Die zarten Lockerungen nach dem ersten Lockdown hatten es bereits abgezeichnet. Auch im Sommer 2020 waren Camping- und Stellplätze doch mitunter deutlich überbelegt. Haben selbst wir erleben müssen.
Und auch jetzt, im zweiten Lockdown, wird ein Wohnmobil oder Wohnwagen ein Garant für Freiheit, zum Beispiel um bei normalerweise geschlossenen Restaurants zum sogenannten „Wohnmobil- Dinner“ vorfahren und im eigenen Freizeitfahrzeug fürstlich bei bester Bewirtung speisen zu können…
Nimmt man dann noch die halblegale Möglichkeit der „Übernachtung zur Herstellung der Fahrtüchtigkeit“ dazu kann man ohne zu Lügen behaupten, dass das eigene Wohnmobil, wie kaum ein andere Mittel zum Zweck, in dieser Corona- Krise zum Erhalt von Freiheit und Selbstbestimmung beiträgt wie einlädt!

Ob dies nun positiv oder negativ ist (manche behaupten ja, die Wiederherstellung der Fahrtüchtigkeit oder auch das Wohnmobil- Diner sei nur ein Schlupfloch und hebelt den eigentlichen Sinn der Corona- Schutzverordnungen aus…), möchten wir gar nicht bewerten.
Vielmehr geht es uns darum zu erfassen und festzustellen, in welch vielerlei Hinsicht Wohnmobile und Wohnwagen populär sind und trotz mit der Corona- Pandemie einhergehende finanzielle Situation der Absatz dieser Fahrzeuge ungebrochen ist!

Schon im Frühjahr diesen Jahres, als die ersten Lockerungen zum ersten Lockdown beschlossen wurden, haben wir in einem Kommentar zur Situation an anderer Stelle mit anschließender lebhafter Diskussion festgehalten, dass Corona diesen Trend nur noch verstärkt hat. Wie ein Turbo. Gleichzeitig aber ein riesengroßes Damokles- Schwert auf uns alle zurollt. Die Camping- Infrastruktur!

Es dürfte nicht schwierig sein sich auszurechnen, dass im gleichen Maße, wie Wohnmobile und Wohnwagen verkauft werden, die entsprechende Infrastruktur für Camping- und Stellplätze eben nicht mitwachsen kann! Wie auch?
Wo soll zusätzlicher Raum und Natur auch herkommen, die wir Camper so lieben und suchen?
Und während der normale Camper Mühe hat, inzwischen selbst für asynchrone Reisen abseits von Brückentagen und Urlaub ein schönes Plätzchen in einer Ferienregion zu finden, vermittelt die Campingbranche in der Werbung weiterhin das Bild vom einsamen Camper am Lagerfeuer in den Dünen mit Blick auf den Sonnenuntergang im Meer…

Erste Anzeichen, dass unsere geliebte Reise- und Urlaubsform mit Leben zu füllen zunehmend zum Problem wird, haben wir erst jüngst wieder feststellen müssen.
Wer unsere Reiseberichte mit Wohnmobil und Wohnwagen verfolgt, wird hierbei auf eine recht stete Konstante stoßen. Denn sofern irgendwie möglich, übernachten wir gerne auf Campingplätzen! Das war nicht nur vor der Geburt unseres Camping- Nachwuchses so. Wir sind halt gerne Campingplatz- Camper! Zum einen aufgrund der guten Infrastruktur auf den Plätzen. Gute Duschen, ordentliche Serviceeinrichtungen, Strom am Platz, nicht selten auch Ab- und Frischwasser. Dazu ein Stückchen Wiese für die eigene Hängematte – und schon sind wir glücklich!
Auch die Sicherheit spielt bei unseren persönlichen Reisepräferenzen bei, so passierte es uns ja ausgerechnet auf unserer ersten Reise mit dem Wohnmobil, dass wir nachts ausgeraubt wurden, während wir friedlich im Wohnmobil geschlafen haben!
Dieses schreckliche Erlebnis hallt bis heute nach und spätestens, wenn wir unterwegs sind und sich die Abenddämmerung am Horizont abzeichnet, wird uns mulmig und wir suchen Zuflucht hinter der trügerischen Sicherheit eines Schlagbaums einer Campingplatzeinfahrt.

Was uns in all den Jahren dabei begleitet hat, waren Rabattkarten! Allen voran die ACSI Campingcard! Für die, die die ACSI Campingcard nicht kennen, sei sie hier kurz erklärt

Wie funktioniert die ACSI Campingcard – Kurzform:
Die ACSI Campingcard gilt immer für ein Kalenderjahr. Also vom 01. Januar bis zum 31. Dezember. Während dieser Zeit gibt ein teilnehmender Campingplatz Gültigkeitszeiträume vor, in denen die Karte akzeptiert wird. Fast pauschal kann man sagen: Die ACSI Campingcard gilt fast immer durchgehend in der Nebensaison. In den auslastungsstarken Urlaubsmonaten, wo die allermeisten Bundesländer Ferien haben, gilt sie hingegen nicht.
Eine Übernachtung kostet immer einen Pauschalpreis. Dieser ist im 2- Euro Abstand gestaffelt von 12 Euro bis 20 Euro. Für diesen Pauschalpreis ist immer enthalten: Zwei Personen in einem Campingfahrzeug (Wohnmobil oder Wohnwagen bzw. Zelt + Auto=, Strom (teilweise begrenzt) sowie mindestens eine warme Dusche pro Person und Tag. Nicht enthalten sind besondere externe Kosten wie eine Umweltgebühr o.ä.

Genau jene Rabattkarte hat nun eine bemerkenswerte Kehrtwende zur Saison 2021 hingelegt, die uns ins Staunen versetzt hat! Denn zum ersten Mal seit wir uns dem Camping widmen (und das seit fast 15 Jahren), ist die Zahl der teilnehmenden Campingplätze rückläufig! Und das ist noch gelinde gesagt diplomatisch ausgedrückt. Tatsächlich handelt es sich um einen waschechten Einbruch!

Zum Vergleich:

Band 1:
Region Skandinavien, Deutschland, BeNeLux, Polen etc. 2020: 1280 teilnehmende Plätze
Region Skandinavien, Deutschland, BeNeLux, Polen etc. 2021: 1038 teilnehmende Plätze
Differenz: -242 Plätze / -23%

Band 2:
Region Spanien, Frankreich, Portugal, Italien 2020: 2132 teilnehmende Plätze
Region Spanien, Frankreich, Portugal, Italien 2021: 1834 teilnehmende Plätze
Differenz: -298 Plätze / -16%

Gesamt: -540 Plätze oder anders gesagt: Minus knapp 20%!

Jetzt könnte man sagen, ein Rückgang von bald 20% ist zwar ärgerlich, aber europaweit knapp 3.000 Plätze ist doch noch immer eine Menge! Und rein auf die Zahlen bezogen stimmt das auch.
Noch deutlich wird die Problematik aber, wenn man sich bestimmte wie beliebte Ferienregionen einmal anschaut. Am Beispiel unserer liebsten Urlaubssonneninsel in der Ostsee, Fehmarn, wollen wir das einmal erläutern.
Auf Fehmarn gibt es nach unserem Kenntnisstand derzeit 20 Campingplätze. Mindestens. Reine Wohnmobilstellplätze mal nicht mitgerechnet.

Im Jahr 2020 haben 8 Campingplätze auf Fehmarn die ACSI Campingcard akzeptiert. Also knapp die Hälfte. Darunter bekannte Plätze wie der Wulfener Hals oder auch der Katharinenhof, die wir in den letzten Jahren immer wieder gerne besucht haben und dort viele schöne Urlaubsstunden erlebt haben.
Im Jahr 2021 werden nun exakt 0 Plätze auf Fehmarn die Campingcard akzeptieren! NULL! Nada! Niente!
Kein einziger Platz auf Fehmarn akzeptiert also in der Reise- und Campingsaison 2021 die ACSI Campingcard in der Nebensaison!
Einzige derzeit uns bekannte Alternative in 2021 in der Ferienregion Ostsee bei Fehmarn wird wohl ein Platz südlich von Großenbrode sein. Dieser liegt dann zwar am Meer, aber eben nicht mehr auf der Insel selbst! Wählt man diesen als Basis, sind es ins Zentrum nach Burg a.F. immerhin ca. 14km, was schon mit dem Fahrrad für manche zuviel sein dürfte!

Wir wollten es zuerst nicht glauben und dachten an einen Druckfehler oder so. Also haben wir beim ACSI und auch bei einigen Plätzen nachgefragt.
Die Campingplätze haben uns zuerst geantwortet. Einhelliger Tenor, sinngemäß: „Nein, ACSI Campingcard ist für 2021 raus, dies hat sich für uns einfach nicht mehr gerechnet.“
So kann man es natürlich auch beschreiben…

Aber auch der ACSI selbst war so freundlich, unsere Anfrage nach den Ursachen des deutlich ausgedünnten Angebots zu beantworten. Gerne geben euch die ungekürzte Rückmeldung hier an die Hand, damit ihr euch selbst ein Bild machen könnt, Zitat: „

Die Erklärung ist relativ einfach. Die Corona-Pandemie hat auf den Campingplätzen in ganz Europa für viel Ungewissheit über die Zukunft gesorgt. Zwischen den Campingplätzen in Deutschland, den Niederlanden, Dänemark, Österreich, der Schweiz und den meisten anderen europäischen Ländern gibt es große Unterschiede in Bezug auf den Verlauf der Saison. Die meisten Campingplätze hatten eine mäßige bis sehr schlechte Saison. Aber man kann sagen, dass die Campingplätze in Deutschland und in den Niederlanden erfolgreicher waren als beispielsweise und vor allem die Campingplätze in Südeuropa. Das liegt daran, dass deutsche und niederländische Camper näher an der Heimat geblieben sind.

Die Corona-Pandemie hat die Entscheidungen des Campers vorübergehend verändert, aber das bedeutet nicht, dass es so bleiben wird. Es wurde dieses Jahr wieder eine Rekordzahl an Wohnwagen und Wohnmobilen verkauft. Und die Kunden kaufen diese nicht nur, um in der Nähe der Heimat zu bleiben. Untersuchungen von ACSI zeigen, dass Camper mehrheitlich angeben, dass sie wieder durch Europa reisen werden, sobald sie können. Im Jahr 2021 wird sich voraussichtlich also der Urlaubsverkehr von Campern wieder etwas mehr auf ganz Europa verteilen.

Daher sind wir von ACSI davon überzeugt, dass die derzeitige Coronasituation mit überfüllten Campingplätzen in Deutschland und den Niederlanden sowie mit fast leeren Campingplätzen in Südeuropa eine vorübergehende ist und dass die Anzahl der ACSI-Campingplätze bis 2022 wieder auf dem alten Niveau sein wird. Es kann nämlich zwei Hauptgründe geben, warum eine Reihe von Campingplätzen dieses Jahr in der Nebensaison keine Ermäßigungen für Camper anbietet:

    1. Campingplätze in Deutschland und den Niederlanden haben nach einer verlorenen Vorsaison oft einen sehr guten Sommer und eine relativ gute Nachsaison erlebt. Aufgrund des großen Interesses in diesem Jahr konnten sie höhere Preise für eine Übernachtung verlangen.
    2. Daneben gab es vor allem in Südeuropa aber auch Campingplätze, deren Zukunft ungewiss war und die zum Zeitpunkt der Erstellung der Campingführer keine Entscheidung über ihre Preispolitik und Öffnungszeiten treffen konnten. ACSI sieht dies als eine einmalige Korrektur, die durch die Verunsicherung der Camper und Campingplätze aufgrund der Corona-Pandemie verursacht wurde.

Es gibt mehr CampingCard ACSI-Nutzer als je zuvor. Das Programm ist sehr erfolgreich und funktioniert zur vollen Zufriedenheit von Campingplätzen und Campern. Mit einer Auflage von mehr als 700.000 Campingführern ist ACSI mit Abstand Marktführer in Deutschland, aber auch im übrigen Europa. 2021 werden wieder Millionen von Übernachtungen auf Basis der Campingführer, Apps und Websites von ACSI getätigt. ACSI hat außerdem als einziges Medium in Europa für 2021 hohe Rabatte für Campingplätze in Deutschland und im übrigen Europa gewährt, so dass sich die Investition der Teilnahme an der CampingCard ACSI im nächsten Jahr noch mehr auszahlen wird.

Es bleibt zum Glück immer noch eine große Auswahl für Camper. Kunden mit der CampingCard ACSI haben weiterhin Zugang zu mehr als 3.000 Campingplätzen in ganz Europa. Und es kommen fortlaufend neue Campingplätze hinzu, da sich auch jetzt noch Campingplätze melden, die noch an dem Ermäßigungsprogramm teilnehmen möchten. Wir raten daher CampingCard ACSI-Nutzern, CampingCard.com und die CampingCard ACSI-App im Auge zu behalten. Updates mit neuen Campingplätzen werden hier hinzugefügt.

Wir können daraus schließen, dass die Corona-Pandemie die Angelegenheit vorübergehend auf den Kopf gestellt hat. Mit dem Eintreffen der Impfstoffe und Tests können und werden wir auch im bevorstehenden Jahr wieder reisen, so dass erneut eine gleichmäßige Verteilung der Camper in ganz Europa entstehen wird. Die Camper freuen sich schon darauf. Und ACSI ist bereit dafür.
– ACSI Europe im Dezember 2020

Zitat Ende

Das es immer mehr Camperinnen und Camper gibt, die sich eine ACSI Karte zum Saisonstart besorgen, glauben wir gern. Selbst wir kaufen diese, denn nach wie vor rechnet sich die Karte meist schon nach dem ersten Einsatz, oft schon für ein verlängertes Wochenende!
Aber alles einfach auf Corona zu schieben, das greift unserer Meinung auch etwas zu kurz!
Die Campingplatzbetreiber brauchen schlichtweg einen big Player wie den ACSI mit seinem Campingcard- Rabattsystem nicht mehr zwingend, bei dem sie für die Teilnahme am Programm ja nicht nur den günstigen Preis an die Kunden durchgeben mussten, sondern eben auch für die Aufnahme in das Rabattsystem und den Campingführer an den ACSI selbst bezahlen!
Haben dies die Plätze noch nötig?
Bei der Auslastung, die wir im Reisejahr 2020 erleben durften?!
Betreiber von Infrastrukturen, ob nun Campingplätze oder Wohnmobilstellplätze, können selbstbewusst wie nie in den Markt gehen! Der Bedarf ist überproportional da und wird wohl auch erst abebben, wenn übrige Reiseformen wie globale Fernreisen mit dem Flugzeug, aber auch zum Beispeil Kreuzfahrten in der post- corona- Ära wieder ebenso anforderungslos möglich sein werden, wie vor Corona. Und das kann selbst bei Vorliegen eines Impfstoffes (Stand Dezember 2020) wohl noch dauern…

Ach übrigens, für den ACSI möchten wir dennoch eine Lanze brechen! Denn immerhin steht völlig transparent auf den Campingführern die Zahl der teilnehmden Plätze groß und dick drauf und hat uns somit überhaupt erst ermöglicht, diesen Vergleich recht simpel aufstellen zu können.
Sehr gerne hätten wir den identischen Vergleich auch mit dem zweiten großen Rabattsystem in deutscher Sprache durchgeführt. Mit der Campcard des ADAC / Pincamp! Beim ADAC / Pimcamp besteht allerdings das Problem, dass in deren Campingführer bzw. in der App nicht mit absoluten Zahlen gearbeitet wird. Stattdessen vermischen sich dort im Verzeichnis Campingplätze mit Wohnmobilplätzen, die im ungünstigen Falle zum Beispiel mit einem Wohnwagen oder mit dem Zelt nicht genutzt werden können! Finden wir persönlich übrigens schlechter und ist deutlich weniger transparent, was man eigentlich genau kauft, wenn man sich diese Karte anschafft.
Man müsste sich nun einen ADAC /Pincamp Campingführer aus 2020 und aus 2021 schnappen und dann die Plätze wahrscheinlich einzeln zählen, um wirklich mal die Zahlen vergleichen zu können…

Auch in unseren Tipps für Einsteiger mit Ausrüstungsliste und Hilfestellungen zur Reise selbst, die wir jedes Jahr aktualisieren, werden wir wohl zum ersten Mal seit vielen Jahren nicht mehr bedingungslos ein Rabattsystem wie eben die Campingcard empfehlen können. Die letzten Jahre war es bei all unseren Rundreisen so, dass man sich fast blind darauf verlassen konnte, in einem akzeptablen Umkreis zu einem Reiseziel auch einen Campingplatz mit Nebensaison- Rabatt zu finden. Besonders in Italien, aber auch Frankreich, die Niederlande oder eben in Deutschland. Wenn nun ganze Ferienregionen plötzlich nicht mehr abgedeckt werden können, würden wir eher empfehlen, vor dem Kauf abzuwägen, ob in der oder in den geplanten Regionen überhaupt Plätze vorhanden sind…

Nun, das Problem, auf das die Reisesaison 2021 mit voller Fahrt zusteuert, erkennt man übrigens nicht nur bei der Thematik, dass ganze Urlaubsregionen plötzlich einem bislang gut (für die Kunden) funktionierenden Rabattsystem den Rücken kehren können, sondern zum Beispiel auch an der Erstattungspolitik der Campingplätze, besonders in den Niederlanden, die nach den Recron- Stornobedingungen corona- bedingte Absagen in 2021 bearbeitet haben. Man zog sich seitens vieler Betreiber darauf zurück, dass dieses oder jenes Urlaubsgebiet ja (noch) nicht als Risikogebiet eingestuft sei. Daher stünde einer Anreise ja theoretisch nichts im Wege. Das man sich aber nach der Urlaubsfahrt in Deutschland 14 Tage in Quarantäne begeben muss und dies das karge Urlaubsbudget bei vielen eben nicht hergibt. Gutscheine, wenn überhaupt ausgestellt, mussten im gleichen Jahr noch eingelöst werden.
Jetzt kann man sagen, dass dies rechtlich durch die Stornobedingungen abgedeckt war (Die Rheinische Post berichtete darüber hier). Ein solches vollkommen kulanzloses Verhalten jedoch ist nur möglich, wenn man sich in einer Position befindet, bei der man auf den einzelnen Gast nicht mehr eingehen muss! Oder anders gesagt: Kommt nicht der, kommen zwei andere…

Für euch und uns alle sieht es daher auch in 2021 nicht gerade so aus, als könnten wir bequem aus einem guten und breit gefächerten Angebot wählen. Die Karten sind für uns als Kunden, weil wir alle zusammen eine unglaublich hohe Masse wie nie zuvor darstellen, einfach die schlechteren! Raum und Plätze sind knapp.
Wer von euch schon jetzt seine Reisezeiten 2021 kennt und diese in die auslastungsstarken Monate fallen, sollte sich vielleicht über den Jahreswechsel Gedanken einer frühen Buchung (bei möglichst kostenfreier Stornierung im Corona- Falle) Gedanken machen. Wir sagen das echt nicht gern, besonders weil auch wir die Freiheit schätzen, am ersten Tag des Urlaubs dorthin fahren zu können, wo uns spontan nach ist (Berge oder Meer) und wo eben die besten Wetteraussichten für einen schönen Urlaub bestehen. Hast du was gebucht, musst du fahren. Auch bei 11°C und Dauerregen…

Wie denkt ihr darüber?
Wo führt der derzeitige Trend noch hin?
Uns interessieren eure Meinungen, aber auch eure Strategie, wie ihr mit der Situation umgehen werdet. Hinterlasst uns gerne einen Kommentar oder schreibt uns eine mail. Wir würden uns freuen!

8 Kommentare

  1. Normalerwise bin ich 3 Monate im Jahr mit dem Womo unterwegs und genieße meist die Vorsaison und nutze da auch viel die Rabattkarten. Im letzten Jahr waren es nur kurze Trips, da wir ja erst ab Mai los durften und da die meisten Plätze wieder geöffnet hatten. In der Hauptferienzeit ging hier im Süden gar nichts ohne Kuschelparken…und ab Herbst war es schon wieder vorbei. Ausser “ Bewegungsfahrten“ kann man im Moment nichts machen. Dass Wohnmobile nicht nur im letzten Jahr riesige Zulassungszahlen hatten liegt sicherlich auch an Corona….aber die Zuwächse waren ja auch schon in den Jahren davor riesig gross.Keiner hat sich um die Infrastruktur gekümmert und auch jetzt ist das nicht besser. Aus meiner Sicht wird das in den nächsten Jahren noch zunehmen, da die „starken“ Jahrgänge in Rente gehen und jeder seinen „Coronahund“ hat mit dem er nicht ins Hotel oder auf die Kreuzfahrt gehen kann.Ich bin am überlegen das Womo zu verkaufen und von der Strasse aufs Wasser zu gehen.Europas Flüsse erscheinen mir noch nicht soooo voll zu sein und auf dem Meer gibt es auch noch Platz.

    • Hallo Werner,
      deine Einschätzung können wir sehr gut nachvollziehen, das erscheint schlüssig mit Jahrgänge, Corona- Hund und Co. Die Flucht aufs Wasser kennen wir zwar nicht aus eigener Erfahrungm, aber unser Co. Autor Thomas kommt ursprünglich vom Schiff. Er war seinerzeit extra vom Schiff aufs Wohnmobil umgestiegen, weil das Schiff wohl einen entscheidendes Manko hat. Zum einen sind Zubehör, Ausrüstung und Co für das maritime Hobby deutlich teurer als fürs Camping, das Hauptproblem ist aber wohl die äußerst geringe Reichweite! An einem normalen Wochenende kommt man kaum aus der eigenen Marina vom Liegeplatz weg, allenfalls ein Nachbarhafen kann vielleicht mal erreicht werden. Und in einem Urlaub von einer oder zwei Wochen als Beispiel kommt auch kaum als ein paar Dutzend Kilometer weit. Große Touren, etwas anderes sehen, das wird schwierig und ein Schiff auf der Straße mitnehmen ist auch nicht so einfach, wie zum Beispiel mit einem Wohnwagen loszuziehen.
      Beide Urlaubs- und Freizeitformen haben ihren Reiz, aber eben auch beide in gewisser Weise Nachteile.
      Gruß
      Björn

  2. Hallo Uns ging es änlich,
    Campingplatz vorbuchen eigentlich ein nogo.
    Haben deshalb unser WOMO stehen lassen, so mscht es keinen Spass.
    Normalerweise fahren wir so um die 10t Km im Jahr Saison 04/10 , 2020 waren es 600km, sind schon am Überlegen ob wir nicht einfach das Teil abmelden, so wollen wir nicht unsere Freizeit verbringen.
    Ich will da hin fahren wo ich grad Lust habe.. und nicht wo gerade was frei ist.
    Gruß
    Martin

    • Hallo Björn,
      wir planen gerade Ostern und Frankreich. Wenn die Regelungen so bleiben wie im Moment brauchen wir 4 alle einen negativen Coronatest. Dann dürfen wir 72 Stunden nach F ohne Test und Quarantäne bei Rückreise. (Regelung RLP)
      Idee ist Elsaß für 3 Tage. Wenn das mit dem PCR Test von frz. Seite aus wegfallen sollte, könnten wir ausreisen, fahren auf deutscher Seite bis Lörrach und dort wieder für die nächsten 72 Stunden ins Franche Comte.
      Sollte Ausgangssperre ab 18 Uhr weiter aktuell sein, dann würden wir Homecamper oder Camping Car Park nutzen. Beide buchbar. Wenn es 20 Uhr dunkel wir kann man noch in Ruhe draußen sitzen, solange man das Gelände nicht verläßt.
      Hoffen, das es sich noch entspannt.
      Die Kids wollten gern ans Mittelmeer und finden diesen Ritt in 72 Stunden „cool“. Doch das ist uns Fahrern zu streßig.
      6 Tage Frankreich wären schon phantastisch…
      Grüsse Suse

      • Hallo Suse,
        ach ja. Frankreich! Wie gerne würden auch wir wieder dort Urlaub machen! Oder überhaupt irgendwo Urlaub machen. Wir finden zur Tatsache, dass man aktuell nicht reisen darf, wird einem ja auch die Planung und Vorfreude nicht gerade leicht gemacht. Wie soll da Urlaubsfeeling aufkommen?!
        Aber ihr macht das genau richtig! Einfach mal machen! Sich der Herausforderung stellen und dann genießen.
        Wir drücken euch (und nicht ganz uneinnützig damit auch uns 😉 ) die Daumen, dass es bald wieder losgehen kann!
        Beste Grüße senden
        Tim, Nils, Anja und Björn

  3. Moin aus dem Norden,
    auch wir haben unliebsame Begleiterscheinungen der Pandemie erlebt: viele „Neuwohnmobilisten“ verhalten sich extrem rücksichtslos : das harmloseste ist noch, sich in die kleinste Lücke zu quetschen oder einfach in der Pläne zu stehen, aber auch vor dem Ausleeren der Campinigtoilette in den Graben schrecken einige nicht zurück! Ich befürchte, dass durch solche Menschen der Ruf der Wohnmobilisten sich nicht gerade zum Positiven wendet!
    Wir konnten zum Glück die Ferienzeit umgehen und waren erst im September mit dem Wohnmobil in Dänemark unterwegs, aber auch dort war es wesentlich voller, als in den Jahren zuvor. Speziell die Orte, die man auch mit einem Kurztrip erreichen kann.
    Übrigens auch manche Campingplatzbesitzer scheuen nicht davor zurück, ihren alteingesessenen Dauercamper Knall auf Fall zu kündigen, weil auf einmal so eine große Nachfrage nach Übernachtungsplätzen herrscht. Jahrzehntelang waren die Dauercamper gut genug, um dem Platzbetreiber ein sicheres Einkommen zu gewährleisten und jetzt auf einmal wird das große Geld gerochen. So passiert auf dem Campingplatz „Zum Seehund“ in Simonsberg bei Husum. Es waren im September mehrere Berichte darüber bei uns in der Presse. Ich finde die deutschen Dauercamper – Kolonien mit Gartenzwerg und Zaun auch nicht prickelnd, aber so mit Menschen umzugehen ist nicht ok.
    Ich hoffe auch sehr, dass sich das alles mit dem (hoffentlichen) Ende der Pandemie alles wieder relativiert!
    Herzliche Grüße
    Angelika

  4. Moin,
    wir waren im vorigen Jahr nur eine Woche mit dem WoWa unterwegs. Da wir einen Campingplatz mit Toilette und Dusche am Platz gesucht haben war das Angebot nicht gerade üppig. Wir sind dann in eine Gegend ausgewichen die eigentlich keine Urlaubsregion ist. Das Wendland an der Elbe. Was soll ich schreiben? Uns hat die Gegend gefallen und wir werden noch öfter in diese Gegend fahren. Klar war nicht viel los. Aber viel Natur, viele schöne Radwege und himmlische Ruhe. Also mein Rat, schaut Euch mal Campingplätze an die abseits der Urlaubsregionen liegen.
    Das soo viele jetzt einen WoWa oder Wohnmobil kaufen finde ich garnicht so schlecht. Wenn die erst wieder mit dem Flieger nach Malle können werden die Fahrzeuge wieder verkauft und das drückt die Preise. Ich denke so in 2 -3 Jahren wird man Campingfahrzeuge zu guten Preisen erwerben können.

    Euch allen eine schöne und stressfreie Campingzeit und viele Grüße!
    Norbert

  5. Da habt ihr ein sehr wichtiges Thems aufgegriffen. Wir hoffen einfach das nächstes Jahr die Impfung greift und möglichst viele dieses Jahr die Lust am Camping verloren haben. Weil es so voll war. Die sollen gerne alle wieder mit der Aida davon cruisen! :-D:-D 😀
    Liebe Grüße
    Beate undd Wolfgang

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