Allgemeines Fazit:

Mit Fug und Recht können wir behaupten: „Wir kamen, sahen und badeten!“ 😉
Das Wochenende war ein Erfolg auf der ganzen Linie. Klammern wir die unliebsame Begegnung mit dem Möchtegern- Kolonialherren mal aus, haben wir ein tolles Wochenende an einem Badesee verbracht.
Auch der Plan auf dem abgeschlossenen Areal eines Campingplatzes mit eigenem Seezugang eine deutlich entspanntere Liegewiese gegenüber einem Freibad vorzufinden, ist voll aufgegangen!
Auch der Platz selber war für unsere Zwecke mehr wie gut geeignet und wir haben uns besonders darüber gefreut, dass wir einen Platz so nah am See bekommen haben.
Denke ich da zum Beispiel an den Edersee zurück, haben wir als Touristencamper relativ weit vom See weg gestanden.

Auch die Talsperre selber ist sehr schön zum Schwimmen und Boot fahren geeignet.
Kaum Strömung, ausreichend tiefes und schwimmbares Wasser ohne übermäßigen Algen- oder Pflanzenbewuchs und vor allem ohne gesondertes Entgelt für die Nutzung mit dem eigenen Schlauchboot.
Auch reine Badegäste können die Talsperre nutzen und über den Campingplatz gegen Entgelt die Tagesgäste- Liegewiese benutzen.
Aufgrund der demografischen Entwicklung im Westerwald ist hier auch nicht so viel los, wie zum Beispiel an einem Badesee im direkten Einfluss der Ballungszentren wie der Kölner Bucht oder dem Ruhrgebiet.
Neben Schiwmmen und Boot fahren darf man aber auch zum Beispiel Angeln (ein Teil der Talsperre ist hierfür abgegrenzt). Wandern (oder Walking 😉 ist natürlich auch möglich und wer ausreichend Muskelschmalz in den Beinen hat, ist mit Mountainbike oder Rennrad in der Natur unterwegs.

Ansonsten bietet der Westerwald natürlich auch ein wenig was fürs Auge.
Zwar haben wir uns jetzt nur die Landschaft von der B 8 oder von der B 414 aus angesehen und einen Tagesbesuch von Bad Marienberg unternommen, aber dies hat für einen ersten Eindruck durchaus gereicht.
Etwas verschlafen vielleicht, aber dies muss ja nicht schlecht sein.
Auf jeden Fall gehen die Uhren langsamer und wenn man sich davon anstecken lässt, ist Ruhe und Entspannung vorprogrammiert.

Wir jedenfalls haben für uns entschieden, dass wir bei spontanem Interesse an einem Badesee ohne große Experimentierfreude mit eventuellen neuen Orten und Plätzen sicherlich ein weiteres Mal auf dem Campingplatz Ulmbach- Talsperre vorbeischauen werden. Allein schon deshalb, weil Anja noch immer die Ulmbachtalsperre einmal kompett umrunden möchte, da dies auf einem Wanderweg rund um dem See möglich ist.

Reisekosten:

Reisekosten Ulmbachtalsperre
Liter
Preis / Liter
Vorbereitung
Restmenge Tank
21,38 €
20,00
1,0690 €
Übertrag Lebensmittel von zuhause
20,00 €
30. Jul 09
Tanken freie Tankstelle
35,94 €
33,00
1,0890 €
Einkaufen Edeka
31,03 €
Duschmarken
6,00 €
31. Jul 09
Einkaufen REWE
30,14 €
Bäckerei REWE
2,90 €
Zeitung / Brötchen Kiosk CP
1,40 €
Abendessen Ulmbachklause CP
24,00 €
01. Aug 09
Einkaufen REWE II
27,19 €
Kaffee / Kuchen Bäckerei Rewe
7,36 €
02. Aug 09
Auschecken CP
47,70 €
Mittagessen an der B 8
20,00 €
Übertrag
Restmenge Tank
-16,04 €
-15,00
1,0690 €
Lebensmittel für zuhause
-25,00 €
Kurzurlaub Gesamt: 234,00 €
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Verbrauchsberechnung
KM- Stand Reisebeginn 197299
KM- Stand Reiseende 197612
gefahrene KM 313
Verbrauchte Menge Kraftstoff 38,00
Verbrauch auf 100km 12,141

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Besuchte Stell- und Campingplätze:

Campingplatz Ulmbachtalsperre
D-35753 Greifenstein-Beilstein
Straße: Campingplatz Ulmbachtalsperre 1
Telefon: +49 (0) 2779 349
Telefax: +49 (0) 2779 1538
Webseite: ulmtal.com
GPS- Koordinaten (von unserer Parzelle): Lat: 50.605705, Lon: 8.270452
Kosten pro Nacht: 15,90 € (exkl. Duschen) in der Hochsaison
Kurzbewertung:
Talsperre und Campingplatz sind hier untrennbar verbunden.
Den CP hätten wir nicht angefahren, wenn die Talsperre nicht daneben gewesen wäre und umgekehrt.
So ist es kein Wunder, dass unsere Bewertung des Campingplatzes nicht sonderlich vom allgemeinen Fazit abweicht.
Dennoch ein paar Worte zum CP: Allen voran das Personal: Sehr nett, sehr zuvorkommend und sehr um das Wohl der Gäste bemüht, dabei stets sachlich und immer lösungsorientiert.
Wirklich alle, von Rezeption über Platzwart bis hin zur Reinemachefrau sind uns positiv aufgefallen.
Die Ausstattung des Platzes ist zwar älter, die Zweckmäßigkeit ist aber dennoch gegeben. Dauercamper finden ebenso ihren Platz, wie Touristencamper und wer als Touristencamper zum Beispiel nicht gern nah am Wasser steht, kann auch auf andere Areale ausweichen.
Sogar reine Zeltwiesen gibt es und für Gruppen (zum Beispiel Pfadfindercamping) kann auf einem gesonderten Areal sogar ein offenes Feuer gemacht werden.
Es gibt 2 Servicehäuser auf dem Platz. Beide sind zwar schon älter, aber dennoch gut erhalten.
Die Reinigung ist gründlich, davon hab ich mich im Rahmen eines kleinen Schwatzes mit der Reinemachfrau überzeugen können.
Duschen kostet zwar Geld, allerdings ist die Gebühr mit 0,60 € für ca. 5 Minuten Duschzeit vertretbar.
Gut: Toilettenpapier und Seife sind ebenso gratis, wie ein Desinfektionsspray für die Toilette.
Die am Platz befindliche Ulmbachklause reicht einfache Speisen, die preislich und geschmacklich keinen Grund zur Klage liefern.
Klar könnte es immer noch besser sein (zum Beispiel das Schnitzel etwas krosser), aber dies ist irgendwo auch Geschmackssache.
Die nähere Umgebung bietet dann jedoch nur noch für Wanderfreunde etwas. Viel Natur eben und das Beste: Das alles ohne Kurtaxe 😉
Mit dem PKW / Rad ist man ansonsten schnell im Nachbarort, wo man auch beim REWE einkaufen kann, wenn der platzeigene Kiosk vielleicht genau den hauseigenen Wunschwein nicht im Angebot hat 😉

Nur zwecks Besichtigung angefahren, nicht übernachtet:

Wohnmobilstellplatz Bad Marienberg
D-56470 Bad Marienberg
Bismarckstraße / Am Marienbad
GPS- Koordinaten: Lat: 50.644725, Lon: 8.593251
Kosten pro Nacht: 6,50 € (max. 48 Std.)
Kurzbewertung:
hier haben wir nicht übernachtet, weil wir nur für einen Tagesbesuch in der Stadt waren.
Aber selbst, wenn wir einen Platz für die Nacht gesucht hätten, dieser wäre es wohl nicht geworden…
Zu teuer die Nacht, zu gering der Gegenwert für das Geld.
Es handelt sich hier nur um ein paar Parktaschen (wohl ehemals für PKW), die einfach per Schild zum Stellplatz umfunktioniert wurden. Dazu ein Schild, was die Übernachtungsrate offeriert, das wars. Besonders ärgerlich ist dies für alle, die mit einem Mobil mit 6 Metern Länge und mehr auf den SP wollen, denn parkt man offiziell in der Begrenzung der Parklücke, steht man auf den Rangierbereich im Parkbereich über. Bliebe nur zweifelhaftes Querparken über 3 Felder…
Eine VE- Station ist zwar vorhanden, faktisch war diese bei unserem Besuch derart mit PKW zugeparkt, dass man dort nur mit Schlauch und Gießkanne weiter gekommen wäre. Auch das Entleeren der Tanks wäre nur mit Schlauch oder mehrmaligem Eimergang möglich gewesen. An die VE ranfahren? Nicht möglich.
Darüber hinaus ist der Aufenthalt auf 48 Std. begrenzt, wobei ich nicht glaube, dass wirklich jemand länger als eine Nacht hier verbringt.
Neben dem Marienbad kann man jedoch noch ein wenig durch die Natur wandern, ein Wildpark und der Basaltpark grenzen mit Wanderrundwegen an.
Bad Marienberg selber (also das Zentrum) ist jedoch vom SP etwas entfernt und zu Fuss man auf dem Rückweg den Berg hinauf, das könnte mit vollem Bauch schwer fallen 😉
Fazit: Leider nur bedingt empfehlenswert.

Weitere Links und Infoquellen zu dieser Reise:

Ulmbachtalsperre:
– Eintrag bei Wikipedia: wikipedia/Ulmbachtalsperre
– Land Hessen mit Infos z.B: zur Wasserqualität der Talsperre: Land Hessen

Bad Marienfeld:
– Wild- und Basaltpark: badmarienberg.de/wildpark_basaltpark.php

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