Prolog:

Die Wetteraussichten sind zwar mies, aber bereits die letzten beiden Wochenenden haben wir wegen Schlechtwetter und anderer Verpflichtungen schon verstreichen lassen und ehe man sich versieht haben wir ja schon Oktober und wir sind seit unserer Rückkehr aus Kroatien nicht mehr weg gewesen. Unglaublich!
Geht das so weiter, wäre Kroatien sogar die letzte Tour für dieses Jahr gewesen, denn schon heute in 30 Tagen ist unser persönliches Ende der Reisesaison 2010, denn dann endet der Gültigkeitszeitraum unseres Saisonkennzeichens.
Höchste Zeit, noch schnell eine Tour zu unternehmen und was läge hierfür näher, als endlich die bereits zum Saisonanfang angedachte Tour in den Teutoburger Wald, zu den Externsteinen und zum Hermann anzugehen, wobei der „Herman“ als Arminius natürlich unser Hauptreiseziel ist!

Mindestens einmal muss jeder Deutsche am Hermann gewesen sein!
Jedenfalls haben wir das mal bei einem Fernsehbericht über den Teutoburger Wald bzw. die Varusschlacht und der Historie über das Hermanndenkmal so gesehen und gehört und war wohl zu Kaiser’s Zeiten so etwas wie nationale Pflicht. Nun, der Kaiser ist fort, aber die Idee geblieben.
Und da wir uns für die Reisesaison 2010 vermehrt deutsche Ausflugsziele auf die Wunschliste geschrieben haben, wollen wir natürlich unserem nationalen Erbe und unserer Verpflichtung nachkommen und uns auch einmal zum Hermannsdenkmal begeben.
Wenn das doch Bürgerpflicht ist! 😉
Hermann ist übrigens, wer ihn nicht kennt, eine knapp 27 Meter hohe Statue im Teutoburger Wald.
Sie erinnert an Armin den Cherusker, der im Jahre 9 die Römer irgendwo hier im Teutoburger Wald vernichtend geschlagen hat.
Ihm zu Ehren wurde von Ernst von Bandel besagte Statue aufgestellt und seit dem pilgerten bereits Millionen Deutsche an dieses Prunkstück. Allein das Schwert, dass Hermann sicherlich ganz zufällig in Richtung Frankreich richtet, ist 7 Meter hoch!
Ich hab ein wenig nachgeforscht und nur eine berühmte russische Dame, die Mutter-Heimat- Statue in Wolgograd hat ein noch größeres Schwert mit 33 Metern Länge in der Hand.
Da aber Wolgograd (oder Kiev, denn von den bewaffneten Damen gibt es sogar gleich 2 in Russland!) für eine Wochenendtour zu weit ist, tut es durchaus auch das 7- Meter Schwert vom ollen Herman. 😉
Ist ja auch schon stattlich, obwohl der arme Hermann in einem Gefecht mit den streitlustigen Damen wohl den kürzeren ziehen würde  😉

Davon abgesehen passt eine Schlacht gegen die Römer wunderbar in unseren diesjährigen „roten Faden“, der sich mit dem Besuch von Xanten und Trier zumindest grob ein wenig an der römischen Geschichte unseres Landes orientiert.

Nun, genug der einleitenden Worte.
Das Wohnmobil steht mehr oder weniger reiseklar vor der Türe, wir haben Lust auf eine Ausfahrt, Geld ist auch da, morgen geht es also los.
Jetzt heißt es nur Daumen drücken, dass wenigstens das Wetter ein klein wenig mitspielt und wir nicht einen regnerischen Samstag haben werden.
Das Reisejahr 2010 war wettertechnisch schon enttäuschend genug, da sollte doch als kleiner Ausgleich wenigstens ein „goldener Oktober“ drin sein, oder?

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