Inhaltsverzeichnis:

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Epilog zur Reise, oder: „Für den ersten Eindruck gibt es keine zweite Chance!“

(Björn war ja das erste Mal in HR und beschreibt seine Eindrücke als Ersturlauber):
Als wir das Reisefazit angefangen haben zu schreiben, war gut über die Hälfte des Urlaubs bereits rum und wir waren gerade am Ende von Istrien angelangt.
Mein Eindruck war erschreckend! Wir waren tatsächlich kurz davor (nachdem man mir in Pula das erste Mal Hausverbot auf einem Campingplatz angedroht hat!), die restliche Rundreise von Kroatien komplett abzubrechen und stattdessen quer durch die Karpaten nach Ungarn an den Plattensee abzudrehen!
Entsprechend habe ich natürlich ebenfalls begonnen, unsere ehrlichen, aber auch vernichtenden Eindrücke von Istrien zunächst auf ganz Kroatien zu beziehen, auch wenn so mancher Kroatien- Fan nun wahrscheinlich wild aufschreit!
Viele haben uns allerdings schon vor unserer Reise gewarnt und gemeint, Istrien sei „nicht so schön“.
Ich hab´s damals nicht glauben wollen! Istrien hat doch tolle Badestrände, die azurblaue Adria, pittoreske Altstädtchen oder enorme antike Bauten und vielerlei Angebote an römischer und antiker Geschichte! Davon abgesehen liegt es doch von Norden kommend als nächstes Ziel in Reichweite! Also anders, als zum Beispiel die Strände im weiteren Süden des Landes bei Split und Zadar.
Ich hab ganz einfach nicht verstanden, dass die Leute wohl weniger das Angebot an zweifelsohne wunderschöner Natur und Sehenswürdigkeiten meinten, sondern viel mehr den Umgang zwischen Einheimischen und Touristen!

Zum Glück haben wir das mit dem Reiseabbruch nicht getan und gaben Kroatien mit Kvarner Bucht und der Insel Krk eine zweite Chance, was zum Schluss (zum Glück!) auch eine klare Trennung zwischen Istrien und dem Rest Kroatiens ergeben hat.
Auf Krk angekommen erlebten wir nämlich eine andere Welt und eine völlig neue unerwartete Seite Kroatiens! Und die war plötzlich schön!

Um der Ehrlichkeit also den Vorzug zu geben, müssen wir unser Reisefazit weg vom pauschalen Urteil über das Land Kroatien viel mehr an den einzelnen Regionen festmachen, die wir besucht haben.
Und dies ist dann auch der Grund, warum wir die ursprüngliche Reise „Mit dem Wohnmobil nach Kroatien“ in die Reiseberichte Teil 1 Istrien und Teil 2 Kvarner Bucht, Krk und Plitviczer Seen geteilt haben. Es war für uns fast so, als hätten wir in einem Urlaub zwei unterschiedliche Länder besucht!

Wir hoffen dennoch, dass unsere Leserinnen und Leser uns diese „abrechnende“ Ehrlichkeit mit einem Land und seinen Menschen verzeihen. Besonders die, die eingefleischte Kroatien (und Istrien)- Fans sind. Davon gibt es ja nicht wenige!
Wir wollen auch gar nicht das Land ansich schlecht machen, denn wir hatten ja auch einige sehr schöne Erlebnisse!
Wir hoffen, dass daher besonders unser Zwiespalt bei einer ehrlichen Bewertung dieses Urlaubs ein wenig anerkannt wird und man uns nicht böse ist, wenn wir hier unsere erlebten Wahrheiten schreiben.
Denn dafür stehen wir, für Reiseberichte ohne Schönrederei oder emotionslose Daten & Fakten, so steht es schon auf unserer Startseite.
Wie denkt ihr darüber?
Diskutiert mit uns wenn ihr wollt, hinterlasst einen Kommentar, schreibt eine email oder diskutiert in der Social Media wie Facebook oder Twitter.

Euer Team Transitfrei!
Anja und Björn

Nach diesem Vorwort folgt nun wie gewohnt unser Reisefazit.
Praller, umfangreicher und hoffentlich auch hilfreicher, als jemand zuvor!
Viel Spaß beim Lesen, schmökern, lernen und downloaden:

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Unsere Route

Nach Ankunft in Kroatien folgten wir immer so gut es ging der Küstenstraße auf der istrischen Halbinsel, dies markiert auch unseren „Teil 1“ unserer Kroatien- Rundreise. Nach Abschluss der Halbinselumrundung führt der Weg im „Teil 2“ weiter dicht am Meer und der Kvarner Bucht entlang bis zur Insel Krk. Nach einer Krk- Rundfahrt über mehrere Tage geht es zurück aufs Festland und noch ein Stück auf der Adria Magistrale entlang, bis wir ins Landesinnere zu den Plitviczer Seen abgebogen sind. Nach Besichtigung der Seen geht es Richtung Zagreb (HR) und Maribor (SLO) zurück nach Österreich und Deutschland.
Die roten Linien zeigen den ungefähren Streckenverlauf
Alle grünen Punkte sind markante Ziele, die wir unterwegs ohne Übernachtung besucht haben
Alle orangenen Punkte sind markante Ziele unserer Route, wo wir auch übernachtet haben
Die blauen Punkte sind größere Städte (Ortsname ist dann grau) und dienen rein der Orientierung (ohne Besuch)

Unsere Route durch Kroatien: Istrien, Krk und Plitvicer Seen
Unsere Route durch Kroatien: Istrien mit Ost- und Westküste, Kvarner Bucht, Insel Krk, Adria Magistrale und die Plitvicer Seen.

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Download unseres Reiseprotokolls:

Für alle, die unsere Route gerne komplett oder einmal in Teilen nachfahren möchten, haben wir als kleinen Bonus zu unserem online- Reisebericht ein kompaktes Reiseprotokoll im pdf- Format erstellt.
Es enthält kurz und knapp alle Reiseziele mit Koordinaten, Bild und kleiner Beschreibung eines jeden Tages, sodass man sich unsere Route und Reiseziele bequem auf wenigen Seiten runterladen und/oder ausdrucken kann.
Egal, ob zum besseren Verständnis unserer Route am heimischen PC, oder eben für unterwegs als Ratgeber für die eigene Kroatien- Reise. Wir hoffen unseren Lesern gefällt unser Reiseprotokoll!

Reiseprotokoll Teil 1,
Istrien West- und Ostküste:

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Fazit „Mit dem Wohnmobil nach Kroatien“, Teil 1: Istrien:

In kaum einem südlichen Land Europas kann man -auch in Ermangelung von Sandstränden- so toll im Meer baden oder hat so viele schöne althistorische Städtchen zum Bummeln, Spazieren und Entdecken!
Was wir hier in Istrien allerdings fast schon schmerzlich vermisst haben, war ein wenig mehr ehrliche Gastfreundlichkeit!
Anja hat gesagt, ich solle hier mal besser nicht meine ungeschönten tatsächlichen Eindrücke schildern und das Land bzw. seine Menschen „schlecht“ machen. Am Ende ruft noch Frau Merkel bei uns an, weil unsere Zeilen hier eine diplomatische Krise mit Kroatien auslösen 😉
Nun, ich gebe mir daher Mühe, den Eindruck möglich emotionslos und sachlich zu beschreiben, aber es sei mir verziehen, wenn ich trotzdem meine ehrlichen Eindrücke hier zu Papier gebe und diese nunmal negativ sind.
An vielerlei Orten fühlen wir uns aber leider gerade Mal „geduldet“ oder gut genug dafür, unser Geld dort zu lassen!
Aber Entgegenkommen oder Gastfreundschaft? Herzlichkeit oder ein wenig mehr Feingefühl dafür, dass ich in ein Land komme, welches ich gerne besuchen und mit einem guten Eindruck wieder verlassen möchte? Fehlanzeige!
Gut, es gibt und gab Ausnahmen, das müssen wir natürlich betonen!
Diese fanden wir aber leider nicht an den Stellen, wo man sie erwartet hätte und wo sie eigentlich hin gehören, nämlich im Servicebereich!
Wenn Kroaten in Istrien freundlich zu uns waren, dann waren es keine sonst im Tourismussektor arbeitende Personen, sondern eher kleine Aufmerksamkeiten von Menschen, die ihr Geld nicht damit verdienen, unmittelbar Gäste zu bedienen. Wie die beiden kostenlosen Tomaten an einem Obststand, oder die freundliche Putzfrau auf dem Campingplatz Bi-Village die uns sicherlich positiv im Gedächtnis bleiben.
Aber da, wo ich als Tourist von der Art des Jobs immer Berührungspunkte mit den einheimischen Menschen habe, da hapert es doch ganz gewaltig!
Da wäre die Dame an der Kasse des Campingplatzes Valkanela, die unbedingt wollte, dass ich 20cm weiter rechts stehe. Sonst könnte sie mich nicht auschecken und abkassieren!
Oder der Souvenirverkäufer in Rovinj, der total unfreundlich zu uns wurde als sich abzeichnete, dass wir nach 3 besichtigten Taschen doch keine kaufen würden.
Oder besonders die Dame der Rezeption auf dem Campingplatz Stoja, die mir sogar einen glatten Rauswurf androhte!
Aber selbst ohne diese offenen Konfrontationen haben wir immer und immer wieder das Gefühl vermittelt bekommen, eine Art „niederer Bittsteller“ zu sein.
Wir fühlten uns an vielerlei Orten wie bei einer sowjetischen Blockabfertigung zur Essensausgabe.
Unfreundlich, muffig, unhöflich.
Stehst du an einer sowjetischen Blockabfertigung für die Essensausgabe, braucht die Frau mit der Kelle ja auch gar nicht freundlich sein, warum auch? Du willst das Essen, musst also anstehen und bist auf sie angewiesen. Sie sitzt am Drücker.
Bist du dann nach langer Wartezeit dran und sagst was wie „Das sieht aber nicht so lecker aus!“ oder beschwerst dich über die Wartezeit, bekommst du noch einen dummen Spruch und wenn du Pech hat, deinen Napf gar nicht gefüllt. So in etwa fühlten wir uns hier behandelt.
Wie der Trottel mit dem leeren Napf in einer langen Warteschlange ohne Alternative!
Sei es nun Campingplatzrezeption (dort am allermeisten!), oder auch Restaurant, Souvenirladen oder beim Eisverkäufer.
Beispiel Restaurant: Vor dem Restaurant stehen „Fänger“, die dich freundlich und lächelnd in ihr Lokal bitten. Es geht also doch mit der Freundlichkeit, wenn auch gespielt!
Sitzt du aber erst einmal und hast spätestens bestellt (dann kann man ja nicht mehr gehen), ziehen die Kellner eine Fresse wie drei Tage Regenwetter. Sie bringen nur zögerlich die Sachen und nicht selten haben wir das falsche bekommen, oder die Portionen waren viel zu klein und lieblos zubereitet.
Gut, es gab natürlich Ausnahmen und wer unseren Reisebericht genau gelesen hat, der hat diese auch gefunden, zum Beispiel mit der leckeren Pizzeria Sergio in Rovinij. Aber im Großen und Ganzen bleibt von der Gastfreundlichkeit in Kroatien ein sehr negativer Eindruck zurück!!

Natürlich bin ich Gast in einem Land und habe mich entsprechend zu benehmen, schon klar.
Und keinesfalls ist es so, als würden wir als „typische Deutsche“ mit einer „Hoppla, jetzt komme ich als Gast und du musst springen!“ ins Land. Wir denken das jeder, der auch unsere übrigen Reiseberichte kennt, unseren Charakter und unser Verhalten während unserer zahlreichen Reisen in Europa als eher zurückhaltend und nicht aggressiv- fordernd bestätigen kann.
Umso mehr erstaunt es uns, dass wir als ganz normale Touristen eben auf so viel Ablehnung gestoßen sind.
Gut, wir erwarten auch keine große Dankbarkeit, dass wir Euros oder Kuna ins Land bringen, das machen andere auch, das ist nichts Besonderes.
Aber ein klein wenig mehr Offenheit und Freundlichkeit hat bislang in allen von uns besuchten Ländern prima funktioniert und uns schöne Urlaube beschert!

Vielleicht stehen ja nicht umsonst so viele Schilder am istrischen Straßenrand, dass ein Lächeln nichts kostet?!
Mir scheint, als hätten die Menschen in Istrien hier wirklich absoluten Nachholbedarf!

     Ein Lächeln kostet nichts.
     Oft gesehen: Ein Lächeln kostet nichts. Schade, dass sich keiner so recht dran halten will…

Wir überlegen im Nachgang manchmal, ob wir vielleicht eine Teilschuld an unseren negativen Eindrücken in Istrien zu verantworten haben. Denn nach dem dritten oder vierten Campingplatzabenteuer geht man aufgrund der vorherigen Erfahrung leider schon mit einer „Na, was wird mich denn heute erwarten?“- Skepsis in Richtung Rezeption, fährt seinen persönlichen emotionalen Schutzschild schon einmal aus und bereitet sich gedanklich darauf vor, gleich ein weiteres Mal au diese oder jene Weise regelrecht abgebügelt zu werden.
Und dabei kann es dann natürlich passieren, dass man selbst ein negatives Grundgefühl auf seinen Gegenüber überträgt. Aber ein solches Verhalten ist nunmal auch irgendwo menschlich.
Schade dabei ist nur, dass ein solches aufkommendes Gefühl viel von der Urlaubsstimmung kaputt machen kann. Da hilft dann auch kein toller Strand oder ein noch so schöner Standplatz mit Blick auf den Sonnenuntergang weiter.
Wir haben uns gefragt, was wohl die Ursache sein könnte und sind eigentlich an einem Überangebot des Tourismus hängen geblieben. Überall gibt es Restaurants, Souvenirs, Apartments, Hotels und Campingplätze. Das ganze Land lebt davon, hängt ja quasi am Tourismustropf. Man akzeptiert diese Situation offenbar, denn es bringt Geld. Aber man scheint auch nicht wirklich glücklich damit zu sein!
Wir hatten den Eindruck, als sei man den Touristen mittlerweile überdrüssig (vielleicht war es ja auch ein anstrengender Sommer mit einer vollen Hochsaison für die Menschen? Wir waren ja in der unmittelbaren Nachsaison da) und legt entsprechend eine gewisse Gereiztheit und Dünnhäutigkeit an den Tag.
Man kann dies natürlich einerseits verstehen, andererseits ist das für uns als Individuen und für unsere persönlichen Urlaubserlebnisse natürlich wenig zuträglich.

Anderes Thema, Gleichberechtigung: Wir besuchten Pula und fanden dort in einer Seitenstraße eine Politesse vor, die einen Abschleppwagen bestellt hatte.
Dieser schleppte einen Audi aus Füssen mit deutschem Kennzeichen ab. Der Abschlepper war schon da, der Wagen wurde gerade verladen.
Gleich dahinter stand ein Kroate mit einem einheimischen Kennzeichen aus Pula.
Dieser hatte noch nicht einmal ein Knöllchen!
In der Straße war auf dieser Straßenseite ganz einfach nur Parkverbot bzw, Parken auf dem kompletten Gehweg! Eine Zusatzbeschilderung, dass es für Einheimische hierfür Ausnahmen gibt, waren nicht zu erkennen, auch hatte der Wagen aus Pula keine besondere Parkerlaubnis hinter der Scheibe o.ä…
Ich fand dies unfair, denn beide verhielten sich falsch. Nur warum der Deutsche sowohl das Knöllchen an der Windschutzscheibe UND gleich den Abschlepper am Hals hatte, während der Kroate noch nicht mal eine Knolle hatte, sieht nunmal wie eine Ungleichbehandlung aus.
Oder im Restaurant in Labin! Wir bestellen Pizza, am Nebentisch bestellen zwei Kroaten ein paar Minuten später Pizza. Die Kroaten bekommen ihre Pizza früher, wir etwa 10 Minuten später.
Für sich alleine gesehen keine große Sache! Im Kontext aber ein weiteres Puzzlesteinchen für ein negatives Gesamtimage!
Die Frage, ob ich als „Erstbesucher“ ein weiteres Mal nach Istrien möchte, kann ich noch gar nicht so recht beantworten. Irgendwann vielleicht, ja klar. „Niemals nie“ soll man ja nicht sagen.
Aber auf der Wunschliste im Punkto Sommer, Sonne, Sonnenschein nimmt Istrien für mich persönlich definitiv einen Platz ganz weit unten ein, zumal wir ja auch die allermeisten Highlights gesehen haben.
Definitiv wird es einen weiteren Besuch in Istrien erst geben, wenn andere Besucher nach uns mehrheitlich von schönerem besserem und freundlicherem Klima berichten.
Bis dahin finden aber leider auch wir: Istrien ist „nicht so schön“ und können anderen Besuchern nur dann eine Reise nach Istrien empfehlen, wenn sie sich nichts aus gelegentlich unfreundlichen Menschen machen und / oder mit denen nur wenig bis keine Berührungspunkte haben.
Ansonsten wird der ganze Urlaub durch anhaltend schlecht gelaunte bzw. überheblich auftretende Menschen mehr als getrübt, da hat es uns in Ungarn oder in Italien deutlich besser gefallen!

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Fazit „Mit dem Wohnmobil nach Kroatien“, Teil 2: Kvarner Bucht, Insel Krk und Plitviczer Seen:

Insel Krk:
Auch in den übrigen Teilen Kroatiens stehen natürlich Schilder, dass ein Lächeln nichts kostet.
Und natürlich ist auch hier nicht alles Gold was glänzt und das „gelobte Land der Gastlichkeit“ sieht wirklich anders aus! Aber immerhin wurden hier nicht mehr überall und immer grundsätzlich abweisend behandelt.
Schon ab Medulin (was ja streng genommen noch zu Istrien gehört), verbesserte sich unser Empfinden von Kroatien erheblich.
Vielleicht liegt es daran, dass wir ab Medulin auf der abgewandten und etwas weniger stark frequentierten Seite Istriens unterwegs waren.
Spätestens ab Rijeka und auf der kroatischen Insel Krk war unsere Welt und unser Verständnis vom Verhältnis Einheimischer / Tourist dann aber fast wieder in Ordnung.
Wir wurden wieder nett begrüsst, man freute sich uns zu sehen, man war grundsätzlich hilfsbereit und freundlich.
Nicht übermäßig gespielt, aber auch nicht abweisend wie bei einer sowjetischen Essensausgabe.
Ein paar Situationen gab es natürlich, wo ich mir im Dienstleistungssektor etwas mehr „Dienstleistung“ versprochen habe (wie auf dem Supermarkt des Campingplatzes Bor als ich ein Brot bestellen wollte), aber im Großen und Ganzen ging es mit jedem Meter weiter nach Süden auch weiter aufwärts mit der Freundlichkeit.
Würden wir uns also heute für eine Tour nach Kroatien entscheiden, wir würden zweifelsohne ganz Istrien links liegen lassen und gleich auf die Inseln der Kvarner Bucht oder die Region um Zadar weiterreisen. Ist zwar länger, aber wenn der Urlaub dadurch rundherum schöner wird, ist es den Mehraufwand wert!

Plitviczer Seen (aus unserem Reisebericht Tag 13 kopiert)
Fazit und ein paar Tipps zu den Plitviczer Seen:
Die Pltiviczer Seen sind ein unglaubliches Naturschauspiel, was unserer Meinung zu einem guten Kroatien- Besuch dazu gehört. Ja, es ist voll, ja, es ist umfangreich und anstrengend. Aber der ganze Aufwand ist es wert! Kaum schöner kann man in die Natur eintauchen und sich anschauen, was hier über Jahrtausende der Eruption aus Wasser und verschiedenen Gesteinsschichten gebaut wurde. Wir Menschen, die Tag für Tag durch den Park wuseln, sind da nur ein Wimpernschlag in der Weltgeschichte dieses Ortes. Damit der Tag für euch erfolgreich wird, geben wir euch gleich ein paar Tipps an die Hand:

  1. Es muss nicht der Camping Korana sein! Keiner der Campingplätze an den Plitviczer Seen liegt so nah an einem der beiden Eingänge, dass man den Eingang vom Campingplatz aus zu Fuß erreichen könnte! Näher dran kostet aber (ohne Mehrwert!) mehr Geld! Muss ja nicht sein! Wir sind mit dem Campingplatz Autocamp Turist in Grabovac (schon außerhalb des Nationalparks) genauso gut gefahren, wie mit einem CP innerhalb des Nationalparks. Wer wirklich unmittelbar am Eingang nächtigen will, kann dies NUR in einem der drei Hotels (am Eingang 2) tun!
  2. Parkt am Eingang 2!
    Aufgrund der Linienführung geht es vom Eingang 2 zuerst zur Fußetappe und erst dann zur entspannenden Schiffsroute. Auch liegt der Eingang 1 tiefer als Eingang 2! Ihr müsst also vom Eingang 1 den Weg „rauf“ gehen, während ihr vom Eingang 2 aus „runter“ gehen könnt. Das ist deutlich entspannender.
  3. Nehmt, wenn ihr 4-6 Stunden Zeit habt, den Rundweg H vom Eingang 2! Den haben wir genommen und haben alle Seen gesehen. Zumindest mindestens von einer Seite. Der deutlich längere Rundweg K bietet euch zwar den totalen Überblick, aber die gleichen Seen lernt ihr dann maximal von zwei Seiten statt nur einer Seite (wie beim Rundweg K) kennen.

Habt ihr nur 3-4 Stunden Zeit, nehmt die Rundwege F oder G1. Beim F seht ihr mehr von den oberen Seen, beim G 1 habt ihr mehr vom großen See und vom Wasserfall. So oder so, beide beschneiden aber dennoch eure Erlebnisse.

  1. Ihr müsst eigentlich immer laufen! Dem Irrglauben, dass man die Route entweder zu Fuß, oder mit dem Bus, oder mit dem Boot zurücklegen könnte, sind wir auch aufgesessen! Viel mehr ergänzen sich die beiden Verkehrsmittel Bus und Schiff, aber sie laufen (mit einer Ausnahme, grob vom Eingang 1 zum Eingang 2) nicht parallel zueinander! Und schon gar nicht zu den Wanderwegen von den oberen Seen zum unteren großen See! Also gute Schuhe und ein bisschen Kondition mitbringen, wenn ihr wirklich mindestens dem Rundweg H wie wir folgen wollt.
  2. Nehmt euch Verpflegung mit! Folgt ihr dem Rundweg H wie wir, kommt auf dem ersten Abschnitt nach der Bushaltestelle bis nach der Fahrt über den See weder ein Kiosk, noch ein Getränkeautomat oder sonstwas zum Auffrischen von Vorräten. Die Route wird dann, wenn man Hunger oder Durst hat, verdammt lang! Und ach ja: Geht an der Bushaltestelle P4 ruhig nochmals auf Klo! Denn obwohl am Fähranleger P 2 die Kurz- und die Langfähre zusammen führen, gibt es selbst dort zu unserer Überraschung keinerlei Infrastruktur weder für die menschliche Ver- noch für die Entsorgung! Die kommt erst entweder nach der Kurzfähre am Anleger P 1 (am Eingang 2) oder eben nach der großen Schiffstour über den See am P 3 Anleger.
  3. Wir haben, damit ihr die ganzen Tipps auch mal auf dem Papier sehen könnt, eine kleine Karte der Seen aus der Hand gezeichnet. Sie ist keinesfalls maßstabsgetreu und soll auch nicht zur Orientierung vor Ort dienen. Aber sie hilft für einen Überblick, wo die Busse fahren (rote Linien mit 4 Bushaltestellen), was Wanderwege sind (orange Linien) und wo die Schiffe fahren (grüne Linie mit 3 Anlegestellen). Auch zeigen wir euch wo es Verpflegung gibt (Messer+Gabel) und wo ihr die Toiletten findet (die Männeken halt 😉
    Ein Klick auf die Karte stellt sie in gesondertem Fenster in GROSS dar. Dieses könnt ihr euch zusammen mit unserer Route „Kroatien mit dem Wohnmobil – Teil 2“ auch nochmals runterladen und auf wenigen Seiten ausgedruckt mitnehmen.

Unsere Route durch die Plitviczer Seen. Ein Klick auf die Karte stellt die Karte in einem neuen Fenster auch in GROSS dar!

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Mit dem Wohnmobil (fast) mautfrei nach Istrien / Kroatien:

Deutschland:
Nun, hierzu bedarf es zum Glück keiner weiteren Erläuterung.
Freie Fahrt für freie Bürger! 🙂
Zumindest solange man sich in Berlin noch nicht für die Einführung einer Autobahnmaut für Deutschland entschieden hat…
Dennoch muss man sich hinter München entscheiden, denn die mautpflichtige Alpenrepublik naht:

Österreich:
Wer mautfrei durch Österreich nach Kroatien möchte, fährt am besten ab München in Richtung Kufstein.
Ab Kufstein Süd (gilt nur für Wohnmobile bis 3,5t mit Vignettenpflicht! Mobile über 3,5to mit Go- Box- Pflicht müssen ab Grenze die Go- Box verwenden und können von diesem Tipp somit nicht profitieren!) dann weiter genau auf der 170 und 163 über Kitzbühel bis Mittersill. Ab dort südwärts auf die 108 durch den Felbertauerntunnel (der kostet als einziges ein paar Euro Tunnelgebühr) und weiter über Matrei und Lienz bis Kötschach- Mauthen. Ab hier geht es dann über den ebenfalls mautfreien Plöckenpass nach Italien rein.
Achtung, Nachtrag aus Dez. 2013:
Seit 01. Dezember 2013 ist das kleine Stück zwischen deutscher Grenze und der Ausfahrt Kufstein Süd wieder mautpflichtig! Die in unserem Reisebericht beschriebene mautfreie Einreise nach Österreich ist somit nicht mehr möglich! Die Strecke kann dennoch genutzt werden, auf der A 93 (dt. Seite) muss man nun in Kiefersfelden abfahren, dies ist die letzte Abfahrt vor der österreichischen Grenze.

Italien:
Nach Passieren des etwas abenteuerlichen Plöckenpasses geht es weiter über Paluzza bis Tolemezzo.
Ab hier hat man dann die Wahl, ob man auf die mautpflichtige Autobahn A 23 direkt Richtung Triest einschwenken will, oder ob man über Udine weiter der mautfreien Landstraße bis Triest folgen möchte.
Wir haben uns für den Mittelweg entschieden und sind ab Tolmezzo zunächst weiter mautfrei bis Udine gefahren. Die Strecke war deutlich weniger stark befahren als erwartet und auch die Ortsdurchfahrten mit Ampeln und Stopps hielten sich in Grenzen. Würden wir daher jederzeit wieder so machen, die Euros auf dem ersten (und teuren!) italienischen Autobahnstück kann man sich wirklich sparen!
Ab Udine aber wird es etwas voller, der urbane Speckgürtel bedingt viel Querverkehr und somit viele unfreiwillige Stopps an Ampeln und Kreuzungen. Das hält nicht nur auf und kostet somit Zeit, sondern auch Geld. Ab Udine empfehlen wir daher die Autobahn bis Triest zu verwenden, obgleich dann doch ein paar Euro fällig werden.
Das letzte Stückchen Autobahn ab Triest ist dann bis zur Grenze Sloweniens sowieso wieder mautfrei.

Slowenien:
Slowenien ist nicht das reichste Land in Europa. Und dass die allermeisten Touristen dort nur durchfahren, um nach Kroatien zu gelangen (wer will schon auf dem kurzen Meeresschnipsel Sloweniens im Schatten des Industriehafens Koper am Strand liegen?), erklärt auch deren Mauterhebung  die Autobahn zwischen Grenzübergang Italien und Hafenstadt Koper.
Kann man irgendwo verstehen, auch wenn es nur 10 Kilometer sind.
Ab Koper fährt man für die letzten 15 Kilometer bis zur Grenze Kroatiens übrigens sowieso wieder auf die mautfreie Landstraße. Der Grenzübergang zu Italien verschwindet also gerade mal aus dem Rückspiegel, da taucht schon fast die Grenze zu Kroatien auf.
Was uns aber ärgert ist das beinahe wucherähnliche Verlangen, für diese 10 Kilometer Autobahn die volle Mautpflicht einer Vignette für die Autobahnnutzung in einem ganzen Land einzufordern! Und dies nicht nur als Korridor- oder Tagesvignette, sondern gleich rein als Wochen- oder Monatsticket!
15 Euro kostet hierbei die Wochenvignette! Für 10 Kilometer an einem einzigen Tag! Und es wird wohl kaum jemanden geben, der lediglich eine Woche in Kroatien bleibt, 2 Vignetten werden also erforderlich. Für 20 Kilometer 30 Euro!
Das sehen wir nicht ein! Also haben wir uns im Vorfeld schlau gemacht, wie man die 10 Kilometer Autobahn von Triest in Italien bis Koper bestmöglich umgehen kann. Und das ist gar nicht so einfach! Denn die doppelspurige Landstraße von Triest kommend mündet ohne Ausfahrt unmittelbar am Grenzkomplex und Autobahn in Slowenien!
Nur ein paar Meter hinter der Grenze ist man also drauf und steuert aufs Kassenhäuschen zu! Keine Chance also, ohne entsprechendes Wissen vorher abzubiegen.
Der (übrigens nicht ausgeschilderte) Trick ist nun, direkt nach der Grenze unmittelbar hinter dem Grenzkomplex auf den Rastplatz zu fahren, sich also die ganze Zeit komplett rechts zu halten!
Man passiert dann die Zahlstelle  auf einer rechten abgetrennten Parallelfahrbahn, gleich danach folgt (weiter parallel zur Autobahn) eine Tankstelle. Ab hier gibt es dann eine eher schlichte, und unbeschilderte Verbindungsstraße auf die Landstraße Richtung Skofije, Hrvatini und Crevatini.
So unscheinbar, dass man sie fast verpasst oder für eine Versorgungsstraße für den Straßendienst hält. Also Augen auf!
Ab hier ist die weitere Route zwar auch nicht ganz leicht zu finden, aber das Abfahren von der Autobahn an der richtigen Stelle vor der Maut- Zahlstelle ist der einzige wirkliche Knackpunkt, das muss klappen!
Wir haben aus unserem Reisetag 2 hier nochmals die Bilder zur besseren Orientierung eingestellt:

     Anfahrt Grenze     Rasthäuschen rechts
     Gleich nach der Grenzquerung: an dem Haus noch vorbei…       Aber schon ganz rechts halten und dahinter raus!

     Mautstelle     Rechts an der Mautstelle!
     Genau voraus: Die Mautstelle! Wir folgen dem gelben PKW        Rechts halten Richtung Rastplatz, nicht geradeaus!

     parallel zur Autobahn Richtung Rastplatz     An Rasthaus und Tankstelle vorbei
Der Weg führt nun kurz parallel zur Autobahn…                      …bis man am Rastplatz auskommt. Hier gleich wieder rechts!

     rechts abbiegen und dann hier am Schild links     nun ist man auf der mautfreien Landstraße
     Total unscheinbar! Am Rastplatz die unbeschilderte Ausfahrt genommen und man kommt sofort auf die mautfreie Landstraße

Ist man von der Autobahn dann erstmal runter, geht es zunächst wie gesagt weiter nach Skofjie.Hat man den Ort dann passiert, orientiert man sich in Richtung Bertoki und passiert auch diesen Ort. Ab Bertoki ist dann Koper ausgeschildert. Nun geht es etwas entspannt weiter. Zum einen, weil ab Koper auch Istrien bzw. Kroatien ausgeschildert ist und zum anderen, weil in Bertoki die letzte Möglichkeit besteht, ggf. auch unfreiwillig auf die mautpflichtige Autobahn zu gelangen. Hat man Bertoki aber passiert, gibt es keine Auffahrt mehr, bei Koper endet die Autobahn dann sowieso.
Zunächst hatten wir vor, die Route hier im Detail mit jeder Abbiegung vorzustellen und eine bebilderte Anleitung für die mautfreie Fahrt von der italienischen bis zur kroatischen Grenze einzustellen.
Aber wir haben diese Route ehrlich gesagt natürlich nicht selbst gefunden, sondern uns im Adria- Forum bedient! Dort ist die mautfreie Route nämlich nicht nur beschrieben und bebildert, sondern wird auch durch die User dort ständig aktualisiert! Warum also das Rad neu erfinden? Zumal wir ja auch nur eine Momentaufnahme präsentieren könnten, die im Folgejahr vielleicht schon nicht mehr aktuell wäre.
Wir verlinken daher gerne an dieser Stelle auf das Adria Forum, wo man sich die mautfreie Routenempfehlung aufrufen kann.
Für das kurze Stück in Slowenien war unser Navi mit der Einstellung „Mautfrei“ übrigens nicht zu gebrauchen! Entweder es kannte den Umstand der Vignette nicht, oder es war dem Kartenhersteller einfach zu unsicher aufgrund mangelnder Informationen und hat daher die Funktion „Mautstraßen vermeiden“ für Slowenien nicht im Angebot. Auf das Navi alleine zu setzen würden wir daher nicht empfehlen, mindestens aber sollte man die Route einmal testweise eingeben und schauen, was dabei für eine Routenempfehlung ohne Mautstraße dabei heraus kommt.

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Mit dem Wohnmobil in Kroatien fahren, unsere Erlebnisse:

Zu aller erst: Wow, da braucht man eine dicke Geldbörse!
In kaum einem anderen Land fühlten wir uns mit unserem Wohnmobil derart „abgezockt“ oder gleich ganz unwillkommen, als in Kroatien!
Besonders das Besichtigen von Städten ist mit dem Wohnmobil in Kroatien ein kleines Problem!
Die stadtnahen Parkplätze sind meist für Wohnmobile komplett flächendeckend verboten! Entweder mindestens per Schild, oder radikal per Höhenbalken.
Immerhin war die Beschilderung in den allermeisten Fällen ausreichend, um auch einen Parkplatz für Wohnmobile zu ergattern. Diese lagen dann aber meist deutlich außerhalb der zentrumsnahmen Parkplätze und kosteten dann trotzdem deutlich mehr, als man in der ersten Reihe gleich nah an Promenade und Altstadt mit dem Auto bezahlt hätte. Und wir meinen hierbei jetzt nicht den (unfairen) Vergleich des Autotarifs pro Stunde gegen den 24- Stunden Tarif pro Übernachtung für ein Wohnmobil!

Findet man dann außerhalb einen (mit einem längeren Fußmarsch verbundenen) Parkplatz, kostet dieser gleich mal doppelt, drei- und vierfach soviel, wie das Parken mit dem Auto.

Beispiel gefällig? Fangen wir klein an und beginnen wir mal im Norden mit Umag:

  • Parken mit dem PKW: 6 Kuna / Stunde
  • Parken mit dem Wohnmobil: 18 Kuna / Stunde

Also „nur“ das Dreifache, das geht ja eigentlich noch. Hier erfolgt die gleichzeitige Einreihung von Wohnmobilen in den Bustarif. Sowas ist man ja gewöhnt… 😉
Kaum fahren wir aber weiter nach Süden, wird es mit Porec aber schon teurer! Auf dem Wohnmobilstellplatz „Cantina“ zahlen Wohnmobile schon das Vierfache von dem, was man mit einem PKW zahlen muss:

  • Parken mit dem PKW: 5 Kuna / Stunde oder 30 Kuna für einen Tag
  • Parken mit dem Wohnmobil: 20 Kuna / Stunde oder 160 (!) Kuna für einen Tag

Oder noch weiter südlich, kommen wir nach Rovinj, hier ist der Stundentarif sogar nochmals deutlich teurer:

  • Parken mit dem PKW: 5 Kuna / Stunde
  • Parken mit dem Wohnmobil: 25 Kuna / Stunde

Vom Preis her kostet das Parken mit dem Wohnmobil in Rovinj also schon das Fünffache von dem, was ein normaler PKW bezahlen muss! Der fünffache Platz steht mir dafür selbstverständlich noch lange nicht zur Verfügung, soll mal keiner erwarten!

Es geht aber noch „besser“, ausgerechnet das eher unscheinbare Fazana schießt mit seinen „Tarifen“ (Raubrittergebühren darf man ja nicht schreiben 😉 den absoluten Vogel ab:

  • Parken mit dem PKW: sehr günstig mit überraschenden 4 Kuna / Stunde
  • Parken mit dem Wohnmobil: nur ein Pauschaltarif mit satten 200 Kuna für 24 Stunden!!! Da steht einem der Mund eigentlich nur noch offen und man kann sich nur wundern über soviel Dreistigkeit.

Erschwerend kommt hinzu, dass einige der zugelassenen Wohnmobil- Parkplätze tagsüber teuer Geld kosten, nachts aber nicht zum Parken zugelassen sind! Nachtsteherverbot von 21 – 7 Uhr haben wir des öfteren auf den Schildern entdecken müssen.
Parken mit dem Wohnmobil an den schönsten Altstädten und Hafenpromenaden in Istrien ist also ein teures Vergnügen, darauf sollte man sich einstellen!

         
     Ob Porec oder Pula: Wohnmobilstellplätze gibt es schon, diese liegen aber oft abseits, sind räumlich begrenzt und SEHR teuer!

Und noch etwas ist wichtig: Ein vorhandener Wohnmobilstellplatz bedeutet nicht, dass dieser mit der vollen Infrastruktur ausgerüstet ist! Obwohl man dies von der Preisgestaltung her eigentlich meinen sollte! Mit einer Ausnahmen waren alle Wohnmobilstellplätze lediglich als reine Parkfläche zu verstehen, wo Wohnmobiltouristen einfach nur mehr zahlen müssen!
Aber eine Ver- und Entsorgungsstation oder gar Strom haben wir nur sehr selten vorgefunden. Eigentlich sogar nur ein einziges Mal, genauer auf dem Wohnmobilstellplatz in Rovinj! Dieser hatte eine V/E- Versorgungsstation für Wohnmobile, diese steht allerdings auch den auf dem gleichen Stellplatz zugelassenen Busfahrern zur Verfügung.

Noch etwas: Trotz all dieser Nachteile ist es sinnig, den Schildern zu den unbeliebten Wohnmobilparkplätzen trotzdem zu folgen und diese unbilligen Härten einfach in Kauf zu nehmen. Hilft sowieso nichts!
Denn in fast allen Fällen folgen unmittelbar und vor allem weiträumig hinter den offiziellen Wohnmobilparkplätzen komplett flächendeckende Parkverbotsbereiche für Wohnmobile, oder es ist schlichtweg durch baulich getroffene Maßnahmen (wie Teppichstangen) unmöglich, alternativ woanders zu parken.
Wir haben es mehrfach versucht und sind mit dieser Idee immer wieder gescheitert. Am Ende fuhren wir dann doch immer wieder zurück zum offiziellen Wohnmobilstellplatz. Spart euch die Mühe und die verlorene Zeit, die jeweiligen Stadtoberen haben an alles gedacht.

     Parkverbot für Wohnmobile in Kroatien        Einfahrverbot für Wohnmobile
     Keine Seltenheit: Parkverbot für Wohnmobile in Kroatien! 🙁            Und wo kein Schild steht, stehen die „Teppichstangen“. :-((

Unser Tipp daher: Für die Städte am besten immer gleich einen Campingplatz aufsuchen! Dort steht man gefühlt etwas sicherer, hat es meist auch nicht sehr viel weiter in die Stadt. Und bezahlen muss man dort am Ende der erlaubten Parkzeit auf dem Parkplatz sowieso, wenn man nicht vielleicht noch ein Stückchen weiter weg fährt.

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Fahren in Kroatien allgemein:
Ansonsten gibt es aus fahrtechnischer Sicht zu Kroatien nicht viel zu sagen.
Die Straßen sind -wie erwartet- im unteren Standard (öfter Schlaglöcher, Dellen, Wellen, etc.) angesiedelt und nur temporär ausgebessert, was aber aufgrund unserer in Deutschland mehr geflickten als gepflegten Straßen auch keine schlimme Sache mehr ist. Es gibt aber auch deutliche Ausnahmen, wie zum Beispiel die „Route 66“ von Medulin / Pula bis nach Rijeka gezeigt hat. Guter Belag, schöne Streckenführung (insbesondere die Kurven sind leicht zu fahren, weil überall der gleiche Radius bleibt und man in einer Kurve nicht nachlenken oder weiter einschlagen muss) und total schön zu fahren.
Zu dieser Route muss man aber auch sagen, dass sie, seit Bau des durchgehenden Autobahnstücks an Istrien vorbei, natürlich nicht mehr so stark befahren ist! Fährt man hingegen an Istrien vorbei und weiter auf der „Adria Magistrale“ (so heißt die Landstraße zwischen Triest in Italien durch Kroatien, Bosnien-Herzegowina, wieder Kroatien und Montenegro bis Albanien, bzw. bis Griechenland), dann ist hier schon ordentlich Verkehr! Wir sind zum Glück nur ein kurzes Stück (von Krk bis Senj, dort sind wir ins Landesinnere zu den Seen abgebogen) auf der Adria Magistrale gefahren. Dies hat uns dann aber schon gereicht.
Die Strecke ist wirklich wunderschön, keine Frage! Tausende Touristen fahren schließlich jedes Jahr auf ihr und genießen die kleinen Dörfchen und die traumhaften Ausblicke auf das Mittelmeer! Aber genau hier liegt auch die Gefahr, zumal die parallele Autobahn nicht immer eine Alternative ist. Zum einen macht diese nämlich einen ordentlichen „Knick“ in Richtung Zagreb, dann kostet sie natürlich Maut und ist im weiteren Verlauf auch noch gar nicht fertig.
Davon abgesehen kommen aber eben auch viele auf diese Traumstraße, weil sie eben eine Traumstraße ist. Auch wir haben es genossen und sind gerne auf der Magistrale gefahren. Aber die Strecke ist auch Fluch und Segen zugleich, besonders für die Anwohner. Von den Touristen müssen sie einerseits leben, andererseits ersticken sie dann auch im Verkehr! Wir selbst haben einmal an einem Zebrastreifen angehalten, um eine alte Oma über die Strecke zu lassen. Hätten wir es nicht getan, wer weiß, ob sie da nicht heute noch stehen würde!
Es ist nunmal voll, laut und oft kracht es dort auch. So sehr sogar, dass es sogar bereits Fernsehberichte über diese Straße gibt!
Derzeit (Stand April 2013) laufen die Reportagen in 4- teiliger Serie immer wieder bei Phönix und den weiteren Ablegern des ZDF im TV. Man findet den Bericht aber auch im Internet, einfach mal nach „Fahrt ins Risiko – Traumstraße an der Adria“. Aktuell ist der Bericht mit allen Teilen z.B. bei youtube zu finden. Wer mal etwas Zeit hat, sollte sich diesen Bericht ruhig mal anschauen!

(Hinweis in eigener Sache: Wir hätten den Link zum Video gerne hier eingestellt, können aber nicht sicher sagen, ob dass Youtube- Video urheberrechtsfrei bzw. mit Genehmigung des ZDF dort eingestellt ist! Da wir uns nicht der Verletzung von Urheberrechten im Rahmen der Mitstörerhaftung schuldig machen wollen, müssen wir auf einen direkten Link leider verzichten! Bitte habt dafür Verständnis, das Video ist bei google mit dem Suchbegriff „Fahrt ins Risiko – Traumstraße an der Adria“ wirklich nur einen auf zwei Klicks entfernt…)

Wir würden, trotz der negativen Begleitumstände für Umwelt und Anwohner, dennoch mal zu einer Fahrt auf der Magistrale raten! Die Strecke ist einfach zu schön, dass man sie im Rahmen eines Kroatien- Urlaubs unbeachtet lässt, zumal die Menschen dort wie gesagt auch vom Tourismus leben. Es muss ja nicht gleich das stark befahrene Küstenstück von Rijeka und Zadar sein, wo sich auch der „Pflichtverkehr“ entlang schlängeln muss! Uns hat zum Beispiel das Stück von der Südspitze Istriens bis Opatjia sehr gut gefallen, da ist auch nicht so viel Verkehr! Und wer doch längere Etappen auf der Magistrale fahren möchte, kann ja ein gutes Vorbild sein und defensives Fahrverhalten an den Tag legen. Anhalten am Zebrastreifen, die Geschwindigkeitslimits achten, Überholende ruhig und besonnen ziehen lassen, usw.

         
     Die Adria Magistrale: Eine wahre Traumstraße am Mittelmeer!   Ausblicke wie dieser hier bietet sich an vielen Stellen

         
     Neben toller Landschaft geht es auch immer wieder durch kleine Dörfchen. Bitte nicht vergessen: Hier wohnen auch Menschen

Abseits der Adria Magistrale geht es ansonsten mit dem Verkehr, da gibt es kaum was zu beachten.
Gut, Verkehrsregeln werden nicht immer und überall eingehalten, Parkverbote missachtet und auch rote Ampeln können schonmal „übersehen“ werden. Passiert. Gerade in Südeuropa, das gehört dort nunmal dazu.
An Überholverbote hält sich schonmal gar keiner und Geschwindigkeitsbegrenzungen sind auch eher nur als Bitte oder gut gemeinter Hinweis zu verstehen und weit weniger als ernstzunehmende Aufforderung für gemäßigtes Fahren zu werten.
Wir haben uns sehr defensiv verhalten, öfters mal Platz gemacht und schnellere vorbei gelassen oder gewunken, wenn vor uns erkennbar frei war.
Hat so manche kritische Situation erspart, ganz vermeiden ließen sich diese aber nicht.
Besonders beim Überholen kennen die Kroaten „keinen Morgen“ und überholen auf Teufel komm raus auch mal an Kuppen und vor Kurven, besonders auf der Magistrale!
Für den zurückhaltenden oder gar besorgten Autofahrer sicherlich bedenklich und erwähnenswert, ansonsten aber kann man sich besonders mit der respekteinflößenden Größe eines Wohnmobils durchaus im kroatischen Verkehr behaupten.
Besondere Einschränkungen haben wir, mit Ausnahme einiger enger Altstadtgassen, eigentlich kaum wahrgenommen, Auch von Engpässen wie niedrige Tunnel oder anderen unangekündigten Höhenbeschränkungen können wir ebenfalls nicht berichten, im Großen und Ganzen ist das Fahren in Kroatien somit kein Problem und weicht u.E. nicht von dem in Italien, Ungarn oder von uns auch vom Fahren in Deutschland ab.

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Auch Tanken in Kroatien erwähnen wir auch nur der Vollständigkeit halber, ist aber eigentlich kein Problem! Tankstellen gibt es breit gestreut in allen Preisklassen und Qualitäten. Natürlich allen voran die bekanntesten Zapfen der internationalen Multis wie Shell, BP und Co, aber auch nationale Versorger wie INA oder die österreichische OMV pflegen hier ein entsprechendes Tankstellennetz. An den touristisch erschlossenen Gebieten wie in ganz Istrien oder an der Küste der Kvarner Bucht liegen die Tankstellen natürlich in kurzem Abstand zueinander. Die Nachfrage macht es somit möglich, auch ruhig mal eine gerade besonders teure Tankstelle links liegen zu lassen und zur nächsten weiter zu fahren. Nur bei Fahrten abseits der bekannten Routen, z.B. ins Landesinnere, kann es auch mal eine längere Durststrecke ohne Tankstelle geben! Wir haben es auf unserer Fahrt zu den Plitviczer Seen selbst erlebt und sind mit den letzten Litern in Grabovac angekommen! Kein Wunder eigentlich, denn dort, wo noch alte verlassene Häuser des Jugoslawien- Krieges halb zerfallen auf dem Felde standen und man sogar noch vor Minen gewarnt werden muss, wird man naturgemäß auch keine Tankstelle finden! Abstecher abseits der bekannten Wege sollten daher mit ausreichendem Brennstoffvorrat angegangen werden.
Preislich liegt der Kraftstoff zum Zeitpunkt unserer Reise (Stand 2010!) bei etwas über einem Euro je Liter Diesel, also ca. 15-20 Cent billiger, als bei uns. Dies ist aber natürlich nur eine Momentaufnahme, für die Budgetplanung empfiehlt sich daher ein Blick ins Internet oder eine Rückfrage beim ADAC.
Qualitätsunterschiede beim Kraftstoff haben wir darüber hinaus keine festgestellt, auch der Verbrauch hat sich nicht nennenswert verändert. Zugegeben fährt unser altes Wohnmobil allerdings auch mit Rapsöl! Von daher können wir hierfür kaum ein Qualitätsmerkmal stellen! 😉

     moderne Tankstelle OMV in Kroatien     Alte Ina- Tankstelle in Kroatien
     Moderne Tankstellenanlagen wie diese OMV gibt es natürlich      Aber auch alte Zapfen wie diese Dorftankstelle bieten Diesel

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Besonders zum Verkehr und zum Fahren auf Krk möchten wir gerne noch etwas ergänzend anmerken:

Besonders zum Verkehr und zum Fahren auf Krk möchten wir aber noch ergänzend anzumerken, dass sich ein Wohnmobil für eine Inselbesichtigung nur bedingt eignet! Die Hauptstraße selbst ist natürlich ordentlich ausgebaut, aber zu einigen Dörfchen und auch zu einigen Campingplätzen sind die Wege ganz schön eng! Oft mussten wir auf Gegenverkehr achten, gelegentlich war sogar die einzige Fahrspur durch Astwerk der Bäume oder Gestrüpp von rechts und links behindert. Auch bauliche Einschränkungen in kleinen Dörfchen wollen gelegentlich beachtet werden, dazu kommt eine restriktive Parksituation für Wohnmobiltouristen in den Hafenstädtchen.

         
     Die Straßen auf Krk sind nicht unbedingt immer die besten… …und manchmal wird es auch richtig eng wie der Kollege hier zeigt!

Unsere Idee mit dem Mietwagen oder einem gemieteten Motorroller wäre sicherlich eine gute Alternative für eine Inseltour (das Wohnmobil wird dann zum lokalen Feriendomizil wie eine Hütte oder ein Wohnwagen), allerdings sind die Kosten für die Anmietung relativ hoch! Ein Scooter mit 50ccm kostet gut und gerne um die 40-50 Euro am Tag, PKW kosten mindestens das gleiche, teilweise aber auch mehr. Viel im Vergleich zu Ländern wie Spanien, Griechenland oder Italien!
Wer dennoch ein Auto mieten möchte, dem würden wir empfehlen von Deutschland aus zu mieten, Sixt betreibt zum Beispiel an der Station „Rijeka Flughafen“ eine Vermietstation. Rijeka selbst ist für eine Autoanmietung auf Krk natürlich unattraktiv, allerdings liegt der „Flughafen Rijeka“ nicht (wie man vermuten würde) bei der Stadt Rijeka auf dem Festland, sondern tatsächlich auf der Insel Krk,  genauer unmittelbar hinter der großen Verbindungsbrücke.
Wer also mit dem Wohnmobil nach Krk fährt und dort einen Mietwagen übernehmen möchte, fährt am besten idealerweise gleich nach Passieren der Brücke zum Flughafen und übernimmt dort den Mietwagen. Mit Mietwagen und Wohnmobil geht es dann zum Campingplatz, am Tag der Abreise kann man es dann genau umgekehrt machen.
Leider haben wir diese Möglichkeit erst im Nachgang zu unserer Reise festgestellt, ansonsten hätten wir für unsere 2 auf 3 Urlaubstage auf Krk dort einen Mietwagen übernommen.
Wer eine Roller- oder Motorradbühne am Wohnmobil sein Eigen nennt, sollte eine Mitnahme des motorisierten Zweirades auf jeden Fall überlegen! Die Insel bietet sich für Erkundigungen mit Motorrad und Roller geradezu an!
Ein Fahrrad hingegen ist u.E. keine so gute Alternative, es sei denn man ist passionierter Rennradfahrer oder Mountainbiker. Für den „Sonntagsradler“ allerdings sind die Entfernungen der einzelnen Sehenswürdigkeiten zu weit und topografische Anforderungen verlangen zusätzlich enormen Muskelschmalz.

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Sicherheit mit dem Wohnmobil in Kroatien:

Als „gebrannte Kinder“ (siehe unser Einbruch ins Mietwohnmobil im Sommer 2006) scheuen wir natürlich das Feuer wie der Teufel das Weihwasser!
Zu ausnahmslos jeder Stadt haben wir uns daher überlegt, wo wir unser Wohnmobil am sichersten unterstellen können. Fast immer ist dabei das Ansteuern eines Campingplatzes heraus gekommen, wo wir auch gleich eine Nacht geblieben sind.
Die Entfernungen geben es her und wenn man die Preise für Park- und Stellplätze berücksichtigt (mehr dazu steht ja auch hier im Fazit eins drüber zum Thema Fahren in Kroatien), ist der Campingplatz nicht unbedingt teurer.
Bei den wenigen Gelegenheiten, wo das Wohnmobil auf einem öffentlichen Platz gestanden hat, haben wir auf möglichst straßenseitiges Parken geachtet, sodass dort viel Publikumsverkehr herrscht. Auch sonst haben wir möglichst darauf geachtet, keine Gelegenheit für spontane Diebe zu bieten.
Hierzu gehört besonders:

  • Das Navi weg von der Scheibe! Auch der feuchte Ringabdruck des Halters an der Scheibe gehört immer rückstandsfrei weggewischt.
  • Eine am Armaturenbrett ausgelegte Karte der Region lenkt zusätzlich davon ab, wenn sich doch ein Navi im Wohnmobil befinden sollte. Ideal ist hier auch die Karte aus dem ADAC- Tourset, da das Tourset für Mitglieder nichts kostet und man die Karte somit nicht nur zur Orientierung benutzen kann.
  • Das Handschuhfach gehört im leeren bzw. wertlosen Zustand geöffnet! Hierüber signalisieren wir jedem „Durchs- Fenster- Gucker“, dass wir uns über den Zustand unseres Wohnmobils Gedanken gemacht haben und es bei uns nichts zu holen gibt.
  • Kleidung gehört nicht öffentlich irgendwo hingelegt! Besonders Jacken oder Hosen gehören nicht über die Fahrerstühle gelegt, hier können Diebe Wertsachen wie Handys, Geldbörsen oder mehr in den Taschen vermuten und nach Zertrümmern der Scheibe schnelle Beute wittern.
  • Alle übrigen Wertsachen wie Laptop und Kamera werden so gut wie möglich an getrennten Orten versteckt.
  • Alle Alarmanlagen und Sicherungsmaßnahmen wie das Verriegeln der Türen auch bei kleinsten Stopps einschalten bzw. immer berücksichtigen.

Wir sind mit diesen Tipps, die wir seit unserem Überfall 2006 eigentlich durchgehend anwenden, auch dieses Mal in Kroatien gut gefahren.
Kein Einbruch, noch nicht einmal der Versuch wurde gestartet.
Toi-Toi-Toi!

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Allgemeine Tipps, Erfahrungen und Hinweise zu Kroatien:

Fotografieren in Kroatien:
Nein, nein, keine Angst! Hier kommt jetzt kein veralteter Tipp, das man seine 36er Analog- Filme lieber in der Heimat kauft, weil sie vor Ort teuer und von schlechter / veralteter Qualität sind.
Und wer im digitalen Fotozeitalter einen solchen Hinweis in einem Reiseführer findet, hat wohl ein Vorkriegsmodell erwischt.
😉
Nein, ich möchte hier darauf hinweisen, dass wir fast noch nie so deutlich mit einem Fotografierverbot konfrontiert wurden, als das in Kroatien der Fall war! Ob das noch der alte kommunistische Einfluss ist? Naja, egal. Das wohl passivste Art des Verbots sind noch die zahlreichen aber wenigstens stummen Schilder mit dem Symbol einer durchgestrichenen Kamera. Da weiß man dann wenigstens Bescheid. In den Altstädten haben wir diese Schilder häufig an Läden oder Souvenirständen gesehen. Aber auch Gebäude wie Kirchen oder andere Sehenswürdigkeiten warteten mit dem durchgestrichenen Kamerasymbol durchaus auf.
Aber auch unschöne Blicke von Kellnern oder Servicekräften in Restaurants haben wir gesehen, wenn andere Gäste ihre Familie z.B. beim gemeinsamen Abendessen fotografiert haben. Was soll das? Ist doch eine schöne Erinnerung für die Leute!
Und an den Stellen, wo keine Schilder oder böse Blicke waren, wurde man manchmal auch recht unwirsch und unfreundlich angesprochen und das nicht nur einmal!!:
„Hee, Du da, mach das da nicht mit dem Foto!“

„Nein, nicht hier vor dem Supermarkt! Der Manager mag das nicht“

„Warum fotografieren Sie meinen Kühlschrank?! Das ist verboten!!!“

„Ich habe Sie auf Video, Sie haben ein Bild gemacht. Der Schnaps ist woanders nicht billiger, da hilft auch kein Foto!!“

Ich frage mich, was diese Ablehnung zu bedeuten hat?!
Haben die Leute denn allesamt was zu verbergen? Oder ist das der letzte Rest politischer Erziehung des ehemaligen Ostblocks, der erst mit der übernächsten Generation aussterben wird?
Ach ja, bevor ich es vergesse: Der Vollständigkeit halber muss ich noch erwähnen, dass alle Unhöflichkeiten uns gegenüber im Zusammenhang mit Fotos machen ausschließlich in Istrien vorgefallen sind.
Kann daher durchaus auch mit unseren oben bereits genannten Eindrücken zu tun haben, oder wir waren im Süden Kroatiens durch die Erfahrungen einfach etwas vorsichtiger und wurden eben weniger erwischt. 😉
So oder so, dies schreiben wir vorab mal als sensibilisierenden Hinweis für alle die, die nach Kroatien fahren und dort gerne viele Bilder von alles und jedem machen (so wie wir 😉

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Einkaufen in Kroatien:
Also hier prallen in Kroatien teilweise wirklich 2 Welten aufeinander! Zum einen finden sich natürlich noch immer die zahlreichen kleinen Dorfsupermärkte (Mercator oder Konzum) in den Örtchen. Abgewetzte Stufen und Böden, alte Regale und Registrierkassen ohne Barcodescanner. Das gibt es hier noch! Hier wird das Obst noch mit einer analogen Waagschale abgewogen und von einem Angestellten mit Kittel in eine braune Tüte verpackt. Die Auswahl ist aufgrund der Größe des Ladens natürlich sehr begrenzt und besonders viel Mühe gibt man sich hier, ganz im Sinne der Verbundenheit mit einem alten sozialistischen Land, auch nicht. Muss man auch nicht. „Oma Kralova“ hat schon 1957 hier ihr Brot, ihre Eier und ihren Zucker eingekauft, das wird sie auch bis zu ihrem Tode hin noch genau so tun. Wir mögen das! Denn das ist urtypisch und eben original, so leben die ursprünglichen Menschen hier! Des Öfteren haben wir daher in diesen ehrlichen Läden eingekauft. Wo es eben ehrlich zugeht, auch wenn die Preise manchmal viel zu niedrig oder auch viel zu hoch wirken.

     einfacher kroatischer Supermarkt     Konzum-Supermarkt
die einheimischen Supermärkte sind eher schlicht.                    Nur selten sind diese modernisiert wie dieser Konzum hier

     alter Betonsupermarkt     alte Waagschale im Supermarkt
     Ansonsten handelt es sich um alte Betonbauten             Hier packt man die analog gewogenen Äpfel noch in die braune Tüte

Der krasse Gegensatz hier sind die Mega- Supermärkte, die an den Stadträndern wie Pilze aus dem Boden schießen! Und hier sind durchaus bekannte Namen dabei! Kaufland zum Beispiel, steht auch genau so mit dem roten „K“ an den Läden dran, wie sie bei uns an den Stadträndern zu finden sind. Aber auch Discounter wie der deutsche „LiDL“ oder der österreichische „Billa“ haben in Kroatien längst ihre Zelte aufgeschlagen.seine
Die Einkaufstempel sind dann fast immer Riesen- Areale mit großem Parkplatz (auch fürs Wohnmobil und Gespann versteht sich), eben ganz klar vom Typ „Hypermarche“. Die gleiche Entwicklung mit den Weltkonzern- Neubauten, die auf einen ehemaligen osteuropäischen Markt drängen, kennen wir auch schon aus Ungarn. Wer aber lieber auf sein (zumindest in großen Teilen) bekanntes Sortiment und einen Supermarkt steht, der westlichen Geschäftsgrundsätzen unterliegt (teures zum Beispiel in Augenhöhe, billiges unten im Regal, warme Neonbeleuchtung in fensterlosen Bauten, usw.), wird hier fündig werden und muss auf nichts verzichten.
Preislich liegen Lebensmittel des täglichen Bedarfs wie Milch und Brot vom Gefühl her in etwa in unserem Bereich (wobei Fleisch i.d.R. gefühlt etwas günstiger ist). Was wir im Detail für unsere Einkäufe ausgebeben haben steht aber auch noch in unserer Kostenstatistik am Schluss des Fazits.

     Lidl in Kroatien     Billa in Kroatien
    „Westliche“ Supermärkte und Discounter mit bekannten Namen haben auch in Kroatien längst Einzug gehalten…

Bei beiden Einkaufsmöglichkeiten müssen wir der Vollständigkeit halber erwähnen, dass wir manchmal ein paar Bedenken bei Fleischwaren hatten! Besonders rohes Fleisch, wie z.B. grill- oder pfannenfertige Cevapcici- Röllchen, sahen nicht unbedingt immer schön rosa-frisch aus, wie wir es vom heimischen Supermarkt gewöhnt sind! Dies soll natürlich nicht heißen, dass das Fleisch schlecht war! Denn das wissen wir natürlich nicht sicher. Davon abgesehen haben wir auch in Deutschland sicherlich genügend Lebensmittelskandale gehabt um zu wissen, dass wohl aussehendes Fleisch trotzdem Gammelfleisch sein kann. Dennoch hatten wir hier und da eine gewisse Abneigung und wenn dies so war, haben wir auch nicht ins Regal gegriffen.
Ähnlich verhält es sich zum Thema Brotaufstrich bzw. Frischwurst für auf Brot und Brötchen. Das bei uns bekannte Überangebot bestehend aus Frischetheke und verpackter Wurst aus dem Kühlregal ist hier in Kroatien merklich ausgedünnt! Entweder essen die Kroaten ganz einfach weniger Wurst zum Frühstück und Abendessen, oder packen gleich den Rest vom Grillabend am Tag zuvor aufs Brot. 😉
Jedenfalls haben wir uns mit der wenigen verfügbaren Frischwurst gelegentlich schwer getan und sind entweder auf konservierte Wurst aus der Dose aus unseren Bordvorräten oder den leckeren kleinen Pasteten im Blechnäpfchen umgestiegen. Wir haben uns dann sogar einen Spass draus gemacht, die einzelnen Anbieter miteinander zu vergleichen und einen „geschmacklichen Sieger“ zu küren. Wie schon im Reisetag 9 beschrieben, haben uns die Produkte von „Pik“ hierbei am besten geschmeckt!
Wer also gerne Streichwurst aus dem Döschen mag, kann ja mal die Pik Piketa Cajna Pasteta probieren! Gibt es eigentlich in jedem nationalen Supermarkt!

     Pastete aus der Dose     Dosenvergleich in Kroatien
     Für unsere Leser haben wir uns durch alle Pasteten gequält! 😉 Döschen von Mesni, Jetrena, Gavrilovic und Pik!

     Der kroatische Sieger- Brotaufstrich     Pastete im Supermarkt
     Neben Nutella unser Frühstückssieger! Die „Cajna- Pasteta“ von Pik! Gibt´s in Kroatien eigentlich in jedem Supermarktregal…

Zum Schluss vielleicht noch ein Wort zu den vielen zahlreichen Ständen, quasi dem „dritten Supermarkt“ in den Straßen Kroatiens. Wir haben während unserer Reise nur wenige Berührungspunkte mit diesen Ständen gemacht, um uns hierüber wirklich eine Meinung bilden zu können. Bei den wenigen Gelegenheiten aber, wo wir dort etwas eingekauft haben (meistens Obst, besonders Trauben), war immer alles in Ordnung. Sowohl vom Preis als auch von der Qualität der Ware her.
Und man muss vielleicht erwähnen, dass das Warenangebot der Obststände wirklich fast alle Wünsche erfüllt, während die Auslagen in den Supermärkten (selbst in den großen!) oft nur die Grundversorgung wie Äpfel, Bananen und Co. sicherstellen.
Aber schon Melonen oder Trauben können dann in der Obstabteilung eines Supermarktes fehlen!
Wer also gerne frische kühle Trauben unter der wärmenden Sonne am kroatischen Strand genießen mag, sollte sich am Obststand einmal näher umschauen.

     Marktstände in Kroatien     Angebot auf einem Marktstand
Die dritte Säule bei der Versorgung mit Lebensmitteln: Märkte!    Unter dem Angebot an Früchten biegen sich die Bretter! 😉

     Marktstand in Kroatien     Trauben vom Markt
   Auch an Promenaden und Flaniermeilen findet man diese Stände, besonders die Trauben locken hier zahlreiche Kunden…

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Gastronomie und Essen gehen in Kroatien:
Wie bei den Supermärkten kann man hier absolut 2 Welten festellen.
Da wären zum einen die kleinen feinen Restaurants, die gute Küche zu einem angemessenen Preis anbieten.
Und es gibt die Häuser, da wirst du nur von den „Fängern“ am Eingang freundlich begrüßt. Sitzt du dann, sitzt du buchstäblich in der „Servicewüste“ und kannst dich dumm und dämlich warten, zuschauen wie andere, die nach dir bestellt haben vor dir bedient werden und du am Ende noch das falsche Essen bekommst. Dazu kommen dann kleine Portionen ohne Geschmack, lieblos hingeworfen wie den buchstäblichen Napf der sowjetischen Essensausgabe!
Das Problem: Von außen ist dieser immense Qualitätsunterschied zwischen guter Küche und Abzocke nunmal nicht immer zu erkennen!
Früher konnte man sich ja ein wenig an der Auslastung des Hauses und dem Gästeklientel orientieren. War die Terrasse voll, war das schonmal ein positives Zeichen. Saßen dann noch Einheimische an den Tisch, dann hast du für gewöhnlich einen Volltreffer gelandet!
Dies aber scheint hier in Kroatien wohl nicht mehr so ganz funktionieren, wie das Beispiel aus Funtana mit dem Spanferkel gezeigt hat.
Volle Terrasse, von außen ordentlich ausschauendes Haus und ein knuspriges Spanferkel dreht sich werbewirksam über offenem Feuer.
Da läuft einem zwangsweise das Wasser im Mund zusammen, da möchte man gleich rein!
Die servierte Portion hat dann aber sehr enttäuscht, besonders zu dem hohen Preis! Viel Knochen, nur sehr wenig Fleisch, ansonsten nur optisch herausgeputzte Beilage mit Salatblatt, Zwiebel und Aiva fürs Auge. Satt und lecker geht aber anders!

     Spanferkel über offenem Feuer
     Mal ehrlich: Wer nicht gerade Veganer Stufe 8 ist, den lockt doch dieses Brutzelferkel an, oder?  😉

Eigentlich würden wir nun empfehlen, sich vielleicht an einen lokalen Ansprechpartner zu wenden. In Österreich und Deutschland klappt das eigentlich immer. Einfach den Herbergsvater (oder in unserem Fall in der Campingplatzrezeption)  fragen, wo man denn vor Ort gut essen gehen kann. Die Antworten sind eigentlich fast immer hilfreich.
Aber in Kroatien? Wo wir mit den Rezeptionen fast ausschließlich schlechte Erfahrungen zum Thema Kundenfreundlichkeit und Service gemacht haben? Da wird einem vermutlich bestenfalls (wenn sie nicht grundsätzlich das campingplatzeigene Restaurant empfehlen!) die Klitschbude des Schwagers vom Bruder empfohlen. Der freut sich dann übers Geld, obgleich er den Gewinn vielleicht später mit dem Rezeptionisten teilen muss. Nein, hier haben wir viel zu sehr die Sorgen der Befangenheit und lassen daher von diesem Tipp mit den „locals“ einmal ab. Hierauf sollte der Gast in Kroatien wirklich nur vertrauen, wenn er dem tippgebenden Einheimischen vor Ort wirklich vertraut!
Am besten hilft an dieser Stelle vielleicht noch, sich auf Empfehlungen aus einem neutralen Reiseführer zu verlassen oder für nahezu aktuelle Tipps ganz einfach das Internet zu konsultieren. Wir haben dies in Vrsar mit der Pizzeria Stella so gemacht. Tipp im WOMO- Reiseführer entdeckt und gezielt (an anderen einladend ausschauenden Restaurants vorbei in die Nebenstraße) dieses Haus dann auch angesteuert. Und es war gut!
Gut, wir hatten auch einen Glücksfall mit der Pizzeria Sergio in Rovinij. Mitten in einer der schönsten Gassen in Rovinij entdeckt, eigentlich direkt an der Flaniermeile. Ein Garant für Touristen und somit eigentlich auch ein Garant für gute Einnahmen, man müsste sich also keine wirkliche Mühe mit Speis und Trank geben.
Dennoch war es hier überraschend lecker, gut und sogar noch günstig dazu! Eine echte Überraschung! Andererseits haben wir hinterher erfahren, dass gerade diese Pizzeria im Besonderen bereits mehrfach in der Presse Erwähnung gefunden hat. Von daher war dies also auch ein Haus mit Reputation und Empfehlung, wir haben es nur vorher schlichtweg nicht gewusst.
Aber genau daran sollte man sich orientieren, wenn man in Kroatien gut essen möchte. An einer zuverlässigen Empfehlung!
Bleibt dann natürlich nur zu hoffen, dass ein solcher öffentlicher Tipp nicht inzwischen von einem windigen Geschäftsmann aufgekauft worden ist und er mit diesem Tipp nun einen Reibach macht, solange es nur irgendwie geht.
Aber auf gut Glück einfach in ein nett aussehendes Haus am Wegesrand? Das kann, selbst bei besten Vorzeichen, am Ende doch zur Enttäuschung werden!

Was die Preise fürs Essen gehen angeht, können wir eigentlich kaum etwas Negatives vermelden.
Sieht man mal von den „Abzocktellern“ ab, bekamen wir in den Häusern, wo wir zufrieden waren, auch stets gutes Essen für gutes Geld. Gefühlt waren wir (besonders mit einfachen Gerichten wie Nudeln oder Pizza) in Italien, wobei Speisen mit viel Fleisch wie Grillteller und Co. preislich etwas unterhalb eines vergleichbaren kroatischen Restaurants in Deutschland gleichen. Fleischgerichte sind also deutlich günstiger als in Italien, dafür war Fisch wiederum etwas teurer!
Wer gerne Fleisch mag, wird hier in Kroatien (wenn er ein gutes Restaurant erwischt hat) voll auf seine Kosten kommen! Die Grillplatten sind günstig, groß, reichhaltig bestückt und geschmacklich einwandfrei.

     mediterrane Küche in Kroatien     Grillplatte mit viel Fleisch in Kroatien
     Auch in Kroatien gibt es leckere mediterrane Küche                  Fleischgerichte wie diese Grillplatte sind gut und günstig

Nähere Infos hierzu liefert natürlich auch wieder unsere ausführliche Kostenstatistik am Ende des Reiseberichts.
Darüber hinaus haben wir natürlich auch auf dieser Reise den „Pizza- Margherita- Index“ angewandt!
Kenner unserer Reiseberichte wissen um diesen hilfreichen Indikator, den wir während unserer Toskana- Rundreise mit dem Wohnmobil 2008 erstmals angewandt haben. Wer diesen Index nicht kennt, hier ein paar Worte zur Erklärung:
Wie bei einem Bic-Mac von McDonalds gleicht sich die Zubereitung einer Pizza Margherita im wesentlichen stets nach dem gleichen Muster.
Teig, Tomatensoße, Käse, etwas Orgeano, das wars! Sieht man von der Größe bzw. der Menge der Zutaten daher einmal ab und unterstellt im Groben eine durchschnittliche Pizza, kann man mit dieser Methode die Preise recht gut miteinander vergleichen.
Ist die Pizza teuer, sind meist auch alle anderen Gerichte in diesem Haus (oder der Stadt, der Region, usw) teuer. Ist die Pizza günstig, gilt dies meist auch für die anderen Gerichte. Auch steht dem natürlich unsere Pizza Margherita bei unserem heimatlichen Hausitaliener gegenüber! Bei uns in Sindorf kostet diese Pizza derzeit 5,50 Euro, das ist quasi unser persönlicher Benchmark!
Hier zum Vergleich nun ein paar Ergebnisse aus Kroatien (Umrechnungskurs zum Zeitpunkt unserer Reise: 1,- € = 7,39 HRK):

  • Restaurant auf dem Campingplatz Valkanela: 36 Kuna, ca. 4,87 €
  • Stadtrestaurant in Vrsar: 30 Kuna, ca. 4,06 €
  • Pizzeria in Porec in einer nicht „touristifizierten“ Nebengasse: 35 Kuna, ca. 4,74 €
  • Pizzeria in Porec mitten auf der Hauptflaniermeile: 30 Kuna, ca. 4,06 €
  • Pizzeria in Fazana am Hafen mit Blick aufs Meer: 40 Kuna, ca. 5,41 €
  • Trattoria / Pizzeria in Pula, etwas edler wirkend: 45 Kuna, ca. 6,09 €
  • Imbiss / Pizzeria in Novigrad, einfach: 30 Kuna, ca. 4,06 €
  • Pizzeria in Novigrad mit Blick aufs Hafenbecken: 35 Kuna, ca. 4,74 €
  • Pizza auf der Promenade in Krk auf Krk: 35 Kuna, ca. 4,74 €

     Pizza in Kroatien     Pizza in Kroatien
     Zwar keine Margherita, dennoch lecker und gut: Eine Pizza!       Lecker, saftig und knusprig. Schmeckt fast wie in Italien!

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Geld, Geldwechsel, bargeldlos zahlen Kreditkarte, Automaten und Co.:
Auch wenn man es kaum glauben wird, in Kroatien ist der Euro noch kein Zahlungsmittel, zumindest nicht offiziell. Die nationale Währung ist der „Kuna“. Der Umrechnungskurz zum Zeitpunkt unserer Reise betrug ca. 1 € = 7,39 HRK. Natürlich kann man viele Waren und Dienstleistungen auch in Euro bezahlen, einige Läden preisen ihr Angebot gleichsam in Kuna und Euro an. Allerdings ist der Kurs beim Direktbezahlen in Euro für gewöhnlich etwas schlechter, als der offizielle Umrechnungskurs. Verständlich, das „Fremdgeld“ muss der Verkaufende ja auch wieder umtauschen und hat damit etwas Aufwand.
Dennoch haben wir kein einiziges Mal Geld gewechselt. Warum auch? Mit der Kreditkarte kann man alles, vom Diesel fürs Wohnmobil bis zum Übernachten auf Campingplätzen, auch problemlos ohne Bargeld bezahlen. Und wenn man vor Ort angekommen ist und das erste Städtchen besucht, zieht man mit der normalen EC- Karte oder mit der Kreditkarte kroatische Kuna am nächsten Automaten. Das geht problemlos.
Einen Tipp hierzu haben wir noch: Wer Kunde bei einer internationalen Bank ist (z.B. Citibank / Targobank) sollte die Augen nach einer Bankfiliale des eigenen Hauses aufhalten! Gibt es! Dann kostet das „Fremdgehen“ an einem Fremdautomaten nicht so viel an Gebühren.
Besonders Gäste aus Österreich sollten mal bei Ihrer Hausbank nachfragen, wo man in Kroatien am günstigsten Geld holt! So haben wir in den Innenstädtchen oft Banken gesehen, die es so auch 1:1 in Österreich gibt. Die Raiffeisenbank mit dem gelb- schwarzen Logo zum Beispiel. Oder die blau- rote „Erste“- Sparkasse war ebenfalls oft anzutreffen. Wer hier Kunde ist, kann in den ausländischen Geldhäusern vielleicht einen günstigeren Kurs bekommen. Fragen kostet ja nichts!

Ansonsten gibt es zum Thema Geld und Währung nicht viel zu schreiben. Das Bankennetz ist sehr dicht, Automaten gibt es praktisch überall wie bei uns auch und wer mit Plastik bezahlen will, kann seine Kreditkarte (vereinzelt auch die EC- Karte) bargeldlos verwenden. Probleme gab es weder mit MasterCard, noch mit Visa.
Einzig die Parkautomaten wollen gelegentlich mit Münzgeld gefüttert werden, das sollte man dann in der Tasche haben. Vereinzelt gibt es aber auch noch Parkplätze mit einem vor Ort arbeitenden Parkplatzwächter, der dann eben auch auf Scheine rausgeben kann.

Ein paar Bilder von „Kuna´s“ haben wir auch gemacht, dann kann sich jeder die Scheine schonmal anschauen. Schaut euch mal den 10- Kuna Schein genauer an. Dieser hat auf der Rückseite das Amphitheater von Pula als Motiv.

     Vorderseite Geldscheine kroatische Kuna     Rückseite Geldscheine kroatische Kuna
Ein bunter Strauß kroatischer Kuna- Scheine: Vorne Köpfe…   …und hinten berühmte Landesmotive. Pula´s Arena auf´m Zehner

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Als Tourist in Kroatien / weitere allgemeine Tipps:
Unsere allgemeine Meinung darüber, wie man als Touristen in Kroatien teilweise behandelt wird, haben wir ja besonders in den Hinweisen zu Istrien ja schon dargestellt. Hierzu brauchen wir ja nicht nochmals alles zu wiederholen.
Ein paar allgemeine Tipps möchten wir interessierten Leserinnen und Lesern dann aber doch noch mit auf den Weg geben, wenn jemand von euch eine Reise wie die unsere plant.
Ganz besonders ans Herz legen möchten wir jedem Touristen die Mitnahme ordentlichen und gleichzeitig bequemen Schuhwerks! So schön die Promenaden und Gassen der Altstädte am Berg und Meer auch anzusehen sind, die Märsche durch die Wege und Pfade sind nicht ganz anstrengungsfrei!

     Katzen spazieren durch die Gassen von Labin
     So schön die Altstadtgassen Kroatiens auch sind, zum bummeln und flanieren gibt es trotzdem ein paar gute Tipps…

Mindestens bretthart sind die Pflaster und Quader zwischen den Häuserschluchten, sodass die Füße ohne gute Sohle schnell schmerzen können!
Dazu kommen die teilweise recht abenteuerlichen Kopfsteinpflaster, die durchaus Bergsteiger-Schuhwerk rechtfertigen würden! Wer hier meint, dass Stöckelschuhe nunmal besser in zum Ambiente der Rovinij`schen Hafenpromenade passen, der ist selber schuld!

     anstrengende Wege in der Altstadt     grobees Kopfsteinpflaster in den Altstadtgassen
     So manche Altstadtgasse verlangt nach körperlicher Anstrengung und spätestens hier wird jeder Stöckelschuh gekillt!

Auch die übrige Kleidung sollte Klima und Jahreszeit angepasst sein, zum Zeitpunkt unserer Reise waren dies klar T- Shirt und kurze Hose! Lange Kleidung hatten wir zwar dabei (für die obligatorischen „kühlen Abende“, jeder kennt das.), praktisch sind diese aber ungetragen wieder mit nach Hause gefahren!
Von Vorteil sind dann natürlich auch helle Kleidungsstücke, die Sonne brennt nämlich ordentlich und gut auf dunkle Farben ein.

Lässt man die bereits erwähnten negativen Berührungspunkte im Servicebereich einmal aus, können wir eigentlich ansonsten nichts beanstanden. Wo wir in Ruhe gelassen werden wollten, wurden wir in Ruhe gelassen.
Niemand hat uns angequatscht und versucht, uns zum Beispiel gefälschte Uhren, Schirme oder goldene Armreifen aus der römischen Besatzungszeit „garantiert original“ anzudrehen. Dies war schon etwas besser, als es zum Beispiel in Italien an den typischen Touristenstandorten wie Florenz oder Pisa der Fall war.
Scheinbar greifen die Ordnungshüter hier besser durch!
Wenn man solche Souvenirs haben möchte, muss man schon von sich aus zu den einzelnen Ständen gehen und aktiv danach fragen bzw. sein Interesse bekunden.
Aktiv „abgefischt“ bzw. dem Versuch hierzu waren wir ansonsten nur gelegentlich an den Eingängen der Restaurants ausgesetzt. Dies aber so selten, dass es gar nicht richtig ins Gewicht fällt.
Das war schon entspannt und fanden wir gut!

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mobiles Internet in Kroatien – unser Erfahrungsbericht:

Vor unserer Reise haben wir uns mit dem Thema „Internet in Kroatien“ auseinander gesetzt.
Hierbei haben wir, neben den begrenzten und zumeist teuren WLAN- Möglichkeiten auf CPs, uns insbesondere über lokale Möglichkeiten mit Surfsticks informiert.
Die Sticks sind in Kroatien weit günstiger, als in Deutschland!
Umgerechnet 20 Euro, statt wie bei uns zwischen 50 und 70 Euro!
Aber ist günstig auch gut?
Unternehmen Vodafone oder T- Mobile sollten doch mindestens die gewohnte Qualität liefern, die wir auch aus Deutschland gewohnt sind, oder?

Nun, hier unsere Erfahrungen:
Noch vor unserer Reise haben wir uns in Deutschland bei erfahrenen Kroatien- Fahrern schlau gemacht.
Diese empfahlen uns mehrheitlich den Internet- Stick von Sipma, also dem Angebot von T- Mobile.
Das Konkurrenzangebot von VIP, auf welches wir in Kroatien an wirklich fast jeder Straßenecke gestoßen sind, wusste hingegen keiner zu berichten.

     mobiles Internet in Kroatien mit Simpa von T-Mobile           mobiles Internet in Kroatien mit VIP von Vodafone
      Kroatiens Internetanbieter: T-Mobile mit „Simpa“…           …und Vodafone mit „VIP“. Um 20 Euro kostet ein Stick mit Karte

Nun, wir sind der Empfehlung mit SIMPA gefolgt, es war allerdings schwierig, erst einmal daran zu kommen!
Gleich auf dem ersten CP haben wir am Kiosk gefragt, aber die Dame hatte für T- Mobile nur die e-bons, also die Guthabenkarten da. Den erforderlichen Internetstick hatte sie aber nur von VIP im Angebot.
Wir haben noch 2 weitere Läden mit T- Mobile- Werbung aufgesucht, aber auch hier das gleiche. Nur Guthabenkarten, kein Stick.
Final haben wir aber den entscheidenden Hinweis bekommen, es mal bei der Post zu versuchen.
Und Hurra, hurra, hier gab es dann den Internetstick, komplett mit dem 5- Tage gratis Angebot, wie man uns empfohlen
Der Stick kostete 150 Kuna (also etwa 20,- €) und wurde sogar auf Englisch mit „5 Tagen frei surfen“ beworben.
Wir konnten den Stick sofort in der Postfiliale kaufen und mussten hierfür weder Ausweis noch persönliche Daten angeben (anders, als in Deutschland, hier in Kroatien kann offenbar jeder ein Handy mit Nummer anonym kaufen).

Am Laptop eingesteckt, installierte sich der Stick automatisch und wir konnten sofort lossurfen.
Zunächst im langsamen EDGE- Netz, dann aber auch komfortabel mit UMTS und HSDPA.
Wir waren schon guter Laune und freuten uns, dass das hier so einfach funktioniert.
Doch der Euphorie folgte recht schnell Katerstimmung…
Etwa einen Tag, nachdem wir also froh und fest im Glauben 5 Tage frei zu haben, durch das Web surften, fiel plötzlich an einem Abend das Internet aus.
Es folgte ein längeres Telefonat mit der Hotline von T- Mobile Kroatien, welches wir immerhin auf Englisch führen konnten.
Die Dame meinte, die 5 Tage frei gäbe es nur nach Aktivierung eines Guthabens auf der Karte.
Aha!

Gleich am nächsten Tag taten wir also dies und luden zum Startguthaben ein weiteres Guthaben auf, allerdings wollte dies mit dem Stick nicht so richtig funktionieren.
Erst, als ich die Sim- Karte aus dem Stick in mein Handy gesteckt habe, konnte ich mit diesem das Guthaben über eine */#- Tastenkombination aktivieren.
Die Software des Sticks erlaubt dies leider nicht. Na gut, egal. Hauptsache Guthaben war drauf.
Das „lustige“ dabei: Wir bekamen auf unseren Stick immer weiter fröhlich SMS, die natürlich alle in Kroatisch gehalten waren.
Erneut telefonierte ich über dem Aufladevorgang fast 20 Minuten mit der Hotline, bis der Stick zumindest wieder funktionierte.

Dann begann ich, mich selbst mit dem Thema auf der Homepage von T- Mobile Croatia auseinander zu setzen.
Gottlob waren die Seiten auch in Englisch verfügbar!
Wäre auch nur eine SMS mal in englischer Sprache gewesen, ich hätte das Problem ohne 27 Minuten in der Warteschlange verbringen zu müssen gelöst.
SMS in Englisch? Ich erwarte zuviel?
Nun, das SIMPA- Internet Paket wird in Kroatisch UND Englisch beworben und richtet sich in englischer Sprache sogar vornehmlich auch an Touristen, oder?!
Warum also sind dann bitte die so wichtigen Dienstnachrichten nicht auch in Englisch? Aber egal.
Nun, kommen wir zum Cajus Knacktus:
Der Stick für 150 Kuna ist bereits mit 100 Kuna Guthaben aufgeladen. Ohne zu wissen, wie der Stick aber nun korrekt konfiguriert wird, haben wir die 100 Kuna ratz-fatz im „offenen Datentransfer“ versurft!
Deswegen wollte der Stick dann natürlich nicht mehr, was ich aber erst herausgefunden habe, als ich die kroatischen SMS mal durch die Übersetzungsmatrix von google gejagt hatte.
Hierdurch erfuhr ich, dass man die 5 Tage frei nur bekommt, wenn man den Stick mit 200 Kuna auflädt, was ich später auch auf den englischen Seiten von T-Mobile Croatia nachgelesen habe.
Da der Stick nur mit 100 Kuna vorgeladen war, ist die Option mit 5 Tagen frei nie in erreichbarer Nähe gewesen!
Nun, arglos hatte ich am Vormittag des zweiten Tages einen weiteren e-bon gekauft, allerdings nur für 100 Kuna.
Von diesem haben wir dann am Vormittag, als der Stick wieder funktionierte, erneut fast 40 Kuna abgesurft und uns drohte erneut das Aus mangels Guthaben!

Mit 100 aufgeladenen Kuna ist es aber immerhin noch möglich, 2 Tage frei zu surfen, dies muss aber mittels SMS freigeschaltet werden.
Dies kann übrigens mit dem eingesteckten Stick am Laptop geschehen, die Software hat, wie schon beschrieben, ein SMS- Tool implementiert.
Aber auch hier wieder: Die SMS müssen erst übersetzt werden, wenn man kein Kroatisch kann!
Schritt 1:

  • Eine SMS mit dem Inhalt „A“ (ohne Anführungszeichen) an die 3636 senden.
  • Man erhält eine SMS mit Optionsmöglichkeiten für einen Bonus zurück.
  • Eine Stunde surfen für 10 Kuna oder 24h surfen für 20 Kuna sowie 3-5: Weitere Optionen wie Internet S, M oder XL
  • Wir senden „2“ an die 3636 zurück.
  • Wir bekommen erneut eine SMS mit dem Hinweis, dass wir aufgrund unseres 100 Kuna- Ladevorgangs  2x 24h freisurfen haben, wenn wir eine davon aktivieren wollen, sollen wir „DA“ an die 3636 senden.
  • Wir senden also „DA“ an die 3636.
  • Wir erhalten erneut eine Bestätigung, dass die nächsten 24h kostenfrei sind und wir noch eine weitere kostenfreie 24h- Session aus unserer 100kn- Aufladung übrig haben, die wir ebenso aktivieren können

Geschafft! Damit surfen wir nun immerhin 2 Tage frei. Aber es ist glaube ich unbestritten, dass dieser Vorgang unglaublich kompliziert ist! Sicherlich nicht, um den Einheimischen wie Touristen das Aktivieren besonders leicht zu machen.
Auch das wir zusätzlich zum Startguthaben einen Gutschein für 200 Kuna kaufen müssen, um den Stick 5 Tage gratis nutzen zu können, hat uns zum Beispiel niemand gesagt und wenn ich mich nicht selbst durch die Tiefen des Internets auf die Suche nach den erforderlichen Informationen und Wegen gemacht hätte, wären auch wir nicht darauf gekommen.
Nun, die Anleitung oben wird zweifelsohne nur solange halten, bis kommendes Jahr ein neues Paket auf dem Markt verfügbar ist.
Daher der dringende Rat: Kauft die Sticks nicht im Postamt oder am Kiosk.
Die Leute dort haben in den wenigsten Fällen eine Ahnung, wie das Teil tatsächlich am kostengünstigsten funktioniert.
VIP wie T- Mobile haben einige Läden in den größeren Städten, vielleicht ist man dort mit einer kleinen Beratung und Vorkonfiguration besser aufgehoben…
Allerdings waren wir selbst mit der Hotline nicht 100% zufrieden und die sollten es eigentlich auch wissen, oder?

     Postamt-Kroatien     Kiosk-Kroatien
     Den Simpa- Stick selbst kauft man am Besten im Postamt!        Aufladekarten gibt es hingegen an jedem „rosa“ Kiosk

Noch was: Die 24- Stunden Flat ist keine „echte“ Flat! Einige Tage später bekamen wir Probleme, denn aus irgendeinem Grund versagte der Stick erneut innerhalb einer 24- Std- Flat den Dienst mangels Guthaben.
Ich habe also erneut mit der Hotline telefoniert. Dort erfuhr ich, dass im Rahmen der 24-Std- Flat lediglich 250MB an Datentransfer abgerufen werden dürfen!
Erreicht man dieses Limit, wird die Flat inaktiv geschaltet und man surft erneut aus dem Kuna- Guthaben!
Immerhin warnt einen eine SMS davor, wenn man das Limit von 250MB verbraucht hat.
Man kann dann leider die Flat nicht deaktivieren und z.B. auf eine restliche Laufzeit verzichten, dies hat mir der Mitarbeiter an der Hotline von T- Mobile Croatia extra erklärt.
Man muss daher den Ablauf der 24- Stunden abwarten, erst dann kann man eine neue Flat aktivieren.
Möchte man innerhalb der 24h- Flat weiter surfen und hat das 250MB- Guthaben Freidatentransfer verbraucht, geht jedes weitere MB erneut an das konventionelle Kartenguthaben und damit leider an die teuerste Variante!

Nun, wir haben uns auch durch diese Unwägbarkeiten geklickt.
Gemessen an den Kosten für einen WLAN- bzw. WiFi Hotspot- Internetzugang, den wir auf manchen Campingplätzen im Angebot sahen (z.B. auf dem Bi-Village für umgerechnet 15 Euro / 24h, oder 50 Euro für 1 Woche!!) sind wir mit dem SIMPA- Stick von T- Mobile nicht unbedingt schlecht gefahren, zumal der Stick ja auch nach einem Stellungswechsel im ganzen Land auch überall anders noch problemlos funktioniert. Bei einem lokalen WiFi- Angebot ist das ja meist nicht der Fall!
Wer also nicht auf Internet verzichten möchte und sich ein bisschen mit Konfiguration von USB- Sticks bzw. allgemein mit PC und Co. auskennt, greift in Kroatien zum nationalen Internetstick von T- Mobile oder Vodafone.

     Mit dem Simpa- Internetstick geht es ins Web
     Arbeitsplatz Wohnmobil! Mit dem Simpa- Internetstick geht es mobil ins Web 😉

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Besuchte Campingplätze und besuchte Wohnmobilstellplätze in Kroatien, Infos und Bewertung:

Kroatien:
Vorbemerkung zu den kroatischen Campingplätzen:
Gleich vorweg, von den kroatischen Campingplätzen waren wir positiv überrascht!
Wir haben uns unter den Campingplätzen der ehemaligen zentralen Balkanrepublik Jugoslawien eigentlich eher unterdurchschnittliche Campingplätze nach Ostblockmuster vorgestellt und diese auch so erwartet.
Loch im Boden für den Toilettengang, Strom aus einer Mehrfachsteckdose aus der Rezeption, hügelige und steinige Wiese, vergammelte Duschen und so weiter und so weiter.
Tatsächlich aber waren die Plätze, für südländische Verhältnisse, überraschend gut aufgestellt!
Seien dies nun die teuren Plätze, die wir regulär angefahren haben, oder die ermäßigten Plätze mit ACSI- Campingcard Rabatt.
Da haben wir auf so manchem Campingplatz in Südeuropa (Ungarn oder auch Frankreich) schon deutlich schlechter für mehr Geld gestanden!
Entsprechend ist diese positive Überraschung natürlich auch in die Wertung mit eingeflossen.
Es möge aber bitte keiner denken, dass eine „kroatische 8“ von der Wertigkeit her mit einer „dänischen 8“ konkurrieren kann!
Wer mittel- bzw. nordeuropäischen Standard heranziehen möchte, zieht von unseren Punkten am besten mal gleich pauschal 2 Zähler ab, dann passt es in etwa. 😉
Kommen wir aber nun zu den einzelnen Plätzen:

Campingplätze in Istrien (aus Teil 1 unserer Reise):

Camping Sirena:
HR-52466 Novigrad
Tel.: +385 (0) 52 757 159
Web: laguna-novigrad.hr
Übernachtungskosten: ausgezeichnet mit 13,- € ACSI- Tarif, tatsächlich gezahlt: ca. 14,50 € (Kurtaxe, NKs)
GPS- Koordinaten (von unserer Campingwiese): N 45.315479° / E 13.579091°
Kurzbewertung:
Mit gemischten Gefühlen sind wir hier auf unseren ersten kroatischen Campingplatz gefahren.
Gut, wir hatten eine Empfehlung für diesen Platz mit an die Hand bekommen und haben daher gehofft, dass es nicht ganz so schlimm werden würde.
„Schlimm“ bezieht sich übrigens auf die Kombination „südländischer Campingplatz“ und „nur 3 Sterne“.
Wir kennen da ja schon so einiges aus anderen südeuropäischen Ländern wie Südfrankreich oder Ungarn.
Aber hier? Alles tipp-topp!
Gut, natürlich sind die Duschräume hier und da ein wenig „verbraucht“. Dunkle Fugen, roter Dreck von der Erde überall (besonders am Abend), abgenutzte Wascheinrichtungen und Toiletten, die eigentlich von Liliputanern benutzt werden müssten. Wie sitzen die Kroaten nur darauf? (Nein, ich war nicht auf dem Kinderklo! 😉
Aber im Großen und Ganzen muss man sagen, dass wir uns auf diesem Campingplatz eigentlich ganz gut versorgt fühlten.
Das Personal war meistens neutral bis freundlich, die Duschräume wurden jeden Tag gereinigt, die Anzahl war ausreichend und die Einrichtung annehmbar. Es gab sogar Toilettenpapier (aus einem großen Spender am Eingang) und das Warmwasser der Duschen war kostenlos und unbegrenzt.
Es gab sogar einige Extras, die man auf anderen Campingplätzen nicht findet, wie zum Beispiel spezielle Hundeduschen!
Auch die übrige Versorgungslage war nicht schlecht! Es gab ein volles Animationsprogramm und wer wollte, konnte zahlreiche Sportmöglichkeiten des benutzen.
Natürlich gibt es auch einen Supermarkt mit ausreichendem Sortiment.
Hier spielt allerdings der Umstand positiv hinzu, dass der Campingplatz Teil einer Hotel- und Clubanlage ist, die sich Supermarkt wie Sportbereiche und Animation teilen.
Auch wenn die Anlage einiges bietet, will man natürlich die Ferien nicht nur auf dem Platz verbringen. Hierfür bietet sich ein Besuch des Städtchens Novigrad an, welches zu Fuß auf einer schönen Strandpromenade ohne PKW- Verkehr erreichen lässt. Mit dem Fahrrad sind es keine 10 Minuten (und wir fahren langsam).
Natürlich verfügt der CP auch über einen eigenen Zugang zur Adria. In kleineren Buchten kann man auf einer Art steinernen Terrasse liegen und aufs Wasser hinaus schwimmen.
Ein letztes Wort noch zu den Parzellen: beim Einchecken war genau noch ein parzellierter Stellplatz frei. Die parzellierten Bereiche liegen aller unter einem dichten Baumbestand, der für den Hochsommer natürlich die nötige Portion Schatten spendet. Die freie Parzelle war allerdings derart unattraktiv (Nummer 104, gleich hinter den Mülltonnen), dass wir es vorgezogen haben, auf der offenen und unparzellierten Campingwiese zu stehen. Hier gibt es allerdings keine Bäume und man steht im vollen Tageslicht!
Nur, wer ganz am Anfang der Wiese parkt, wird ab dem späten Nachmittag etwas früher Schatten haben, bis die Sonne am Ende des Tages recht schnell untergeht (Den Sonnenuntergang im Meer kann man vom CP aus leider nicht sehen). Zum Zeitpunkt unseres Besuches war es natürlich kein Hochsommer mehr, sodass wir bequem auf der offenen Wiese stehen konnten.
Gestört hat mich eigentlich nur, dass wir unseren Strom nicht selber einstecken durften. Am Tag des Eincheckens haben wir locker 20 Minuten auf den Mann mit dem Schlüssel warten müssen, am Tag der Abreise waren es immerhin noch gute 10 Minuten. Für etwas Simples wie das Einstecken und Rausziehen eines Stromsteckers ist das unnötig!
Ansonsten aber haben wir uns aber sehr wohl gefühlt.
Fazit: Schöne Lage bei Novigrad und die Basics waren in Ordnung, 6,5 von 10 Transitsternen

Camping Valkanela:
Valkanela
HR-52450 Vrsar
Tel.: +385 (0) 52 445 216
Web: maistra.hr 
Übernachtungskosten: ausgezeichnet mit 13,- € ACSI- Tarif, tatsächlich gezahlt: ca. 14,59 €
GPS- Koordinaten (unsere Parzelle Nr. 1021): N 45.16315° / E 13.60588°
Kurzbewertung:
Auch der zweite ACSI- Platz auf unserer Reise hat uns positiv überrascht. Und der Platz hat sich gegenüber dem erstbesuchten sogar nochmals in Qualität und Ausstattung gebessert.
Auch hier fanden wir einen großen parzellierten Bereich unter dichten Baumbestand für den Hochsommer vor, auch hier gab es aber zusätzliche Kapazitäten auf offenen Wiesen, die wir im frühen September natürlich lieber in Anspruch genommen haben. So wird es am Abend nicht so schnell so frisch.
Allerdings war hier im Gegensatz zum CP Sirena die Badebucht durchweg schöner, die Servicehäuser ein Quentchen sauberer, Toilettenpapier gab es in den Kabinen (nicht auf dem Gang), die Parzelle war schöner und die Nähe zu gleich 2 Städtchen, die problemlos mit Fahrrad oder zu Fuß erreicht werden können (Vrsar und Funtana), wertet den Platz nochmals auf. Besonders, weil es einen Fahrradweg neben der doch gut befahrenen Hauptstraße gibt, der die Städtchen Vrsar (mit der schönen Altstadt) und Funtana (mit dem Spanferkel und dem Touch eines toskanischen Bergdörfchens) miteinander verbindet. Für einen „Standorturlaub“ in Kroatien mit dem Wohnmobil oder dem Wohnwagen mit eigenem Auto für Erkundungstouren eignet sich dieser Platz daher recht gut.
Auch durften wir unseren Strom selber ein- und ausstecken und auch hier gab es unbegrenzt Warmwasser in den Duschen.
Unbedingt positiv hervorheben möchten wir auch auf jeden Fall die schöne Bademöglichkeit!
Der Platz verfügt über eine richtig große Badebucht, die von drei Seiten aus beschwommen werden kann. Selbst in der Hauptsaison kann ich mir nicht vorstellen, dass diese bis auf den letzten Platz belegt sein könnte, so groß ist das U- Areal. Der Umstand, dass hier eben mehr Fläche zum Wasser zur Verfügung steht (eben ein „U“ statt eines einfachen geraden Strandabschnittes als Zugang zum Wasser), wertet die Bademöglichkeiten wirklich auf!
Als Zückerli obendrauf gibt es 2 Inseln gleich vor der Badebucht, die am Abend eine ganz tolle Szenerie für den Sonnenuntergang bieten und mit etwas Ausdauer auch erschwommen oder mit einem Gummiboot angepaddelt werden können.
Wir haben es genossen! Sowohl im Wasser, wie auch davor!
Nun, wo Licht ist, das ist leider auch Schatten und das müssen wir erwähnen: Die Freundlichkeit des Personals! Anja hat beim Einchecken mit der ersten Dame Bekanntschaft gemacht und fühlte sich regelrecht „abgebügelt“ behandelt.
Und auch ich wurde beim Bezahlen darauf hingewiesen, dass ich nicht einfach irgendwo am Tresen stehen kann, sondern mich genau mittig vor der Kassiererin zu befinden habe! Sonst wird nicht kassiert!
Unglaublich eigentlich, dass man sich vom Servicepersonal so herablassend behandeln lassen muss.
Fazit: Dennoch (und gerade, weil man das Personal ja meist nicht sieht und mit diesem außer beim Ein- und Auschecken keine Berührungspunkte hat): Die geniale Lage in Kombination mit dem ACSI- Preis bringen den CP weit nach vorn! Auch haben wir nicht verstanden, warum dieser CP offiziell „nur“ 2 Sterne trägt! Er war mindestens so wertig wie der Sirena- Camping und hätte u.E. auch 3 offizielle Sterne mehr als verdient!
Wir geben jedenfalls satte 7,0 von 10 Transitsternen! Etwas freundlicheres Personal und der Platz hätte den Gesamtsieg davon tragen können!!

Camping Bi Village
Dragonja 115
HR-52212 Fazana
Tel.: +385 (0) 52 300 300
Web: bivillage.com
Übernachtungskosten: Regeltarif, jedoch mit 10% CCS- Rabatt (auch CCI wird akzeptiert): 29,80 €
GPS- Koordinaten N 44.916690°, E 13.806531°
Kurzbewertung:
Von diesem Platz haben wir uns aufgrund des Preises deutlich mehr erwartet!
Dennoch fanden wir das Freizeitangebot natürlich sehr gut! Gleich 3 Pools hat die Anlage, wovon wir immerhin 2 ausprobiert haben (Residence und Garden Pool, beide waren OK!).
Dazu kommt noch der herrliche Privatstrand direkt an der Adria, der insbesondere mit klarem Wasser fast ohne Grünpflanzenbewuchs positiv auffällt. Es macht Spaß mit Schwimmbrille oder Schnorchel im seichten Wasser zu tauchen und den eifrigen Fischen beim Aufsammeln von aufgewirbeltem Sediment zuzuschauen.
Wer es natürlich gern etwas sportlicher mag, kann sich mit Wasserski, Bananaboot, oder geführten Surfkursen auf und im Wasser bewegen. Darüber hinaus gibt es zahlreiche weitere Angebote an Animation und Bespaßung.
Auch die übrigen „Basics“ für einen Campingplatz sind brauchbar. Mehrere Servicehäuser, diese sogar mehrfach am Tag (!) gereinigt und für südländische Verhältnisse gut in Schuss.
Die Parzellen sind auch hier wahlweise im Wald unter Bäumen (Schatten) oder im offenen Feld unter der Sonne Kroatiens. Unsere Parzelle verfügte über einen eigenen Wasseranschluss und auch Strom war natürlich direkt am Platz verfügbar.
Wer die Anlage verlassen möchte: Es fährt stündlich ein Bus nach Pula (als Alternative zum CP Stoja in Pula daher zu empfehlen!) oder man spaziert am Strand entlang ca. 1km ins beschauliche aber recht kleine Fazana.
Service und Freundlichkeit des Personals an Rezeption und Information gewinnen auch hier keinen Preis und als einer Touristin aus Deutschland vor den Augen des Personals an der Rezeption der Reifen geplatzt ist, hat von denen keiner geholfen oder wenigstens mal nachgefragt, ob sie Hilfe dazu rufen sollen. Traurig!
Als Ehrenrettung für das Personal muss aber eine Putzfrau erwähnen, die uns ungezwungen geholfen hat, unseren Müll zu entsorgen, als wir eine Mülltonne hgänderingend gesucht und nicht gefunden haben. Das fanden wir nett, hätte sie nicht tun brauchen.
Fazit: Full- Size Angebot, allerdings auch zum Full- Size Preis, daher nur 7,0 von 10 Transitsternen

 

Camping Village Stoja (Vorort von Pula)
Stoja 37
HR-52100 Pula
Tel.: +385 (0) 52 387 144
Web: arenacamps.com/stoja
Übernachtungskosten: ausgezeichnet mit 15,- € ACSI- Tarif, tatsächlich gezahlt: ca. 16,71 €
GPS- Koordinaten (Einfahrt Rezeption): N 44.860006° / E 13.814664°
Kurzbewertung:
Auf diesem Campingplatz haben wir für eine Nacht gestanden, um tagsüber die Parkgebühren für Pula zu sparen und auch, weil wir uns auf einem Campingplatz sicherer aufgehoben fühlen, als auf einem Parkplatz am Stadtrand.
Grund des Besuchs war also nur die Nutzung als Stellplatz mit sicherer Übernachtung für einen Besuch von Pula (wie es sicherlich viele Besucher tun, es gibt keinen CP, der näher an Pula liegt!)
Was aber auf diesem Campingplatz vorgefallen ist, strotzt jeder noch so gutgemeinten Empfehlung. Halten wir uns also nur an die Fakten, damit wir uns niemand eine „Rachebewertung“ vorwerfen kann. Die Parzellen sind im Mittelteil recht groß bemessen, teilweise bis zu 120qm.
Strom gibt es aus älteren Verteilerkästen (Achtung! Schuko, kein CEE!). Warmwasser ist kostenlos und an allen Entnahmestellen (Duschen, Spülstellen, etc.) unbegrenzt.
Allerdings gibt es deutliche Unterschiede in Bezug auf die Ausstattung der Servicehäuser! Vom „Loch im Boden“ bis zum annehmbaren Standard (ein westeuropäisches Klo mit Schüssel und Klositz…) ist wirklich alles dabei. Der Umstand der unterschiedlichen Servicehäuser wird allerdings schon in der Beschreibung erwähnt, daher war dies keine so große Überraschung.
Der Platz verfügt ferner über einen direkten Zugang zur Adria, in das historische Städtchen Pula sind es ca. 3 Kilometer. Für den Weg in die Stadt muss allerdings ein kleiner Berg überwunden werden, was auch mit dem Fahrrad nicht ganz einfach ist. Alternativ fährt eine Buslinie (Linie 1 v.u.n. Stoja).
Die Idee, einfach nur am Ufer der Adria entlang zu wandern / radeln (und damit den kleinen Höhenzug zwischen Pula und dem CP Stoja zu umgehen) ist nicht möglich, da zwischen Pula und dem Campingplatz ein Marinehafen der kroatischen Armee anzutreffen ist –> Sperrgebiet!

Kommen wir nun zu den negativen Erfahrungen. Wir haben auf dieser Reise eine Menge erlebt, was mit unserem Empfinden von Kundendienst und Service nicht in Einklang zu bringen ist.
Das Personal auf diesem Platz schießt allerdings den Vogel ab!
Sowas von unfreundlich haben wir noch nicht erlebt! Mehr noch! Auf diesem Platz hat man mir zum aller ersten Mal gedroht, dass ich gleich den Platz verlassen dürfe, wenn ich nicht augenblicklich kooperiere!
So etwas ist uns in 4 Jahren Campinggeschichte noch nicht untergekommen, das ist schon ein starkes Stück!
Ich werde die ganze Geschichte an dieser Stelle nicht wiederholen, wer aber mag, schaut gerne nochmals in unseren Reisetag 8. Das sagt eigentlich alles! Da könnte der Platz noch so gut sein (war er aber nicht), unfreundliches Personal gleicht er damit einfach nicht aus!
Noch was: Am Abend spielte bis in Nacht hinein laute Musik von der campingplatzeigenen Kneipe und beschallte den ganzen Platz. Selbst an die eigenen Regeln (ab Mitternacht Platzruhe) scheint man sich hier nicht zu halten und hat eher auf den Umsatz aus dem Alkoholausschank gesetzt, als schlafende Camper nach Mitternacht auch schlafen zu lassen.
Uns persönlich hat es jetzt nicht so sehr gestört (besonders Anja hat trotzdem schlafen können, ich hatte es da schon etwas schwerer), da wir eh lange wach geblieben sind, aber ein positives Aushängeschild ist dies auch nicht gerade.
Wer es ruhig möchte, sollte daher in jedem Fall etwas im hinteren oberen Bereich nehmen.
Die großen Parzellen in der Mitte (so schön groß sie auch sein mögen), werden in der Nacht bis etwa 2 Uhr ggf. ganz ordentlich beschallt!!!

Noch was: Anja hat mich gebeten, ihre Erlebnisse im Servicehaus kurz zu notieren.
So hat sie am Morgen unserer Abreise gesehen, dass das Servicehaus stark verdreckt war. Eine Putzfrau war vor Ort und hat sogar eine Runde für die Kontrolle gedreht.
Dabei hat sich aber nicht geputzt, sondern nur alle Kabinen einmal aufgemacht und die Nase reingesteckt.
Den Dreck hat sie dabei aber offenbar übersehen, oder ihn gar nicht erst sehen wollen.
Geputzt hat sie jedenfalls nicht, dafür aber den am Ausgang ausgehängten Kontrollzettel abgezeichnet.
Sicherlich dient der gar nicht dazu, den Erhaltungszustand zu dokumentieren, sondern er ist viel mehr Kontrollnachweis dafür, dass noch genügend Dreck vorhanden ist und nichts nachgekippt werden muss…
:-/

Fazit: Nur aufgrund der strategisch günstigen Lage zu Pula zu empfehlen, darüber hinaus gilt immerhin der ACSI- Tarif. Diese beiden „Trümpfe“ hauen den Platz aber nicht raus, denn Unfreundlichkeit vom Typ „sowjetische Suppenküche“ macht jedes Urlaubsgefühl kaputt.
Hausverbot braucht niemand!
Durchgefallen mit 4,5 von 10 Transitsternen (zum ersten Mal ist mit dieser niederschmetternden Bewertung ein Platz seit 4 Jahren Campingplatzbesuchen in unserer persönlichen Wertung mit unter 5 Punkten deutlich durchgefallen!).

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Einige Wohnmobilstellplätze haben wir in Istrien und Kroatien natürlich auch angefahren. Allerdings entweder mehr gezwungenermaßen, weil sich ein „normaler“ Parkplatz für unsere Tagesbesuche nicht finden ließ, oder weil wir den Wohnmobilstellplatz zufällig während unserer Stadtbesichtigungen entdeckt haben.
Auch, wenn wir nicht auf diesen Stellplätzen übernachtet haben, statten wir die besuchten Plätze gerne mit einer kleinen Kurzbeschreibung aus.

Wohnmobilstellplatz in Porec
Koordinaten: N 45.22671° / E 13.60361°
Straße: Einkaufszentrum „Cantina“
Kosten: 20 Kn / Stunde (PKW kosten 5 kn / h)
Kurzbewertung:
Das Teil einen „Wohnmobilstellplatz“ zu nennen ist deutlich übertrieben und fast schon eine Frechheit. Es handelt sich lediglich um den Parkplatz des Einkaufszentrums „Cantina“, welcher auch für Wohnmobile zugelassen ist. Besonderheiten wie eine VE- Station oder wenigstens ein abgetrennter Bereich für Wohnmobile gibt es hier allerdings nicht. Die „Exklusivität“ für Wohnmobile spiegelt sich daher lediglich im Preis wieder, 20 Kuna werden die Stunde fällig (Mit dem Auto wären es nur 5 gewesen) der Tagestarif wäre mit 160 Kuna je Wohnmobil zu bezahlen.
Immerhin ist es von hier aus nicht so weit in die Altstadt von Porec, etwa 10 Minuten braucht man zu Fuß.
Bilder vom Platz: zu finden im Tag 4 unseres Reiseberichts

Wohnmobilstellplatz in Rovinj
Koordinaten: N 45.08893° / E 13.64543°,
Straße: „Aleja Ruđera Boškovića“ Ecke „Concetta“
Kosten: 25 Kn / Stunde (PKW kosten 5 kn / h)
Kurzbewertung:
Auf der Suche nach einem möglichst zentrumsnahen Parkplatz sind wir auf diesem Platz gelandet, weil alle näher an der Altstadt liegenden Parkplätze (auch in Nebenstraßen) für Wohnmobile verboten waren (nur PKW- parken).
Es handelt sich wirklich nur um einen Parkplatz, der aber immerhin eine VE- Station anbietet.
Die Entfernung zur Altstadt und zur Hafenpromenade beträgt einen knappen Kilometer, allerdings führt der Weg eine Steigung hinab (Richtung Stadt), bzw. hinauf, was besonders am Abend, nach schwerem Abendessen und gutem Genuß der kroatischen Weine, eventuell für die nötige Bettschwere sorgen kann. 😉
Fazit: Parken für teures Geld, leider ohne Alternative, wenn man Rovinj mit dem Wohnmobil besuchen will.
Bilder vom Platz: zu finden im Tag 6 unseres Reiseberichts

Wohnmobilstellplatz in Pula
Koordinaten: N 44.873199°, E 13.848771°
Straße: „Riva / Ecke Amfitheartarska “ direkt im Schatten des Amphitheaters an der Altstadt
Kosten: (nicht eruiert)
Kurzbewertung:
Diesen Platz zu empfehlen ist bedenklich! Nicht, weil man dort schlecht parkt, im Gegenteil! Näher an Zentrum, Amphitheater, Altstadt und Promenade kann man mit einem Wohnmobil eigentlich nicht parken! Dort aber einen freien Platz zu ergattern dürfte pures Glück sein! Gerade mal 4 Plätze für Wohnmobile sind dort eingerichtet! Gemessen an dem Strom an Wohnmobilen, die Pula wohl tagtäglich ansteuern, deutlich zu wenig. Natürlich kann man es probieren, besonders für einen Tagesbesuch. Ansonsten aber wird man wohl auf den Campingplatz Stoja ausweichen müssen, besonders wenn man eine Nacht vor Ort verbringen möchte.
Fazit: Glückskinder bekommen einen Platz, alle anderen weichen zähneknirschend auf den Campingplatz Stoja aus oder parken für reine Tagesbesuche irgendwo abseits in einer Seitenstraße.
Bilder vom Platz: zu finden im Tag 8 unseres Reiseberichts

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Campingplätze in auf Krk und an den Plitviczer Seen (aus Teil 2 unserer Reise):

Autocamp Bor auf Krk, beim Örtchen Krk
Crikvenicka 10
HR- 51500 Krk
Tel.: +385 (0) 51 221 581
Web: camp-bor.hr
Übernachtungskosten: ausgezeichnet mit 15,- € ACSI- Tarif, tatsächlich gezahlt: ca. 17,05 €
GPS- Koordinaten N 45.022484°, E 14.562126°
Kurzbewertung:
Von Lage und Bewirtung her eine willkommene Abwechslung!
Mal kein riesiges Campingareal mit mehreren hundert Parzellen und Blockabfertigung beim Ein- oder Auschecken!
Der Platz ist überschaubar, absolut familiengeführt und liegt idyllisch zwischen einigen Olivenhainen auf einem Hang mit traumhafter Fernsicht über die Bucht von Krk.
Und der Empfang / Service an der Rezeption? Herzlich und freundlich!
Wir bekamen gleich ein paar Heftchen mit Infos, einen kostenlosen Stadtplan von Krk auf Nachfrage und sogar, als kleine Überraschung, einen Gutschein für einen kostenlosen „Welcome- Drink“ für das platzeigene Restaurant (auch als ACSI-CC- Gäste).
Die Parzellen sind sehr schön, teils aber stark unterschiedlich in der Größe. Unsere Parzelle war sehr groß, Wohni passte längs wie quer bequem in unser Plätzchen mit Blick ins Inselpanorama.
Die Servicehäuser waren sehr ordentlich (gefühlt waren diese von der Sauberkeit her die besten auf der ganzen Reise!) gut gereinigt und es mangelte an nichts.
Warmes kostenloses Wasser war ebenso präsent, wie Toilettenpapier in allen Kabinen und Seife zum Händewaschen.
Das Örtchen Krk ist nicht weit entfernt und kann fussläufig erreicht werden.
Allerdings liegt der CP auf einer Anhöhe, andernfalls wäre eine Fernsicht über Krk und die Krker Bucht wohl kaum möglich. 😉
„Was dem Auge gefällt, die Füße schnell quält“ könnte man nun allerdings reimen, der Weg runter in das Örtchen Krk ist noch einfach, aber am Abend, wenn man in der Stadt schwer gespeist oder gut gezecht hat, bekommt man beim umständlichen „Almauftrieb“ zum Campingplatz eher unfreiwillig gleich wieder den Kopf frei oder eben die angefressenen Pfunde abtrainiert.
Natürlich war es anstrengend den Berg zu ersteigen, aber wir haben das positiv gesehen, denn dafür hatten wir superbe Luft und einen tollen Ausblick zum Frühstück.

Aber auch hier gibt es bei allem Lob für den Campingplatz ein paar Anmerkungen:
Zunächst mal die Tatsache mit dem abgeschlossenen Stromkasten. Muss der zugegeben freundliche Platzwart machen.
Und dann noch der platzeigene Supermarkt. Das das Angebot deutlich begrenzt ist, ist nicht schlimm. Und wenn mittags um 12 kein Brot mehr da ist, ist das auch nicht schlimm.
Hätte ich eben früher kommen müssen!
Aber wenn ich nachmittags für den Folgetag nachfrage, ob ich ein Brot für morgen bestellen oder man mir eins zurücklegen kann (ich würde ja auch gleich bezahlen!) und dann „Nein, das geht nicht!“ gesagt bekomme und ich auf meine Frage, warum das nicht ginge, wie ein kleiner Schulbub die Öffnungszeiten an der Tür gezeigt bekomme und man mir sagt: „Du kommen um 8, dann du bekommen Brot. Du kommen später, dann kein Brot!!“ ist auch dieses Verhalten zunächst mal gefühlt herablassend mir gegenüber.
Was ist so schwer daran, ein Brot zurück zu legen? Ich hätte es doch sofort bezahlt! Dass es gehen muss zeigt der Umstand, dass ich bei meinem ersten Versuch ein Brot fürs aktuelle Frühstück zu bekommen gleich 2 offenbar weggelegte Brote neben der Theke gesehen habe.
Mir wurde da aber gesagt, es gibt kein Brot mehr. Also WAR dieses Brot zurückgelegt!
Als ich dann selber am Nachmittag des gleichen Tages für den Folgetag ein Brot bestellen wollte, wurde ich wie gesagt barsch auf die Öffnungszeiten hingewiesen.
Klingt nach Fliegenschiss, dass ich dafür hier jetzt die Welle mache. Aber mein Gemütszustand war bereits aufgrund der Vorgeschichte in Istrien extrem dünnhäutig, daher ist mir dies gleich negativ aufgefallen.
Positiv hervorheben möchten wir aber noch das campingplatzeigene Restaurant.
Das Essen war gut, reichhaltig und lecker. Viel wichtiger ist aber, dass der emsige Kellner sehr freundlich, nett und aufmerksam war. Beispiele: Bei der Essensauswahl hat er uns gut beraten, nach einigen Minuten nachgefragt, ob alles in Ordnung war und als wir den Nachtisch bestellt haben (einen Palatschinken mit Nutella, den wir uns teilen wollten) haben wir ungefragt gleich 2x Besteck bekommen.
Diese ganzen Kleinigkeiten zähle ich extra auf, weil sie eben nunmal (leider) nicht selbstverständlich sind und hier nach unserer Meinung besonders hervorzuheben sind.
Daher bleibt ein positiver Gesamtausdruck
Fazit: Verdient 7,5 von 10 Transitsternen

 

Camping Glavotok  auf Krk
Glavotok 4
HR- 51511 Malinska auf Krk
Tel.: +385 (0) 51 867 880
Web: kamp-glavotok.hr
Übernachtungskosten: ausgezeichnet mit 15,- € ACSI- Tarif, tatsächlich gezahlt: ca. 16,57 €
GPS- Koordinaten (unsere Parzelle direkt an der Rezeption, Nr.  4): N 45.09379° / E 14.44051°
Kurzbewertung:
Nun, der Platz wirbt damit, ein ruhiger Platz in der Natur zu sein.
Und das ist noch untertrieben! Hier ist mal gar nichts, was man sich anschauen könnte!
Ein kleines Mini- Dörfchen ist zwar nebenan, aber dieses bietet z.B. doch tatsächlich nur ein einziges Restaurant! Für kroatische Dörfchen direkt am Meer ist das wirklich wenig, ohne dass wir das in jedem Ort grundsätzlich als gegeben voraus setzen.
Doch kommen wir lieber zum Platz: Wer es also ruhig und naturnah mag, wird sich auf diesem Platz sehr wohl fühlen. Doch bevor man Ruhe und Natur genießen kann, muss zunächst mal eine recht abenteuerliche Anfahrt gemeistert werden. Über mehrere Kilometer kommt einem am besten keiner entgegen, sonst muss einer im schlimmsten Fall mehrere Hundert Meter zurücksetzen!
Hat man den CP dann erreicht, trifft man zunächst mal auf sehr nettes Personal.
Fanden wir schonmal super!
Wir durften uns eine Parzelle aussuchen, was aber in Anbetracht der Funktionalität der Parzellen nicht unbedingt eine große Auswahl beinhaltet. Viele Plätze sind fest in Dauercamperhand, die freien Parzellen sind meist klein und mit so manchem tiefhängendem Astwerk unter Bäumen garniert. Alternativen z.B. komplett offen sind rar, der ganze Platz liegt fast vollständig unter dichtem Baumbestand.
Auch sind die Parzellen in der Größe teils stark variierend! Einige Parzellen sind so klein, dass wir selbst mit unserem „unter 6 Meter Wohnmobil“ dort nicht reingepasst hätten. Meine Idee, dass es sich dort um reine Zeltplätze handeln muss, hat sich allerdings mit einem Blick auf den Platzplan erledigt, denn für Zelte gibt es einen Bereich mit noch weniger Platz…
Nun, final haben wir uns für ein offenbar nachträglich nutzbar gemachtes Areal gleich an der Rezeption entschieden. Hier standen wir immerhin einigermaßen gerade und die Parzelle war gut nutzbar. Sogar TV konnten wir hier schauen, vom Platz 4 haben wir mit unserer kleinen Schüssel den Astra gerade noch über die angrenzenden Baumwipfel hinweg empfangen können.
Servicehäuser waren von der Ausstattung und von der Sauberkeit her in Ordnung.
Ach ja: Dieser Platz war der erste auf unserer Reise, der mit Duschmarken gearbeitet hat! Durch den ACSI- Tarif haben wir jeder eine kostenlose Duschmarke bekommen, die uns laut Statuten der CC immer pro Übernachtung zusteht. Fragen mussten wir hiernach nicht, die Marken wurden Anja direkt beim Einchecken ausgehändigt. Die Duschzeit je Marke beträgt ca. 2 auf 3 Minuten.
Da der Platz buchstäblich im Wald und damit mitten im Nirgendwo liegt, kann mit dem Wohnmobil vor Ort nicht viel anfangen. Wer mit dem Wohnwagen + PKW anreist, hat es da schon deutlich besser. Allerdings ist die Fahrt bis in die nächsten Ortschaften schon ein bisschen Fahrerei.
Abgesehen vom Schwimmen im klaren Wasser (der CP hat mehrere Badezugänge mit Parzellen auch direkt am Wasser) kann man hier eigentlich nur die Nacht auf der Durchreise verbringen.
Immerhin aber gab es kostenfreies WLAN, was die Einsamkeit ein wenig zu überbrücken weiß 😉
Kleines Manko noch am Rande. Auch hier muss der Stromkasten aufgeschlossen werden, was allerdings aufgrund unserer Nähe zur Rezeption (in Sichtweite) nicht lange gedauert hat.
Wer weiter abseits steht, wird hierfür aber vielleicht die ein oder andere Minute Wartezeit beim Ein- und Auschecken einplanen müssen.
Fazit: Als ACSI-CC- Durchgangsplatz preislich zu empfehlen, ansonsten nur was für Naturfreunde, die Waldcamping in geschlossener Campinggemeinschaft mögen. 6,5 von 10 Transitsternen

 

Autocamp Turist (an den Plitwitzer Seen)
Grabovac 102
HR-47245 Grabovac/Rakovica (Karlovac)
Tel.: +385 (0) 47 784 192
Web: kamp-turist.hr
Übernachtungskosten: Regeltarif (keine Ermäßigung), 22,06 €
GPS- Koordinaten (CP- Einfahrt): N 45.09379° / E 14.44051°
Kurzbewertung:
Diesen Platz haben wir eher aus Zufall gefunden und dann angefahren.
Eigentlich wollten wir, für den Besuch der Plitvicer Seen den CP Korana anfahren. Keiner liegt näher den beiden Eingängen zu diesem Naturschauspiel.
Da wir aber noch dringend tanken mussten und dies vor dem Beenden des Fahrtags erledigen wollten, sind wir vom CP Korana aus etwa 4 km weiter zur nächsten Tankstelle gefahren, eine INA.
Dort gleich gegenüber sahen wir beim Tanken, dass es gleich hinter dem Restaurant einen Campingplatz gibt.
Nun, wir haben einfach mal nachgefragt und tatsächlich ist dieser Platz deutlich günstiger, als der Platz Korana.
Da man sowohl um Korana wie auch von diesem CP nur schlecht (oder besser gar nicht) zu Fuß den Seen kommt, haben wir uns für die etwas günstigere Nacht hier auf dem CP entschieden.
Und wir haben es nicht bereut! Das Personal war sehr freundlich und zuvorkommend. Wir wurden mit allerlei Informationsmaterial versorgt und es mangelte an nichts.
Strom durften wir endlich wieder selber ein- und ausstecken, das kleine (einzige) Servicehaus war in gutem Zustand, mehrfach täglich gereinigt (ich selbst habe mitbekommen, wie noch am Abend nochmals durchgewischt wurde!), Warmwasser war gut dosierbar und darüber hinaus gratis und unbegrenzt.
Unsere Parzelle (die Parzellen sind in der Größe teilweise sehr unterschiedlich!) war gut brauchbar (sogar mit etwas Wiese!) und auch die allgemeine Lage ist nicht die Schlechteste.
Wer nicht mit dem Mobil zu den Seen fahren möchte, kann für 10 Kuna pro Person den Shuttlebus nehmen.
Dieser fährt morgens um 9 rauf und um 15 Uhr wieder runter, reicht also für einen Tagesbesuch.
Wie gesagt ist gleich gegenüber die Tankstelle und auch das Restaurant bietet für Campingplatzgäste gute Speisen für kleines Geld.
WLAN ist in Höhe der Rezeption zu bekommen. Es ist gratis, man muss sich aber das Kennwort für den WPA- Schlüssel geben lassen.
Noch was: Der Platz liegt zwar wirklich direkt an der Hauptstraße, aber am Abend und in der Nacht kommt der Verkehr praktisch fast zum Erliegen.
Es ist durch die LKW natürlich tagsüber etwas lauter (besonders in den vorderen Reihen, wo wir gestanden haben), aber am Abend wird es definitiv ruhig und wir haben friedlich geschlafen.
Fazit:
Gemessen an der Lage und Ausstattung ein schöner Platz, darüber hinaus gebe ich gerne einen Extra- Punkt für die besondere Höflichkeit an der Rezeption. Mir wurde auf Nachfrage genau erklärt, wie man was wo an den Seen macht, bekam kostenloses Infomaterial und eine kostenlose Geländekarte.
Auch nicht selbstverständlich!
7,5 von 10 Transitsternen

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Im Transit für An- und Abreise:

In Österreich:

Wohnmobil / Stellplatz Restaurant Gailberghöhe
Adresse:
Gailbergsattel
A-9640 Kötschach-Mauthen
Web: gailberg.at
GPS (unsere Terrasse):  N 46.71610 / E 12.96858
Übernachtet: ja, 1 Nacht
Kosten: 14,50 € inkl. VE, Strom, Kurtaxe
Kurzbewertung:
Wir haben diesen Stellplatz auf unserer mautfreien Österreich- Durchquerung angesteuert. Er liegt direkt am Fuße der Plöckenpass- Straße, was aber nicht bedeutet, dass der Stellplatz in einem Tal liegt. Nachdem man die B 100 / E 66 in Oberdrauburg verlassen hat, geht es ca. 5,5 km recht kurvig und steil den Berg hinauf, bis man auf der Gailberghöhe (ca. 1.000m Seehöhe) den Berghof Restaurant Gailberghöhe erreicht.
Für Wohnmobile wurden 3 Terrassen angelegt, hier finden (nach Angaben des Besitzers) ca. 70 Fahrzeuge Platz. Zweifellos bekommt man hier 70 Fahrzeuge unter, diese würden dann aber wirklich dicht an dicht stehen.
Auch überlange Fahrzeuge können das Areal befahren, allerdings sind die Abschnitte zu den Terrassen 2 und 3 recht steil und teilweise schmal, man sollte also gut rangieren können, damit die Räder nicht abrutschen.
Hat man dann erst einmal einen Stellplatz eingenommen, kann man von den Terrassen aus ein kleines Panorama zum Restaurant und zu den umgrenzenden Bergen genießen. Naturfreunde können sich von hier aus gleich in die Berge aufmachen.
Auf der anderen Straßenseite liegt das Restaurant / Hotel Gailberghöhe, es präsentiert sich sowohl für „normale“ Urlauber, aber empfiehlt sich auch für Motorradgäste. Eine kleine Motorradstation steht zur Verfügung.
Die Straße teilt das Areal zwischen Hotel und Stellplatz, in der Nacht ist hier geringfügiger Verkehr, den man bei sehr leichtem Schlaf sicher hört.
Die umliegenden Wälder und Bäume schlucken aber viel, man hat also nicht das Gefühl, als würde man an direkt an einer Landstraße stehen.
In der Höhenluft haben wir recht gut geschlafen, am nächsten Morgen kann man im Restaurant Brötchen kaufen, ist aber nicht ganz billig.
Am Abend unserer Ankunft haben wir ebenfalls im Restaurant gegessen. Braten und Grillteller waren sehr herzhaft, deftige urtypische Küche in einem urigen, aber auch gut besuchten Gastraum.
Die VE- Station befindet sich an der Einfahrt und ist problemlos zu erreichen, alle erforderlichen Anschlüsse sind vorhanden.
Strom gibt es auf jeder Terrasse einmal aus einem Verteilerkasten, allerdings ist die Kapazität begrenzt. Ich glaube nicht, dass die ausgerufenen 70 Fahrzeuge mit Strom versorgt werden könnten, wenn es mal zu einer solchen Auslastung käme.
Der Preis pro Nacht enthält das komplette Paket inkl. VE, Strom und Kurtaxe, es gibt ferner Stafffelungen mit Ermäßigung, wenn man mehrere Nächte bleibt.
Wer nicht selber im Wohnmobil Frühstück auftischen mag: Ab 6 Uhr wird im Restaurant auch Frühstück serviert, bei meinem morgendlichen Brötchenexpress habe ich eine reichhaltige Auswahl an Frühstücksspeisen am Büffet gesehen.
Besonders gut gefällt mir der „Truck- Stop“-  Fernreise- Charakter direkt an der Straße, womit weniger die Nachteilen eines schmuddeligen Autohofes gemeint sind, sondern eher der Drang nach Freiheit und „Abenteuer Straße“.
Gerade hier oben, mit beidseitigem Weg ins Tal und besonders dem tollen Ausblick in Richtung Süden kommt schon Fernweh- und Reisefeeling auf!
Dazu die teils unbeeindruckte Natur mit ihren stämmigen Bäumen im Hintergrund sowie den saftigen grünen Wiesen rund um das Hofgelände runden das Bild ab.
Durchatmen und einen Moment genießen ist die Devise, bevor einen der Ruf der Freiheit gleich wieder auf die Straße lockt.
Schöner wie hier, kann man dieses Gefühl kaum erleben!
Fazit: In Anbetracht des nahegelegenen deutlich teureren Campingplatzes kommt man hier vergleichsweise günstig unter. Die Lage ist für Durchreisende mit dem Wohnmobil in Richtung Plöckenpass natürlich ideal, darüber hinaus ist das Feeling nicht zuletzt dank der Aussicht großartig!
Und fehlten uns natürlich die Duschen, weil wir keine Dusche im Fahrzeug haben, besonders hartgesottene Camper können aber im Wasserauslass einer viaduktähnlichen Holzkonstruktion den Kopf ins eiskalte Gebirgswasser stecken!
7,0 von 10 Transitsternen.
Bilder vom Stellplatz: Zahlreiche Bilder vom Stellplatz haben wir im Reisetag 2 gleich am Anfang des Tages gemacht und eingestellt.

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Auf der Rückreise kurz nach Passieren der Grenze Slowenien / Österreich:

Städt. Freizeitzentrum, Bad- und Campingplatz Stadt Leibnitz 
R.H. Bartschgasse 33
A-8430 Leibnitz (Steiermark)
Tel.: +43 (0) 3452 8242330
Web: keine offizielle Webseite gefunden!
Übernachtungskosten: Regeltarif, 19,30 € (inkl. Kurtaxe)
GPS- Koordinaten (an unserer Parzelle Nummer 3, gleich an der Einfahrt): N 46.77848° / E 15.52971°
Kurzbewertung:
Kleiner einfacher Campingplatz am Stadtrand von Leibnitz. Der CP wird gemeinschaftlich mit dem Schwimmbad der Stadt Leibnitz betrieben, das Bad teilt die Waschräume mit dem CP.
Da das Bad (Freibad) während unseres Aufenthalts nur wenig besucht war (wohl wegen Schlechtwetter), war für die wenigen Campinggäste das Angebot natürlich recht gut.
Ich könnte mir aber vorstellen, dass bei Hochbetrieb im Bad die Duschen gut frequentiert sein dürften.
Nun, wir hatten damit keine Probleme und konnten sehr angenehm duschen. Das Wasser war warm super zu regeln (mit Multifunktionsduschkopf!), inklusive und unbegrenzt.
Die Parzellen des CP sind eher klein, auch TV- Empfang ist wegen der vielen Bäume nicht überall möglich.
Dafür ist es aber nicht so weit in das Innenstädtchen von Leibnitz (einfach durch den Park schlendern), wo man ein wenig shoppen und bummeln kann.
Ansonsten bliebe noch das Freibad oder eine kleine Minigolfanlage direkt neben dem Platz, um sich die Zeit zu vertreiben.
Wir haben den Platz nur als Durchgangsplatz genutzt, dafür war er ausreichend bemessen.
Zwar etwas teurer, als wir eigentlich für Durchgangsplätze zahlen, jedoch in Anbetracht der Tatsache, dass sowohl Stellplätze wie auch ACSI- CC- Plätze in der Region Mangelware sind, konnten wir uns mit den Umständen wohl arrangieren.
Übrigens: Wir schafften es am späten Mittag von den Plitwitzer Seen in Kroatien bis nach Leibnitz auf den CP (Ankunft am Abend), dies vielleicht als Hinweis für diejenigen, die einen sicheren CP kurz vor der slowenischen Grenze in Höhe Maribor suchen, aber in jedem Fall noch auf österreichischem Boden stehen möchten.
Fazit: Gemessen am Preis vertretbare 6,5 von 10 Transitsternen für einen Durchgangsplatz

Deutschland, besuchte Stell- und Campingplätze:

Campingplätze:
– Keine –

Stellplätze:

Stellplatz am Freibad der Stadt Plattling
Georg- Eckl- Straße
D-94447 Plattling
Tel. (Bürgeramt / Tourismus):  +49 (0) 9931 890130
Web: plattling.de/W = Wohnmobilstellplatz
Übernachtungskosten: kostenlos (juchu! 😉  jedoch 2,50 € (5x 50cent) für Strom bezahlt
GPS- Koordinaten (an unserer Parzelle Nummer 3, gleich an der Einfahrt): N 46.77848° / E 15.52971°
Kurzbewertung:
Diesen Stellplatz haben wir als Durchgangsplatz angesteuert, um eine kurze Nacht gut, aber vor allem kostenfrei stehen zu können.
Der Platz liegt ca. 10km von der A 3 (Kreuz Deggendorf) und ca. 2km von der Autobahnausfahrt „Plattling Nord“ (A 92) entfernt.
Das Innenstädtchen von Plattling ist fußläufig zu erreichen (Am Bad vorbei, über die Fußgängerbrücke, dann der Straße Wiserstraße folgen, nicht den Weg gehen, den man fahren muss, der ist weiter!).
Der Platz war bei unserer Ankunft fast komplett leer, ich schätze hier passen locker 20 und mehr Wohnmobile hin. Allerdings müssen sich diese lediglich 4 Stromanschlüsse einer einzigen Säule teilen, zum Glück war bei unserer Ankunft gerade noch eine frei, wir waren das vierte Wohnmobil auf dem offiziellen Stellplatzbereich.
Die Parzellen selber sind geschottert, die Reihen sind recht dicht von vorn und hinten bewachsen, sodass kaum bis keine Geräusche zum Stellplatzareal vordringen.
Das Areal ist durch ein Parkverbotsschild (ausgenommen Wohnmobil) generell als Wohnmobilplatz gekennzeichnet.
Allerdings war zeitglich auch das Schild als Parkplatz mit Wohnmobilpiktogramm zusammen mit dem PKW- Symbol zu entdecken, die Beschilderung ist daher nicht ganz eindeutig. Bei Bade- Hochbetrieb könnte ich mir daher vorstellen, dass es schonmal etwas enger mit parkenden PKW zugehen kann.
Bei unserem Besuch (und miesem Badewetter im September) war davon natürlich nichts zu merken.

Strom kostet an der einzigen Stromsäule an der Einfahrt 50 cent für eine halbe kwh, zahlbar nur mit 50- Cent- Stücken. Man sollte unbedingt welche dabei haben, denn sonst muss man entweder im Bad wechseln gehen, oder läuft, wenn das Bad schon zu hat (wie bei uns…) die geschätzten 10 Minuten in die Stadt auf der Suche nach einer Geldwechselmöglichkeit…

Hier in Plattling werden am Abend buchstäblich die Bürgersteige hochgeklappt, vor der Innenstadt kommt während des Fußmarsches ins beschauliche Städtchen, mit Ausnahme eines Clubs / Bar und einer kleinen Pizzeria, nichts mehr.
In der Innenstadt selber finden sich dann aber wenigstens einige Geschäfte, Bäckereien, mehrere Restaurants und mindestens 2 Eisdielen. Es ist also vom Grundsatz her alles da.
Fazit: Als Durchgangsplatz super zu empfehlen, besonders weil man für die Übernachtung selber nichts zahlen muss!  Das freut den Sparfuchs 🙂

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Kosten unserer kompletten Kroatien- Rundreise (Teil 1 und 2):

Zu dieser Reise haben wir unsere Kosten auch mal wieder grafisch aufgebaut. Dies, weil wir die Gesamtkosten eines 2- wöchigen Urlaubs eigentlich deutlich teurer eingeschätzt hätten! Überraschenderweise haben wir jedoch weniger als 1500 Euro für 2 Wochen Kroatien ausgegeben. Und dies, obwohl wir nach unserer Meinung gefühlt deutlich mehr Geld ausgegeben haben, als auf anderen Reisen.
Um dies zu verstehen, haben wir die Kosten also in entsprechende Kostengruppen zusammen gefasst.
Der größte Kostentreiber ist zweifelsohne wieder der Kraftstoff, knapp 30% unseres Urlaubsbudgets sind hierfür drauf gegangen.
Gefolgt von relativ stabilen Blöcken wie Gastronomie, Einkaufen und Übernachtungskosten.
Der Kostenblock Gastronomie erscheint hierbei auf den ersten Blick recht dominant, aber man muss auch berücksichtigen, was wir hierfür für einen Gegenwert erhalten haben!
Allein 5 Mal (!) haben wir auswärts zu Abend gegessen, dies auch gerne mal episch mit Grillplatte und anschließendem Nachtisch! Dazu kommen diverse Mittagessen, Snacks wie Döner und Pizza, Süßkram und natürlich wieder viel Eis!
So gesehen haben wir (rein aus kostenrechnerischer Sicht) viel Essen fürs Geld bekommen und sind mit diesem Ergebnis sehr zufrieden!
Überrascht haben uns hingegen die Kosten für Parkgebühren und Maut.
OK, den Rückweg haben wir nicht mautfrei angetreten und den Weg über slowenische und österreichische mautpflichtige Autobahn genommen. Aber auch die vielen kleinen Summen fürs Parken und Einzelmaut läppern sich offenbar zusammen und verursachen damit einen nenneswerten Kostenblock im Urlaubsbudget.

Dennoch: Zusammenfassend sind wir mit den Kosten dieser Reise sehr zufrieden und finden, dass wir fürs ausgegebene Geld eine Menge Gegenwert in Urlaub erhalten haben!
Wir hören immer (immer öfter), dass sich Kroatien längst an die übrigen Preise in Europa angepasst hätte und dort längst nicht alles so günstig sei, als dies noch vor Jahren so war.
Nun kennen wir die Preise „von vor Jahren“ nicht, zumindest nicht belastbar. Anja war zwar schon mehrfach dort, aber in Ihrer Jugend. Das kann man nicht wirklich vergleichen.
Für uns und unser Empfinden war Kroatien noch immer gefühlt etwas billiger, als zum Beispiel ein Urlaub in Skandinavien (da ganz deutlich!) oder auch in Frankreich und Italien.

Hier nun unsere Zahlen, zunächst die Zusammenfassung:

Kosten und Statistik:
Verbrauchsberechnung
gefahrene KM 2794
Verbrauchte Menge Kraftstoff 367,57
Verbrauch auf 100km 13,156
Kosten Gesamt 1.475,69 €
Kosten Kraftstoffe: 401,49 €
Kosten Gastronomie 300,53 €
Kosten Übernachtungen: 243,70 €
Kosten Lebensmittel 240,36 €
Kosten Souvenirs / Postkarten, sonstg. Waren 145,57 €
Parkgebühren, Maut 90,42 €
Eintrittspreise 53,63 €

 

     Kosten grafisch aufbereitet
Hier alle Ausgaben, sortiert nach Gruppen in einem hübschen grafischen Kuchen. Viel Urlaub fürs Geld!

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chronologische Kostenverteilung:
Wer es genau im Detail wissen möchte, findet an dieser Stelle natürlich auch die einzelnen Reisetage mit jeder einzelnen Kostenposition nochmals chronologisch geordnet.
Dies zum einenm, um unsere Ausgaben besser zu verstehen und vielleicht auch, um ein noch besseres Gefühl für die Preise einzelner Waren und Dienstleistungen zu bekommen:

Kostenaufstellung Sommerreise Kroatien im Detail:
Liter € je Liter HRK
Kurs € / HRK 7,39
Vorbereitungen: Kurs Ausgust 2010
Restmenge Tank 50,65 € 52,00 0,9740 €
Einkauf / Rest Lebensmittel 35,00 €
Samstag, 28.08.2010
Brötchen Bäckerei 7,40 €
Kaffee / Kakao Autobahn 5,19 €
Tanken Öhringen 79,79 € 65,99 1,2090 €
Einkaufen Österreich Ellmau 8,47 €
Maut Felbertauentunnel 10,00 €
Stellplatzgebühr Gailbgerhöhe 14,50 €
Abendessen Gailberghöhe 38,00 €
Sonntag, 29.08.2010
Frühstücksbrötchen Gailberghöhe 4,50 €
Einkauf Spar Kötschach 59,92 €
Tanken Agip Kötschach 45,70 € 39,91 1,1450 €
Autobahnmaut Italien 3,00 €
Eis Umag 5,41 € 40,00 kn
Parken Umag 2,44 € 18,00 kn
Abendessen Novigrad 25,71 € 190,00 kn
Montag, 30.08.2010
Supermarkt (Brot, Brötchen, Bild) 5,03 € 37,20 kn
Simpa Stick 20,30 € 150,00 kn
Postkarten 2,71 € 20,00 kn
Briefmarken 5,03 € 37,20 kn
Einkauf Konzum Novigrad 6,73 € 49,76 kn
Dienstag, 31.08.2010
Frühstücksbrot / Bild 2,00 € 14,80 kn
Auschecken CP inkl. Kurtaxe 29,19 € 215,72 kn
Porec Eis 2,03 € 15,00 kn
Porec Spende für Katzenmann 13,53 € 100,00 kn
Porec Mittagessen 18,94 € 140,00 kn
Postkarten Porec 1,08 € 8,00 kn
Parkgebühr Porec 8,12 € 60,00 kn
Abendessen Funtana 32,48 € 240,00 kn
Mittwoch, 01.09.2010
Voucher / e-bon Simpa- Stick 13,53 € 100,00 kn
Frühstückseinkauf CP 3,99 € 29,48 kn
Eis Vrsar (5kn/Kugel) 2,71 € 20,00 kn
Postkarten Vrsar 0,81 € 6,00 kn
Abendessen Pizza Stella Vrsar 32,48 € 240,00 kn
Donnerstag, 02.09.2010
Auschecken CP Valkanela 29,17 € 215,59 kn
Slivoviz Souvenir Aussichtspunkt 8,12 € 60,00 kn
Parkgebühr Rovinj 6,77 € 50,00 kn
Mittagessen Rovinj / Pizza Da Sergio 20,30 € 150,00 kn
Freitag, 03.09.2010
Frühstückseinkauf CP Supermarkt 7,16 € 52,89 kn
Einkauf Supermarkt Fazana 5,06 € 37,40 kn
Obststand Fazana 6,77 € 50,00 kn
Einkauf Supermarkt CP 5,27 € 38,95 kn
Samstag, 04.09.2010
Auschecken CP Bi-Village 59,59 € 440,40 kn
Eis CP Stoja 2,36 € 17,46 kn
McDonalds Pula Mittagessen 9,20 € 68,00 kn
Eis Pula (5kn/Kugel) 2,71 € 20,00 kn
Amphitheater Pula 10,83 € 80,00 kn
Toilette Pula Amphitheater 0,27 € 2,00 kn
Einkauf Konzum Pula 24,40 € 180,29 kn
Einkauf CP Stoja 9,35 € 69,09 kn
Sonntag, 05.09.2010
Brot Supermarkt CP Stoja 1,40 € 10,38 kn
Auschecken CP Stoja 16,71 € 123,50 kn
Tanken Pula 54,38 € 51,32 1,0595 € 401,84 kn
Eis Medulin (5kn/Kugel) 2,71 € 20,00 kn
Medulin Taschenkauf (4 Stück) 60,89 € 450,00 kn
Turmbesteigung Labin 1,35 € 10,00 kn
Mittagessen Labin (Pizzeria) 16,91 € 125,00 kn
Mautbrücke nach Krk 5,41 € 40,00 kn
Simpa e-bon Guthaben T-Online 13,53 € 100,00 kn
Supermarkt Krk Cola 0,95 € 7,00 kn
Eis Krk (6kn/Kugel) 3,25 € 24,00 kn
Montag, 06.09.2010
Döner Krk 6,77 € 50,00 kn
Eis Krk (6kn/Kugel) 3,25 € 24,00 kn
Getränk Supermarkt 0,86 € 6,38 kn
Postkarten (3kn/Stck.) 2,03 € 15,00 kn
Abendessen CP Bor 25,71 € 190,00 kn
Dienstag, 07.09.2010
Frühstücksbrot CP Bor 1,29 € 9,50 kn
Auschecken CP Bor 34,10 € 252,00 kn
Supermarkt Punat 1 Getränk 0,73 € 5,40 kn
Eis Baska (5kn/Kugel) 2,71 € 20,00 kn
Einkauf Milch / Cola Baska 2,07 € 15,27 kn
Eintritt Höhle Biserujka auf Krk 5,41 € 40,00 kn
Duschmarke CP 0,27 € 2,00 kn
Mittwoch, 08.09.2010
Auschecken CP Glavotok 16,57 € 122,45 kn
Einkauf Crikvenica 35,59 € 263,01 kn
Tanken Holjevca 62,26 € 59,68 1,0433 € 460,13 kn
Donnerstag, 09.09.2010
Auschecken CP Autokamp Turist 22,06 € 163,00 kn
Supermarkt / Proviant für die Seenwanderung 3,16 € 23,38 kn
Eintritt Plitvicer Seen 29,77 € 220,00 kn
Parkgebühr Plitvicer Seen 9,47 € 70,00 kn
Tanken OMV Autobahn 28,00 € 26,16 1,0704 € 206,93 kn
Eis Tankstelle 3,31 € 24,48 kn
Maut Autoput Kroatien 1 3,92 € 29,00 kn
Maut Autoput Kroatien 2 8,39 € 62,00 kn
Vignette Slowenien 15,00 €
Vignette Österreich 7,90 €
Freitag, 10.09.2010
Auschecken CP Leibnitz 19,30 €
Frühstücken Leibnitz Gewerbepark 7,20 €
Einkauf Spar Leibnitz 103,26 €
Sondermaut Gleinalm PhyrnAB (Asfinag) 2,50 €
Sondermaut Bosruck PhyrnAB (Asfinag) 4,50 €
Tanken Kirchdorf a.d. Krems 43,14 € 41,91 1,0520 €
Mittagessen Schlierbach 21,00 €
Stromsäule SP Plattling 2,50 €
Eis Plattling 2,40 €
Samstag, 11.09.2010
Parkgebühr Walhalla Regensburg Womo-Tarif 3,00 €
Eintritt Walhalla Regensburg 6,00 €
Kurzführer / Büchlein zur Walhalla 4,00 €
Esso Tankstelle Wertheim 61,68 € 50,60 1,2190 €
Mittagessen McDonalds Wertheim 7,80 €
Übertrag
Restmenge Tank -24,38 € -20,00 1,2190 €
Lebensmittel für Zuhause -100,00 €
Kosten Sommerurlaub Gesamt: 1.475,69 €

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Literatur und Reiseführer:

Auf dieser Reise war wie immer unser „erfolgreiches Trio“ mit an Bord!
Dieses Trio besteht einmal aus dem (für Mitglieder kostenlosen) ADAC- Tourset , einem allgemeinen Reiseführer und einem extra für Wohnmobilurlauber geschriebener Reiseführer aus dem WOMO- Verlag.
Gleich vorweg: Wieder sind wir mit dieser Kombination ideal unterwegs gewesen! Natürlich sind einige Informationen „doppelt“ vorhanden, aber das muss nicht schlimm sein. Denn so bekommt man auch mal verschiedene Meinungen zu einer Sache zu lesen.
Darüber hinaus ist es uns auch ein paar Mal passiert, dass eine Sehenswürdigkeit zu Beispiel nur im ADAC Tour Set zu finden war, nicht aber in den beiden Reiseführern (z.B. der Tipp mit den Markthallen in Pula).
Gerne beschreiben wir hier unsere Erfahrungen zu den einzelnen Druckwerken und rezensieren diese Bücher:

Der Womo- Reiseführer aus dem WOMO- Verlag, Fachliteratur für den Wohnmobilurlaub:

Mit dem Wohnmobil nach Kroatien u. Montenegro
(Womo-Reihe, Neuherausgabe 2015)

Hinweis: Während unserer Überarbeitung im Januar 2017 haben wir leider noch keine überarbeitete Auflage zu diesem Reiseführer aus dem WOMO- Verlag gefunden. Schaut mal, ob ihr notfalls die alte Ausgabe noch bekommt. So schnell ändern sich die Gegebenheiten dann auch nicht…

Unsere Rezension zu „Mit dem Wohnmobil nach Kroatien“ aus dem WOMO- Verlag:

Bereits auf mehreren Wohnmobilreisen waren die Reiseführer aus dem WOMO- Verlag unsere treuen Begleiter.
Entsprechend hoch war auch die Messlatte an diese Kroatien- Länderausgabe. Art und Umfang sind hierbei wie gewohnt und bieten keine Überraschungen oder Veränderungen. Wer die Bücher schon kennt, findet sich also sofort zurecht. Das Land wird wie immer in mehrere Tourvorschläge unterteilt und in jeder Tour intensiv vorgestellt. Wie immer finden sich in den einzelnen Touren und Etappen dann Tipps zu Sehenswürdigkeiten, Hinweise zu Übernachtungsplätzen, Strände und mehr. Auch der ein oder andere Restaurant-Tipp ist dabei, was uns zum Beispiel gut gefallen hat.
Stellplatztipps oder gar Stellplatzgeheimtipps sind allerdings aufgrund der restriktiven Gesetzeslage (Freistehen verboten!) schwierig zu vermitteln. Insbesondere, weil dieses Gesetz besonders in den Touristengegenden (besonders am Meer) auch konsequent durchgezogen werden. Entsprechend

Am Ende einer Rezension fragen wir uns stets, ob der Inhalt des Buches seinem Titel „Mit dem Wohnmobil nach Kroatien“ auch gerecht geworden ist.
Und da sagen wir gerne: „JA!“ Besonders Anfänger in Sachen Kroatien bzw. in Sachen Wohnmobil allgemein würden wir jederzeit dazu raten, sich für eine geplante Tour nach Kroatien mit dem Reisemobil dieses Buch zu beschaffen! Sei dies nun für Hinweise, wo man bei den Sehenswürdigkeiten am besten parkt (Wohnmobile brauchen nunmal mehr Platz als ein einfacher PKW, man kann mit ihnen nicht in die Tiefgarage im Stadtzentrum fahren 😉 wo man auch mit dem Wohnmobil außerhalb der dominierenden Campingplätze an den Strand fahren kann oder wo man eben Übernachtungsplätze (Stell- und/oder Campingplätze) findet. Denn dies steht natürlich in keinem „normalen“ Reiseführer!
Fazit: Solide aufgebautes Buch, belastbar und mit einem gewissen Wiedererkennungseffekt für den Schreibstil des Autors für eine Reise nach Kroatien durchaus zu empfehlen.

Team Transitfrei im Januar 2016 (Neuherausgabe der 2015er Version)

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Die ADAC- TourSets sowie ein gut gemeinter Hinweis zum Schutz im Ausland:

Natürlich will im Urlaub, der schönsten Zeit im Jahr, niemand an Schlechtes denken. Dennoch sollte man sich jeder vor einer Reise ins (europäische) Ausland überlegen, wie es um Pannenhilfe und Versorgung bei Unfall oder Krankheit steht.
Denn passieren kann immer mal was! Allein wir haben in 4 Jahren Wohnmobil 3 Mal den ADAC zum Hilfe bitten müssen! Zum Glück nur mit kleineren Pannen und Ausfällen, einer war sogar (wegen Kraftstoffmangel) dummerweise selbst verursacht. Dennoch ist es gut zu wissen, dass sich jemand kümmert, wenn wir nachts um 3 mit Motorschaden in der Pampa stranden würden! Bei jedem Reisebudget sollten daher die paar Euro für eine Clubmitgliedschaft enthalten sein!
Davon abgesehen kann man sich vor jeder Reise in den großen Kundencentren ein umfangreiches TourSet zusammen stellen oder sich mit der Post vom ADAC nach Hause schicken lassen.
Wertvolle Reisetipps mit Staukalender, Infos zu gesetzlichen Regelungen zum Freistehen mit dem Wohnmobil in Europa sowie natürlich Fern- und Regionalkarten und kleine Reisefaltblätter als Reiseführer bilden eine dicke Mappe voller brauchbarer Informationen zum Zielland und zur Zielregion. Für ADAC Mitglieder alles kostenlos! Wir bestellen es vor jeder Reise und wurden in all den Jahren noch nie enttäuscht! Die ideale Ergänzung zu Reiseführern!
Wir sind seit Jahren zufriedene ADAC Plus- Mitglieger und können den ADAC jedenfalls empfehlen!

Team Transitfrei im April 2013

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Links zu dieser Reise:

Im Vorfeld und im Nachgang zu unserer Reise haben wir einige schöne Links gefunden und verwendet, die wir unseren Leserinnen und Lesern natürlich nicht vorenthalten wollen. Zu jedem Link gibt es eine kleine Beschreibung damit ihr wisst, was euch unter den verlinkten Seiten erwartet.

Zu allen hier vorgestellen Links gilt selbstverständlich unser Haftungsausschlus / Disclaimer, der hier im Detail eingesehen werden kann.
Grob zusammengefasst müssen wir eben darauf hinweisen, dass diese Links nicht Teil unserer Webseite sind und die Inhalte auf den Seiten von uns nicht beeinflusst werden können. Auch dann nicht, wenn auf den verlinkten Seiten gegen Gesetze oder die guten Sitten verstoßen wird. ZUm Zeitpunkt unseres Besuchs waren diese Seiten für uns hilfreich, wir können aber nicht wissen, ob findige Internetgesellen eine solche Seite nicht eines Tages für niedere Zwecke missbrauchen. Sollte ein Link einmal nicht funktionieren, oder ihr entdeckt Spam, Viren oder gar Rechtsverletzungen auf den verlinkten Seiten, gebt uns bitte Bescheid! Wir entfernen die Verlinkung dann umgehend, danke!

Österreich:

  • Im Transit durch Österreich möchten wir zur Vervollständigung unserer mautfreien Strecke gerne die Felbertauernstraße vorstellen. Wer es nicht eilig hat, findet hier DIE Alternative zur Brennerautonahn A 10 Salzburg – Villach und das Tor zur Adria und nach Kroatien!
    Mautfrei (mit Ausnahme der Tunnelsonderabgabe) kommt man hier ohne Vignette vom Salzburger Land / Tauerntal ins Felbertal bzw. nach Osttirol, ab hier ist man dann schon fast im Urlaub. Und einen kleinen Aufkleber (wer´s mag 😉 gibt es gratis oben drauf: felbertauernstrasse.at

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Slowenien:

  • Für den Transit durch Slowenien haben wir einen Link zum slowenischen Streckennetz gefunden. Vorrangig finden sich hier natürlich Infos zur Maut und zur Vignette. Die Seite ist neben Slowenisch übrigens auch in englischer Sprache verfügbar: dars.si

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Kroatien, Istrien:

  • Novigrad:
    – Spaghettoteka Tomato:  Hier haben wir am Ankunftstag zu Abend gegessen: tomato.hr
  • Pula:
    Offizielle Infoseite mit Hinweisen zu allen Sehenswürdigkeiten:
    Es gibt sogar einen virtuellen Stadtplan!: pulainfo.hr

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Kroatien, Kvarner Bucht und Insel Krk:

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Kroatien, Plitviczer Seen:

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Weitere Reiseberichte:

Nicht nur wir waren in Kroatien, auch andere berichten von schönen Reisen:
Eine kleine Auswahl schöner Reiseberichte nach Kroatien (mit dem Wohnmobil natürlich) möchten wir euch gerne vorstellen.
Viel Spass beim Schmöckern und Einlesen:
– Reisebericht Renato (veröffentlicht im Wohnmobilforum): Reisebericht Renato
– Reisebericht Christine und Frank (als Blog): Reisebericht Christine und Frank

Links: Adria-Forum:

Wie bereits mehrfach in unserem Reisebericht und auch hier im Fazit geschrieben, sind wir mit unserem Wohnmobil (unter 3,5 Tonnen) nahezu mautfrei nach Kroatien gefahren. Sowohl in Österreich und Italien wie auch in Slowenien.
Erstes ist noch recht simpel, man fährt in Kufstein Süd einfach von der Autobahn ab und dann über den Felbertauern bzw. durch den Felbertauerntunnel. Auch in Italien geht es dann mautfrei weiter, wenn man dies möchte. In Slowenien aber wird das mautfreie Fahren kompliziert, weil die Wege oft automatisch bzw. vorsätzlich auf die mautpflichtigen Straßen führen!
Im Adria- Forum allerdings wird die mautfreie Anreise beschrieben und ist auch mit Bildern hinterlegt. Darüber hinaus finden sich weitere allgemeine Themen rund um Kroatien und die Adria: Adria- Forum/Anreise

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Das war´s! JA WIRKLICH! Hammer, oder?
Unsere Reise ist zu Ende und das umfangreiche Fazit steht. Wir hoffen, ihr hattet mit uns eine schöne Reise und/oder konntet viele Tipps und Infos für eine eigene Reise nach Kroatien (vielleicht auch mit dem Wohnmobil oder Wohnwagen?) finden.
Wie immer freuen wir uns natürlich über Anregungen, Lob und/oder Kritik zu unserer Reise nach Kroatien mit dem Wohnmobil und stehen natürlich auch gern für die ein oder andere Rückfrage zur Verfügung. Ob Kommentar oder email, wir nehmen alles gern.
Und wenn du ein Facebook- oder ein Twitter- Konto hast, dann lass doch über die beiden Buttons unten für den Reisebericht ein kleines Like da oder abonniere unsere Seite, dann wirst du gleich über Neuerungen informiert.
Wir würden uns freuen! 🙂

Euer Team Transitfrei – Anja & Björn

        

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