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Himmelhochjauchzend und zu Tode betrübt
Unser Wechsel vom Wohnmobil zum Wohnwagen

Wichtiger Hinweis vorab in eigener Sache: Dieser Artikel beschreibt unsere Erlebnisse, die wir bei der Suche nach unserem ersten Wohnwagen gemacht haben. Er ist somit ein reiner Erfahrungsbericht im Rahmen einer persönlichen Geschichte. Wenn ihr aber auf der Suche nach Tipps und Tricks zum Kauf eines Wohnwagens oder Wohnmobils seid, dann schaut bitte hier hein: Hilfe beim Wohnwagenkauf
Ansonsten seid ihr natürlich gerne eingeladen, hier mit uns zu schmunzeln:

So, wir müssen jetzt mal ein wenig für „Ordnung“ sorgen.
Einige besorgte emails unserer Leserinnen und Leser haben uns in den letzten Tagen und Wochen erreicht und auch in unserem Gästebuch finden sich die ersten Einträge, die auf eine veränderte Situation bei uns hinweisen, ohne hier auf unserer „Hauptseite“ transitfrei.de überhaupt schon davon berichtet zu haben.
Dies möchten wir nun mal ein wenig aufklären und alle Interessierten an unseren Reiseberichten auf einen „einheitlichen Stand“ zu bringen. ;-)

Wir werden also die laaaange Geschichte, warum wir nun auf einmal einen Wohnwagen haben und warum uns unser Wohnmobil nicht mehr auf unserem Wege begleitet, in den kommenden Tagen mal ein wenig näher durchleuchten.

Wir erklären ein wenig Privates mit den Hintergründen zum Wechsel, erzählen aber auch von einer spannenden Wohnwagensuche, zeigen Bilder von offensichtlichen wie verstecken Wasserschäden, führen ein bisschen durch die Kaufberatung für einen Wohnwagen mit passendem Grundriss und auch die Kostenseite kommt bei uns natürlich nicht zu kurz!
Final schließen wir dann unsere Reihe „Der Wechsel vom Wohnmobil zum Wohnwagen“ mit dem Verkauf unseres Wohnmobils ab, was allein für sich nochmals eine recht amüsante Geschichte wird.

Danach folgen natürlich noch 2 Reiseberichte von den ersten Touren mit dem Wohnwagen.
Zum einen eine erste „Ancampen“- Tour mit dem Wohnwagen (4 Tage in Luxemburg) sowie eine etwas längere Tour (für eine Woche) an die deutsche Ostseeküste, genauer auf und um die Insel Fehmarn.
Doch dazu später mehr!
Beleuchten wir lieber erst einmal die Ereignisse rund um die Entscheidung, warum wir ab sofort zur angehängten Fraktion gehören.

Noch vor unserer Reise mit dem Wohnmobil nach Italien an die Adria war für uns absolut sicher: „Wir behalten das Wohnmobil!“
„Schön!“ werden sich einige Leser jetzt sicherlich meinen, „aber warum stellt ihr euch eigentlich diese Frage???“

Nun, zum einen haben wir (besonders ich) ja auf so mancher Reise ja den Karren verflucht, dann aber wieder liebevoll „Wohni“ zu ihm gesagt, wenn er uns an die schönsten Ecken Europas getragen hat.
Nichts desto trotz habe ich nicht selten bei jeder unserer Reisen hinterfragt, ob wir mit unserem Wohnmobil auch wirklich das richtige Verkehrs- und Reisemittel gewählt haben.
Und ebenso oft hab ich nach einer Reise auch schon mit Anja darüber gesprochen, dass vielleicht jetzt der richtige Zeitpunkt für einen Verkauf gekommen wäre.

Seien wir doch mal ehrlich!
Ein Wohnmobil ist eine ziemlich teure Angelegenheit! Auch und gerade im Preissegment unterhalb der 10 oder gar 5 Tausend Euro!
Das soll nicht heißen, dass neuere Wohnmobile damit nicht ebenso Probleme haben, wie nicht selten in den einschlägigen Fachforen zu lesen ist.
Nur ist es bei „billigen“ und damit zumeist älteren Wohnmobilen meistens so, dass zum einen aufgrund der höheren Defektanfälligkeit im Alter mehr Teile kaputt gehen und zum anderen stellt man sich bei einem Wert von wenigen Tausend Euro schnell die Frage, ob man denn überhaupt noch einmal eine große Summe bei anfälligen Reparaturen investieren soll.
Siehe unser Getriebe- und Motorschaden!
„Komm, einmal noch lassen wir das machen, dann aber haben wir bestimmt Ruhe!“ ist nicht gerade ein Satz, den wir selten verwendet haben...

Aber was wäre die Alternative?
Ohne Wohnmobil umher reisen? Wieder mit Hotel und Ferienhaus?
Oder ein Wohnmobil nur mieten?
Wo ist das die so viel geschätzte Freiheit auch einfach mal an einem Freitagnachmittag spontan „Wir fahren jetzt ans Meer!“ sagen zu können?!

Klar haben wir uns schon ein paar Mal überlegt, dass wir vielleicht mit einem Wohnwagen besser bedient wären.
Es ist ja, wenn man unsere Reiseberichte mal betrachtet, kein Geheimnis, dass wir oft und öfter auf Campingplätze fahren und uns dort mit dem Wohnmobil gemütlich einrichten.
Nur selten verirren wir uns mal auf einen Stellplatz und wenn dies geschieht, dann doch meistens nur für eine Zwischenübernachtung im Transit vom oder zum Haupturlaubsort.
Aber Urlaub auf dem „Parkplatz“ machen?
Nee, das wäre nichts für uns!
OK, es gibt Ausnahmen! Zum Beispiel den schönen Stellplatz in Wilhelmshaven oder auch im Allgäu bei Altusried, wo wir uns recht wohl gefühlt haben.
Und man darf nicht vergessen, dass viele Wohnmobilstellplätze besonders zentral liegen, wie es uns z.B. ein Besuch von Pisa oder Verona in Italien oder auch von Eisenach in Deutschland gezeigt hat.
Mit einem Campingplatz weit außerhalb der Stadt wäre eine solche Besichtigung wohl nicht ohne größeren Aufwand möglich gewesen.

Ja, ein Wohnmobil hat schon so seine Vorteile gegenüber dem Wohnwagen und auch, wenn wir oft nur knapp an einer Entscheidung zum Verkauf vorbei geschrammt sind, haben wir am Ende doch immer wieder an Wohni festgehalten.
Denn eins darf man trotz aller Kosten und Ärgernisse mit dem Wohnmobil oder der einfachen Logik einer kostengünstigeren Urlaubsalternative nie außer Acht lassen!
Wohnmobilfahren ist eine emotionale Sache, fast schon eine Herzensangelegenheit!
Mit dem Wohnmobil bist du ganz einfach der König der Landstraße!

Und obwohl Camping mit dem Wohnwagen + Auto gegenüber dem Wohnmobil fast gleichwertig anzusehen ist (und es sogar einige Vorteile beim Wowa gibt, wie z.B. die gewonnene Mobilität mit dem Auto vor Ort!), haben wir uns dem Schritt zum Wohnwagen immer verweigert!

Anja besonders, weil sie Gespannfahren für gefährlicher findet, als mit dem Wohnmobil unterwegs zu sein.
Besonders auf der Autobahn oder bei widrigem Wetter.
Gibt ja so einige kleine Videos z.B. auf Youtube, wo ein Wohnwagen bei starkem Seitenwind umkippt und das Gespann samt Auto auf die Seite legt.
Damit könnte ich noch umgehen, zumal ja auch tausende Camper jedes Jahr mit dem Wohnwagen in den Urlaub fahren.
Vielmehr ist es aber bei mir immer so gewesen, dass ich das Wohnmobilfahren immer ein bisschen als „Königsklasse“ für uns gesehen habe!
Wohnwagen?
Naja, immerhin noch besser, als im Zelt.
Aber ansonsten sehe ich das Campen mit dem Wohnwagen eher als so eine Art „Zweckbündnis“ an. Das Reisen und Fahren mit dem Wohnmobil hingegen ist fast schon eine eigene Lebenseinstellung!
Wohnmobilfahrer grüßen sich z.B. auf der Straße, wenn sie sich unterwegs begegnen. Beim Wohnwagen hab ich dies hingegen noch nie gesehen!

Und auch ich hab natürlich immer alle uns entgegenkommenden Wohnmobile gegrüßt und dabei mit Stolz geschwelter Brust unseren Wohni über Berg und Tal gelenkt. Dabei saß ich bequem in unseren mit Armlehnen gesegneten Pilotensitzen und genoss die Übersicht von der erhöhten Fahrerposition.
Beinahe wäre es so weit gekommen, dass Anja mir sogar so eine kleine Kapitänsmütze gekauft hätte, nur damit ich auch standesgemäß gerüstet wäre!
Ja, ich war ein König der Landstraße! ;-)
Und egal, ob neben uns ein alter Ford Escort Kombi mit einem 1975er Kip- Wohnwagen stand, oder ob uns auf der Autobahn ein Porsche Panamera mit einem Tabbert Da Vinci im Gespannwert von über 100.000 Euro überholt hat: WIR waren immer die mit dem Wohnmobil, hatten somit immer einen voraus.

Das ist es, was ich mit „emotionaler Bindung“ an das Wohnmobil meine.
Ein Hobby halt, für das man gerne seine 500 Euro Fixkosten im Jahr nur für Steuer und Versicherung ausgeben muss.
Ein Hobby halt, wo ich die doppelte Summe der Fixkosten immer variabel auf dem Konto haben muss, um auch mal eine größere Reparatur kurzfristig wuppen zu können.
Ein Hobby ist etwas, für das man dieses Geld gerne freiwillig ausgibt –und das haben wir die letzten 4 Jahre getan denke ich.

Und wir würden auch weiterhin mit dem Wohnmobil unterwegs sein, wenn wir nicht eines schönen Tages plötzlich die Meldung bekommen hätten, die alles Dagewesene auf den Kopf gestellt hätte!
Und obwohl uns diese Meldung nicht unvorbereitet getroffen hat, sondern wir schon ganz bewusst was „dafür getan“ haben ;-) versickerten Dinge wie das Wohnmobilfahren, die uns vorher absolut wichtig waren, im hinteren Eck zwischen Bedeutungslosigkeit und Unwichtigkeit.
Welche Meldung das ist?
Nun:

Wir bekommen ein Kind!

Wow, oder?
Schon ein Knaller!
Und wir freuen uns RIESIG darauf, demnächst zu dritt unterwegs zu sein.
OK, wie man an dieser Stelle schon liest, werden wir künftigen Reisen nicht abgeneigt gegenüber stehen.
Und da wir beide gerne campen, wird sich dies mit einem Kind wohl kaum ändern!

Noch vor unserer Reise nach Italien haben wir also wie gesagt noch gedacht, dass wir unser Wohnmobil auf jeden Fall behalten!
OK, es ist alt und es ist laut!
Und es hat im Aufbau keine Gurte!
Aber es ist ja nicht so, als könnte man daran nicht etwas ändern!
Gurte kann man mit Sicherheit nachrüsten und alles andere wird sich schon finden.

Im Italien- Urlaub ist dann allerdings etwas passiert!
Kann sein, dass wir unser Wohnmobil auf einmal mit den Augen von kommenden fürsorgenden Eltern gesehen haben, wer weiß?
Auf jeden Fall hat von einem auf den anderen Tag unser Wohnmobil nicht mehr zu uns und unserem künftigen Leben gepasst!
Nehmen wir allein die Fahrt!
Herrje, was ist unser 1984 Dethleffs auf Fiat Ducato doch laut!
Ein normales Gespräch ist während der Fahrt jedenfalls nicht möglich, man muss schon mit starker Stimme sprechen!
Oder die Hörbücher, die wir unterwegs immer laufen haben! Diese müssen wir am Radio fast bis zum Anschlag aufdrehen, um überhaupt etwas zu hören!
Steht man dann auf dem Campingplatz und macht einfach mal unbedacht das noch auf „Fahrtstärke“ eingestellte Radio oder eben das Hörbuch an, erschreckt man sich fast, wie unglaublich LAUT man doch aus den Boxen regelrecht angebrüllt wird!
Ich war zwar noch nie bei einer startenden Antonov dabei, aber dies kann kaum lauter sein!
Und das wollen wir wirklich Kinderohren zumuten?!
Geht GAR NICHT!

„OK“, haben wir uns gesagt, „dann sitzt das Kind während der Fahrt eben mit Anja zusammen im Aufbau!
Auch das haben wir also auf der Fahrt mal probiert und mussten erkennen, wie zugig es doch zum Beispiel während der Fahrt im Aufbau ist!
Die Windgeräusche sind enorm, es schaukelt und es wackelt.
Einzig der etwas bessere Platz wäre vielleicht positiv zu werten, aber ein Kind und Baby sitzt doch während der Fahrt fest verzurrt im Kindersitz, kann von eventuellen Freiheiten während der Fahrt die ersten Jahre doch noch gar nicht profitieren!
Und dann natürlich die fehlenden Gurte!!
Ein aufwendiger Ausbau wäre nötig, um einen Gurtbock nachzurüsten.
Und es würde ja nicht nur beim Gurtbock bleiben! Allein schon für das eigene Gewissen würde ich doch wissen wollen, ja wissen müssen, ob das alles auch so „sicher“ ist, wie es sein muss!
Also nicht nur einbauen und gut! Zum Tüv müsste man damit, das Teil abnehmen und aufwendig prüfen lassen. Auch würde ich keinen gebrauchten Gurtbock gebrauchen können, denn wer weiß, ob der nicht schonmal einen Unfall hatte und entsprechend vorbelastet ist.
Reißt dann der bereits angegriffene Gurt im entscheidenden Moment, wird man sich für das Sparen am falschen Ende mit Sicherheit sein Leben lang Vorwürfe machen!
Also müsste es schon ein neuer Gurtbock oder zumindest neue Gurte an einem geprüften Gurtbock sein. Und das alles wird mit Sicherheit nicht billig!
Sollen wir also wirklich wieder Geld in die Hand nehmen, wieder investieren in ein Fahrzeug, was seinen Zenit doch eigentlich schon lange überschritten hat?
Das Holz alt und ausgetreten, hier und da bereits ausgebessert. Dazu die immer mal wieder mit Fehlern behaftete Elektrik, die mir schon so manches Kopfzerbrechen bereitet hat.
Dann das Klo, welches mir schon immer gestunken hat! Und das im wahrsten Sinne des Wortes! Wir haben ja keine Kassettentoilette, nur das kleine Porta Potti, wo man den vollen Fäkaltank (liebevoll Kackkischtle genannt ;-)zum Entleeren immer durch den Wohntrakt tragen muss.
Und auch, wenn ein Porta Potti eine vom Hersteller gut durchdachte und saubere Lösung darstellt, unschön ist es trotzdem!

Seien wir mal ehrlich: Wenn wir wirklich an unserem Wohnmobil festhalten wollten, müssten eine komplette Totalerneuerung her!
Also nicht nur die Gurte für hinten und mit ein paar Dämmschutzmatten den Motorraum auskleiden, sondern auch mal den Aufbau komplett neu aufbauen!
Und selbst, wenn wir Geld und Zeit in diese Arbeiten investieren würden, hätten wir am Ende doch wieder nur ein altes lautes Wohnmobil, welches mit Ach und Krach gerade mal die 100 fährt.
Auch das würde mich dann wieder stören.
Sollen wir hier also auch noch investieren???

Die Lösung war uns nach dem Urlaub in Italien klar: Das machen wir NICHT!
Zuviel Geld würde es kosten, zu viel Zeit benötigen.
Und so kommt das, was unausweichlich vor einem liegt: Wohni und wir werden demnächst getrennte Wege gehen!
Schon komisch! Wir schreiben den 30. April, den letzten Tag unserer Heimfahrt vom diesjährigen Italien- Urlaub, als wir unser Wohnmobil endgültig „abschreiben“. Verkauft haben wir es zwar noch nicht (und das werden wir auch nicht tun, solange nicht ein Nachfolger bzw. Ersatz vor der Türe steht), aber in nur 25 Tagen hätten wir die 4 Jahre vollgemacht!
Damals, am 25.05.2007 haben wir seinerzeit unser Wohnmobil abgeholt.
Tja, bittersüße Erkenntnis!
Zum einen süß, weil wir zu neuen Ufern aufbrechen und uns auf ein neues Abenteuer einlassen.
Das letzte große Abenteuer überhaupt: Wir werden Eltern!
Aber auch bitter, denn mit dieser Erkenntnis werden wir alte Gewohnheiten über Bord werfen müssen und dazu gehört nunmal auch der Verkauf unseres getreuen Reisepartners, unserem Wohni.
:-(

Doch bevor wir unseren getreuen Wohni verkaufen, haben wir uns natürlich erst einmal überlegt, wie es denn nun weitergehen soll.
Zum einen stand natürlich zur Disposition, sich gleich ein vernünftiges Wohnmobil zu kaufen!
Einen Quantensprung um 10 Jahre müssten wir aber mindestens machen, um wenigstens einigermaßen heutige Ansprüche an Sicherheit und Komfort durchsetzen zu können.
Ein Wohnmobil auf einem Fiat Ducato Typ 290 (oder gar wieder 280!) scheidet für uns daher aus!
Es müsste schon mindestens ein Wohnmobil auf Ducato Typ 230 sein, idealerweise ein Alkoven, den wir uns z.B. seinerzeit in Nürnberg angeschaut haben.

Den Gedanken hieran hatten wir allerdings nur kurz, zu sehr waren die damaligen Preisvorstellungen präsent!
Ein gutes Wohnmobil in dieser Klasse mit dieser Ausrüstung, einigermaßen gewartet und sofort urlaubsklar würde und wird nunmal nicht für unter 10.000 Euro zu bekommen sein!
Und auch, wenn wir unter „normalen Umständen“ ja nicht zum ersten Mal über diesen Quantensprung nachgedacht haben, so ist dieses Ziel mit der neuen Situation so weit entfernt, wie der Pluto von der Sonne.
Hey Mann, wir bekommen ein Kind!
Da gebe ich doch nicht im Vorfeld mal eben 10 Mille für ein Wohnmobil aus!!
Wir haben das Geld ja auch nicht auf Bäumen sitzen...

Der nächste Schritt war dann einfach!
Schon immer habe ich mir ausgerechnet, wie günstig ein Wohnwagen gegenüber einem Wohnmobil im jährlichen Unterhalt zu finanzieren ist.
Statt 500 Euro im Jahr für ein Saisonkennzeichen + Teilkasko-Versicherung würden wir vielleicht nur was um 1/5 von diesem Geld ausgeben müssen, je nach Größe und Versicherungsumfang.
Dazu die im Wohnwagen einfach verbaute Technik ohne wartungsintensives Basisfahrzeug, welche ich selbst in Schuss halten werde!
Wer wie ich als „Johann das Gespenst“ in Wohnmobilecken vorgekrochen ist, die seit dem Tag des Zusammenbaus in Isny im Jahre 1984 keiner mehr gesehen hat, dann würde ich mich auch an Leitungen für Wasser und Strom am Wohnwagen dran trauen! :-D

Und seien wir mal ganz ehrlich: Mehr Bauteile hat so ein Wohnwagen ja auch nicht!
Die Bremse noch, dazu die Stoßdämpfer und das alles auf den Rahmen, das wars!
Geht da mal was kaputt, bleibt es also überschaubar!

Nur das Thema „Wasserschaden“ ist natürlich wichtig!
Hast du da ein schlechtes Fahrzeug mit Feuchtbiotop, ist die Karre sofort wertlos!
Doch da dies ebenso für Wohnmobile wie für Wohnwagen gilt, sind das eigentlich für beide Lager gleiche Voraussetzungen.

Bliebe nur die Einschränkung der Freiheit nicht mehr einfach am Straßenrand anhalten zu können, zu Stadtbesichtigungen auf Stellplätze zu fahren, oder eben Etappenrundreisen machen zu können.
Mit dem Wohnwagen fährst du auf einen Campingplatz, richtest dich dort häuslich ein und dann unternimmst du maximal von dort aus sternförmig Unternehmungen ins Umland.

Aber ist nicht genau das auch positiv?!
Es kam nicht gerade selten vor, dass wir, gerade für ein paar Tage an einem schönen Platz eingerichtet, uns dem Problem „Langeweile“ stellen mussten!
Das Dörfchen in der Umgebung hatten wir da schon mit dem Rad abgeklappert und auch sonst war nicht viel mehr zu entdecken.
Neidisch haben wir dann auf die Wohnwagencamper geschaut, die sich einfach zum Einkaufen oder für eine Rundfahrt mal eben fix ins Auto gesetzt haben!
So mancher Wohnmobilfahrer kompensiert dies mit einem Anhänger mit PKW, oder mindestens mit einem Motorroller auf der Rollerbühne.
Wir hingegen haben sowas nicht.
Und so kam es vor, dass wir uns z.B. für Urlaubserlebnisse am Urlaubsort einen Mietwagen genommen haben!
Das erste Mal in Frankreich an der französischen Südküste (Reisebericht ist leider verschollen), das zweite Mal gerade erst in diesem Urlaub an der italienischen Riviera.
Und schon waren wir mit dem Mietwagen wieder mobil, haben unser Wohnmobil hingegen mehr als Wohnwagen genutzt.

Sind wir daher nicht schon Wohwagencamper, bzw. können zumindest nachempfinden, wie diese Art von Campingferien sein werden?
Denn eins ist mal absolut sicher:  Wir bleiben ja Camper! Ob nun mit dem Wohnmobil oder dem Wohnwagen.
und für Kinder sind Campingferien mit Sicherheit die schönste Art Urlaub zu machen!
Zumindest sehen wir auf Campingplätzen in der Regel das, was wir noch nie in Hotels und Pensionen gesehen haben: Glückliche, spielende und zufriedene Kinder auf Abenteuerurlaub und sogar die Eltern sehen gar nicht mal sooo scheiße aus. ;-)

Wir wissen nun, dass wir unser Wohnmobil definitiv nicht behalten, weil es weder zeitgemäß ist, noch ein Mindestmaß an unseren neuen Sicherheitsansprüchen genügt.

Und wir wissen, dass wir uns ein moderneres Mobil ab 1994 aufwärts nicht leisten können bzw. wollen.
Unser Geld brauchen wir demnächst für wichtigere Dinge!

Also werden wir uns einen Wohnwagen kaufen!
Und das gleich jetzt nach dem letzten Urlaub mit dem Wohnmobil.
Wir hoffen, dass wir nach 4 Jahren Campingerfahrung allmählich wissen sollten, worauf es uns ankommt und worauf wir beim Gebrauchtwagenkauf achten müssen.
Und dennoch: Ein wenig „Aufbruchsstimmung“ macht sich breit!
Kinders, ist das spannend!
Team Transitfrei wird wieder unterwegs sein, um ein neues Camping- und Freizeitfahrzeug zu suchen!!
Und das, liebe Leserinnen und Leser, darf ich an dieser Stelle schonmal als äußerst spannende und auch amüsante wie erschreckende Geschichte vorweg bezeichnen.
Am Ende aber steht tatsächlich ein schickes Wohnmobil, welches uns ab demnächst auf unseren Reisen begleitet.
Obwohl, MOMENT! Ich meine natürlich WohnWAGEN, welcher uns begleitet.
Tja, daran werde ich mich gewöhnen müssen! Ab jetzt sind wir „angehängt“ ;-)

Unser Wechsel vom Wohnmobil zum Wohnwagen, ein Akt in 5 Teilen:

Auto vor den Wohnwagen
Wohnwagenauswahl
Unser neuer Wohnwagen
Mit dem Wohnwagen unterwegs
Bargeld lacht - auch beim Wohnmobilverkauf

Teil 1:
Vor den Wohnwagen
gehört ein gutes
Zugfahrzeug!

Teil 2:
Von Feucht- und
Wasserschäden!
Unsere Wowa- Suche

Teil 3:
Geschafft!
Wir haben ab heute
einen Wohnwagen!

Teil 4:
Die erste Kurzreise
mit dem eigenen
Wohnwagen

Teil 5:
Mach´s gut Wohni!
Wir verkaufen unser
Wohnmobil!

         

-Team Transitfrei im Juni 2011-


    

 
         
    zu den Wohnmobil- Reiseberichten zum 1. Teil : Das Zugfahrzeug für den Wohnwagen  
         
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