Wir haben ja unsere Ostseecard dabei!“
„Dann ist ja gut, willkommen am Strand!“ und mit einem zustimmenden leichten Nicken dürfen wir den Strand betreten.

         
Wir spazieren an den Kurstrand von Niendorf…                   eigentlich wollten wir aber in den Hafen! (Im Hintergrund)

Immerhin musste ich die Dame streng genommen auch nicht anlügen, was ich kurze Zeit später auch Anja erkläre, als sie mich mal wieder fragt, ob ich gerade nicht ein ganz klein wenig geschwindelt und beschissen hätte… 😉
Warum?
Nun, auf dem Campingplatz auf Fehmarn haben wir ja unsere Kurtaxe entrichtet und dafür auch eine sogenannte „Ostseecard“ bekommen.
Ob die hier gilt, weiß ich natürlich nicht, aber ich schätze mal eher nicht.
Wäre ja auch zu einfach gewesen, wenn man auf Fehmarn 1,- € pro Person bezahlt und mit dieser Karte dann hier in Niendorf im Gegenwert für 3,- € „kuren“ könnte…
Aber wenn die Dame der Kurverwaltung das nicht weiß, muss ich ihr dann meine Gedanken und Bedenken darüber auch noch mitteilen? Sie hätte sich die Karte ja auch alternativ zeigen lassen können, oder? 😉
Ich finde es eh unmöglich für den Zugang zum Strand auch noch Geld zu verlangen.
Der Strand hier ist vielleicht schon Millionen Jahre alt, was bildet sich da eine Kurverwaltung ein fürs Sandrechen oder Müll einsammeln auch noch Geld von eh schon zahlenden Touristen zu nehmen.
Die Gemeinde bekommt doch schon überproportional Geld aus der Gewerbesteuer der Tourismusbetriebe, warum reicht dies denn nicht? „Keine Grundsatzdiskussion bitte“ mahnt Anja. Recht hat sie, zurück zum Thema.
Die Dame hat ja wie gesagt nur gefragt, ob wir unsere Kurtaxe entrichtet haben und ob wir eine Kurkarte dabei haben.
Beide Fragen konnte ich wahrheitsgemäß mit „Ja“ beantworten und so bin ich immerhin kein Schwindler 😉
Lange bleiben wir eh nicht am Strand, denn schon nach wenigen Schritten wird klar, dass wir an dieser Stelle gar nicht bis zum Hafen vordringen können, ein Yachtclub ist uns da ein wenig im Weg!
Also zurück in den Park und an der Straße entlang marschiert, von der netten Dame am Kurtaxenabzockerhäuschen verabschiede ich mich natürlich freundlich, man ist ja kein Unmensch…

Nur wenige Schritte an der Hauptstraße entlang und schon können wir den Hafen auf der linken Seite ausmachen.
Und dies ist mal wieder so gar kein Vergleich mit all den Fischerhäfen, die wir noch vor wenigen Tagen in Dänemark erkundet haben. Nichts deutet hier darauf hin, dass hier reger Fischereibetrieb herrscht.
Die Boote sind famos herausgeputzt, es liegen keine Netze aus, nirgendwo entdecken wir Spuren wie Kisten oder Fischkartons und auch der urtypische Fischereihafengeruch, der uns in Dänemark schon einen Kilometer vorher in die Nase gestiegen ist, fehlt hier komplett.
Dies ist tatsächlich mehrheitlich ein Touristenhafen, wo zufällig auch ein paar Fischerboote liegen.
Welche der beiden Versionen uns nun besser gefällt, können wir aber gar nicht so recht entscheiden…

         
Gut, spazieren wir an der Straße entlang…                          Der Stein deutet es bereits an

         
Wir erreichen den schmucken Hafen von Niendorf               Da sind wir schon! 🙂

         
Der kleine Touristenhafen wirkt eher beschaulich                Nur vereinzelt sieht man mal ein „echtes“ Fischerboot

         
Hier geht es eher gemächlich zu                                        Auch die Möwen spazieren mehr, als dass sie fischen gehen

Endlich im Zentrum des Hafens angekommen, spazieren wir sogleich zum Brauhaus Klüver, wo wir uns mit einer herrlich erfrischenden Apfelschorle an einer der langen Bänke im Hafen in die Sonne setzen.
Fast hätte ich mich auch zu einer Portion Seelachs mit Pommes überreden lassen können, aber ehrlich gesagt liegt mir unser Mittagessen noch recht schwer im Magen.
Currywurst mit Pommes verdaut man nun mal nicht innerhalb von ein oder zwei Stunden…
Und so belassen wir es bei einer Apfelschorle, die immerhin den Durst löscht und in Kombination mit einem leichten Wind von der Seeseite für ein wenig Abkühlung sorgt.
Es ist wirklich drückend heiß heute!

Nachdem wir uns ein wenig ausgeruht haben, spazieren wir noch ein Stück weiter bis zum anderen Ende des Hafens.
Dann schlägt Anja vor, dass wir ja bis zu unserem alten Ferienhaus spazieren können, welches wir im Frühjahr 2007 für ein verlängertes Wochenende besucht haben.
Ich erinnere mich zum Glück noch recht gut und weiß, dass das schon ein ganz schönes Stück bis dorthin gewesen ist.
Normalerweise spaziere ich ja gern ein wenig durch die Gassen, aber im Moment ist es dafür einfach noch zu heiß.
Auf meine Bitte hin drehen wir also um und nehmen wieder Kurs auf unser Wohnmobil, wir werden gleich einfach die Hauptstraße entlang fahren und dann eben aus dem Wohnmobil unserem alten Feriendomizil „Haus Diana“ winken.

Direkt spazieren wir aber noch nicht zurück, zu groß ist die Verlockung auf frischen leckeren Fisch. Gleich hier an der Ecke finden wir nämlich auch eine Fischräucherei Klüver, die an der Frischetheke leckeren Fisch verkauft.
Wir bestellen ein Bücklingsfilet geräuchert für Anja und eine Schillerlocke für mich. Zur Schillerlocke muss ich allerdings sagen, dass ich diese nur bestelle, weil sie in der Auslage so lecker ausgesehen hat.
Welcher Fisch das nun aber ist und wie dieser schmeckt, weiß ich gar nicht! Aber dafür hat man ja auch Urlaub! Um sich auf Neues einzulassen und mal neue Geschmäcker zu entdecken. Mit der Schillerlocke habe ich jedenfalls am heutigen Tag meinen Mut und meine Bereitschaft dazu bewiesen. 😉
Da die Tüte noch nicht voll ist, packen wir noch 2 Matjesfilets dazu, die wir uns dann später in unserem eigenen Fischbrötchen servieren können.
2,30 € für ein Fischbrötchen mit Matjes war mir hier in Niendorf für den Moment (ich bin aber auch noch immer satt von der Currywurst) einfach zu teuer.
Zusätzlich nehmen wir noch 2 Dosen Feinschmecker- Labskaus mit, da Anja mit dem Billiglabskaus aus dem Plus auf den Geschmack dieses alten Seefahrergerichtes gekommen ist und nun gern mal eine andere Geschmacksvariante ausprobieren möchte.

         
Die zahlreichen gastronomischen Einrichtungen lassen wir aus  In der Hafenräucherei besorgen wir uns lieber frischen Fisch

Derart bepackt müssen wir nun natürlich Gas geben, damit der frische aber vor allem gegenüber der Hitze empfindliche Fisch schnell in den Wohnmobilkühlschrank kommt.
Und so sind wir schon um kurz nach halb 3 wieder zurück am Wohnmobil.

Von hier aus werden wir nun wieder unserer ehemaligen Ostseeroute von unserer Sommertour 2007 folgen und als nächstes Ziel Warnemünde ansteuern.
Damals strandeten wir kurz vor Warnemünde auf dem Campingplatz Börgerende mit einem defekten Kupplungsseil.
Dank dem Team von Abschlepp- Harry wurden wir dann nach Rostock zu einer Fiat- Werkstatt geschleppt, wo wir unter anderem auch einen Leihwagen vom ADAC bekommen hatten.
Mit diesem waren wir dann in Warnemünde und haben uns dort sehr wohl gefühlt.
Es hat uns dort sogar so gut gefallen, dass wir nach der Reparatur unseres Mobils und der Rückkehr auf den Wohnmobilstellplatz vor der Campingplatzschranke sogar noch ein weiteres Mal mit dem Fahrrad nach Warnemünde gefahren sind und das waren über 12 Kilometer für eine Richtung!
Besonders der leckere Vitamindrink hat es uns dort angetan und ich würde gern ein weiteres Mal so eine Gesundheitsbombe in mich rein kippen.

Wir folgen also der Durchgangstraße durch Niendorf in Richtung B 76, halten dann aber doch noch in Höhe unseres ehemaligen Feriendomizils ganz kurz an.
Aber nicht, um uns das Haus Diana noch einmal anzuschauen, sondern um in der gegenüberliegenden Backstube die herrlich leckeren Knackis- Brötchen zu kaufen, die wir heute Abend für unsere Matjesfilets und für die selbst gemachten Fischbrötchen vorgesehen haben.
Wenn schon Fischbrötchen, dann bitte nicht nur mit leckerem Fisch, sondern auch mit leckeren Brötchen 😉

         
Mit dem Wohnmobil fahren wir durch Niendorf                   kurzer Blick nach rechts: Dort liegt unser ehem. Ferienhaus

         
Schnell eine leckere Tüte Knackis- Brötchen holen…          …und schon geht es weiter

Nach dem Kurzeinkauf geht es dann aber endlich los in Richtung Warnemünde.
Und da die Uhr mit viertel vor 3 eigentlich schon recht weit fortgeschritten ist, folgen wir diesmal nicht vollumfänglich unserer alten Route, sondern fahren kurze Zeit später, nachdem wir immerhin wieder den mautpflichtigen Herrentunnel durchfahren und die ehemalige Deutsch-Deutsche- Grenze passiert haben (warum gibt es da nur ein blödes Schild und sonst nichts zu sehen???), auf die A 20 auf, um ein großes Stück bis nach Warnemünde auf der Autobahn zurück zu legen.
Zu meinem Ärgernis fängt dann auf der Autobahn ganz unvermittelt die Tachonadel wieder an zu flattern und auch das unangenehme „Tock-Tock-Tock“ aus dem Cockpit ist wieder da.
Ach wie ärgerlich! Ich hatte mich ja gerade gefreut und unser Wohnmobil gelobt, dass wir mit wenig Aufwand das Nervgeräusch in den Griff bekommen hätten.
Nun gut, rupfe ich die Welle bei nächster Gelegenheit eben wieder raus und schaue mal, ob sich das Fett vielleicht verflüchtigt hat oder so was.
Im Moment kann ich eh nichts machen. Wenn ich Anja jetzt damit komme, dass ich „nur mal eben anhalten will“, um die Tachowelle neu einzufetten, dann gibt das sicher Ärger…

         
Bei Lübeck…                                                                         …geht es durch den mautpflichtigen Herrentunnel

         
Danach geht es weiter auf der Landstraße                          Und vorbei! Deutsch-deutsche Grenze ohne Parkmöglichkeit

         
Nun sind wir „im Osten“ unterwegs 😉                                 Kurz darauf geht es auch die Autobahn A 20

         
Hier haben wir komplett freie Fahrt                                    bis wir bei Wismar wieder von der Autobahn abfahren

Wir halten also weiter streng Kurs auf Rostock/Warnemünde, bis wir um kurz nach 4 wieder von der Autobahn abfahren.
Und schon droht uns mal wieder die Tankleuchte mit vorzeitigem Reiseende…
Aber wir wollten eh hier abfahren und erkennen kurz darauf sogar eine Tankstelle wieder, wo wir ebenfalls im Rahmen unserer ersten Wohnmobilreise mal getankt hatten.
Damals waren wir auf dem Rückweg und haben hier ein letztes Mal getankt, nun müssen wir hier erneut raus und tanken.
Tja, so schließt sich der Kreis.
Wir tanken knappe 45 Liter nach, da wir nicht mit ganz vollem Tank fahren wollen und spendieren uns selbst lieber noch ein leckeres Eis von der Tankstelle. Geht ja nicht an, dass nur unser Wohni was von der Tankstelle bekommt 😉

         
Wohni kriegt was leckeres…                                              und wir natürlich auch 😉

Weiter geht es nun auf der B 105 in Richtung Rostock.
Kurz vor Warnemünde und in Höhe unseres alten Urlaubsdomizils in Börgerende zieht sich dann aber der Himmel bedenklich zu.
Es fängt sogar kurze Zeit später zunächst an zu regnen und als wir die Grenze nach Warnemünde passieren, auch noch fett an zu gewittern!
Das haben wir uns allerdings nicht gewünscht! OK, ich gebe zu, dass es mir heute zu warm war, aber dass es gleich so dick anfangen würde zu regnen, das habe ich natürlich nicht gewollt, als ich von einer „kleinen Abkühlung wäre schön“ sprach…

Unschlüssig, wie es nun weiter gehen soll (ein Stadtspaziergang bei Gewitter ist nicht sehr erbauend…), kurven wir durch die Stadt, bis wir am Bahnhof auf ein größeres leeres Parkareal stoßen. Zwar steht an der Zufahrt ein PKW- Symbol, aber dieses haben wir einfach nicht gesehen 😉
Wir parken bei N 54.17629° / E 12.09021° und warten zunächst einmal einen besonders schweren und schlimmen Platzregen ab, der binnen Minuten das ganze Areal flutet.

         
Schon die Zufahrt nach Warnemünde deutet es an…           …Gewitter!  🙁   Jetzt ist „Blindflug“ angesagt…

         
Kurzer Spuk: Ein Platzregen am Bahnhofsparkplatz           Nur wenige Minuten später ist es wieder trocken

Zum Glück dauert der Spuk nur wenige Minuten und um kurz vor halb 6 setzen wir dann doch noch an der Stadt Warnemünde mal einen kleinen Besuch abzustatten.
Wir finden uns natürlich aufgrund unserer früheren Besuche sofort zurecht und freuen uns, dass die kleine Promenade am Hafen auf unserer und auf der anderen Seite noch immer unverändert zu einer Entdeckungstour einlädt.
Das Ende des kurzen aber heftigen Gewitters erfreut uns gleichermaßen wie die Geschäftsleute, die nun wieder ihre Ware auf der Promenade auslegen und so kommen wir in den Genuss, dass wir uns das vielfältige Angebot fast ganz alleine anschauen können, denn vom übrigen Touristenstrom ist noch gar nicht so viel zu sehen.

         
Noch regennaß, dafür aber leer: Warnemünde                    An der Hafenpromenade flanieren wir entlang

         
Der Fischkutter verkauft nur noch Fischbrötchen 😉            Wir spazieren weiter bis zum anderen Ende

         
Karibik- Bar vor dem Leuchtturm und dem Kurhaus             20°C, mehr ist im Moment nicht drin *brrrr*  🙁

Wir spazieren einmal den Kai entlang, bis wir am anderen Ende am Leuchtturm von Warnemünde auskommen.
Dort biegen wir links ab, um uns eine weitere kleine Straße anzuschauen, die insbesondere mit Bars und Restaurants auftrumpft.
Hier fällt mir als bekennenden Sponge- Bob- Fan ein Plakat ins Auge, welches ein 5-D- Kinoerlebnis mit dem Hauptdarsteller Spongebob anpreist.
Das wäre doch was…
Nein im Ernst, dazu würde ich Anja wohl kaum überredet bekommen 😉
Dieses 4D/5D- Kino preist jedoch alternativ um 18:45 Uhr auch die Neuverfilmung des Klassikers „Reise zum Mittelpunkt der Welt“ an, welches in 4D wohl ein tolles Kinoereignis sein könnte.
Dafür müssten wir nur schauen, ob man hier in Warnemünde mit dem Mobil vielleicht auch länger parken könnte.
Von unserem letzten Besuch wissen wir, dass sich auf der anderen Seite des Bahnhofs und etwa in Höhe des Scandlines- Verwaltungsgebäudes ein Wohnmobilstellplatz befinden muss.
Dieser wäre vielleicht eine Alternative!
Wir könnten in aller Ruhe zurück zum Wohnmobil spazieren, umparken und dann wieder rechtzeitig um 18:45 Uhr zur 4D- Vorstellung am Kino sein.
Dies würde unsere Planung zwar ein wenig umwerfen (eigentlich wollten wir einen CampingCard- Platz ansteuern), aber wozu haben wir ein Wohnmobil, dass wir damit nicht auch mal das tun, was eben nicht geplant war?!

         
Auch abseits der Hafenpromenade kann man schön entlang spazieren und einige schöne Eindrücke von Warnemünde sammeln

         
Hier, das urige Hexenhaus zum Beispiel.                          Oder hier: Die Pension „zum Steuerrad“ 😉

Noch während wir die Möglichkeit des Übernachtens hier in Warnemünde besprechen, stehen wir, dank Anjas guter Führung, auch schon vor der leckeren Vitaminbar „Vitamin Schock“, wo wir uns 2007, nach einer anstrengenden Tour mit dem Rad, einen leckeren Fruchtdrink gegönnt haben.
Einen kurzen Blick auf die Uhr später sitzen wir auch schon drinnen und bestellen 2 herrlich leckere Fruchtsäfte, die für uns ganz frisch zubereitet werden.
Deja-vu zum x-ten…
Beim Fruchtsatz reift unser Plan immer mehr, dass wir die Nacht hier verbringen.
Wir könnten nun vitaminerfrischt zurück zum Wohnmobil eilen, ganz fix umparken und trotzdem gerade noch rechtzeitig um 18:45 Uhr zur 4D- Vorstellung am Kino sein.
Der Barkeeper bekommt ein wenig was von unserem Gespräch mit und weil wir derzeit die einzigen Gäste sind (bei Regen ist hier in der Nebenstraße wirklich nix los), kommen wir ein wenig ins Gespräch.
Dabei kommt natürlich zur Sprache, dass wir ja eigentlich mit unserem 2ten Besuch schon Stammgäste sind. 😉
Er fragt, woher wir kommen und ist erstaunt, dass wir nur für einen guten Vitamindrink einen so weiten Weg auf uns genommen haben. Ha-ha!
Dann bekommen wir noch den Tipp, dass sich das mit dem Kino wirklich lohnt und zum Abschied (und bestimmt, damit wir auch wieder kommen 😉 bekommen wir noch 2 Gratis- Frucht-Joghurts geschenkt. Das finden wir mal richtig nett!

     Ein leckerer Vitamindrink von der Bar Vitaminschock :-)
Deja-Vu! Schon 2007 haben wir hier einen leckeren Vitamindrink wie diesen genossen! 🙂

         
Hier, die Bar „Vitamin-Schock“ mal von außen                  Gastgeschenk für Stammgäste *grin*  🙂

Gesagt getan eilen wir zurück in Richtung Wohnmobil und in Richtung Hafen, wo wir eigentlich einen Wohnmobilstellplatz in Erinnerung haben. Damals haben wir diesen beim Blick vom Hauptbahnhof in Richtung Hafen gesehen. Mal schauen, ob wir diesen nun wieder finden!

Kaum haben wir dann die kleine Brücke zum Bahnhof passiert, biegen wir links ab und folgen der neu gestalteten Promenade, worüber uns eine kleine Infotafel aufklärt.
Ich erinnere mich, schon 2007 habe ich mich darüber gefreut, dass hierfür auch EU- Mittel verwendet wurden.
Geht doch! Nicht immer nur alles nach Griechenland…  😉

         
Schnell über die Brücke und dann links abbiegen…            hier geht es nämlich in den EU- geförderten Hafen

         
Schön gemacht! Von den Bars und Cafés aus…                  …hat man einen tollen Blick auf die Fischerboote!

Wir folgen der Promenade fast bis ganz zum Ende, denn dort, so habe ich es in Erinnerung, muss irgendwo der Wohnmobilstellplatz gewesen sein.
Nach einigem Suchen finden wir ihn dann auch, er ist gar nicht so weit von unserem aktuellen Parkplatz entfernt, wir hätten ganz einfach nur ein wenig weiter geradeaus fahren brauchen… :-/

Der Platz ist allerdings vom Regen ziemlich unterspült und mit Pfützen übersäht, Strom gibt es auch keinen und auch eine Entsorgungsstelle können wir nicht ausmachen (nicht, dass wir eine bräuchten…).
Aber wir wollen hier auf dem Stellplatz ja keine Ferien verbringen, sondern nur eine Nacht günstig stehen, damit wir uns den Film im 4D- Kino anschauen können!

         
Irgendwo hier muss doch der Wohnmobil- Stellplatz sein!     Ah, da hinten ist er ja! Schnell mal hin und gucken!

         
Naja! Also „schön“ ist anders…                                             Strom? Nee! Dafür aber Wasser von der Wiese 😉

Aus „günstig stehen“ wird dann leider nichts.
Sage und schreibe 16 EURO (in Worten sechzehn Euro!!) will man uns für diesen Wiesen- und Schotterplatz abknöpfen, damit wir hier für 24 Stunden stehen dürfen.
Die Alternative wäre der 12- Stunden- Tarif für 12,- € gewesen.
Aber wenn wir nun, um 18 Uhr, auf den Platz fahren, müssen wir morgen früh um 6 Uhr wieder vom Platz rollen. Na super!
Also nein Leute, liebe Stadt Warnemünde, so geht es nicht!
Wir zahlen keine 16,- € für einen alten ausrangierten Hafenparkplatz, wo man einfach „nur stehen“ kann.
Liebe 4D- Kinobetreiber in Warnemünde : Sorry, gern hätten wir bei euch einen tollen Kinoabend verbracht, aber bei den Parkgebühren müssen wir uns diesen Spaß leider verkneifen.
Das geht mal gar nicht!

     Soviel kann Parken mit dem Wohnmobil kosten...
Nee Leute! Für den unattraktiven Platz soviel Geld bezahlen? Danke!

Nachdem wir unsere Kinnladen wieder hochgeklappt haben, gehen wir zurück zum Bahnhofsparkplatz, wo unser getreuer Wohni schon auf uns wartet.
Wir verlassen Warnemünde wieder, das Parken ist hier einfach zu teuer.
Stattdessen steuern wir nun, wie schon vorgeplant, das Ostseebad Rerik an, welches über einen CampingCard- Platz verfügt und die dortige Übernachtung MIT Strom und kostenloser Dusche inklusive nur 13,- € kostet!
Und im Ostseebad Rerik waren wir noch nicht, wir sind gespannt, was wir dort alles entdecken können.
Wir programmieren daher unser Navi auf den schnellsten Weg nach Rerik und geben Gas, dass wir hier fortkommen.
Warnemünde ist eine wirklich schöne Stadt, aber bei den Preisen nur fürs Parken werden wir uns weitere Besuche sicherlich einmal mehr überlegen…

         
Ein letzter Blick auf Warnemünde…                                     …dann geht es weiter Richtung Rerik

Und statt Kino gibt es für uns aber auch so etwas zu erleben.
Der erste Teil der Anfahrt auf Rerik verläuft eigentlich unspektakulär mit Ausnahme, dass uns an einem Bahnübergang die Bäderbahn Molli vor die Nase fährt.
Molli, da war doch was…
Ach ja, Kühlungsborn!
Anja hatte es schon ein paar Mal angedeutet, dass es da ja auch recht schön war, obgleich ich ihre ersten Anmerkungen wie „Du, guck mal, da geht es nach Kühlungsborn…“ (Pause) „war ja schon schön da, oder?“ noch diskret überhöre.

Ich erinnere mich natürlich auch daran, habe das Ereignis aber irgendwie anders in Erinnerung! Schön? Wo war das denn bitte schön?
KEINE Parkmöglichkeit für Wohnmobile und mit etwas Schummeln dann irgendwo hinter dem PLUS- Markt geparkt, wo man wohl vergessen hatte ein „nur PKW“- Schild für den dortigen Parkplatz zu wiederholen.
Ich grummele ein wenig vor mich hin, gebe mich dann aber doch geschlagen.
Wenn Anja sich einen Besuch von Kühlungsborn wünscht, dann werde ich auch das natürlich ermöglichen, wenn auch nicht mehr heute.

Doch zurück nach Rerik: Kaum sind wir in die letzte Straße nach Rerik eingebogen, stürzt ein plötzlicher Wetterumschwung geradezu über uns herein!
Kräftige heftige Wind- und Sturmböen peitschen durch die rechts und links aufgestellten Allee- Bäume und reißen hier und da kleinere aber auch größere Äste ab!
Einige treffen das Wohnmobil, anderen muss ich ausweichen.
Ich überlege noch, ob wir vielleicht am besten anhalten und warten, bis das schlimmste vorüber ist.
Aber wo anhalten?
Rechts und links sind nur Bäume! Und die Gefahr, dass wir stehend von einem herunter stürzenden Ast getroffen werden, ist wohl genau so hoch, als wenn wir langsam weiter fahren, wobei beim Fahren die Gefahr ja irgendwann zu Ende wäre, beim Stehen aber nicht.
Also kurven wir ganz langsam weiter durch die sich vor Sturm biegenden Bäume und hoffen, dass wir heil am Campingplatz ankommen werden…

         
Oh-oh, am Himmel braut sich was zusammen!  😮               Das sieht schwer nach Gewitter aus…

         
Es grummelt genau über uns 🙁                                           Mitten drin! Es wird dunkel und stürmt regelrecht

Zum Glück erreichen unbeschadet um 19:10 Uhr die Einfahrt zum Campingpark Ostseebad Rerik.
In der Rezeption ist sogar noch Licht und wir können wohl auch noch einchecken, auch wenn der kurze Weg vom Wohnmobil in die Rezeption für mich zum Sprint durch einen heftigen Regenguss wird!
Das Einchecken geht problemlos. Da wir zunächst nur für eine Nacht bleiben, sollen wir uns einfach auf der großen Camperwiese einen freien Platz suchen. Ein offener Stromkasten wäre zentral in der Mitte und einige Mobile wären auch schon da.
Aha, lockere Atmosphäre, so mag ich es.
Dann dürfen wir sogar noch unsere Brötchenbestellung für morgen aufgeben, wo wir aus einem bunten Angebot an Brötchen wählen können. Na ich hoffe mal, ich treffe Anjas Geschmack für morgen, obgleich man mit Roggenbrötchen nicht viel falsch machen kann.
Just in diesem Moment folgt dann das bereits gestern im TV angedrohte Gewitter auch in dieser Region und es fällt deutlich heftiger aus, als es noch vorhin in Warnemünde vom Himmel geregnet hat. Aus dem „heftigen Regen“ von eben wird wieder mal ein waschechter Monsun! Der Weg zurück zum Mobil? Die 5 Meter? Fast undenkbar! Ich lasse mir also Zeit mit dem Ausfüllen der Anmeldung, bis das schlimmste Unwetter vorüber zieht.
Oh- weia. Wo sollen diese Wetterkapriolen noch enden?
Sind wir mit unserem filterfreien Rußdiesel vielleicht doch nicht ganz unschuldig?
Aber wenn nicht jetzt, wann dürfen wir denn dann die Welt entdecken? Und vor allem: Womit?
Ich merke schnell, dass ich abschweife und so bestelle unsere Brötchen für morgen früh, zahle ich noch fix unsere Stellplatzgebühr für die Nacht und darf ein weiteres Mal insgesamt 4,- € Kurtaxe zusätzlich zum Campingplatztarif bezahlen.
Für die Kurqualität… (das Unwetter draußen gilt bestimmt als Kneipp- Anwendung… 😉
Nicht ärgern, der Campingplatzbetreiber kann ja auch nichts dafür…

         
Fahrt durch Rerik: Der Wind prescht durch die Bäume         Ankunft an der Campingplatzrezeption. Oh- weia!

Ich kämpfe mich die 5 Meter durch den noch immer prasselnden Regen zurück in die Fahrerkabine und nur wenige Minuten später rollen wir runter zur freien Camperwiese.
Wir finden dort auch recht schnell ein kleines Eckchen bei einer Hecke. Wir müssen zwar die hinteren Räder unterkeilen (hoffentlich reicht es bei dem aufgeweichten Boden…), aber wir stehen und haben Strom.
Als erstes stelle ich dann im Eilverfahren die Satellitenschüssel auf, damit Anja GZSZ schauen kann.
Denn sonst klingelt morgen früh pünktlich zur Wiederholung der Wecker, worauf ich natürlich gerne verzichten kann.
Zum Glück hat der Wolkenbruch über uns sich genau so schnell wieder beruhigt, wie er eben begonnen hat. So regnet es nur noch ganz leicht von oben, während ich die Antenne ausfahre. Immerhin! Man soll sich ja auch über die kleinen Dinge des Lebens freuen. Es könnte schlimmer sein. 😉

Dank der ausgefahrenen Antenne unseres Nachbarn gelingt mir das Einfangen des Sat- Signals sogar binnen Minuten und schon dringen die vertrauten Fernsehklänge „Ich seh in dein Herz, sehe gute Zeiten, blah blah, schlechte Zeiten, bläh blub blah…“ durch die geöffnete Dachluke.
Geht doch!
Zufrieden steige ich von der Leiter herab und schaue mich um.
Stand im Campingführer nicht, dass der Platz neu eröffnet sei?
Hmm, irgendwie wirkt der Platz gar nicht so neu auf mich.
Aber egal, schauen wir uns später mal genauer an.

         
Unser Stellplatz für die Nacht auf der großen Camperwiese    Zum Glück tröpfelt es nur noch, der Regen zieht weiter

         
Die Anlage ist recht weitläufig                                               so haben wir viel Platz um uns herum

Anja hat derweil drinnen den Tisch gedeckt.
Wir verspeisen zum Abendbrot unseren in Niendorf eingekauften Fisch und machen uns selbst ein Fischbrötchen.
Schmeckt auch lecker und ist billiger!

Nur mit meiner Schillerlocke komme ich nicht so recht klar.
Im Laden und an der Theke sah die lecker aus und nun liegt da ein gedrehtes Irgendwas auf meinem Teller, was mir gar nicht so recht zusagen will.
Anja spricht es aus, das sieht aus wie ein Schniedel!  😮
Na toll, welches Meerestier hat denn so einen Ottermann als Geschlechtsteil?
Anja meint, dass Schillerlocken irgendwas vom Hai sein könnte. Irgendwas in dieser Richtung habe sie mal gehört oder gelesen.
Vom Hai? Ich dachte die verkaufen hier nur Fisch aus der Ostsee?! Oder gibt es Haie in der Ostsee? Ich merke schnell, dass ich recht erhebliche Defizite in Art und Umfang unserer östlichen Meeresbewohner habe, bei meinem Schillerlockenproblem hilft mir das aber auch nicht weiter.
Ich probiere 2, 3 Happen, muss dann aber feststellen, dass das Teil ziemlich glibberig schmeckt.
Also ein Fisch ist das bestimmt nicht, oder doch?
Anja gackert und lacht sich einen, erzählt mir immer wieder was von Hai- Pullermann und versucht dabei eine ernste Miene zu machen.
„Ach was, du willst mich nur veräppeln“ winke ich ab.
Ich will mir gerade den nächsten Bissen in den Mund stecken, da muss ich aufstoßen *örks*!.
Bäh!
Das wars, die Locke kann von mir aus Schiller locken, aber mir bleibt der Genuss nun verwehrt. Ich mag keine geriebenen Nashornhörner zur Steigerung der Potenz und werde im gleichen Gedanken auch nicht anfangen, möglicherweise abgehackte Hai- Schniedis zu essen.
Wahrscheinlich ist das eh totaler Blödsinn, aber Anja hat mir numal einen Floh ins Ohr gesetzt und das Teil sieht mit seiner gekrümmten Spitze verdammt schniedelig aus…
Das Ding bleibt also liegen!

         
Selbst ist das Fischbrötchen! Wir zaubern unser Abendessen    Hai-Schniedel oder nicht, das ist die Frage…  *örks* Danke!

Wir verputzen nur noch unsere Matjes und Anja ihren Bückling und dann ist der Abend auch schon fast zu Ende.

Nach dem Spülen nutze ich dann eine kurze Schönwetterperiode, für einen kleinen Verdauungsspaziergang über den Campingplatz. GZSZ schaue ich mir ja nicht so gerne an und spätestens, nachdem der neue Bezirksbürgermeister von Berlin-Mitte (Dr. Johannes Gerner) mir meinen neuen Traumkinofilm Harry Potter versaut hat, kann ich damit gar nichts mehr anfangen. Stattdessen spaziere ich eine Runde über den Platz, um mir die frische Luft nach einem Regenguß um die Nase wehen zu lassen und um auch mal zu schauen, wie denn hier die Servicehäuser aufgestellt sind.

         
Abendspaziergang über den Campingplatz                           Ich steuere mal das Servicehaus an (hinten rechts)

Das einzige relativ mittig gelegene Servicehaus überrascht mich dann aber doch.
Ich war mir sicher, dass Anja was von einem „neu eröffneten Campingplatz“ erwähnt hat, als sie den Reiseführer konsultiert hatte. Aber der Platz und besonders das Servicehaus ist irgendwie nicht neu!
Ehrlich gesagt wirkt es an einigen Stellen sogar recht altbacken, auch wenn es, dass muss man fairerweise schon dazu sagen, gut gepflegt und annehmbar erhalten ist.
Man sieht auch, dass hier schon das ein oder andere Mal renoviert, oder zumindest der Pinsel mit Farbe geschwungen wurde.
Ein bisschen urig wirkt vor allem die Kombination aus „altertümlichen Charme“ und Modernität.

Die Duschen selbst sind zum Beispiel recht modern, aber die Türen zu den Badeeinrichtungen knarzen und knarren mit ihrer Plastik-Klinke, als wären sie seit 1979 nicht mehr geöffnet worden.
Daher kann ich mir auch irgendwie das Klischee „DDR- Camping“ einfach nicht ganz verkneifen.
Früher war dies bestimmt mal ein Topp- Platz in der ehemaligen DDR, aber heute wirkt die Einrichtung doch ein wenig altertümlich.
Aber wie gesagt, das macht nichts, denn es ist sauber, brauchbar und mit 13,- € Übernachtungsgebühr sehr günstig.
Nur darauf kommt es an.
Später, im Wohnmobil, werde ich noch kurz in den Reiseführer schauen und dabei des „Rätsels Lösung“ entdecken.
Denn der Campingplatz war nicht „neu“, sondern nur „wieder“eröffnet. Da habe ich wohl was verwechselt…

         
Die Spülstationen sind hübsch gemacht                                Die Toiletten wirken eher etwas älter

         
Auch die Türen versprühen den Charme vergangener Zeiten   Die Duschen sind dafür umso moderner. Schon komisch

         
Information: Eine Infotafel hängt im Foyer                            Animation! Die Vertrauens-Tausch-Bibliothek für lange Abende

Zurück am Wohnmobil verbarrikadieren wir uns dann für den Rest des Abends.
Immerhin gewittert es nicht mehr, aber seit ein paar Minuten weht dann jedoch erneut ein so kräftiger Wind, dass es nur kurze Zeit, nachdem ich gerade angefangen hatte den Film „Louis und seine außerirdischen Kohlköpfe“ auf Tele5 zu schauen, sich durch einen Windstoß die Schüssel auf dem Dach verschiebt. Na super! Wenn ich mal was im TV schauen möchte!

Zuerst überlege ich, ob ich die Schüssel einfach wieder neu ausrichten soll, da wir aber auch Sorge haben, dass die Schüssel vielleicht vom starken Wind in der Nacht vom Dach gefegt werden könnte, hole ich die Sat- Antenne für heute Abend lieber gleich ein.
Anja ist es eh recht, sie liest, nachdem sie ja GZSZ schauen konnte, lieber an ihrem Vampirbuch weiter.
Sie ist nun schon beim zweiten Teil der Vampir- Buchreihe „Biss…“ angekommen.

Mir bleibt hingegen nichts anderes übrig, an unserem Reisetagebuch weiter zu tippen und darüber zu sinnieren, was denn nun eine Schillerlocke für ein fischiges Produkt sein könnte.
Zu blöd, dass wir hier kein WLAN haben, ohne Internet, google und wikipedia ist man heutzutage echt aufgeschmissen…

Statistik des Tages:
Km- Stand bei Abfahrt: 195.282
Km- Stand bei Ankunft: 195.552
Gefahrene Kilometer: 270

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